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2017-11-12

DRUTURUM - Druturum II: This Gloom Is All Ours



Eine Woche nach unserem zweiten Konzert mit DruturuM sind nun alle verfügbaren Audio-, Foto- und Videoaufnahmen ausgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
Es ist also Zeit für mich, ein letztes Resümee zu ziehen und den Zyklus "Druturum II: This Gloom Is All Ours" damit zu schließen.

Wir gönnen uns nun noch ein paar Tage Pause, ehe wir unseren Proberaum wieder betriebsfertig machen und den kreativen Prozess für "Druturum III" (und voraussichtlich auch schon "Druturum IV") in Gang setzen. Wir arbeiten auch schon am Ort und Termin dafür. Die Pause soll diesmal kürzer sein und wir werden zur Abwechslung auch mal eine andere Bühne als die des Rock's in Windbergen unsicher machen.


Zunächst einmal muss ich natürlich den Elefanten im Raum ansprechen: Ja, das Bild da oben lügt nicht, Birger und ich haben "Druturum II" zu zweit gespielt.
Haben wir uns mit Sönke gezofft? Nein, unser dritte Mann hatte einfach diesen Sommer zu wenig Zeit zum Proben. Und was bedeutet dies für die Zukunft? Spielen DruturuM jetzt immer zu zweit? Nein, ich hoffe nicht. Es ist aber ok, wenn es uns in beiden Konstellationen zu sehen gibt. Halt immer so, wie es gerade passt. Das Schöne an unserem Konzept ist ja, dass es uns in dieser Hinsicht flexibel macht.

Zum Auftritt als Duo passte auf jeden Fall auch mein für diesen Auftritt neu zusammengestelltes, reduzierteres Schlagzeug, welches (inklusive Bassdrum!) ausschließlich mit den Armen gespielt wurde und mit Elementen wie Schrott- und Billigbecken oder einem zweckentfremdeten Plattenteller unseren experimentellen Charakter ganz klar noch deutlicher herausstellte als mein normales Setup.

Nächstes Mal variiere ich dann wieder. So lernt man auch immer ein bisschen dazu.


Eject Noise Fix
Hilfreich war die Zweierbesetzung auf jeden Fall nach dem Soundcheck in Meldorf, als wir beim Italiener tatsächlich mit zwei Bands an einem Vierer-Tisch sitzen konnten, da unsere Gäste Eject Noise Fix ja auch als Duo unterwegs sind.
Eher nachteilig war es hingegen, als wir nach Windbergen zurückkehrten und nur sehr langsam und spärlich Besucher eintrudelten. (Ein kurzfristig angekündigtes, zeitgleiches Konzert von fünf Bands in Heide war nicht gerade hilfreich.)
Da so wenige Musiker und Entourage anwesend waren, hatten wir auch keine Lust, eine Kasse zu eröffnen - stattdessen ging Birgers Trademark-Hut um -, sondern eher das Gefühl, im Publikumsraum gebraucht zu werden, da jeder Zuschauer zählte, als Eject Noise Fix vor dünner Kulisse ihren Irrsinn in die Bude bliesen.

Erst als sie schon beim vorletzten Stück waren, füllte sich der Raum endlich soweit, dass man zumindest das Gefühl hatte, dass nicht nur ein paar Leute, sondern schon ein Publikum anwesend war. Kevin und Roman nahmen's jedenfalls gelassen und lieferten unbeeindruckt ab.


Dadurch, dass wir beide Drumkits auf die kleine Bühne gequetscht und schon alles so gut wie spielfertig hatten, konnten wir unser Programm nach einer sehr kurzen Pause beginnen.
Etwas zu kurz vielleicht, denn die Einlage, dass unsere Fotografin im letzten Teil unseres zwanzigminütigen Openers "druturum II-I" eine afrikanische Trommel von hinten holen musste, war so nicht geplant, ebenso wie die nicht ganz saubere Gitarrenstimmung, die sich in "druturum II-II" bemerkbar machte. In dem Song haben wir angefangen mit dem nicht ganz getroffenen Tempo eh am meisten gemurkst. Aber mit diesen Fehlern müssen (und können) wir leben.
Als Entschädigung improvisierten wir dafür nach dem Funeral-Doom-Sechzehnminüter "druturum II-III", in dem erstmals Gesang bei DruturuM einkehrte, noch eine Zugabe in einem leicht dronigen, so von uns noch nie gejammten Stil, deren Gelingen uns genau wie ihre Seltsamkeit selbst ein bisschen überrascht hat. Betitelt wurde dieses Stück anschließend logischerweise "druturum II-IV".


Unmittelbar nach dem Auftritt reihten sich dann mehrere kleine Ärgernisse hintereinander, welche die Freude über den gelungenen Auftritt ein wenig trübten: 1. Der an unserem Powermischer hängende Minidisc-Recorder hatte anscheinend nur kurze Leertracks aufgenommen. 2. Ich hatte unsere Videokamera leider schon vor der Zugabe ausgeschaltet. 3. Anscheinend war jemand gegen unser Raummikrofon gestoßen und hatte es Richtung Tresen ausgerichtet. Super.

Mitten in der Nacht zu Hause angekommen war die Freude dann umso größer, als sich Punkt 2 und 3 als unbegründete Sorgen herausstellten. Ich war nämlich zu doof gewesen, die Videoaufnahme zu stoppen. Und die Drehung des anderen Mikrofons hatte wohl erst nach der Show stattgefunden.

Wir haben also Videoaufnahmen von allen vier Stücken des über einstündigen Sets, nachzuschauen auf der DruturuM-Homepage oder direkt in unserer Youtube-Playlist:





Der Ton auf den Videos stammt direkt aus der (wahrscheinlich bereits antiken) Medion-Fotokamera.

Für die Audioversionen der Stücke auf Bandcamp haben wir aber auch noch unser Raummikrofon ins Spiel gebracht. Und seit gestern Abend sind neue Mixe online, die auch die Minidisc-Aufnahmen enthalten, da wir natürlich Donnerstag vorm Papir-Konzert in Hamburg noch gemerkt hatten, dass wir uns auch hier geirrt hatten und doch noch komplett verwertbares Material aufgenommen hatten.

Unendlich High End ist das alles dadurch zwar nach wie vor nicht, aber gerade angesichts der zwischendurch so rapide gesunkenen Erwartungen sind wir mit der Hörbarkeit des Resultats echt zufrieden.

Nachzuhören ist alles auf Bandcamp, wo es neben den Livetracks für Nerds auch noch die Generalprobe (mit noch schlimmeren Schnitzern, haha) zu hören gibt:





Wem das alles noch nicht genügend Vollbedienung ist, der darf sich natürlich auch noch unsere erweiterte Fotogalerie anschauen!








Noch mehr DruturuM gibt es dann nächstes Jahr bei "Druturum III".

Ich sag bescheid. Bis dann!





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