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2017-07-22

DAVID BOWIE - No PLan EP

Nach Depeche Mode könnte man meinen, dass auch das folgende kleine Review zur Kategorie "längst überfällig" zählt, schließlich erschien diese EP - zumindest digital - schon im Januar. Ich habe es hier allerdings mit der Einstellung gehalten, dass der Künstler ja nicht mehr wegläuft, und geduldig darauf gewartet, dass der Preis gerade mal so passt, um einer anderen Bestellung über die Schwelle zum freien Versand zu helfen.

Und nun war es halt soweit.

Wenn man möchte, kann man momentan ja sein gesamtes Vermögen für posthume Neu- und Wiederveröffentlichungen in Einzel- und Boxform rund um David Bowie ausgeben. Mir reichen die achtzehn Minuten dieser wohl am ehesten als "regulär" geltenden Veröffentlichung aber für den Moment.



DAVID BOWIE - No Plan EP (CD) (2017)

Die "No Plan EP" enthält vier Songs, die Bowie für das "Lazarus"-Musical geschrieben hat, in von ihm selbst eingesungenen Versionen.

Den Anfang macht "Lazarus", welches ja schon vom finalen Album "Blackstar" bekannt ist. Die vollen sechseinhalb Minuten inklusive kompletten instrumentalen Schluss. Gut so.

Die folgenden drei Stücke erinnern mich allesamt eher an Material von "The Next Day". "No Plan" emuliert den klagend melancholischen Ton von "Where Are We Now?", geht jedoch dabei eingängiger geradeaus und entwickelt mit elegischem Saxophon noch größere Majestät.

"Killing A Little Time" ist ein treibendes Stück Progrock, welches so ähnlich auch aus der Feder von Daniel Gildenlöws Pain Of Salvation stammen könnte. In der Tradition von "If You Can See Me" könnte das Stück für mich gerne noch länger sein. Düster, heavy und ereignisreich - der aufregendste und essentiellste Track der EP.

" When I Met You" ist dagegen traditionell angepsychter Bowie-Glamrock und somit der klassischte Song auf "No Plan". Gab es so ähnlich schon, ist aber auch sehr gut gemacht und hätte perfekt auf das Retro-Album "The Next Day" gepasst, z.B. statt "Dancing Out In Space".


Insgesamt ist die EP natürlich zu kurz. Dafür lässt sie sich prima mehrmals hintereinander hören. Denn auch diese Aufnahmen ändern nichts daran, dass David Bowie auf voller Schaffenshöhe abgetreten ist.

Schön, dass Du dich hiermit noch einmal gemeldet hast, alter Alien!


Highlights: Killing A Little Time, No Plan


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