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2011-05-15
International Commie Camera Day 2011
Vor zwei Wochen mal wieder Kommunistenkameratag, und ich habe ihn ganz ostalgisch mit Orwo-Film und Pouva Start begangen:
2010-05-08
International Commie Camera Day 2010
Am 1. Mai war mal wieder der flickr-Feiertag der Ostblock-Knipsen. Genau wie letztes Jahr habe ich mich auch wieder beteiligt, allerdings weitaus weniger engagiert, da das Wetter ungefähr so wie heute war und ich einfach keine Lust auf mehr als einen kurzen Spaziergang mit der Pouva Start hatte. Gibt also diesmal nur eine handvoll Bilder.
2009-05-17
Pinhole & Commie Camera Day
oder: Von den Pflichten eines linientreuen Flickrianers
Flickr ist ja bekanntermaßen eine Hochburg des selbstauferlegten Gruppenzwangs. Aus unzähligen Pools sucht man sich freiwillig beliebig viele aus und unterwirft sich den jeweiligen Regeln.
Bei besonders an quantitativ hochwertiger Aufmerksamkeit interessierten Mitgliedern sind vor allem solche Regeln beliebt, die besagen, dass man für jedes selbsteingestellte Bild mindestens 10 favorisieren und/oder mit einem bunt blinkenden Award schmücken muss.
In solchen Gruppen finden sich von mir allerdings nur wenige Bilder, welche direkt dorthin eingeladen worden sind. In solchen Fällen nehme ich die Einladung meistens an, nehme mir aber die Freiheit, den Regelteil zu ignorieren. ;)
Nein, wenn ich ehrlich bin, stehe ich auf diese Art Gruppenzwang wirklich nicht.
Nach meinem Geschmack sind da schon eher Gruppen, die einem vorschreiben an einem bestimmten Tag mit bestimmten Kameras rauszugehen.
Da gibt es z.B. den auch außerhalb von flickr schon länger am letzten Aprilsonntag zelebrierten Worldwide Pinhole Camera Photography Day, welcher ganz der linsenfreien Filmbelichtung gewidmet ist.
Lochkameras haben ja tendentiell mit Bastelei zu tun, was mir eigentlich nicht so liegt. Trotzdem wollte ich dieses Jahr mal daran teilhaben.
Schon einige Wochen habe ich mich erstmal digital an das Thema herangetastet und mir dieses Loch an meine 400D geschraubt:
Was mit diesem Simpelobjektiv für Bilder entstehen, habe ich u.a. auch schon in der 13. Kalenderwoche hier im Blog gezeigt.
Eine Weile später habe ich mir dann grob nach Anleitung meine analoge Kamera für den 26. April gebastelt. Für mein Empfinden gilt bei Lochkameras: je größer das Filmformat und je weiter der Winkel, desto mmmmh. Da ich mir diesbezüglich noch Steigerungspotential offen lassen wollte, habe ich mich erstmal für ein ein zierliches Modell entschieden, welches auf einem 126er-Kassettenfilm (=Instamatic) basiert, welcher mit etwas schwarzer Pappe und Klebeband hierzu erweitert wurde:
Da das Ding wirklich extrem leicht ist und ich die meisten Bilder aus der Hand aufgenommen habe, sind die meisten der 24 Aufnahmen (manche davon mehrmals mit unterschiedlichen Belichtungszeiten) der Kategorie Ausschuss zuzuordnen.
Mein Lieblings-WPPD-Bild:
Kommen wir zum zweiten wichtigen Datum. Am 1. Mai (wann auch sonst?) fand erstmals der International Commie Camera Day statt. Wie der Name schon andeutet, geht es dabei um die Huldigung kameratechnischer Erzeugnisse aus dem Gebiet des ehemaligen Warschauer Paktes.
Ich habe ihm zum Anlass genommen, meine drei Ostblock-Apparate u.a. in Neumünster auszuführen.
Pouva Start (DDR) und Zenit ET (UdSSR) - letztere sogar mit 1976 abgelaufenem russischen Svema-Film bestückt - haben mir dabei auch ein paar schöne Resultate geliefert.
Die Kiev 88 hat mich leider wieder mal maßlos enttäuscht, da sich erneut der Verschluss verabschiedet hat. Dass es bei den Bodies Zuverlässigkeitsprobleme gibt ist ja bekannt, aber mein Pech mit den Teilen (ohne Bedienfehler drei geschrottete Kameras in nicht einmal anderthalb Jahren!) ist nun wirklich leicht übertrieben.
Momentan bin ich also in der Beziehung etwas frustriert und werde mich eine Weile um andere Gerätschaften aus meiner Sammlung kümmern. Und wenn mich der Hunger auf Mittelformatfotografie mit hammergeilen Volna-, Calejnar- und Arsat-Fisheye-Objektiven dann doch wieder packt (wovon auszugehen ist), werde ich diesmal in eine hoffentlich weniger anfällige, modifizierte Version direkt vom Fachmann investieren.
Naja, sei's drum, hier ein paar meiner ICCD-Highlights:
Alle ICCD-2009-Bilder hier!
2007-06-24
Rapperwestedt
Der wirre Dobeli-Film zur Sonntagnacht.
Erstbelichtung : blue mit Mamiya DSX 1000 in Rapperswil (kb)
Zweitbelichtung : Der Ohlsen mit Pouva Start in Hohenwestedt (MF)







Erstbelichtung : blue mit Mamiya DSX 1000 in Rapperswil (kb)
Zweitbelichtung : Der Ohlsen mit Pouva Start in Hohenwestedt (MF)







2007-04-20
VOLK (Laibach im Faust)

Harr!
Mein persönliches "Volk"-Tribut-Foto!
Nur so, damit noch mehr Leute beim Googeln nach Laibach hierher geraten. *g*
Außerdem hatte ich noch nie ein Foto aus der Pouva Start hier im Blog...
Nein, im Ernst: Ich habe gerade keine Kosten und Mühen gescheut, um mir noch einmal Laibach live anzusehen, diesmal in Hannover. Ist eigentlich ein bisschen weit für eine Band, aber naja... einmal im Jahr kann man sich das gönnen. Dafür fahre ich ja dieses Jahr auch nicht nach Wacken. ;)
Und jaaa, ich weiß: Laibach, Colosseum, Laibach, demnächst wieder Colosseum... mein persönlicher Konzertkalender ist wahnsinnig bunt. *g*
Wie ich Laibach auf dieser Tour so finde, habe ich ja schon vor ein paar Monaten beschrieben, und wer auf der Bühne eigentlich zur Band Silence gehört, weiß ich bekanntermaßen nach anfänglichem Irrtum nun auch.
Das Programm und dessen grundsätzliche Genialität sind unverändert geblieben, leider auch der Umstand, dass Gastsänger Boris Benko wieder nicht dabei war, obwohl es durchaus inzwischen schon Konzerte mit ihm zusammen gegeben hat. Schade, so waren's wieder nur 100 statt 110 Prozent. ;)
Dennoch, das war auch beim zweiten Mal sehr beeindruckend.
Komme ich zu den Unterschieden: Die 60er-Jahre-Halle, Teil des beeindruckend großen Faust-Kulturkomplexes in einer stillgelegten Fabrik, hat mit ihrer verqueren Architektur und der der irgendwo zwischen Tanzsaal und alternativem Club angelegten Gestaltung durchaus Charme, kann aber zumindest als Location für Laibach nicht mit Markthalle Hamburg mithalten, bei der alles einfach irgendwie noch mehr aufs Bühnengeschehen fokussiert ist.
Mit dem Sound schien es diesmal auch etwas weniger rund zu laufen, der Eindruck kann aber auch täuschen, da ich das ganze Konzert über direkt vor Bühne und somit nicht am idealen Klangspot stand.
Zum Fotografieren war der Spot aber in Ordnung. Mit Spiegelreflex und Tele hätte ich hier ein paar richtig schöne Close-Ups von Meister Milan, derVolk-Sängerin und der gnadenlos schmollmundigen dunkelhaarigen Trommlerin machen können... aber ich hatte natürlich wieder wie schon neulich bei Colosseum die Adox Golf dabei und drücke mir jetzt kräftig die Daumen, dass zumindest ein paar Bilder was geworden sind. Vielleicht sind alle ok, vielleicht keines; ihr werdet es demnächst hier sehen - oder eben auch nicht. ;)
Die Publikumsreaktion war ähnlich gut wie in Hamburg. Im Volk-Teil vielleicht etwas weniger ergriffen, dafür gab's aber auch keine "Lauter!"-Zwischenrufe. Nur einer hat sich ab und zu mal "Die Liebe" gewünscht... Erneut dann richtig große Begeisterung beim Zugabenteil und sicherlich 80%iges In-der-Halle-Bleiben über den kompletten Abspann, was ich erneut faszinierend fand. Laibach haben, obwohl sie sich auf dieser Tour ja sehr freundlich geben und am Schluß sogar artig beim Publikum bedanken, immer noch eine ganz eigene Art, einen nach einem Konzert zurückzulassen.
Diese Kunst würde ich bei meinen Blogeinträgen auch gerne beherrschen.
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