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2017-08-13

THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT - Metanoia

Ich war zwar um Sparsamkeit bemüht, doch ein paar Tonträger mussten natürlich neulich in der Balver Höhle in meine Einkaufstasche wandern. So die neueste Veröffentlichung des Duos (live Quartett plus Gastflötist) The Moon And The Nightspirit.


THE MOON AND THE NIGHTSPIRIT - Metanoia (CD) (2017)

Da auf dem Prophecy Festival hauptsächlich neue Stücke gespielt wurden, muss ich mich hier ein wenig wiederholen.

Was sofort ins Ohr fällt ist, dass diese sehnsuchtsvolle neofolkoristische Musik mit ungarischen Texten für Fans von Dead Can Dance gemacht ist. Allein die Konstellation eines männlich-weiblichen Duos und der Gesang von Ágnes Tóth, die daneben noch für Geige, Klavier, Harfe, Flöte, Percussions, das tolle Coverartwork und weitere Illustrationen verantwortlich ist, sorgt dafür.

Die restlichen Instrumente, unter denen vor allem Akustikgitarre und Bass wichtig sind, werden von Mihály Szabó bedient.

Es sind wie neulich bereits gesagt vor allem die arabischen und mittelalterlich-europäischen Elemente von Dead Can Dance, die sich hier wiedererkennen lassen, doch The Moon And The Nightspirit sind eigenständig und kompositorisch wie spielerisch versiert genug, um "Metanoia" ganz und gar nicht nach einer geringeren Kopie klingen zu lassen. Nein, man kann sich dem Vergleich durchaus selbstbewusst stellen.

The Moon And The Nightspirit live
Im Vergleich zur Liveperformance ist hier natürlich alles noch etwas sauberer und kontrollierter, insbesondere gilt dies für den hier weit unauffälligeren Bass.
Die einzige kleine Kritik am Liveset gilt auch hier, nämlich dass sich der Sound und die Stücke auf Dauer alle etwas zu ähnlich sind, was es auch ziemlich schwierig macht, sich aus den acht Stücken Favoriten herauszupicken. Zwei oder drei Songs, die sich klanglich oder von der Stimmung her deutlicher vom Rest emanzipieren, würden den Gesamteindruck zweifellos noch deutlich aufwerten.

Doch auch so ist "Metanoia" schon ein wunderschönes, durchgehend verzauberndes Weltmusikalbum, welches man für den Preis ohne Gewissensbisse einfach nur genießen kann.

Ich hörte, dass einige Fans von dem Werk wohl enttäuscht sind. Da ich die vorigen Alben aber noch nicht kenne, mag ich nicht beurteilen, wie hoch die Messlatte ist. Sollte  es in der Diskographie tatsächlich noch deutlich bessere CDs als diese geben, dann ziehe ich jetzt schon mal ehrfürchtig meinen Hut!





Highlights: Kristálymezök, A Hajnal Köszöntése, A Fény Diadala, Hen Panta Einai (Minden Egy)




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