Zwei Wochen nach dem Prophecy Fest zog es mich auch schon zum nächsten Labelfestival, allerdings mit wesentlich kürzerer Anreise und musikalisch deutlich anderer Ausrichtung. Seit über zehn Jahren besuche ich nun schon die Indoor-Familienfeiern des kieler Labels Pink Tank Records, zunächst in Itzehoe, Heide, dann Kiel... Nun parkte der Rosa Panzer schon zum dritten Mal an der frischen Luft im Schatten des Damms zur Eisenbahnhochbrücke Rendsburg n Osterrönfeld. Sechs überwiegend (nord)deutsche Bands aus verschiedenen Stoner- und Psychedelic-Sparten bei Freibadpommes und bestem Septemberwetter.
Ok, der Teil des Plans mit dem Wetter ging nicht so ganz auf, denn vom frühen Nachmittag an für bestimmt drei Viertel der Veranstaltung beglückte uns der Himmel mit Dauerbedeckung und einem aus allen Richtungen zu kommen scheinendem ununterbrochenen Spray, welches nur in der Intensität vom leichten Nieseln zu gelegentlichen ernstzunehmenden Niederschlag variierte.
Die gute Nachricht war allerdings, dass dieses Schmuddelwetter ganz gut auszuhalten war, da es genügend Regenschutz gab, u.a. sogar etwas Überdachung direkt vor der breiten Bühne, die diesmal nicht wie letztes Jahr auf der grünen Badewiese stand, da die ohnehin vorhandene Bühne des Schwimmbadgebäudes benutzt wurde.
Besseres Wetter wäre natürlich wünschenswert gewesen und hätte vielleicht auch ein paar Zuschauer mehr zum Besuch des in seiner gemütlichen Dimension mit dem Woodbunge auf der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals vergleichbaren Open Airs motiviert. Aber es ist ja wie es ist - und den Tag vermiesen konnten die meteorologischen Umstände hier niemandem.
Dafür brauchte es schon ein paar beschissene Bands. Und die hatten die Herren Samson und Ötzi bei der Planung irgendwie nicht berücksichtigt.
Ok, der Teil des Plans mit dem Wetter ging nicht so ganz auf, denn vom frühen Nachmittag an für bestimmt drei Viertel der Veranstaltung beglückte uns der Himmel mit Dauerbedeckung und einem aus allen Richtungen zu kommen scheinendem ununterbrochenen Spray, welches nur in der Intensität vom leichten Nieseln zu gelegentlichen ernstzunehmenden Niederschlag variierte.
Die gute Nachricht war allerdings, dass dieses Schmuddelwetter ganz gut auszuhalten war, da es genügend Regenschutz gab, u.a. sogar etwas Überdachung direkt vor der breiten Bühne, die diesmal nicht wie letztes Jahr auf der grünen Badewiese stand, da die ohnehin vorhandene Bühne des Schwimmbadgebäudes benutzt wurde.
Besseres Wetter wäre natürlich wünschenswert gewesen und hätte vielleicht auch ein paar Zuschauer mehr zum Besuch des in seiner gemütlichen Dimension mit dem Woodbunge auf der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals vergleichbaren Open Airs motiviert. Aber es ist ja wie es ist - und den Tag vermiesen konnten die meteorologischen Umstände hier niemandem.
Dafür brauchte es schon ein paar beschissene Bands. Und die hatten die Herren Samson und Ötzi bei der Planung irgendwie nicht berücksichtigt.
Die Gruppe, die um drei Uhr nachmittags herum den Reigen eröffnete, war schon jene, mit der ich auf Tonträger wohl am wenigsten anfangen könnte. Und das machte die Hamburger Mass Rift, deren Stoner Metal teilweise überraschend heavy ballerte, noch lange nicht schlecht. Der so ein bisschen alternative-rockige Gesangsstil ist - obwohl fachmännisch dargeboten - einfach nicht so sehr mein Ding.
Es war ein guter Einstieg, aber ich freute mich auch darauf, dass die mir mehrheitlich bereits bekannten folgenden Bands mich wahrscheinlich noch mehr abholen würden.
Es war ein guter Einstieg, aber ich freute mich auch darauf, dass die mir mehrheitlich bereits bekannten folgenden Bands mich wahrscheinlich noch mehr abholen würden.
Bei sechs Shows von Künstlern eines so überschaubaren Häuschens wie Pink Tank Records wundert man sich schon beinahe, wenn nur eine einzige Band aus dem Vorjahr auf der Bühne steht. Und dies war das Ruhrpott-Trio Submarine On Mars. Beschwert hat sich darüber aber niemand.
Die Rollen waren wieder ganz klar verteilt: Bass und Schlagzeug bildeten das Fundament für das ewige Riff, über dem Gitarristin Laura als Kommandantin eines mehrstöckigen Effektboardschlachtschiffs doomte, fuzzte, wah-wahte, layerte, spacete, solierte und das interstellare Szepter der Bürgermeisterin von Bonghausen schwang. Fett! In einem parallenen Universum, sagt man, taucht das U-Boot immer noch durch den roten Sand. In unserer Realität musste die kosmische Expeditionsleitung aber nach ein paar Longtracks an die nächsten Entdecker übergeben werden...
Die Rollen waren wieder ganz klar verteilt: Bass und Schlagzeug bildeten das Fundament für das ewige Riff, über dem Gitarristin Laura als Kommandantin eines mehrstöckigen Effektboardschlachtschiffs doomte, fuzzte, wah-wahte, layerte, spacete, solierte und das interstellare Szepter der Bürgermeisterin von Bonghausen schwang. Fett! In einem parallenen Universum, sagt man, taucht das U-Boot immer noch durch den roten Sand. In unserer Realität musste die kosmische Expeditionsleitung aber nach ein paar Longtracks an die nächsten Entdecker übergeben werden...
Was dem einen Trio sein Effektboard, das war den Nordfriesen Terranoid das Multitasking des Bassisten, der dabenen noch zweite Gitarre, Analogsynthies und Basspedale bediente.
Musikalisch ging es auf eine abwechslungsreiche Rundreise durch die Welt des Krautrocks und der progressiven Psychedelik. Von floydigen Parts mit luftigen Harmoniegesängen über Heavy Blues bis zu wilden Freakouts bot die Band jede Menge Überraschungen und keine Minute Langeweile. Kann man so machen!
Musikalisch ging es auf eine abwechslungsreiche Rundreise durch die Welt des Krautrocks und der progressiven Psychedelik. Von floydigen Parts mit luftigen Harmoniegesängen über Heavy Blues bis zu wilden Freakouts bot die Band jede Menge Überraschungen und keine Minute Langeweile. Kann man so machen!
Auch wenn der Bündnisfall noch nicht eingetroffen ist, macht der transatlantische Ableger der pinken Fuzzflotte immer wieder gerne Ausflüge nach Europa. Wie schon 2016 in der Heider Rosengasse oder 2022 in der Kieler Pumpe bewiesen Low Orbit auch diesmal wieder, wofür ihr Name steht, nämlich für den tiefsten und gemeinsten Grundsound des Tages, in dem ihre Riffs zwischen Stoner Rock, Blick in den Sternenhimmel und Höhlenmenschen-Doom hochkonzentriert ins Publikum brummdröhnten.
Vom Trio auf ein Quartett rund um die Urmitglieder Frontmann/Gitarrist Angelo und Drummer Emilio gewachsen, hat die Band vielleicht sogar an Wucht dazugewonnen. Auf jeden Fall hatten die Kanadier ebenso Bock wie das Publikum. Super!
Vom Trio auf ein Quartett rund um die Urmitglieder Frontmann/Gitarrist Angelo und Drummer Emilio gewachsen, hat die Band vielleicht sogar an Wucht dazugewonnen. Auf jeden Fall hatten die Kanadier ebenso Bock wie das Publikum. Super!
Hey, es wurde allmählich trockener! Und auf der Bühne hatte nun die Headlinerstunde geschlagen. Oakfarm boten, was man von ihnen erwartete: eine durch viele Bone Man-Jahre blind aufeinander eingespielte, dynamische Rhytmussektion, spannende ruhige Bluespassagen und wild knarzenden und eskalierenden Rock'n'Roll-Exzess. Vor allem aber auch ganz klar den besten Gesang und damit verbunden auch die abgerundetesten Songs des Festivals.
Viele jener Lieder stammten vom Ende nächster Woche veröffentlichten neuen Album und sind mit Sicherheit keinen Deut schwächer als das Material des selbstbetitelten Debüts aus dem Jahr 2023. Der Auftritt war also sozusagen ein Appetizer für das Releasekonzert am 3. Oktober in Kiel. (Kann ich leider nicht hin, da ich in den beiden Wochen davor und danach einfach schon genügend Pläne habe. Also strömt für mich ins Hansa 48!)
Super Show, irres Finale nach dem "Fake Out". Wahrscheinlich ließe sich noch weiteres Lob aus Berichten von früheren Oakfarm-Shows copypasten, aber ich denke es ist schon klar, dass ,ich die Kieler wieder überzeugt haben, oder?
Viele jener Lieder stammten vom Ende nächster Woche veröffentlichten neuen Album und sind mit Sicherheit keinen Deut schwächer als das Material des selbstbetitelten Debüts aus dem Jahr 2023. Der Auftritt war also sozusagen ein Appetizer für das Releasekonzert am 3. Oktober in Kiel. (Kann ich leider nicht hin, da ich in den beiden Wochen davor und danach einfach schon genügend Pläne habe. Also strömt für mich ins Hansa 48!)
Super Show, irres Finale nach dem "Fake Out". Wahrscheinlich ließe sich noch weiteres Lob aus Berichten von früheren Oakfarm-Shows copypasten, aber ich denke es ist schon klar, dass ,ich die Kieler wieder überzeugt haben, oder?
Was ich nun auf jeden Fall auch mal loben muss, das ist die Running Order! Camel Driver, letztes Mal kurzfristig ausgefallen, sind ja heißer Kandidat auf den Titel meiner liebsten Pink Tank-Band. Was wäre also besser gewesen, als den Abend mit dem verrückten Stoner/Prog/Jazz/Metal-Mix des Kieler Instrumentaltrios zu beenden?
Die Antwort lautet: Es wäre besser gewesen dies unfallfrei zu tun, denn die drei hatten leider ein bisschen Pech. Erst nahm eine umkippende Cola nach nicht einmal einer Minute ein Effektpedal aus dem Spiel, worauf es leider eine Weile dauerte, bis die Gitarre wieder in voller Wucht erschallte, später riss Trommelmaschine Alexander auch noch der Snareteppich.
Auch wenn ich die Musik von Anfang an geil fand, lief die Show erst so wirklich hundertprozentig, als die sechs Saiten zurück im Mix waren und jemand auf die Idee kam, die Beleuchtung vom Oakfarm-Rockstarmodus auf atmosphärisch gedämmter umzustellen, was vor allem während der postrockenden Passagen der letzten Stücke noch einmal echte Finalstimmung erzeugte.
Wollt ihr auch mal wieder einen Tonträger zaubern, Jungs? 2020 ist ja schon ein bisschen her und die Welt braucht mehr von dem heißen Wüsten-Shyce!
Die Antwort lautet: Es wäre besser gewesen dies unfallfrei zu tun, denn die drei hatten leider ein bisschen Pech. Erst nahm eine umkippende Cola nach nicht einmal einer Minute ein Effektpedal aus dem Spiel, worauf es leider eine Weile dauerte, bis die Gitarre wieder in voller Wucht erschallte, später riss Trommelmaschine Alexander auch noch der Snareteppich.
Auch wenn ich die Musik von Anfang an geil fand, lief die Show erst so wirklich hundertprozentig, als die sechs Saiten zurück im Mix waren und jemand auf die Idee kam, die Beleuchtung vom Oakfarm-Rockstarmodus auf atmosphärisch gedämmter umzustellen, was vor allem während der postrockenden Passagen der letzten Stücke noch einmal echte Finalstimmung erzeugte.
Wollt ihr auch mal wieder einen Tonträger zaubern, Jungs? 2020 ist ja schon ein bisschen her und die Welt braucht mehr von dem heißen Wüsten-Shyce!
Und das war's mit dem Pink Tank Open Air 2026. Der Party- und Magiefakor kam zwar nicht ans Level von Burnpilot und Moewn im Vorjahr heran, woran klar auch das Wetter mitschuldig war, aber drauf geschissen, denn klasse war das Ding trotzdem!
Das einzige was mich persönlich wurmt ist, dass ich nicht dieses Festival und Anna von Hausswolff an der Pfeifenorgel der Elbphilharmonie Hamburg gleichzeitig erleben konnte. Scheiß Clash-Saison im Spätsommer und Herbst mal wieder!






















































































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