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2021-01-09

WHITE HILLS - Splintered Metal Sky

The White Hills are alive with the sound of Manhattan.

Das genre-fluide Duo aus Dave W. und Ego Sensation hat die Quarantäne in New York genutzt, um - wär hätte das gedacht? - ein Album mit New York in der Hauptrolle aufzunehmen.



WHITE HILLS - Splintered Metal Sky (black & white splatter vinyl LP) (2020)


"Splintered Metal Sky" wird ganz klar von elektro- und industrial-inspirierten Tönen dominiert. Tatsächlich sind zahlreiche Samples von Feldaufnahmen Teil der zumeist roboterhaft repetiven Musik.

Das Songwriting bleibt gewollt fragmentarisch, es sind also keine groß ausladenden Refrains oder Melodiebögen zu erwarten. Die größten Farbtupfer steuern diverse Gastmusiker bei, wie bspw. der Backgroundgesang der libanesischen Sängerin Yasmine Hamdam in "Rats".
Hamdam hat genau wie die White Hills im exzellenten Jim Jarmusch-Film "Only Lovers Left Alive" sich selbst gespielt. Und wie der Zufall (oder wohl treffender die Band) es will, ist auch der Regisseur und Sqürl-Gitarrist auf zwei Stücken dieses Albums mit von der Partie.

"Splintered Metal Sky" hat einen sehr interessanten, klaustrophobisch urbanen Charakter und leidet für mich eigentlich nur an zwei Faktoren:
Der erste heißt "Alphaville" und stammt von Imperial Triumphant. Das hat erst einmal gar nichts mit dem Psychedustrial Rock hier zu tun, setzt allerdings seiner überwältigenden retrodystopischen Interpretation des Molochs eine unüberwindbare Messlatte für alle new-york-spezifischen Konzeptalben. Das zweite Problem ist, dass vieles hier an alte Swans erinnert, allerdings natürlich ohne jemanls deren enorme Brachialität zu erreichen.

Also im Grunde läuft beides darauf hinaus, dass bei mir Assoziationen geweckt werden, bei denen White Hills klar als die kleinere Wohnzimmerversion dastehen.

Doch vielleicht ist genau dies auch richtig so. Wir stehen quasi mit den beiden im Apartment und beobachten aus dem Fenster den Big Dirty Apple im Lockdown. Gerade durch den recht laut gemixten Gesang hat das Ganze schon etwas direktes und privates. Cyberkaffee und Stahlbetonkuchen bei Ego und Dave. Bitte esst alle von eurem eigenen Teller! Ihr wisst schon, wegen Covid! - Hä? Wie bitte? (Draußen ist gerade die Bahn vorbeigelärmt.)

Letztendlich ist dies wie so oft bei den White Hills: nicht unbedingt weltbewegend, nicht jede Idee bis zur kompletten Reife entwickelt, aber dennoch durchaus sehr cooles Zeug. Also verkehrt macht man hiermit nichts.

Bonuspunkte gibt es vom mir dafür, dass das sehr ansehnliche Vinyl bei mir pünktlich vor Weihnachten am 24. Dezember eintraf. Ho ho.






2018-02-28

WHITE HILLS & DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND - Desire

Dass es eine gemeinsame Veröffentlichung der White Hills mit dem Blutharsch und seiner Infinite Church Of The Leading Hand geben würde, war ja schon relativ ewig bekannt. Und da die beiden Bands sich klanglich ja durchaus ab und zu mal überschneiden, bin ich auch schon ebenso ewig an dieser Kombination interessiert. Nun ist die EP "Desire" endlich auf Ván Records erschienen.




WHITE HILLS & DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND - Desire (lilac-red 12") (2018)

"Desire" besteht aus fünf Songs von durchschnittlich etwa viereinhalb Minuten Länge. Das passt alles auf eine LP-Seite, so dass die B-Seite des sehr ansehnlichen lila-roten Tonträgers rillenlos bleibt. Das Artwork des Albums ist minimalistisch und geizt mit jeder Art von Information, macht dafür aber vor allem wegen der bedruckten Innenseite der Hülle einen sehr edlen Eindruck.

Damit passt das Ding natürlich auch super in den Katalog des sehr auf Optik und Haptik bedachten Labels.



Musikalisch bekommt man hier ziemlich zielsicher jenen düsteren Krautrock, den die Konstellation verspricht, wobei White Hills mit Ego Sensations Bass und Dave W.s Psych-Rockstar-Gitarre vor allem für die Coolness zuständig sind, während Der Blutharsch (aka Albin Julius) vor allem für analogsynthetische Kauzigkeit, horrorcinematisches Flair und die gewisse entrückt einlullende Note (Marthynnas Gsang) zuständig scheint.

Natürlich kann man hier nicht jeden elektronischen Sound hundertprozentig einer Partei zuordnen. Und welche weiteren Musiker sonst noch oder nicht in welchem Ausmaß beteiligt sind, lässt sich auch nur ins Blaue raten. Ein Drummer scheint allerdings nicht dabei gewesen zu sein. Stattdessen hören wir hier wohl alte Drummaschinen, wie sie beispielsweise Sula Bassana auch gerne auf seinen Soloscheiben benutzt.

Ein bisschen schade finde ich, dass es auf "Desire" keine gesangliche Beteiligung der White Hills gibt. Zumindest ein Track mit der Stimme von Dave W. als zusätzliche Facette würde die Scheibe noch etwas aufwerten.

Insgesamt ist das Ganze eine zwar durchaus im Industrialgeist etwas anstrengende - dieser Piepton in "Lover", aarrgh! -, aber ebenso kurzweilige Angelegenheit. Special-interest-Düsterpsych eben.

Fans beider beteiligten Gruppen können hier auf jeden Fall risikofrei zuschlagen.




Highlights: SFG, Desire, Await The Moon



2017-06-24

WHITE HILLS - Stop Mute Defeat

Nach dem erwartungsgemäß tollen Konzert im Bambi Galore am Monatsanfang ist es nun endlich mal Zeit, den zur Tour gehörigen neuen Tonträger der White Hills genauer zu betrachten:



 
WHITE HILLS - Stop Mute Defeat (Blue Vinyl) (2017)

Der Songtitel der Videoauskopplung "Attack Mode" ist programmatisch: bei Dave W. und Ego Sensation stehen die Zeichen auf Angriff.

White Hills greifen den von roboterhaft minimalistischer Rhythmik dominierten, mit Elektrospielereien und Samples geschwängerten Psychrock des Vorgängeralbums "Walks For Motorists" auf und überführen ihn in ein sowohl depressiveres als auch aggressiveres Umfeld. "Stop Mute Defeat" klingt kälter, programmierter, politischer.

An das Hitpotential des letzten Werks kommen sie damit in meinen Ohren nicht heran, zumal auch von den Anflügen geradezu funkiger Tanzbarkeit sehr wenig geblieben ist. Das macht "Stop Mute Defeat" aber mitnichten zu einem schlechteren Album, sondern zu einem zwar genauso hypnotischen, aber zeitgeistgemäß wesentlich düstereren Trip.

"Stop Mute Defeat" fügt dem White Hills-Trademarksound durch noch konsequentere Reduktion und Restriktion, welche auch die nur noch sporadisch ganz frei aufspacende Gitarre mit einschließt, eine weitere Spielart hinzu, die man durchaus als Krönung des bisherigen Bandschaffens ansehen kann. Ich persönlich mag mich da nicht festlegen.

Auf jeden Fall haben wir es hier mit einem großartig unbequemen Psychhighlight zu tun, an dem man nicht ungehört vorbeigehen sollte. Insbesondere "Entertainer" ist eine der schönsten Klangwerdungen von Trostlosigkeit, die mir seit langem untergekommen ist. Und optisch macht die transparent blaue Vinylerstauflage auch gut was her:


 

Fazit:

Shop! Turn up! Repeat!




Highlights: Entertainer, Overlord, Stop Mute Defeat



2017-06-04

WHITE HILLS und DOLPHIN LOVERS live im Bambi Galore, Hamburg (03.06.2017)

White Hills

Gestern gab es endlich mal wieder den glitterglamourösen Psych Rock der White Hills auf Augen und Ohren. Der Name der Location war mir durch diverse Reviews geläufig, doch ich hatte noch nie nachgeschaut, wo in Hamburg es sich denn befindet, dieses Bambi Galore.

Ziemlich weit abseits, in Hamburg-Billstedt, also der von mir aus eher falschen Seite der Stadt. Dass mir Google einen weiten Ost-Bogen über Bad Segeberg zur Anfahrt vorschlägt, passiert sonst auch eher selten. Mein Navi war da dann doch konservativer. Allerdings wusste es anscheinend nicht über alle aktuellen Sperrungen in Hamburg bescheid, was zu einigem überflüssigen Gekurve in der Stadt führte.

Ohne Gerät wäre ich wahrscheinlich eine halbe Stunde früher vor Ort gewesen. Letztendlich war ich ihm aber dankbar, war ich doch so vorsichtig früh losgefahren, dass ich eh noch mehr als rechtzeitig dort war, zumal der Einlass auch erst später erfolgte als angekündigt. Es gab allerdings auch, anders als mancherorts angekündigt, nicht zwei, sondern nur eine lokale Vorband.


Dolphin Lovers

"Grunge Pop" nennt das Trio Dolphin Lovers seinen Stil, was nicht ganz verkehrt ist, einem jedoch ein radiotauglicheres Bild vorgaukelt, als tatsächlich geboten wird. Dafür dominiert nämlich viel zu sehr die psychedelisch flirrende Gitarre das Klangbild.
Das Set mit einem "(I Can't Get No) Satisfaction"-Soundalike zu beginnen fand ich nicht so clever und ein paar Arrangements und Gesänge waren mir zu beliebig. Anderseits gab es aber auch ein paar schön trippig treibende Stücke, zu denen man sich gut auf Ohrenflug begeben konnte. Und am stärksten waren die Dolphin Lovers vielleicht sogar, wenn sie sich ruhigen Nirvana-Songs annäherten.

Insgesamt gut, aber noch mit mehr Potential nach oben.


Das Bambi Galore, ein sympatisches kleines Kellergewölbe übrigens, welches an diesem Feiertagswochenende leider nur spärlich mit Besuchern gefüllt war, hat natürlich keine fernsehübertragungstaugliche Hauslichtanlage. Für meine Spielzeugknipse also mal wieder eine Herausforderung. Dass ich in solchen Situationen von einer Band fast nur Fotos hinbekomme, auf denen der Drummer zu sehen ist, kommt allerdings selten vor.

Als Ausgleich ist dafür auf meinen gesamten White Hills-Bildern nicht zu sehen, dass Herr Dave W. und Frau Ego Sensation einen leibhaftigen Trommler dabei hatten.


White Hills


Und was für einen Schlagzeuger! Tourdrummer Nick Name (glaube ich; steinigt mich, wenn ich mich irre) weiß zwar bei ein paar älteren Songs auch die wilde Sau rauszulassen, ist ansonsten aber ein Großmeister des reduzierten Roboterspiels, auf denen vor allem Dave W. seinen halluzinogenen Teppich aus Gitarren, Samples und Elektrosounds ausbreitet.

White Hills operieren ständig zwischen den Polen: kontrolliert und ausschweifend, bedrückend und entrückend, grässlich und sexy, kalt und cool, USB und LSD.
Die Setlist war eine runde Mischung aus verschiedenen Schaffensphasen, mit Schwerpunkt auf der neuen Langrille "Stop Mute Defeat" (Review demnächst) und dem Vorgängeralbum "Walks For Motorists". Schwer, da irgendwas besonders hervorzuheben, denn was diese Gruppe anfasst, ist eigentlich immer 1A Edelpsychfood mit Sternchen.

Ob auf der riesigen 013-Bühne oder hier im dunklen Rehkitzverlies: Wie man etwas falsch macht wissen White Hills wahrscheinlich gar nicht. Großartige Show!


Für die Heimfahrt (die ohne kreative Navibeteilung auch wieder geradliniger gewesen wäre) habe ich mir dann noch die CD des 2011er Albums "H-P1" vom Merchstand mitgenommen. Diese enthielt zu meinem Entzücken noch eine komplette Bonusscheibe mit weiteren Tracks. Da gilt wie für das Konzert: mächtig value fürs money!


Dolphin Lovers:











White Hills:


























2015-06-21

WHITE HILLS - Walks For Motorists

So, wenn ich die blaue Neupressung von Bongrippers "Hate Ashbury" mal ignoriere, dann ist dies tatsächlich der letzte Tonträger aus meinem Roadburn-Einkauf (siehe hier!), der 2015 erschienen ist und somit laut den heiligen Gesetzen meines Blogs hier ein Review verlangt.

Und das schreibe ich auch gerne. Immerhin habe ich abgesehen von den neuen Bell Witch, Botanist und vielleicht noch The Osiris Club wohl keine jener Scheiben so oft gehört wie die aktuelle White Hills: 




WHITE HILLS - Walks For Motorists (clear purple vinyl) (2015)

Coole Musik ist cool.

Und lila transparentes Vinyl ist lila transparent.










Reicht noch nicht?

Ok, das Duo Ego Sensation / Dave W. (plus der kongeniale Drummer Antronhy) sind immer noch ganz klar als die White Hills identifizierbar, wie ich persönlich sie von "Live At Roadburn 2011" und "Glitter Glamour Atrocity" kenne.

Und doch haben sie mächtig an ihrem Sound geschraubt, klingt "Walks For Motorists" anders.

Das Stichwort ist Reduktion. Im Grunde basiert fast jeder der neun Tracks hier auf einem einzigen Beat, den fetter Bass und Schlagzeug - ohne Schnickschnack, aber mit beinahe programmiert wirkender Präzision und perfektem Groove - von Anfang bis Ende vorantreiben.

Darüber fuzzt und rockt und glitzert die Gitarre und zirpt der Weltraumvogel. Fehlen nur noch repetive Gesangslinien und/oder Samples und fertig ist die Sause.

Das Ganze lässt sich nach wie vor unter Space Rock labeln, artet im Korsett der gnadenlosen Rhythmusmaschine allerdings kontrollierter aus als in der Vergangenheit. Wobei es z.B. in "We Are what You Are" oder "Lead The Way" nach wie vor sehr breitwandig zugeht.

Insgesamt ist die Musik aber schon sortierter geworden. Ein Verlust ist dies jedoch nicht, denn dafür ist diese neue Kompaktheit selbst einfach zu packend.

Und keine Angst! "Walks For Motorist" ist weit davon entfernt, Mainstreamradiomusik zu sein. Aber dadurch, dass alles oberflächlich so simpel und catchy scheint, hat doch jeder Track unzweifelhaft Ohrwurmqualitäten.

Alles in allem machen White Hills hier einfach saucoole Mucke.

Und saucoole Mucke ist saucool.




Anspieltipps: Automated City, Walks For Motorists, Lead The Way, Wanderlust

2015-04-26

ROADBURN FESTIVAL 2015 • DAY FIVE: The Afterburner / Sunday, April 12th

*Yaaaawn*   Is it Sunday already?

Yeah, right...


Sunday, time for things to get a little bit cozier.

For Het Patronaat the festival was already over and the merchandise moved from the V19 building into Stage01 and the adjacent corridor. So there were only three stages left for music: the main hall, the Green Room and the club stage of the Cul de Sac.


My personal schedule was predominantely keeping me in front of the main stage, starting with guitarist Andrew W. and Ms. Ego Sensation on bass (plus their drummer), aka White Hills.

White Hills

White Hills

Of all records I bought during the festival, White Hills' recent release "Walks For Motorists" may be the one with the most "ear worms" (as we say in Germany), meaning parts and melodies being stuck in your head. Such was also their live performance.

Over a very effective, repetive, reduced but powerful rhythmic base the band gave much room to their spaced out singing, trippy effects and  glamorously rocking guitars.
This music is so clearly defined, groovy, catchy - yet also so wildly escalating. I just fucking loved loved loved this show.

Staying for the Roadburn Afterburner had already payed off by now.


Bongripper

Bongripper

Following was more happy headbanging, as Bongripper played their second set after the great "Miserable" performance on Thursday.

Today it was time for a more direct "best of" set, if you can even speak of something like that, talking about an infernal instrumental doom metal band almost exclusively playing bulky longtracks.

Comprised of disco classics from "The Great Barrier Reefer", "Satan Worshipping Doom" and their split with Conan, this was just another outstanding crushing demonstration of Bongripper's unmatched brutality in this genre. Excellent!


Claudio Simonetti's Goblin - "Suspiria"

And now there came a welcome opportunity to sit down for ninety minutes, as it was time for a screening of Dario Argento's classic horror flick "Suspiria" with the score performed live by Claudio Simonetti's Goblin.

Therefore the musician were pushed to the verges of the stage. Unlike last years's set of Goblin, they were not playing in a rock formation, as the drums very exchanged for a more orchestral percussion set and the role of the electric guitar was replaced by the bouzouki.

I'm not the biggest cineast on Earth, especially concerning italian movies as old as myself, so "Suspiria" luckily was something new for me.
And apart from a rather predictable plot and some goofy acting that generated good laughs, this movie is a true piece of art, especially for its colour palette and rich surreal scenography.

And then there is the score of course! The musical themes of "Suspiria" are very dark, filled with eery noises, strange breaths, Simonetti's famous "lalala". Playing live to the screen action the band had to be exactly on point and keep their concentration for some long periods without soundtrack. And they nailed it perfectly.

This screening was some great entertainment and another piece adding to the creative richness of the whole festival.


Bast

Bast

On Thursday I had bought some CDs at the Burning World Records stand, five CDs for ten Euro to be exactly. Among those was "Spectres" from Bast. The next morning I realized that the band would be playing at the Afterburner, so I gave it a spin in the car and instantly decided to add the trio to my personal running order.

A good decision, because their furious melange of black metal, doom, sludge, post rock elements and other influences in the periphery of those styles took the Green Room by storm. Devastatingly aggressive with the guitarist / singer literally roaring his microphone out of its stand one time, but on the other also beautiful and moving, Bast simply pulled off a killer show here.


Anathema

Anathema

When Bast left the stage, the longest show of the festival had already begun.

Anathema were playing a 30 years anniversary set, starting with new material and moving towards the past with former members of those times on stage. Did I watch the two hours that were still left of the show? - No, and honestly I wouldn't have endured that.

I'm not saying that Anathema is a bad band. They have some nice songs and I occasionally like to listen to them - but whenever they pop up in shuffle modus in my car I am like "Ok, who is this again? Ah, Anathema..."

I've seen enough songs in the first half of the set, including a ridiculously long break, and towards the finale to say this with confidence: No matter how perfect they conduct their songs, how beautiful the occasional female vocals or some other ideas may be - Anathema live are just not exciting.
And that includes all phases I witnessed from the hall or the merch corridor. Yes, there were some nice touches, but were these songs really the jewels of a thirty year history?

I know that this band has touched the lives of many Roadburn visitors, but it was also obvious that there were many fans with day ticket in the audience, who were only here for their show.

And not only because of that it was the only gig here that didn't even feel like Roadburn for me. This was an overly lengthy Anathema show. And as such - I say it again, because I seriously had expected more from it - it was just not exciting.


On top of that, they overran their scheduled stage time, meaning it got very hectic after them and the following final band of the festival likely had to cut their set shorter than planned.

The Osiris Club

The Osiris Club

The Osiris Club

Compared to Anathema the audience had now visibly thinned out, while musically everything about to come was far superior to Anathema - with the exception of the female vocals, but that's probably only because The Osiris Club didn't have those.

Visually I felt thrown back to the last year's last band Lumerians, who had also worn masks on stage and surely also shared a certain musical quirkiness with them.

The psychedelic rock of The Osiris Club also mirrored the beginning of the day with White Hills, only that where those have cultivated an almost machine simplicity, The Osiris Club tends to a much more sweeping proggy approach. This band plays some highly entertaining theatrical space prog.
I'm still unsuccessfully trying to put a finger on the main influences I'm hearing here, but I can only recommend their album "Blazing World".

The show was too short, but sincerely admired by those who were still on their feet. And thus after all the night and the whole Roadburn Festival ended on a high note for me.


I will still write a kind of "DAY SIX" review though, possibly containing some afterthoughts and definitely covering the Hamburg concert of Kayo Dot and Botanist, which of course technically is not Roadburn. Yet for me it was the closing part of the whole trip and experience, so I`ll stay in my english mode for that post.


DAY ONE (Wednesday) here!

DAY TWO (Thursday) here!

DAY THREE (Friday) here!


DAY FOUR (Saturday) here!



more pictures from Sunday: