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2012-02-12

Tonträger 2011, Teil 9 : Death Gory Fucking Metal! (AUTOPSY)

Das dreckigste zum Schluss!

Neben Morbid Angel hat nämlich auch eine andere Band, die nicht nur für mich Synonym für Death Metal ist, endlich einen neuen Longplayer rausgebracht, der es wahrhaft in sich hat...

AUTOPSY - Macabre Eternal (2011)

Die Könige des Gore Metals machen im Grunde genau da weiter, wo sie mit der vorjährigen Comeback-EP "The Tomb Within" aufgehört haben. Demnach lässt sich meine Kritik dazu fast eins zu eins auf diesen neuen kranken Brocken übertragen. Ich zitiere einfach mal die wichtigsten Passagen:

"[...] Räudig, stinkend, widerlich [...] glibberig [...] poltert, gurgelt, grunzt und keift [...] in die Fresse [...] Schädelschütteln [...] Sabber [...] grob und dreckig [...] dynamisch, organisch und anstrengend [...] Death Metal [...] Leadgitarrenduo [...] die King/Hannemann des Todesbleis [...] eitriges Randgruppenekzem [...] überzeugt und kompromisslos [...] Spaß [...] total krank [...] Wenn Autopsy auf ihrem nächsten Longplayer dieses Niveau auch nur halten, dann dürfte ein Meisterwerk zu erwarten sein, dass sich nicht hinter dem Klassiker "Mental Funeral" verstecken muss. Üüüüääärrghhh! [...] unbedingt aufs Wacken Open Air [...]"

Aber alles ist damit dann doch noch nicht gesagt.

In den zwölf Stücken dieses Albums zelebrieren Autopsy nämlich nicht nur all ihre bekannten Markenzeichen, wie doomig schleichende Leads, polternde Knüppelpassagen und diarrhoesen Magen-Darm-Gesang, sondern fügen ihrem Repertoire durchaus noch ein paar Facetten hinzu. So fällt beispielsweise schnell ins Ohr, dass neben dem gewohnten Organ von Schlagzeuger Chris Reifert in drei Songs Gitarrist Eric Cutler den - ähem - Gesang übernimmt. Passend zu den Texten, die selbst im Vergleich zum üblichen Autopsy-Schnitt noch besonders hirnkrank erscheinen, erinnert er mich dabei dabei passend zum Albumtitel "Macabre Eternal" ein wenig an die Serienmörderspezialisten Macabre.

Mit dem im bombastischen Finale passend von Schmerzensschreien untermalten Folter-Epos "Sadistic Gratification" durchbrechen Autopsy zudem erstmals die Elf-Minuten-Grenze, und dies steht ihnen ausgesprochen gut. Was für ein fröhlich verstörender Ohrwurm! Und der Soundtrack zu einem Film, der so sehr violence porn ist, dass ich bitte niemals sehen möchte.

Der größte Hit im Radio-Sinne ist für mich jedoch die zunächst im Signatur-Groove startende "Bridge of Bones", welche sich im weiteren Verlauf als Autopsys Karikatur einer Ballade entpuppt. Aus dem Lied kann man einfach nicht ohne breites Grinsen in der Fresse rausgehen.

Nein, für Leute, die es politisch und klanglich politisch korrekt glattgebügelt mögen, oder die nicht zwischen realer und fiktiver Gewalt differenzieren können, wird diese Band immer ein rotes Tuch bleiben.

Freunde des integren Old-School-Death-Metals, der hier jedoch nach wie vor relevant klingt und neunzig Prozent der Szene wie Kindergarten aussehen lässt - Ihr solltet Autopsy im Allgemeinen und "Macabre Eternal" im Speziellen unbedingt in euer eitriges Herz schließen!

Und das Beste ist:
Mit der Sammlung "All Tomorrow's Funerals" gibt es ja schon diesen Monat den nächsten Schlag in die Enddarmgrube!


Anspieltipps: Bridge Of Bones, Deliver Me From Sanity, Sadistic Gratification, Hand Of Darkness

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