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Posts mit dem Label Bong-Ra werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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2026-04-03

Veil of Stuff feat. BONG-RA, IVAN THE TOLERABLE, PONTE DEL DIAVOLO and THE SHITS


1, 2, 3 aaand it's time for another roundup of my last for reviews on Veil of Sound, as always - if I own it - with some pictures of the physical media.








IVAN THE TORABLE - Chromophobia (Crystal Clear vinyl 2LP) (2026)
[MY REVIEW ON VEIL OF SOUND.COM ]

Not only am I pretty satisfied with my review, if I daresay so, but unbelievably when it was published this double album actually was Oli Heffernan's most recent release. Of course now, as a couple of months have passed, I'm behind again, because the prolific Psychedelic / Ambient / Jazz / Electronic artist has already put out new stuff.

This album with the serious background of the death of an important friend and collaborator however still remains an important beacon in Ivan The Tolerable's discography. Based on minimalist ideas, but ornamented in countless creative ways plugged from the history of Psychedelic Electronic music, these fourteen tracks just emit a special radiance between profound weight and floating lightness.

The simplistic artwork and the as transparent as transparent goes vinyl are of course a match. Perfection.











PONTE DEL DIAVOLO - De Venom Natura (transparent green vinyl LP) (2026)
[MY REVIEW ON VEIL OF SOUND.COM ]

The two-basses-powered Italian Blackened Post Punk Prog Doom Metal sensation is back with their second full album for friends of Healthyliving, Kothi Tuhoa, Gggolddd, Maggot Heart, Brutus, Shaam Larain and everything between. With select guests on duet vocals, theremin, clarinet, trombone and more, each song shows new facets of Ponte Del Diavolo's sound. Charismatic front witch Erba leads the group from highlight to highlight until the album ends - way too early - with a crowning Bauhaus cover. What a banger!

The record comes in a gatefold with lyrics on delicously poisonous green vinyl. Nice.









BONG-RA - Esoterik (transparent orange with black smoke vinyl LP) (2026)
[MY REVIEW ON VEIL OF SOUND.COM ]

Holy Egyptian Stargate Space Jesus! Jason Köhnen takes Bong-Ra full circle... again... and even fuller than before. After the switches from an Electronic solo project to a massive Doom Metal band, to Doomjazz influences and then to bringing back the breakbeats together with tons of oldschool Godflesh and Ministry worship on previous albums, "Esoterik" continues on the Industrial Metal path, but also sees Colin Webster return on the saxophone and layers all its organic and electronic, crushing, atmospheric and jazzy noises in an overwhelming more is more Blut Aus Nord storm.

Sick stuff and a solid presentation by Debemur Morti Productions (unnecessarily small font for the lyrics though) with a nice vinyl colour.









THE SHITS - Diet Of Worms (2026)
[MY REVIEW ON VEIL OF SOUND.COM ]

And finally we got new bowel actions from Leeds with the second full-length album of The Shits!

Their "Diet Of Worms" is a brutally repetitive stomper with heavy Crust Punk / Sludge / Noxious Rock'n'Roll riffs, deafening guitar Noise and vocals which hate themselves as much as they despise the listener. It's as real and nasty as it's absolutely fucking glorious! A fourty-three minutes boot kick into the jaw - if you like that kind of thing. For fans of La Muerte, Fetish 69 and good old English anger.

Now let's just don't ask ourselves what was used to paint the cover picture - and shhh please ignore that that whole phrase in the beginning of my VoS review about me surviving a Shits show "without being hit by gobs of spit, half-empty beer cans or ball-sweat flavoured handshakes of their frontman" was completely recycled from my Roadburn 2023 live review. But hey, sometimes you just cannot hit the nail on the head any more precise than you already did, right?






2025-11-09

BONG-RA - To Mega Panopticon / CONAN - Violence Dimension / SUNN O))) - Eternity's Pillars


Willkommen zu einem kleinen Haul meiner neusten Mercheinkäufe (abzüglich T-Shirts und älterer, vor 2025 veröffentlichter Musik) der letzten zwei Wochen!





CONAN - Violence Dimension (2LP special edition) (2025)

Zunächst einmal Höhlenmenschen-Battle Doom vom Feinsten, mitgenommen aus dem Betty am 26. Oktober. Wo Conan drauf steht, da ist eben auch Conan drin. Was soll man an dem vollmundig sludgigen Gitarren- und Basssound, den gewaltigen Doomgrooves und dem Kriegsgeschrei vom Berggipfel herab auch groß ändern?

Ob "Total Bicep", der Titeltrack oder "Ocean Of Boiling Skin", ob es nun zäh vorankriecht oder überraschend schnell crustpoltert - die Songs stimmen, haben alle den richtigen Mix aus Stumpfheit und dem gewissen Etwas, machen Bock. Geiles Album!

Und was macht diese Edition special? Die Farbe ist es nicht (Standardschwarz), dafür gibt es aber eine LP obendrauf, also mehr Musik. Die regulären sieben Albumstücke wurden hier etwas großzügiger auf drei Seiten verteilt, und auf Seite D erwartet einen mit dem Bonustrack "Vortexxion" das längste Stück, reiner Sun O))) huldigender Gitarren-Drone. Fett. 









SUNN O))) - Eternity's Pillars b/w Raise the Chalice & Reverential (Crystal Clear vinyl LP) (2025)

Und wenn man schon von den Drone Metal-Großmeistern spricht: Nach dem Atome pulverisierenden Konzert im Uebel & Gefährlich ist mein Schädel nach über anderthalb Tagen nun endlich in der Verfassung, das Mitbringsel von dort zu genießen.


Erschienen auf Sub Pop, der alten Heimat ihrer großen Inspiration Earth -welche Bedeutung dies auch immer für ihr eigenes Label Southern Lord Records haben mag - bietet diese halbstündige EP passend zur aktuellen Tour Sunn O))) in purster Form als das Duo O'Malley | Anderson. Nichts als dröhnende (aber auch mal jaulende und zerbröselnde) Gitarren - und etwas dezente Synthieunterstützung.

Zur akuraten Nachempfindung des Liveerlebnisses fehlt mir zwar eine Flugzeughalle voll Hi-Fi-Equipment; dennoch wummert, brummt, knirscht und berstet es in diesen drei Stücken selbstredend in seismischer Intensität und exzellent produziert. Meisterhaft wie erwartet!

Und mit der Prägung auf dem Cover, transparentem Vinyl und roter Innenseite der Hülle macht der physische Teil dieser Tour-Edition optisch auch etwas her.   








BONG-RA - To Mega Panpticon [The Dystopic Remixes] (LP) (2025)

Last but not least die auf hundert Stück limitierte, tourexklusive Vinylversion des neuesten Albums von Bong-Ra, mitgenommen von der Show als Support von Author & Punisher auf der MS Stubnitz.

Wie der Untertitel "The Dystopic Remixes" schon verrät, sind auf "To Mega Panopticon" in erster Linie neue Versionen von "Black Noise"-Tracks zu hören. Hier klingen die Industrial Metal-Stücke nun maschinell verfremdeter und greifen vor allem stärker auf Bong-Ras Vergangenheit als Jason Köhnens Solo-Breakcore/Jungle-Projekt zurück. Viel elektronisch chaotisches Rhythmusgeballer also.

Außerdem enthält das Ding noch drei Coverversionen: "SO36" von Killing Joke, das bereits als Single bekannte Godflesh-Überstuck "Cold World" und - nur auf der Platte und nicht in der digitalen Bandcamp-Version enthalten - Napalm Deaths "Evolved As One".

Perfekt für die düster-dystopische Party in der nuklear verstrahlten Industriehalle inmitten der smogverseuchten Megacity. Ballert gut rein!






2025-10-29

AUTHOR & PUNISHER und BONG-RA live auf der MS Stubnitz, hamburg (26. Oktober 2025)


Eine gute Show macht einen guten Abend, keine Frage. Idealerweise ist so eine Livemusiknacht natürlich besser als gut. Und je mehr auch die Kleinigkeiten drumherum alle stimmen, desto spezieller wird das Erlebnis.

Sonntag fing es bereits damit an, dass das Wetter zwar norddeutsch, aber längst nicht so nasskaltstürmisch wie erwartet ausfiel. Nö, das war Spaziergang. Hamburg begrüßte mich obendrauf sogar mit einer epochalen grünen Welle.

Dann das mobile musikalische Rahmenprogramm: Ich achte nicht immer darauf, aber manchmal bin ich schon stolz auf mich, wenn der Soundtrack meiner Hin- und Rückfahrt das Konzert passend einrahmt. So war z.B. vergangenen Freitag Cirith Ungols "Live At The Roxy" die perfekte Einstimmung auf den ja ebenfalls äußerst barbarischen Doom von Conan.
Zum Industrial Metal-Programm an Bord der MS Stubnitz umgab ich mich mit Drone-Allherrlichkeit von World Peace Corporation, Wrekmeister Harmonies und Thisquietarmy.

Auf dem Schiff musste man dann auch schon vor der Show die Stimme anheben, denn - und wann erwähne ich so etwas schon mal? - es legte ein echter DJ (mit Platten und so) ziemlich fett auf.

Freude machte auch, dass das Merch in einen größeren Bereich umgezogen ist - und dass Bong-Ra einen T-Shirt-obendrauf-Deal anboten, zu dem man nicht nein sagen konnte, wenn man es ohnehin auf das Remix-/Cover-Album "To Mega Panopticum" abgesehen hatte.

Da mussten natürlich nur noch die Livemusik selbst und der Sound stimmen. Gerade über letzteres hatte ich mir beim anstehenden dröhnendem halb-elektroinschen Brutalkrach gerade in dieser wie dafür gemachten Location mal gar keine Sorgen gemacht... zu Recht!




BONG-RA
Im Zentrum der Bühne waren bereits die Maschinen von Author & Punisher aufgebaut, so dass Bong-Ra rechts und links davon, jeweils mit einer transparenten Leinwand für Videoprojektionen hinter sich, Platz finden mussten. Da die Band / das Projekt mit der wandelbaren Gestalt, die aktuell eigentlich ein Trio ist, auf dieser Tour nur zu zweit unterwegs sein konnte, machte dies natürlich gar keine Probleme.

Meister Jason Köhnen, den ich vor einigen Wochen ja in ganz anderer musikalischer Ausrichtung mit dem Kilimanjaro Darkjazz Ensemble in Berlin erlebt hatte, war heute für Bass, sowie Brüll- und Klargesang verantwortlich, und wurde auf der linken Bühnenseite von einem Gitarristen unterstützt. Die harten Stampf- und Breakbeats ihres brutalen Industrial Metal kamen mit weiteren Sounds und Samples aus dem Computer.

Perfekt war der Sound hier noch nicht. Schon fett und brachial, aber wenn man sich als Hörer mal rhythmisch etwas verlaufen hatte, konnte es wegen der (absichtlichen) fehlenden Dynamik der Drums schon mal eine Weile dauern, bis man sich wieder in die richtige Nackenbewegungsfrequenz eingefunden hatte. Aber die Godflesh-meets-Ministry-meets-Breakcore-Tracks von "Black Noise" in voller Wucht zu erleben war natürlich geil. Und hatte bis auf das Duo-Format nur wenige Berührungspunkte zum Weltmusik-Drone Doom mit Live-Schlagzeug, den Bong-Ra 2018 auf dem Roadburn Festival präsentiert hatten.

Die deutlichste Brücke zwischen diesen beiden Welten stellte wohl das brilliante Godflesh-Cover "Cold World" dar. So eine gute Wahl, wenn es darum geht Justin Broadrick zu huldigen - und ohne Frage mein Highlight des Sets.

Vom Merchtisch hatte ich übrigens auch noch die Wiederveröffentlichung des 2003er Albums "Bikini Bandits: Kill! Kill! Kill!" mit abgeerntet. Es sollte niemanden überraschen, dass jene Inkarnation von Bong-Ra nochmal wieder komplett anders klang. Allerdings hat auch die Liveshow bestätigt, dass allen Varianten doch irgendwie eine konstante Handschrift zu Grunde liegt, auch wenn z.B. Jazz und Hip Hop aktuell nicht so sehr vorkommen wie in anderen Phasen.








AUTHOR & PUNISHER
Dass das ehemalige Industrial Metal-Soloprojekt Tristan Shores mit dem Alleinstellungsmerkmal der Performance mittels eindrucksvoller selbstgebauter Maschinen und spezieller Gesangsmikrofone seit einigen Jahren ein Duo mit Gitarre ist, hatte ich ja schon 2023 im Vorprogramm von Imperial Triumphant bezeugen können. Somit wusste ich ja auch schon, dass die gnadenlose Cyborgbrutalität inzwischen durch einige shoegazige melodische Elemente teilweise eine noch etwas menschlichere Note jenseits z.B. der mechanischen Erzeugung der elektronischen Beats durch einen Roboterarm bekommen hat.

Was mich allerdings trotz der Hafenklang-Show, trotz Bong-Ra direkt vorher und trotz meiner hohen Erwartungshaltung an die Akustik der MS Stubnitz für die Präsentation dieser Musik immer noch überrascht hat, war wie unglaublich laut und mächtig und doch sauber, dort wo es sein musste der Sound der Show war. Absolut beeindruckend - wahrscheinlich der beste Klang, den ich hier seit Big|Brave vor einem Jahr erlebt habe, und zweifellos eine der bestklingenden Shows des Jahres. Dieser postapokalyptisch dröhnenden und scheppernden Krachwand im Stahlbauch des Schiffs ausgesetzt zu sein, fühlt sich einfach auf ganz eigene Art größer als ein normales Konzert an.

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Ok, jetzt wird es ein bisschen komisch. Bis hierhin habe ich nämlich gestern Nachmittag geschrieben. Und danach war ich wieder auf der MS Stubnitz. Und dort [SPOILER] ist etwas geschehen, das A&P, die mich gerade noch so umgeworfen haben, geradezu zwergenhaft erschienen ließ.

Trotzdem meine ich alles, was ich weiter oben schrieb, ernst. Keine Ahnung, worauf ich überhaupt gerade hinaus möchte... Muss ich meinen Enthusiasmus kalibrieren? Brauche ich einen Satz neuer Superlative?

Hmm... am besten versuche ich einfach, das neptunianisch maximalistische Erlebnis von gestern für den Moment noch zu verdrängen und betone noch einmal, dass man - selbst wenn man wie ich mit dem Studio-Output noch nicht so richtig warm werden kann - Author & Punisher in dieser Form unbedingt live erlebt haben sollte!