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2017-01-12

LAIBACH - Live In Hell

Sowas aber auch, fast wäre 2016 ganz ohne eine Veröffentlichung von Laibach zu Ende gegangen! Neues, bereits live erprobtes Material gäbe es ja genügend...

Doch im Dezember hat Vinyl On Demand immerhin doch noch den Release eines der ältesten Livealben der Band rausgehauen.



LAIBACH - Live In Hell (LP) (1985/2016)

"Live In Hell" wurde 1985 auf einem Konzert in Hertogenbosch mitgeschnitten und erschien damals als "Live In V2" auf Kassette.
2010 sah das Ding dann erstmals auf rotem Vinyl das Licht der Welt, als Teil einer limitierten Sonderauflage der ohnehin schon limitierten - und heute daher ziemlich mondpreisigen - Box "Gesamtkunstwerk - Dokument 81-86", welche u.a. fünf weitere Live-LPs enthält.

Nun ist sie also wieder da, erneut verpackt im Stil jener Box, mit der klassischen Neuen Slowenischen Kunst der frühen Achtziger als Coverartwork, ganz ohne Namen oder Songtitel, dafür stilecht mit Kreuz.

Der Zeitrahmen ist natürlich derselbe, aus dem auch die Hamburg-Aufnahme "Neu Konservatiw" stammt, es gibt also auch hier das "Nova Akropola"-Material der "Die erste Bombardierung über dem Deutschland"-Tour zu hören. Tatsächlich ist das Set identisch, "Live In Hell" enthält aber mit "Vojna Poema / Sredi Bojew" einen satte vierzehn Minuten langen Doppeltrack mehr.

Von der Soundqualität soll man auch hier natürlich keine Wunder erwarten. Es ist eine Low-Fi-Undergroundaufnahme inklusive Übersteuerungen und leichter Pegelschwankungen. Doch Wohlklang ist bei diesem lauten, roh brutalem Industrial ja ohnehin nicht die dominante Philosophie gewesen.
Und im im Gegensatz zur "Neu Konservatiw"-Picture Disc, ist "Live In Hell" auch wirklich auf Platte hörbar. Ein paar Knackser um die Trackübergange liegen innerhalb meines Toleranzbereiches.

Insgesamt ist dieses Livealbum in sich stimmig, so wie es ist. Ein gelungenes Zeitdokument aus der brachialen Sturm-und-Drang-Phase von Laibach.

Gesamtnote: Geiler Scheiß!

Highlights: Vojna Poema / Sredi Bojev, Nova Akropola, Die Liebe, Vier Personen

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