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2015-05-09

BLUES PILLS - live

Zu früh?

Erst zwei EPs, davon eine live, sowie ein Studioalbum, in welchem auch die EP-Songs neu verwurstet wurden, und deren Special Edition ein komplettes Konzert auf DVD enthält - und nun schon das "Live"-Album?

Muss das sein?

BLUES PILLS - Live (2015)

Eines muss man Nuclear Blast auf jeden Fall lassen: das Label weiß die Blues-Kuh zu melken.
Aber immerhin verkaufen sie uns "Live" auch nicht als das ganz große Konzertalbum für die Ewigkeit. Denn zum einen muss man sich für die Zukunft ja noch Raum noch oben offen lassen. Und zum anderen ist das Repertoire dafür einfach noch nicht groß genug. Das zeigt schon die Tatsache, dass in der Vinyl-Version nur drei von vier Seiten abspielbar sind.

Die Verkaufsstrategie ist hier wohl eher rarer Sammlerkult in spe, auch wenn man es ja nicht wirklich glauben mag, dass das Ding tatsächlich und diesmal ganz ehrlich limitiert und danach nicht mehr zu haben sein soll. Irgendein Schlupfloch finden die schon, z.B. "jetzt mit richtig aufgedruckter Tracklist". Die unterschlägt bei der CD-Version nämlich den Titel "In The Beginning".

Aufgenommen wurde das Album 2014 auf dem Freak Valley Festival. Und das ist im Grunde auch das wichtigste Argument für diese Veröffentlichung. Denn das dieser erste Festival-Headliner-Gig gerade auf diesem Festival der Band selbst eine Menge bedeutet, das lässt sich nicht nur in Interviews nachlesen. Nein, das merkt man auch der Performance an, die einfach dieses gewisse, schwer zu fassende Etwas hat.

"Live" ist also durchaus eine tolle Live-Scheibe, mit der man als Fan nichts verkehrt machen kann. Aber für das "Made in Japan" der Blues Pills braucht es noch ein paar Jahre Erfahrung und ein paar Minuten Songmaterial mehr.

Dann kann man ja vielleicht auch mal den gefühlt schon etwas überstrapazierten "Devil Man" weglassen.

Anspieltipps: No Hope Left For Me, Ain't No Change, Astralplane

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