Gestern wurde mal wieder gestubnitzt und abgesehen von einem schnellen Lob an Vinyl-DJ Psymy, dessen siebzigerlastige Jazz Rock/Fusion-Auswahl mich mehrmals begeistert die Musikerkennungsapp anschmeißen ließ, werfe mich einfach mal ohne großes Vorgeplänkel mitten rein ins Review:
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| SLEET |
Den Opener Sleet fand ich... jetzt nicht wirklich schlecht. Aber irgendwie war das Trio aus Hamburg schon weder so recht Fischbrötchen noch Labskaus. Da waren packende Parts und fette Stoner Riffs, aber auch mittelmäßiger Gesang und Dorfhardcore-Grooves, die mich an norddeutsche Undergroundbands der Neunziger und frühen Zweitausender erinnerten, an deren Namen ich mich nicht einmal mehr... öhm... erinnern kann.
Mit weniger songwriterisch zufällig hineingewürfelten Beliebigkeit, nur auf das gute Zeug fokussiert, hätten mich Sleet durchaus voll mitnehmen können. Vielleicht bin ich auch ein klein wenig unfair, denn selbst von einer deutlich stärkeren Band wäre nach dem Spektakel des bevorstehenden Headliners des Abends wahrscheinlich nicht besonders viel hängengeblieben...
Mit weniger songwriterisch zufällig hineingewürfelten Beliebigkeit, nur auf das gute Zeug fokussiert, hätten mich Sleet durchaus voll mitnehmen können. Vielleicht bin ich auch ein klein wenig unfair, denn selbst von einer deutlich stärkeren Band wäre nach dem Spektakel des bevorstehenden Headliners des Abends wahrscheinlich nicht besonders viel hängengeblieben...
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| GREEN MILK FROM THE PLANET ORANGE |
Auftritt die Gewinner des Esbjerg Fuzztival 2025!
Auch wenn die drei Japaner wie immer den Großteil der Show auf ihren Allerwertesten sitzen blieben, war ihre Show doch ein höchst sportlicher Exzess. Auch hier im Schiffbauch zeigten sie wieder eindrucksvoll, dass es bei Progressiver Rockmusik nicht primär um die klinisch saubere Reproduktion technisch beeindruckender Schauwerte gehen muss. Green Milk From The Planet Orange sind unglaublich wild, dreckig, ungeschliffen, emotional.
Ja, die spielerischen Fähigkeiten dieser Band sind phänomenal, egal ob man auf die flitzefingrige, alles zusammenhaltende Bassperformance oder die selten an einem Ort verharrende Kreativität der Gitarre schaut. Allein das niemals enden wollende Solo im über zwanzigminütigen "Tragedy Overground" ist einfach Gilmour und Hendrix highfivende Weltklasse - nicht weil in Zeitraffer Skalen durchgehext werden, sondern weil seine sich immer weiter steigernde Dramaturgie so natürlich und naturgewaltig mitreißt.
Und was für eine athletische Ausdauerleistung vollbrachte nicht nur in diesem Stück der Drummer? Explosiv, dynamisch, mal gnadenlos nach vorne treibend, mal voller jazziger synkopischer Furchtlosigkeit, ließ er keine Zweifel offen: der Mann ist ein Tier und stammt definitiv nicht von diesem Planeten.
Green Milk From The Planet Orange mögen es Progressive Rock nennen, doch tatsächlich zelebrierten sie ihre Musik als maximalen Freakout im Geiste der durchdrehendsten Eskapaden aus Psych, Noise und Punk. Das Ergebnis war eine irrwitzige Show, die das Publikum einfach nur breit grinsend und glücklich zurückließ - und zu Recht in Scharen an den Merchstand trieb. Großartig!
Auch wenn die drei Japaner wie immer den Großteil der Show auf ihren Allerwertesten sitzen blieben, war ihre Show doch ein höchst sportlicher Exzess. Auch hier im Schiffbauch zeigten sie wieder eindrucksvoll, dass es bei Progressiver Rockmusik nicht primär um die klinisch saubere Reproduktion technisch beeindruckender Schauwerte gehen muss. Green Milk From The Planet Orange sind unglaublich wild, dreckig, ungeschliffen, emotional.
Ja, die spielerischen Fähigkeiten dieser Band sind phänomenal, egal ob man auf die flitzefingrige, alles zusammenhaltende Bassperformance oder die selten an einem Ort verharrende Kreativität der Gitarre schaut. Allein das niemals enden wollende Solo im über zwanzigminütigen "Tragedy Overground" ist einfach Gilmour und Hendrix highfivende Weltklasse - nicht weil in Zeitraffer Skalen durchgehext werden, sondern weil seine sich immer weiter steigernde Dramaturgie so natürlich und naturgewaltig mitreißt.
Und was für eine athletische Ausdauerleistung vollbrachte nicht nur in diesem Stück der Drummer? Explosiv, dynamisch, mal gnadenlos nach vorne treibend, mal voller jazziger synkopischer Furchtlosigkeit, ließ er keine Zweifel offen: der Mann ist ein Tier und stammt definitiv nicht von diesem Planeten.
Green Milk From The Planet Orange mögen es Progressive Rock nennen, doch tatsächlich zelebrierten sie ihre Musik als maximalen Freakout im Geiste der durchdrehendsten Eskapaden aus Psych, Noise und Punk. Das Ergebnis war eine irrwitzige Show, die das Publikum einfach nur breit grinsend und glücklich zurückließ - und zu Recht in Scharen an den Merchstand trieb. Großartig!





















































