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2014-07-27

GODFLESH - Decline & Fall

Ja, BC Green und JK Broadrick sind wieder da!

Ok, nicht dass Arbeitstier Justin Broadrick jemals weg war. Aber hier ist nun nach den diversen Live-Aktivitäten der letzten Jahre, von denen ich leider noch keiner beiwohnen konnte, auch ein Studio-Zeugnis der Wiederzusammenkunft von Godflesh:



GODFLESH - Decline & Fall (2014)

Es ist zwar zunächst nur eine EP, mit der sich das Duo zurückmeldet, aber was für eine! Die vier Tracks (plus zwei Dub-Mixe, wenn man sich die japanische Version gönnt, wozu ich ausdrücklich raten möchte) sind allesamt klassische Godflesh im besten Sinne und lassen sich besonders vom Sound der Rhythmussektion her am ehesten mit früheren Werken wie "Slavestate", "Selfless" und "Streetcleaner" vergleichen.

Das heißt, dass nicht nur der Bass grummelt und röttelt wie ein perfekt getunter Lanz Bulldog, dass sich einem nicht nur Broadricks Gitarre in ihrem unverwechselbaren patentierten ultraheavy Godflesh-Sound in die Ohren sägt, dass der Mann nicht nur aggressiv tiefbrüllt und mit viel Delay absichtlich schiefsingt, sondern vor allem auch, dass der Drumcomputer mit dem Selbstbewusstsein eines alten Atari, dessen Diskettenlaufwerk iPhones frühstückt, einfach mal ganz unverhohlen nach Drumcomputer klingt. Warum auch nicht? Man achte nur mal auf die Digital-Hi-Hat im Titelsong; das muss einfach so!

Im Grunde ist "Decline & Fail" ein kleines Best of Godflesh, ohne dabei jedoch auch nur ansatzweise als Nostalgietrip alter Männer rüberzukommen.
Diese EP klintgt frisch und hungrig. Ich habe hier dreizehn ältere Veröffentlichungen zum Vergleich und muss sagen, dass die Produktion fetter denn je ist.

Super Ding, das Bock auf ein ganzes Album macht. Auch für Neulinge ein guter Einstieg.


Anspieltipps: Decline & Fall, Ringer (DUB), Playing With Fire

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