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2017-08-06

TAU CROSS und KILLBITE live im Hafenklang, Hamburg (04.08.2017)

Tau Cross

"Was machst Du denn hier?"

"Wieso bist Du denn nicht in Wacken?"


Wie oft habe ich diese Fragen in den letzten Tagen gehört...

Nur Freitag im Hafenklang hat man mich damit in Ruhe gelassen, denn dort fand für Punks und Wackenverweigerer ein Konzert für das Clubsgeschichtsbuch statt. Und auch ohne die zwei, drei Leute die heute nicht konnten, weil sie auf dem Open Air waren, war die Bude rappelvoll.



Killbite

Killbite aus Bremen eröffneten den Abend mit schnell nach vorne preschendem Crust Metal. Der direkte Straight-in-die-Fresse-Ansatz erlaubt keine blumige Analyse des Gehörten, hat aber einfach gut reingehauen und Laune gemacht. Keine Musik, die ich jetzt ganz dringend auf Konserve haben muss, aber live in seiner punkig prügelnden Hardcorebrülligkeit auf jeden Fall sehr geil.

Stilistisch waren Killbite zumindest auf dem Papier auch nicht allzu weit vom Headliner entfernt. Gut zusammengebookt, sage ich mal.

 

Tau Cross

Tau Cross sind (auch wenn sie nicht deren Songs spielen) als legitime Amebix-Nachfolge ja im Grunde schon Kult, seit ihre Existenz bekannt gegeben wurde.

Das 2015 erschienene Debütalbum und  das fantastische Europa-Debüt auf dem Roadburn-Festival 2016 konnten dann wohl so ziemlich alle Erwartungen bedienen, wenn nicht sogar übertreffen. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich könnte mich nicht entscheiden, welche der beiden Shows von Tau Cross nun die bessere war. Sound, die große Bühnenproduktion und der Reiz des Neuen sprechen für Roadburn. Im Hafenklang gab es dagegen das schweißtreibende Saunakonzert im kleinen Club, mit Songs aus zwei Alben. Schwierig, sich da zu entscheiden. Eines ist jedoch klar: Die sechsköpfige Gruppe (der Mann für Samples und Synths-Gedöns ist so unauffällig am Bühnenrand untergebracht, dass man ihn für Soundcrew halten könnte) um Sänger Robb Miller und Voivod-Drummer Away ist einfach - ich sagte es schon - Kult Kult Kult.

Ich habe nicht gezählt oder gespickt, aber die Setlist war gefühlt ziemlich ausgeglichen, mit leichtem Überhang des Materials vom ersten Album. Da kann ich mich aber auch irren. Da ich die neue Scheibe "Pillar Of Fire" noch nicht komplett gehört und auch erst nach dem Konzert am Merchtisch gekauft habe, war ich mit den neuen Stücken ja noch nicht so vertraut.
Eines ist aber klar: Wenn es darum geht, live zu killen, stehen Stücke wie "On The Water" oder "Killing The King" den alten Krachern wie "Lazarus" oder "You People" in nichts nach.

Powervoll, derbe, düster. Punk, Crust, Rock'nRoll!

Und wo Miller diese ultrafiese Gurgelstimme herzaubert, habe ich immer noch nicht durchschaut.

Hammer Konzert!



Auf dem Rückweg musste ich in Itzehoe tanken. "Gar nicht in Wacken?", fragte mich der Kunde, der nach mir ans SB-Terminal trat.

Leute, es gibt noch eine so schöne Welt jenseits des Matschackers!





Killbite:













Tau Cross:



















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