Diese Tour kam schon seltsam aus dem Nichts. Kein neues Album in Sicht, aber trotzdem haben King Woman einfach mal fünf Jahre "Celestial Blues" gefeiert. Ok, Moment... da war doch was. Ja, als das Ding rauskam, war der Livebetrieb ja großflächig ausgesetzt. Hier wurde also nur ein überfälliges Gastspiel nachgeholt - und der Besucherzuspruch im Betty zeigte, dass viele Fans sehnsüchtig darauf gewartet hatten.
Für mich wartete aber erst einmal das Hindernis des digitalen Einlasses. Da ich die Handyabhängigkeit in diesem Moment nicht mag, drucke ich mir Konzerttickets nach Möglichkeit immer aus. Diese Möglichkeit gab es aber diesmal nicht. Und schon stehst Du da mit geöffneter ticketmaster-Seite, aber dein QR-Code wird nicht akzeptiert. Du lädst dir also die scheiß App herunter, und der Download dauert länger als irgendetwas zuvor in deinem Leben. Und als du sie endlich installiert hast, entstehen Zivilisationen und vergehen wieder, während du versuchst, dich in der App einzuloggen. Zum Glück war ich nicht alleine mit Einlassproblemen und es stellte sich heraus, dass die Veranstaltung auf Veranstalterseite noch nicht komplett ins System eingepflegt war. Es klappte dann also doch und ich konnte die App gleich wieder löschen.
Ob das Einloggen jemals geklappt hätte? Das werde ich wohl genauso wenig erfahren wie ich jemals den Instagram-Kanal des Künstlers wiederfinden werde, der den Abend eröffnete.
Ob das Einloggen jemals geklappt hätte? Das werde ich wohl genauso wenig erfahren wie ich jemals den Instagram-Kanal des Künstlers wiederfinden werde, der den Abend eröffnete.
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| C✩CKSTAR: THE SEX MESSIAH |
Und mit "der" Künstler habe ich auch schon das Problem, welches mir ein auf Englisch verfasster Text durch die Neutralität der Sprache erspart hätte. Ich erinnere mich, dass es sich bei Cockstar um das Metal-Projekt eines französischen DJs handelt, aber ob die Geschlechteridentität weiblich ist, oder ob die Designierung Typ ist und es sich um eine provokante Dragnummer handelt - ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hilft der wenig subtile Name nicht dabei, irgendwelche Infos online (wieder) zu finden.
Musikalisch war an diesem mit einer halben Stunde weder zu lang noch zu kurt bemessenen Soloauftritt vieles vorproduziert, (häufig noch geloopte) Gitarre und stark verfremdter Gesang wurden aber live dargeboten. Stilistisch würde ich es Industrial Metal mit EBM-Anflügen bezeichnen, auf jeden Fall ein ähnlich deutlicher Trip in die Neunziger wie die nu-metal-lastige Musikauswahl, die vor der Show vom Band lief. (Ok, Evanescence sind frühe 2000er...) Der verzerrte Gesang ähnelte meistens im Grunde dem Refrain von Ministrys "Scarecrow".
Ich würde mir dafür auf Konserve kein Bein ausreißen, aber als Einstimmung hier war C✩ckstar: The Sex Messiah eine ganz ordentliche, launige Nummer.
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| KING WOMAN |
Sind King Woman die größte Hitmaschine unter den shoegazigen Doombands? Wenn man erlebt, wie viele Kracher die Gruppe um die eigenwillig charismatische Sängerin Kristina Esfandiari mit nur zwei Alben von stinknormaler Spielzeit live zum besten gibt, dann muss man schon ganz klar attestieren, dass die New Yorker auf dem Songwritingniveau von Chelsea Wolfe oder Rebecca Vernon (The Keening, SubRosa) operieren. Und dabei bin ich mir nicht einmal sicher, ob das Debüt "Created In the Image of Suffering" in der Setliste überhaupt berücksichtigt wurde, während von "Celestial Blues" wirklich alle neun Tracks, allerdings nicht in Tonträgerreihenfolge) vertreten waren.
Egal ob "Coil", "Golgotha", "Psychic Wound"... Die Reaktion auf den stark von Grunge und Post Metal beeinflussten Sound der fünfköpfigen Band war von Anfang an frenetisch und insbesondere Esfandiari nahm diese Energie dankbar auf und stärkte die Verbindung noch durch Ausflüge ins Publikum. Im Finale, einer extralangen Version von "Morning Star" und dem Stone Roses-Cover "I Wanna Be Adored" als Zugabe gab es dann gar kein Halten mehr und der ganze Raum überquerte gemeinsam die Brücke zur absoluten Doom-Glückseligkeit. Wow, was bin ich froh, hinter dieser großartigen Gruppe endlich das Live-Häkchen gesetzt zu haben!
Hoffentlich kann man das in nicht allzu ferner Zukunft, gerne dann mit neuem Album im Gepäck, wiederholen.
[Nicht spielzeugfotografisch festgehalten, aber der Fashion Blogger in mir sagt, dass ich es erwähnen soll: Zehensocken? Alter Hut! Zehen-Schuhe? Von gestern! Zehen-High-Heels? Willkommen in der Zukunft! Da kann Mugatus Klavierkrawatte einpacken.]
Egal ob "Coil", "Golgotha", "Psychic Wound"... Die Reaktion auf den stark von Grunge und Post Metal beeinflussten Sound der fünfköpfigen Band war von Anfang an frenetisch und insbesondere Esfandiari nahm diese Energie dankbar auf und stärkte die Verbindung noch durch Ausflüge ins Publikum. Im Finale, einer extralangen Version von "Morning Star" und dem Stone Roses-Cover "I Wanna Be Adored" als Zugabe gab es dann gar kein Halten mehr und der ganze Raum überquerte gemeinsam die Brücke zur absoluten Doom-Glückseligkeit. Wow, was bin ich froh, hinter dieser großartigen Gruppe endlich das Live-Häkchen gesetzt zu haben!
Hoffentlich kann man das in nicht allzu ferner Zukunft, gerne dann mit neuem Album im Gepäck, wiederholen.
[Nicht spielzeugfotografisch festgehalten, aber der Fashion Blogger in mir sagt, dass ich es erwähnen soll: Zehensocken? Alter Hut! Zehen-Schuhe? Von gestern! Zehen-High-Heels? Willkommen in der Zukunft! Da kann Mugatus Klavierkrawatte einpacken.]












































































