Most posts are in german, yet sometimes I switch to english. The title of this blog changes from time to time.
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2018-06-16

OCEANS OF SLUMBER - The Banished Heart

Am zweiten März erschien ein Album, welches nun, da sich das Jahr 2018 der Halbzeit nähert, nach wie vor mein unangefochtener Spitzenkandidat für die Krone des Album des Jahres ist. Die Rede ist von Anna von Hausswolffs "Dead Magic".

Damit hätte jener Tag für mich ja eigentlich musikalisch genug geleistet. Es kam allerdings noch ein weiteres, extrem beeindruckendes Werk an dem Tag heraus, welches sich weder vor Anna, noch vor sonst irgendjemandem verstecken braucht! Es ist also allerhöchste Eisenbahn, hier endlich den Nachfolger von Ocean Of Slumbers "Winter" zu besprechen!




OCEANS OF SLUMBER - The Banished Heart (2LP+CD) (2018)


Gleich drei Videos hatte die Band dem Release von "The Banished Heart" voraus geschickt. Dass die Wahl dabei auf die drei Longtracks fiel, welche am Anfang, im Zentrum und am Ende des Doppelalbums stehen, ist natürlich kein Zufall. Man kannte damit schon den Rahmen, in den alles andere eingebettet sein würde.

Allerdings war diese Auswahl auch irreführend. Denn sowohl der von Tourpartner My Dying Bride beeinflusst klingende Opener, als auch der Titelsong und der Beinahe-Rausschmeißer "No Color, No Light" (danach folgt noch eine sphärische Interpretation des amerikanischen Folk Traditionals "Wayfaring Stranger") haben ein überwiegend langsames Tempo gemeinsam, was mich die Digitalversion des Albums in meiner Datenbank unter "Doom" labeln ließ - und abgesehen vom Duett mit Evergrey-Sänger Tom S. Englund steht bei diesen Liedern auch nur Sängerin Cammie Gilbert hinterm Mikrofon, was mich durchaus in Erwägung ziehen ließ, dass man die Growls und Screams der anderen Bandmitglieder wohl zu Grabe getragen haben könnte. Auch dies ein ziemlich großer Irrtum.


Ich hätte es besser wissen müssen, denn ihre furchtlose Diversität aufzugeben wäre für Oceans Of Slumber nach den begeisterten Reaktionen auf "Winter" - ein Album, auf dem jederzeit alles passieren konnte - ein denkbar unsinniger Schachzug gewesen.

Ok, es wäre natürlich durchaus nachvollziehbar, wenn die Band sich noch mehr in Richtung der radiotauglichsten Stücke in der Mitte jenes Longplayers orientiert hätte, doch gerade derart eher leichtere Kost hat die Band auf "The Banished Heart" zugunsten einer sich durch das komplette Album ziehenden düsteren Grundstimmung komplett über Bord geworfen.

Diese konsequentere Stimmung ist es auch, welche die Band bei gleichbleibender Fülle an musikalischen Einflüssen nun noch fokussierter klingen lässt.

"The Banished Heart" ist ein Konzeptalbum, welches Schicksalsschläge sowohl von Cammie Gilbert, als auch von Bandkopf / Drummer / Keyboarder Dobber Beverly (u.a. Scheidung und Verwüstung seines Hauses durch Hurricane Harvey) verarbeitet.
Der Titelsong führt die beiden buchstäblich zusammen. Denn so kitschig es auch klingen mag, beim Texten an diesem Stück haben sie sich ineinander verliebt und sind seitdem ein Paar. Man kann es angesichts dessen fast schon als Wunder betrachten, dass dieses Stück, im Grunde ein bombastisch monumentaler Lovesong, nicht in totale Selbstzentriertheit und -verliebtheit kippt.

Nein, dieser Longtrack ist nicht nur für sich grandios, sondern er schafft es auch, dass auf einem finsteren, oft brutalen und actiongeladenen Metalalbum eine mehrminütige sanfte Klavierpassage inmitten eines Songs den Höhepunkt des ganzen Werks markiert.




Davor und danach brennt das verbannte Herz allerdings lichterloh.

Von den elf Tracks sind diesmal nur zwei Zwischenspiele: "The Watcher" ist ein Dungeon Synth-Stück, welches als Puffer nach dem überragenden Titeltrack dient, "Her In The Distance" ein vom Klavier bestimmtes Präludium zu "No Color, No Light".

Der Rest des Albums bietet in Songs zwischen fünf und neun Minuten beeindruckenden Prog Metal, der sich aber selbst in sperrigen Watchtower-Passagen nie besonders wissenschaftlich anfühlt. Dafür bringt schon Cammie Gilbert mit ihrer unverwechselbaren Stimme zu viel aufrechte Emotion und Ohrwürmer hinein.
Ob es ihr tiefer, leicht angesoulter Bluesgesang ist oder die irgendwo zwischen Amy Lee und Chelsea Wolfe verortbaren Gothic/Metal-Passagen; den meisten Bands würde diese Stimme wohl zurecht als Alleinstellungsmerkmal genügen.

Ein weiteres unverkennbares Stilmerkmal ist aber die Angwohnheit von Dobber Beverly, in beinahe jeden Song - und sei dieser noch so langsam oder balladesk - einen Blastbeat einzubauen. Das klingt tatsächlich nie nach deplaziertem Gimmick. Als langjähriger Grindcore-Drummer u.a. bei Insect Warfare weiß er ganz genau, was er mit der Technik anfangen kann und setzt sie sehr musikalisch jenseits von gewaltsamer Niederknüppelei ein. Im Zusammenspiel mit dem Gesang ist es oft sogar ein Ausdruck von Euphorie. Also eigentlich artverwandt mit dem was z.B. vor fast fünfzig Jahren im Klimax von Pharoah Sanders' Free Jazz-Meisterwerk "The Creator Has A Master Plan" passierte.

Dass der Rest der Mannschaft an Bass und Gitarre nicht enttäuscht, ist klar. Besonderen Spaß macht aber, wie bereits weiter oben erwähnt, dass die Saitenhexer auch ziemlich of ihre derben Death Metal-Growls auspacken. Was natürlich auch ein entscheidener Faktor ist, der "The Banished Heart" vom klassischen Progressivegefrickel unterscheidet und oft eher in die Ecke mal von klassisch schwedischem ("At Dawn"), mal von schuldinerschem oder natürlich von Opeth inspirierten, technischen Death Metal rückt.

Alles in allem hätten Oceans Of Slumber an diesem Album - egal, als was man es nun deklariert - kaum noch etwas besser machen können.

"The Banished Heart" ist spielerisch extrem beeindruckend, kompositorisch aber noch viel mehr. Denn bei aller Technik steht immer der Song im Vordergrund, der Mal sofort zündet, mal wie z.B. das sonderbare "A Path To Broken Stars" von der zweiten Albumhälfte länger braucht, aber dafür umso stärker ankommt.
Es ist ein Werk voller tiefer, glaubhafter Gefühle, manchmal nah an der Kitschgrenze, doch nie darüber. Es ist aber auch ein wildes Metalalbum, welches bei allem Tiefgang einfach nur irre Freude beim Hören bereiten kann.


Oceans Of Slumber haben nach wie vor das Potential, ein ganz großes Ding zu werden, gehen aber nicht den einfachsten Weg eines glätter gebügelteren "Winter II", sondern hauen, nicht von Trends, sondern nur von sich selbst gesteuert, in jeder Beziehung noch mehr - und überraschenderweise wesentlich düsterer - auf den Putz.

Fantastisch!




Highlights: The Banished Heart, At Dawn, The Decay Of Disregard, No Color No Light


2018-06-10

BONG - Thought And Existence

Given the frequency of past records it has been quite a while since Bong's last studio album "We Are, We Were And We Will Have Been". But here they finally are again with two new tracks!



BONG - Thought And Existence (clear blue with glow in the dark splatter vinyl / metallic blue sleeve) (2018)

It's easy to write too much about Bong, because the british drone doomers achieve such a huge sound with seemingly so little effort. With the band being reduced to a classic guitar/bass/drums trio and going back to their heavier selves again, Bong's new release is yet another awe-inspiring testament of that.

The first half of "Thought And Existence", titled "The Golden Fields" basically is a meditation on one single riff and very sparse variations of it.
But add a booming narrator's voice, some well-placed shamanistic chants and epic lead guitars to it and perform it in an ever increasing, building fashion and it becomes a massive entity which encompasses your whole being, ultimately harmonizing your soul to vibrate in unison with the universe.

The slightly longer "Tlön Uqbar Orbis Tertius" (dafuq?) works after the same principle, yet since it features no vocals it allows itself sharper variations a much more action-packed drumming under the permanent guitar drone. 

Both tracks are black hole heavy, transcendently elevating masterpieces and thus - logically - is this album. I'm not saying there aren't other bands which occupy resembling spots here and there (Yob, Bell Witch or the darkest anomalies in the eternal void being reserved for Sunn O)))), but all in all Bong take you to places no other doom outfit does. It's a journey from the electric spark in your cortex to the edge of the redshift at the outer verges of the cosmos.

Good they included a map on the front cover!



The only things which aren't absolutely great about this release are a) the pressing quality of at least my copy (looks great, but there are brutal noises at the end of each track) and b) that there's no digital download included, which would have been especially welcome, because a).

But other than that this is dope. Don't ask where this stands in comparison to the rest of the band's discography. In the upper half, surely. But Bong can do no wrong anyway, right?


Highlight: The Golden Fields


2018-06-09

MINAMI DEUTSCH - With Dim Light

Einen Roadburn-Einkauf habe ich nach den Platten von Bell Witch und Wrekmeister Harmonies noch, der unter meine Regel fällt, alles in meiner Musiksammlung zu rezensieren was im aktuellen Jahr erschienen ist. Es hätte eigentlich ebenfalls eine LP sein sollen, doch als ich die endlich abernten wollte, war das Minami-Merchandise schon verschwunden. Am Guruguru Brain-Stand gab es aber immerhin noch die CD zu holen.


MINAMI DEUTSCH - With Dim Light (CD) (2018)

"With Dim Light" wurde zwar über einen längeren Zeitraum als das selbsbetitelte Debüt der japanischen Krautrocker in verschiedenen Sessions von 2016 bis 2018 aufgenommen, wirkt jedoch trotzdem eher wie in einem Guss geschaffenes Werk.
Schon die diesmal nicht aus deutschen, englischen und japanischen Wörtern zusammengewürfelten Songtitel lassen alles ein wenig aufgeräumter erscheinen.

Minami Deutsch live at Roadburn
Natürlich kann man den gewissen kraut-und-rübigen Charme des Vorgängers vermissen, ebenso wie die roboterhafte Rhythmussektion, die hier nur noch selten präsent ist.

Auf der anderen Seite gefällt mir das, was man dafür nun bekommt, doch um einiges besser. Ausgefeiltere Kompositionen, die zwingender ins Ohr gehen, eine in sich stimmige Produktion. Und der gelegentliche, mitunter sehr den Landsmännern von Kikagaku Moyo ähnelnde Gesang nervt mich diesmal auch nicht. Es mag also sein, dass Minami Deutsch ein paar Prozente Alleinstellungsmerkmal eingebüßt haben; die Verluste wurden jedoch mit schierer Qualität ausgeglichen.

Am Ende steht die Feststellung, dass "With Dim Light" ein lebendiges, überwiegend leichtfüßiges Psychedelic Rock-Album geworden ist, an dem ich mich bisher noch nicht satt hören konnte.
Eingespielt von instrumentalen Könnern, die ganz genau wissen, worauf es ankommt, und sich stets banddienlich nie ünnötig in den Vordergrund des hynpnotisch repetiven Flusses spielen, lässt es mir nichts zu bemängeln.

Alles richtig gemacht, Minami Deutsch!

Nur ein T-Shirt der Gruppe würde ich mir aufgrund des erklärungsbedürftigen Bandnamens wohl nach wie vor nicht anziehen, haha.


Highlights: I've Seen A U.F.O., Tangled Yarn, Don't Wanna Go Back


2018-06-08

WREKMEISTER HARMONIES - The Alone Rush

Nein, mit Roadburn bin ich hier nie richtig durch. Denn nach Roadburn ist vor den Roadburn-Livealben. Und dazwischen findet man immer noch andere verwandte Themen. Wie zum Beispiel Rezensionen von Roadburn-Mitbringseln.

Das ich mir das neue Album von Wrekmeister Harmonies dort eintüten würde, war allerdings schon lange vor dem Festival geplant. Das großartige Konzert der Band am letzten Festivaltag hat diesen Plan nur bekräftigt.





WREKMEISTER HARMONIES - The Alone Rush (grey vinyl) (2018)

Wrekmeister Harmonies haben in der Vergangenheit zeitweise mit Horden von Gastmusikern gearbeitet. "The Alone Rush" allerdings ist das Ergebnis selbstgewählter Abschottung. Um persönliche Verluste und Trauer zu verarbeiten haben sich JR Robinson and Esther Shaw über einen längeren Zeitraum gemeinsam von der Außenwelt isoliert und sich in den einsamen Rausch musiziert. Beinahe alle Instrumente auf dem daraus resultierenden Album wurden von den beiden eingespielt. Einzig Thor Harris (Swans) steuerte noch Perkussion und Klarinette bei.

Wrekmeister Harmonies live at Roadburn
"The Alone Rush" ohne die Referenzen Swans (bzw. Michael Gira / Angels Of Light) und Nick Cave zu beschreiben, wäre ein ziemlich anstrengendes Unterfangen, denn diese Eckpunkte umfassen schon einen großen Teil dieses aus der dunklen Stille kriechenden Albums zusammen. Zwischen von dunklen Wortbildern getragenen Singer/Songwriter-Sound, explosivem Dronerock und altraumhaften Klanglandschaften, die sich sowohl mit No Wave als auch Jazz labeln erscheinen die sechs Tracks von vier und vierzehn Minuten Länge wie Bewegungen einer einzigen großen Komposition.

Die zwei wichtigsten Stimmen, welche alles zusammenhalten und einen durch alle Songs mitnehmen sind das sonore, oft schon mehr sprechende als singende Organ JR Robinsons und die von Esther Shaw gespielte Geige.

Weitere hoch emotionale Erzählstimmen, die sich über den Klangteppichen aus cleaner bis ranziger Gitarre, dröhnendem, Klavier, Orgel, Drums und mehr erheben sind die schwebenden Backgroundgesänge Shaws (natürlich auch ihr Schrei in "Behold! The Final Scream") und Thor Harris' Klarinettenmelodien.

"The Alone Rush" ist ein schwerer depressiver Brocken, der nur von einer gewissen croonenden Coolness teilweise aufgelockert wird - und mich letztendlich auf ähnliche Weise tief berührt und süchtig macht wie Anna von Hausswolffs Meisterwerk "Dead Magic".

Was folglich bedeutet, dass diese Platte ganz klar zu den bisherigen Spitzenveröffentlichungen dieses Jahres gehört.

Die erste Vinylauflage kommt angemessen in trostlos marmoriertem grau.





Highlights: A 300 Year Old Slit Throat, Descent Into Blindness, Behold! The Final Scream, Covered In Blood From Invisible Wounds, Forgive Yourself And Let Go, The Alone Rush (Ja, ich habe die komplette Tracklist abgeschrieben. Es ist einfach alles so großartig und gehört so sehr als ein Wrek Werk zusammen, dass ich unmöglich einzelne Stücke hervorheben mag.)




LAIBACH - Also Sprach Zarathustra Live 2017-2018

Only one week is left,
only one week.

Achtung! Diese "Rezension" ist pure Laibach-Propaganda!

Dieses Jahr erscheint tatsächlich jenes Album, welches ich stets in Anlehnung an Guns'n'Roses "Slovenian Democracy" genannt habe, nämlich "Laibach Revisited", jene 2010 aufgenommene Sammlung überarbeiteter Klassiker aus der Zeit vor "Opus Dei".
Allerdings ist es nun kein einfaches Album mehr, sondern eine gewaltige Box (CD, LP oder beides) mit weiterer Musik und reichlich Bonusmaterial. Der Preis des Ganzen ist stattlich, lässt sich allerdings durch verschiedene Rabattoptionen wie z.B. Spectre Stamps drücken.

Bis inklusive nächsten Freitag (15. Juni) gibt es außerdem noch 20% Frühbestellerrabatt, sowie zwei Extras: ein exklusives T-Shirt und ein aktuelles digitales Livealbum, an dem man sich jetzt bereits erfreuen darf:



LAIBACH - Also Sprach Zarathustra Live 2017-2018 (download) (2018)

Ähnlich wie das Livealbum zur letzten Amerika-Tour handelt es sich hier nicht um den Mitschnitt einer kompletten Show, sondern um eine Zusammenstellung von Material der aktuellen Europatour zu "Also Sprach Zarathustra". Es enthält die erste Hälfte des Liveprogramms, also das "Zarathustra"-Material in der Reihenfolge, die auf allen Liveshows gespielt wurde, plus die beiden Repertoire-Neulinge "The New Parnassus" und "The Cold Song", die mir beide nun tatsächlich weitaus besser gefallen, als noch im März in Hamburg.

An der Produktion der Liveaufnahmen lässt sich nichts bemängeln. Und da die Stücke schon durch das Liveinstrumentarium inklusive Gitarre eine ganz andere Energie und Dynamik entfalten als das Studioalbum, sind sie eine sehr willkommene Ergänzung dazu.

Ist dieses Album an sich eine Pflichtanschaffung für Fans? - Nein, es ist zwar sehr gut, aber an sich natürlich keine dreistellige Investition wert.

Laibach live im Kampnagel, Hamburg
Letztendlich geht es hier aber natürlich nur um eine Frage: Falls ich sowieso darüber nachdenke, mir "Laibach Revisited" zu bestellen, ist "Also Sprach Zarathustra Live 2017-2018" dann (neben erwähntem T-Shirt und Rabatt) ein Grund, es innerhalb der nächsten Tage zu tun?

Und diese Frage ist mit einem ganz eindeutigen Jawoll! zu beantworten.

Ich persönlich habe für die Bestellung übrigens eine Hundert-Euro-Spectre-Marke eingelöst.

Das bringt mir zwar zunächst keine zusätzlichen Vorteile, allerdings kann ich ein Jahr lang bei allen Käufen im Laibach WTC 20% sparen, was sich lohnen sollte, da in naher Zukunft neben "Revisited" auch noch andere Veröffentlichungen zu erwarten sind.

Da war ja z.B. noch diese Sache mit Nordkorea und "The Sound Of Music"...


Highlights: Das Glück, Das Nachtlied I, Von Gipfel Zu Gipfel, The New Parnassus, Vor Sonnen-Aufgang



2018-05-27

OWLBITES - Live​.​Bites​^​^​/​/​.​.

I've been quite busy with other things lately, including my own music, so i'm not in the most urgent need for new records. But now after more than a month that this blog was dominated by Roadburn and Druturum a lot of stuff I want to review has heaped up anyway.

Let me start lowering that pile with a CD the small Dutch label Faux Amis surprised me with. It's definitely what most people would call the weirdest shit of the bunch. So guys who use the sentence That's not music! in music discussions - please don't bother to read any further!
 


OWLBITES - Live​.​Bites​^​^​/​/​.​. (CD) (2018)

Owlbites is a one-man ambient / drone project of Thanos Fotiadis, with which he has performed improvisations in many special locations, such as light houses, dancing studios, forests, boats and more, before he recorded this album live onto 4-track tape in this January.

It's made out of two 23+ minutes tracks called "The Meditative State" and "Nature Is Satan's Church".

Stylistically both tracks are pretty close to each other as both very heavily rely on the use of looped spoken word sound samples and eletronics, which come together in experimental soundscapes. My first impression after a couple of runs through the album was that this was quite a challenging listening experience. But when I put it away for a while and listened to it again it came surprisingly easy to me.

Of course every music in this advantgardistic direction is an acquired taste. But if you are open for the genre and don't overthink it (that actually being the message of the first track), you can find a pretty rich tapestry of sounds in this.

You also have to be in for what I consider the icing of the cake here: Because sometimes these soundtracks get totally crushed under rasping, gnarling guitars with a thick,  O))) so satisfying flavour of brutal drone. Damn, that guitar tone is great!

The second half of "Live.Bites​^​^​/​/​.​." can't fully hold my attention on the same level as "The Meditative State" does, but even with this small reservation, I can't help appreciating this album more and more with each listen.

This is some very interesting material. Dope!





Highlight: The Meditative State



2018-05-26

ROADBURN FESTIVAL 2018 • DAY FOUR : Sunday, April 22nd

- Leave the lights on

I'm going blind -


Moor Mother


Maybe you haven't noticed, but there was something very odd about my Roadburn Saturday review.

Right, I didn't bother you with anything about my day from morning to noon before the festival. The simple reason for that was that after the longest music night on Friday I just didn't do anything even remotely noteworthy.

Sunday was different, because I had been in bed much earlier. And since my film cameras were already angry with me for only being used on two days, I was up and ready to take my last chance to take them out for a walk right after breakfast.

Only minutes after eight I was ready to grab a bite, but the breakfast room wasn't. A memo that the doors open later on Sundays would have been nice.

No, things just didn't work out a hundred percent like I wanted this morning. I found an area a couple of car minutes away, which I wanted to explore, but the lakes I had spotted on the map turned out to be just too far away to reach them by foot. So basically I just ended up taking a walk through the woods. There were some nice spots, but a second visit at another corner of the dunes I've been to on Thursday would certainly have given me much more spectacular sights.

Well, at least I was in the shadows most of the time.


Huis ter Heide


Luckily the toll my feet had to pay for the extra excursion was mildened by the fact that the ways from concert to concert were shorter on Sunday, because there were no more shows in the Hall Of Fame and Koepelhal. Or let's say almost, because there still were special performances in the skate park - and of course also the merch was still located in the Koepelhal, so at least one visit in Choo Choo Valley (as we all have agreed to call that area from now on) would be mandatory.



I hadn't been to a single show in Het Patronaat on Saturday, but today most bands I wanted to see played inside the former church, starting with Wrekmeister Harmonies.


Wrekmeister Harmonies

Even though this show wasn't announced as one of the many full album performances, which have been a typical Roadburn feature for long, I am pretty sure that Wrekmeister Harmonies's core duo JR Robinson and Esther Shaw, accompanied by a live drummer,  performed their recent album "The Alone Rush" here. I purchased it later and it feels so similar to this concert that I have very little doubt about that.

Not only due to Robinson's sonorous voice the intimate compositions carried a lot of Nick Cave in them, combined with the sound aesthetics of (mostly) calmer Swans and those hauntingly dark and beautiful violins and background vocals from Esther Shaw.
When it comes capturing the audience with severe mournfulness, this was clearly the closest experience to Bell Witch's "Mirror Reaper" show for me. And just like them Wrekmeister Harmonies elevated a performance that didn't need any extras per se to another level with the use of intense videos.

Well, in this case it was clearly too intense for many, and I must admit that I was glad to be so near to the stage that a lot of my view of the screen was blocked by instruments. During the last twenty minutes of the show, while the musical mood droned and grew to its pinnacle, the video showed an extremely graphic black and white documentary of autopsies and the almost industrial disassembling of human bodies, probably for medical research reasons.
I feel like this was justified for the sake of the art though - and in the sum of its parts this show had a deep emotionally quality, almost physically gut-wrenching, that still sticks in my head now over a month later.


I guess it speaks volumes that the group cheering Het Patronaat up after this was none other than the already mentioned Bell Witch with their second, much shorter performance.


Bell Witch

Just like "Mirror Reaper" this was no standard show of the funeral doom duo either. Because guest singer Erik Moggridge has also sung on one long track on each of the two previous Bell Witch albums and was here anyway, they just performed those two pieces "Rows (Of Endless Waves)" and "Suffocation, A Drowning: II - Somniloquy (The Distance Of Forever)".

Even though we are still deep inside the realm of a genre not known for inducing moshpits, this was in comparison a much more action-filled show, with even a noticable amounts of faster paced sections. But then it was also stunningly beautiful and majestic.
Other than the different material I'm running the risk of repeating myself here, because the bass, drums and vocal deliveries were just as impressive as the other day.

I can't stretch enough how essential I think this band has become for doom. The only small flaw was that it ended at least ten minutes too early. And yes, that is just one more of those Roadburn luxury complaints.



Next on my schedule I had the Cul de Sac. I love the small club stage, but hadn't been there for more than two days, since Insect Ark on Thursday. So I really had to see at least one more show there. And the best opportunity for that was Syk from Italy, a band you would rather expect on the line-up of festivals like Euroblast.


Syk

What already caught people's attention during soundcheck were the instruments of Syk, who don't play with a bass guitar. Instead one guitarist played a seven-string guitar (if I remember correctly that is), and the other one handled a crazy custom axe with - I don't even know because it's so hard to count them - nine or ten strings.

I cannot talk about Syk's sound without referencing the early Nineties progressive doom metal classic "Condemned" by Confessor, not only because singer Dalila Kayros' pained, aggressive voice takes me back to it, but because their whole style sounds like a meshuggah'd djent version of Confessor. Which means that it's equally as knotted and hard to follow, but on the other hand not doom at all, but rather very fast stuff.

Syk = sick shit.



After that a familiar sight awaited me on the main stage. On its right half towered a castle of of speakers, amps and electronics, the same way as it did last year during the show of The Bug with Dylan Carlson.


Zonal

There were just two slight differences: The Bug aka Kevin Martin was not the sole lord of the castle, but had his old Techno Animal companion Justin K. Broadrick (Godflesh) with him.
And on the right side of the stage there was no guitar amp, but only a microphone.
This was their new joint project Zonal.

The duo opened with a drone / trip-hop instrumental that left no doubt about Martin's involvement. This ultra-deep bass rumbling black holes into your stomach just is the deadest giveaway ever.
From the second track on they were accompanied by another distinct silhoette in the heavy stage smoke: feminist black activist slash rapper Moor Mother.
Now don't let me pretend that I - not being a native english speaker - understood any message under all the layers of booming and buzzing. But there was something special about the vibe and the sheer fact that this massive, urgent hip hop show was happening here in the first place. On the other hand in a contradicting observation - since the genre had already been introduced to the festival with Dälek last year, it was also remarkably normal to watch this at Roadburn.

I probably should have witnessed the whole show to finish that thought in a satisfying matter. And I would haved loved to, because it definitely was fucking awesome.

But as so often... clashes and priorities...  I had to get a good spot in Het Patronaat again, where Big|Brave were about to perform.


Big|Brave
Big|Brave


I love this band since I've seen them support Sunn O))) in Munich in 2016.

The epic minimalism of their drone rock is just so spot-on. Robin Wattie's high singing contrasts and (dis)harmonizes so perfect to the relentless mixture of monolithic no wave / noise rock, which sounds way too crushing to originate only from two guitars and a drummer. But it does.

A memorable moment of the show was when the bass got so serious that a real wind was blowing out of the speakers. Yeah, finally the faint illusion of fresh air in here!

What else can I say? From start to finish I loved everything about this show.
Even the sometimes a little too quirky stage acting of the left guitar player was ok, when it produced this. Big/Brave nailed it.



It was almost nine in the evening now and my schedule was very clear: Since I didn't see their Saturday two-hour show, I would watch the second two-hour show of Godspeed You! Black Emperor.
But then two things happened, the first being that it was extremely difficult to find a decent spot in the 013 main hall. There may have been shows with more people in the room this Roadburn, but since half of the audience was tired and sitting down, there was significantly less space left.
I eventually found a spot, but the second thing was, that I just needed a break from music.  It's not a thing that happens too often, but my overplanning finally caught up with me. My head just couldn't process any new music. I needed to take a long breath before the finale.



Vampillia

Oh fucking no. I dreaded this moment. What to write about this crazy Japanese monumental post rock meets everything that makes a sound crossover called Vampillia over one month after experiencing it?

And even it had been yesterday I would probably struggle. Such a mr. bungle-ishly weird thing was occuring down there. I felt a little disconnencted though. It was the first time ever I had the opportunity to watch a show seated from the Patronaat balcony. That was undoubtly good for my legs, but closer to the roof it felt even more like a sauna here.
And I realized how much I have gotten used to be much closer to the action at most performances. So in hindsight I'm upset about my own comfortableness. And also about not staying until the end, because I missed that moment everybody talks about now, when the singer was just climbing onto a ladder in the middle of the audience.

There also was a lot of squeezing on my way out, because the security didn't want to let people wait any longer and opened both entries to the location. So somewhere there I lost my cheap digital watch with its bad rubber wristband. Well, I had bought it for Roadburn and it lasted until right before the last show I was going to see. Fair enough.


Gost

It's always great to end Roadburn with a party.

And in the Green Room the one-man satanic synthwave / black metal project Gost delivered exactly that. No, his show doesn't reach the insane party level of Carpenter Brut or the musicality of Zombi. But still, the tunes from his latest album "Possessor" are just sick killers which made for an hour of just pure evil fun.

I also love that he has a guy in the back of the stage who just holds a skull and takes his guitar from him when needed.

(And one remark for a certain german metal webzine: Sometimes artists have their own pre-mix with them and it's so good that the sound technician of the venue has very little left to do, which allows him to do other things like surfing on Instagram. However it does not mean that the artist is playing with 100% full playback like you presumed. *puts ten Cent into the smartypants jar*)








HIGHLIGHTS OF THE DAY:

Big|Brave, Wrekmeister Harmonies, Bell Witch.


MOST PAINFULLY MISSED:

The second commissioned piece of this Roadburn found the who is who of the new wave of Icelandic black metal performing one piece under the moniker Vánagandr: Sól Án Varma, which clashed with the first two Patronaat shows. Hopefully this as well as the Waste Of Space Orchestra will be released as a live album later.

As already mentioned in a previous report I didn't see any of the announced or secret shows in the Ladybird Skate Park.

The most painful thing to have missed however was an insane performance on the Cul de Sac stage. Project Nefast played one chord, one beat, the same way, over and over again, for fifty minutes. They have already released an audio stream of that show and it's fucking legendary.




So, yes. Finally. That's it. Roadburn 2018. Phew.


Some random thoughts are still whirring inside my head, like the first brief visit ever to the new 013 basement or that incident with the token machine... I could also do a conclusion for he whole thing, write down my wishlist for next year, bore you with my slow journey home the next day.
But luckily for you I just want to finish this now and put on one or two Roadburn related records.

Damn, what a mindblowing week in April that was again.


my merchandising purchases

a short tourist break on the way home
Deventer





reviews of the other festival days:

- Attakk of the Evil Belgians -


ROADBURN FESTIVAL 2018 • DAY ONE :
Thursday, April 19th

- Put me down where I can see the Bong of Doom and Christmas -



ROADBURN FESTIVAL 2018 • DAY TWO :
Friday, April 20th

- Go Spread Your Psych -

 

ROADBURN FESTIVAL 2018 • DAY THREE :
Saturday, April 21st

- If it doesn't make us wiser
Doesn't make us stronger
Doesn't make us live a little bit
What are we doing? -





Wrekmeister Harmonies:






















Bell Witch:





















Syk:


















Zonal ft. Moor Mother:
 










Big Brave:





















Gost: