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2016-06-05

A DEAD FOREST INDEX - In All That Drifts From Summit Down

Ok, das wird jetzt wohl ein relativ kurzer Text, denn was die beiden Neuseeländer Adam und Sam Sherry auf ihr erstes vollwertiges Album gebannt haben, gehört zu jenen Klangerlebnissen, die ich im Grunde ungerne zerrede.

A DEAD FOREST INDEX - In All That Drifts From Summit Down (2016)

Eigentlich brauche ich über A Dead Forest Index ja nur zu wiederholen, was ich letztes Jahr geschrieben habe, nachdem ich sie im Vorprogramm von Chelsea Wolfe erlebt hatte.
Das Duo spielt nur mit Gitarre und Schlagzeug einen sehr reduzierten, meist langsamen Post / Art / Folk Rock, der seinem Minimalismus und den eher kurzen Songs zum Trotz eine sehr archaisch episch Note hat, als lauschte man einer uralten tieferen Wahrheit. Dafür sorgen ein untrügliches Gespür für Dynamik, einfache, aber wirkungsvolle Melodien, sowie der ebenso faszinierende wie schwer einzuordnende, androgyne Gesang.

Die naheliegenden Vergleiche mit dieser berühmten eskapistischen Band aus Island oder dem anderen Duo mit "Dead" im Namen spare ich mir mal.

Man könnte dem Album vielleicht den Vorwurf machen, dass einige Stücke sehr ähnlich aufgebaut sind, und dass der Trick, in der zweiten Songhälfte ein Mantra zu loopen und dieses um immer größerere Harmoniegesänge zu erweitern, etwas überstrapaziert wird.
Anderseits beherrscht die Band diesen Trick wirklich gut und hat damit einen interessanten roten Faden, der sich durch das Album zieht.

Ich finde es eher ein bisschen schade, dass ich vier der dreizehn Stücke auf "In All That Drifts From Summit Down" schon von der "Cast Of Lines"-EP kenne. Um den Wert bzw. Nutzen jener Platte für mich nicht zu schmälern, habe ich mich diesmal fü die CD-Version entschieden. Das Vinyl ist bei Sargent House aber auch schon zu haben.

Sehr eigenständige, sehr schöne Musik.




Anspieltipps: Silver Thread Of Sun, In Greyness the Water, Tide Walks, Cast Of Lines, Sand Verse


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