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2025-02-08

AVATARIUM - Between You, God, The Devil and The Dead

Mit Sigmund Freud kenne ich mich ja nicht so super aus. Und so war ich tatsächlich Ich-lese-zum-ersten-Mal-die-Texte-von-Avatariums-neuem-Album Jahre alt, als ich die deutsche Vokabel "Nachträglichkeit" lernte. (Möglicherweise kannte ich sie auch schon einmal, habe sie aber zwischenzeitlich wieder vergessen.)

Reim dich oder ich schlag dich ist Jennie-Ann Smiths poetischer Imperativ, womit die Schwedin erfahrungsgemäß auch gut fährt. Berücksichtigt man zusätzlich noch, dass sie einen beruflichen Hintergrund als psychosoziale Beraterin hat, überrascht es bereits  weniger, dass sie inmitten sprachlich sehr klar gehaltener englischer Texte auf einmal diesen Fachterminus als Reim auf "black and white" raushaut.

Und was habe ich durch "Between You, God, The Devil and The Dead" sonst noch gelernt?


AVATARIUM - Between You, God, The Devil and The Dead (Silver vinyl LP) (2025)

Zunächst einmal bekräftigt sich für mich die jüngst bereits mit Oceans Of Slumber aufgefrischte Lektion, eine großartige Band nicht ohne zweimaliges Nachhören vom Radar ziehen zu lassen.
Ich weiß gar nicht woran es lag, vielleicht war es die vergleichsweise geringe sozialmediale Reichweite des Labels AFM Records, vielleicht hatte ich 2022 nur die ein, zwei mir tatsächlich etwas zu süßlichen Songs von "Death, Where Is Your Sting" gehört und die Beschäftigung mit dem insgesamt durchaus lohnenswerten Album auf irgendwann später verschoben.

Wie auch immer, nun habe ich mir beide Alben gleichzeitig zugelegt - eines als 2CD-Earbook, dieses auf silbernem Vinyl mit Textblatt, signiertem Fotokärtchen und schickem, aber schwer abbildbarem, weil stark reflektierendem Stanzcover. Sehr schön!

Musikalisch ist festzustellen, dass es zwar durchaus balladeskes Material gibt, diesmal aber das kritische Maß an Kitsch nicht überschritten wird. Tatsächlich sind z.B. "Lovers Give A Kingdom To Each Other" und der Titeltrack sogar echte Highlights einer Sammlung von acht Stücken ohne Ausfälle. Avatarium spielen alle ihre Stärken aus - und das sind eine ganze Menge.

Wie gewohnt lässt sich die Band stilistisch leicht in der Mitte des schwedischen Dreiecks aus Lucifer, Blues Pills und Candlemass verorten. Das ist sicherlich kein vollständiger Vergleich, deckt im Prinzip aber sicherlich achtzig Prozent der Musik ab. Für Lucifer gibt es mit dem flott rockenden "I See You Better In The Dark" sogar einen sehr eindeutigen Referenzsong, während der klassische stampfende Doom Metal vor allem in "Being With The Dead", gekrönt von einem feinen heavy Orgelsolo, oder auch dem längsten, nachträglichen Track "Until Forever And Again" zelebriert wird. Und die bluesige, sich zuweilen sogar emotional zum Soul steigernde Note zieht sich in Smiths unverkennbarem Gesang, der nur im Instrumentalstück "Notes From Underground" pausiert, natürlich durch das gesamte Album.

Avatarium haben sich aus zutiefst vertrauten traditionellen Rocksounds einen frischen, ihnen ureigenen Sound zusammengestellt, und von dieser etablierten Formel wird auf "Between You, God, The Devil and The Dead" nicht abgewichen. Diese Band weiß, dass sie sich nicht neu erfinden muss, reizt ihre bekannten Parameter aber voll aus, dehnt sie vielleicht sogar hier und da, und setzt - simpel gesagt, aber nicht selbstverständlich umzusetzen - einfach auf durchgehend erstklassige Qualität.

Das Songwriting, die majestätisch großen Melodien, das perfekte Aufeinandertreffen von überraschend grober, schwerer Gitarre mit sehnsuchtsvollem Klavier und epochalen Gefühlen in düsterer Musik und charismatischem Gesang... die Schweden liefern all dies auf selbst für ihre Verhältnisse beachtlichem Niveau. Ob man dies nun insgesamt noch den Wurzeln der Band entsprechend als Doom Metal kategorisiert oder die Schublade zeitloser Hard Rock aufmacht, ist da letztendlich vollkommen nebensächlich. Was zählt ist, dass die Band auf ihrem sechsten Longplayer kein Zeichen von kreativer Erschöpfung zeigt - ganz im Gegenteil!
Vor allem bewirkt das Album, dass ich Avatarium unbedingt mal wieder live sehen möchte. Es ist schon viel zu lange her... 

Bleibt nur noch eine Frage zu klären: Was bedeutet "Nachträglichkeit" denn nun? Hier wird es sehr aufschlussreich erklärt! 






2019-12-08

AVATARIUM - The Fire I Long For

Ich muss ja zugeben, dass Avatarium gewissermaßen noch einen bei mir gut haben. Ähnlich wie bei den US-Doomern Khemmis hat mich das erste Video zum dritten Album damals aus irgendwelchen Gründen nicht so gekickt, so dass ich das Ding erstmal für Ewigkeiten auf irgendwann später vielleicht verschoben habe. Und nachdem ich mir "Hurricanes And Halos" nun aber vor einem Monat doch endlich gegönnt habe, stehe ich natürlich als Idiot dar, weil das Album durchweg super ist.

Diese späte Einsicht bedeutet außerdem, dass Album Nummer drei für mich noch fast genauso frisch ist wie das nun erschienene vierte Werk. Avatarium-Overkill also. Gibt schlimmeres.




AVATARIUM - The Fire I Long For (LP) (2019)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich werde kein Urteil darüber abgeben, ob "The Fire I Long For" das beste oder doch nur zweit- oder drittbeste Werk der Schweden ist. Ich kann die Alben (plus eine EP) nicht ranken. Dafür finde ich einfach den kompletten bisherigen Output zu gut.

Ob die Musik nun tradionell doommetallischer, eher protometallsich hardrockend, bluesig oder hymnisch balladesk ausfällt - was nicht zündet, das wird offenbar nicht auf Platte gelassen. Ebenso konnte bisher auch kein Besetzungswechsel die Klasse de Band beeinflussen.

Mehr denn je bilden auf dem neuen Album Sängerin Jennie-Ann Smith und Gitarrist Marcus Jidell das richtungsbestimmende Kreativduo. Zwar längst schon kein offizielles Mitglied mehr, hat Bandgründer und Candlemass-Bassist Leif Edling zwar nach wie vor seine Finger als Songwriter im Spiel, doch "The Fire I Long For" ist der erste Avatarium-Release, auf dem er nicht die Mehrzahl der Stücke (oder gar alle) zu verantworten hat.

Zwei seiner drei Tracks sind überraschenderweise auch die am ehesten verzichtbaren. Nein, schlecht sind sie ganz und gar nicht, aber "Porcelain Skull" und "Epitaph Of Heroes" sind halt am ehesten ans erste Album angelehnter, am meisten nach Sword and Sorcery und Candlemass klingender Fanservice. Was man wiederum vom Klavierstück "Stars They Move" ganz und gar nicht sagen kann. Letztendlich ist die Frage, ob mehr oder weniger Edling besser für Avatarium ist, für mich nicht beantwortbar. Ich habe allerdings schon das Gefühl, dass die Sängerin in ihre eigenen Stücke etwas authentischere Gefühle hineinträgt.

Auch wenn weder schwere Riffs und heavy Hammondklänge, noch die stilistische Vielfältigkeit bei gleichbleibender Songwritingklasse zu vernachlässigen sind - das zentrale Wiedererkennungsmerkmal von Avatarium bleibt unbestritten der Gesang.
Jennie-Ann Smith beugt sich weiterhin keinen Klischees, sondern pflegt ihr ganz eigenes bluesiges Metalorgan, welches sich in leiseren Passagen auch schon mal an Vocal Jazz anlehnen kann.

Und für die meisten Stücke - insbesondere jedoch das flott rock'n'rollige "Shake That Demon" - ist kurioserweise die einzige Stimme, die ich mir statt ihrer vorstellen könnte, jene von Ronnie James Dio himself. Was genau das bedeutet, ist vermutlich egal, aber es ist definitiv etwas positives.

Von den Doomstampfern "Voices" und "Rubicon", über die Düsterballade "Lay Me Down"bis zum fast, aber eben nur fast schon zu kitschig bombastischen Titelsong - "The Fire I Long For" ist wieder einmal eine großartige, kurzweilige Hitmaschine.









2015-12-17

Jahresrückblick Musik 2015

Nein, diese Jahresende-Toplisten sind nicht leicht.

Klar, eine Handvoll Alben und Konzerte muss man einfach reinnehmen, doch dahinter ist ein riesiger Wust, den man eigentlich je nach Tageslaune immer anders sortieren würde. Und dann ist da natürlich auch das generelle Problem, dass sich Musik aus unterschiedlichen Genres einfach kaum vergleichen oder in Rangfolgen pressen lässt.

Ich habe versucht, hier möglichst viele Stile zu berücksichtigen, habe mich bei manchen Künstlern entschieden, dass nur die Nennung bei den Alben oder Konzerten reichen muss, obwohl vielleicht beides verdient wäre. Andere wiederum habe quasi ihre eigene Rubrik bekommen, um insgesamt noch mehr Highlights berücksichtigen zu können.

Denn letztendlich ist alles, was hier gelistet ist, top-notch geiler Scheiß. Basta.




ALBUM TOP 20:





  1. BELL WITCH - Four Phantoms
    Vorsicht, Doom-Gitarristen! Macht eure Bandkollegen niemals mit diesem konsequent schwermütigen Koloss bekannt, sonst könntet ihr schnell euren Job verlieren! Unglaublich (wenn man es nicht live erlebt hat), dass das us-amerikanische Funeral-Doom-Duo diesen überwältigenden zähen Brocken, der strukturell schon eher einer Symphonie als einem Rockalbum ähnelt, nur mit Bass und Schlagzeug eingezimmert hat. Ein gigantischer Zeitlupenmetal-Klassiker für die Ewigkeit!

  2. KAMASI WASHINGTON - The Epic
    Der Hype des Jahres. Fast drei vor Spielfreude und Leidenschaft platzende Stunden jazztastischer Overkill. Überambitioniert? Großspurig? Nein, episch! Lebe, Jazz! Lebe!
  3. THE HIRSCH EFFEKT - Holon : Agnosie
    "Hirsch Effekt" is a german phrase which stands for "total Gehirnfick". Die Hannoveraner übertreffen sich erneut selbst und zerlegen auf Augenhöhe von The Mars Volta und The Dillinger Escape Plan sämtliche Genregrenzen.
     
  4. CHELSEA WOLFE - Abyss
    Die Schwester der Dunkelheit reißt einen mit sich in den Abgrund zwischen Traum und Wirklichkeit. Alptraumhaft verstörend und betörend.
    Einen noch radikaleren (aber auch ziemlich anstrengenden) Seelenstriptease vollzog wohl nur Björk mit "Vulnicura".

  5. OUR OCEANS - Our Oceans
    Dreamy proggy poetic post rock from the magnificient minds that brought you the jazz/metal fusion of Exivious. "Fans von Cynic gefällt das."

  6.  AVATARIUM - The Girl With The Raven Mask
    Meister Edlings Doomrock-Wundertüte. Jeder Track ist eine wunderbar gedichtete Geschichte, verpackt in einen saustarken Song und erzählt von einer der besten Metal-und-drüber-hinaus-Sängerin unserer Zeit, Jennie-Ann Smith.
  7. AGUSA - Två
    Das Zwei-Track-Album der instrumentalen Retroprogrocker aus Schweden gefällt mir mit der Zeit immer besser, und der Hauptgrund dafür ist wohl, dass es in seiner fast schon naiven Verspieltheit direkt an die kindliche Urfreude an der Musik an sich appelliert.
    (Wer auf zwölfzöllige Zweitracker steht, sollte natürlich danach unbedingt auch "We Are, We Were And We Will have Been" von Bong auflegen! Ommmm...)

  8.  SULPHUR AEON - Gateway To The Antisphere
    Ein Ur-Gigant von einem Death Metal-Album! Aus dem Genre haben Morgoths "Ungod" und Autopsys "Skull Grinder" zwar auch noch unbedingt Erwähnung verdient, doch das stilistisch ganz klar in der Tradition von Morbid Angel verankerte Tor zur Antisphäre verschlingt sie als überlebensgrößtes Werk doch alle.

  9. LISERSTILLE - Empirical Ghost
    Die große advantgardistische Geste umarmt ungestümen Postrock. Oder so. Ok, das ist mitunter sperrig und exzentrisch. Aber trotzdem und gerade deshalb: Warum zum dansken Hot Dog ist diese Band so unbekannt? Leute, ihr seid alle Idioten!
  10.  THE NEAL MORSE BAND - The Grand Experiment
    Meister Morse bindet seine Kumpanen Portnoy, George, Gilette und Hubauer gleichwertig ins Songwriting ein und schafft so allein durch die Epen "The Call" und "Alive Again" einen Höhepunkt in seiner Diskographie.
  11. KING DUDE - Songs Of Flesh & Blood - In The Key Of Light
    Americana Satanica! Rockabillygospelneofolk from the dark side of singer/songwriting. Ein kleines großes cooles verzweifeltes Album voller Instant Classics.

  12. IRON MAIDEN - The Book Of Souls
    Hui, die Zacken im Logo sind zurück! Aber im Ernst: Die legendären Jungfrauen hauen ihr längstes Studioalbum aller Zeiten raus. Gleichzeitig ist es auch ihr bester Output seit langer Zeit und macht schon mächtig Bock auf die "Night To Remember" in Wacken.

  13. ZOMBI - Shape Shift
    Das interstellare Synthwave-Paket aus dem pittsburgher Metaversum. Retro-Elektro-Horrorsoundtrack trifft unwiderstehlichen Groove. Fett!

  14. LUCIFER - Lucifer I
    Die coven-beseelte Hohepriesterin Johanna Sardonis lässt The Oath erfolgreich hinter sich und taucht mit Lucifer voll in den ultraorthodoxen Black Sabbath-Traditionsdoom ein. Das ist einerseits trotz Retro-Trend irgendwie noch speziell, kauzig, musiknerdig, anderseits kommen dabei einfach sich toll anschleichende Ohrwürmer heraus.
  15.  FLORENCE + THE MACHINE - How Big, How Blue, How Beautiful
    Schnick! Schnack! Schnuck! Sorry, Lana Del Rey, dein "Honeymoon" ist zwar auf andere Weise ebenso klasse, aber den Pop-Spot in dieser Liste bekommt hiermit Florence Welch, die zwischen großen Hymnen, intimen Gefühlen und mitreißendem Indierock hier alles richtig gemacht hat.
  16. TAU CROSS - Tau Cross
    Gurgelrotziger Crustpunkmetal meets Killing Joke, Fields Of The Nephilim and many more. Presented by Rob Miller and powered by Away (Voivod). Eingängiger und erstaunlich variantenreicher Schweinegeilscheiß.

  17. SUNN O))) - Kannon
    "She played such music, flowers blossomed, and turned hell into paradise"
    Erhaben brummen und transzendieren mit den Drone Doom-Großmeistern und Attila Csihar.

  18. VATTNET VISKAR - Settler
    Nicht nur eines der schönsten Coverkonzepte des Jahres, sondern auch wunderbar episch sludgiger Black Metal, der einen trotz des sumpfigen Sounds immer wieder zu packen versteht.

  19. WHITE HILLS - Walks For Motorists
    Der coolste psych shit possible. Spacy enough, dass man hypnotisiert floated und doch so tight, dass es burnt. Trotzdem an dieser Stelle ebenso ein Shoutout an Polska Radio One, die mit ihren "Early Broadcasts"  aus dem tiefsten Russland ähnlich überzeugen.

  20.  DEICHKIND - Niveau Weshalb Warum
    Manchmal muss das Niveau eben nur low sein. Dann brauchst Du so'ne Musik, beim Jahresrückblickschreiben, so'ne Musik. Diese Top 20 sind fertig, endlich fertig.


Und obwohl ich schon einige weitere Künstler in den Text geschummelt habe, bleiben immer noch ein paar übrig, die hier gut aufgehoben wären, wie z.B. Archive, Karyn Crisis' Gospel Of The Witches, Napalm Death, The Osiris Club...  Warum ist eine Top 20 auch so klein? ;)



LIVE-ALBUM / VIDEO TOP 3:




  1. MOTORPSYCHO and STÅLE STORLØKKEN - En Konsert For Folk Flest
    Die Rock'n'Roll-Könige Skandinaviens mit kongenialem Partner an der Riesenorgel der größten Kirche des Landes plus norwegischen Dada-Texte singendem Chor. Motorpsycho halten sich nicht mit halben Sachen auf. Gigantischgroßgeile Kunst! Das Ganze mit Doku und viel Bild, Ton und Text. Nur zu scheiße, dass mir neulich ein Wasserschaden die Hüllen von CD und DVD durchgesuppt hat.

  2. PAPIR - Live At Roadburn
    Rauschhafter, süchtig machender Psych Jam de Luxe! Zusammen mit den artverwandten Papermoon Sessions, an denen die drei Dänen ja ebenfalls beteiligt waren, definitiv das von mir meistgehörte Livealbum des Jahres.

  3. SKEPTICISM - Ordeal
    Das andere große Funeral Doom-Album neben Bell Witchs "Four Phantoms". Und allein für die Ballzyness, nach sieben Jahren VÖ-Pause mit einem Livealbum (+Video) aus neuen Songs zurück zu kommen, ist der Platz in diesen Top 3 verdient, selbst wenn dafür ketzterischerweise das kolossale "The Gate" der Swans knapp aus der Liste gekickt werden muss.




TOP EP:


  
Wo bleibt "Array 2"?
Robert Hampsons in bester fuzziger Riff-, Rhythmus- und Droneform.

Wegen Comeback-Bonus knapp durchgesetzt gegen "Slag Tanz" von Magma
.










TOP 7":



LO! - The Tongueless

Ok, streng genommen handelt es sich ja um eine EP, verteilt auf zwei Singles. Aber was soll's? Es ist nunmal ein enormes Teil in einer suberben Aufmachung, welches die Australier hier über Pelagic Records auf die Welt losgelassen haben.

Rein musikalisch, das ist klar, müsste hier natürlich David Hasselhoff mit "True Survivor" thronen.





TOP FLEXIDISC:




SUNN O))) - Aokigahara // Jukai
Haha, als ob ich sonst noch eine Flexidisc gekauft hätte!
Diese Flexi gehört zur Limited Edition des neuen Sunn O)))-Albums "Kannon" und beinhaltet einen Bonustrack, der noch grober und archaischer als das Album daherkommt. Und schon weil die Mo)))to)))rsäge so schick ist, musste ich sie hier noch einmal featuren. ;)
 


TOP SPLIT RELEASE:



MONO / THE OCEAN - Transcendental
Eine knappe Entscheidung, da ich die Songs von Voivod auf ihren Split-Singles mit At The Gates und Napalm Death schon extrem stark finde und die jeweils doppelten Coverartworks von Away natürlich auch super sind.
Diese deutsch-japanische 12"-Split ist allerdings nicht nur wesentlich länger, sondern ergibt auch eine musikalisch stimmigere Einheit. Die beiden Gruppen ergänzen sich so gut, dass "Transcendental" als Gesamtwerk größer ist als die Summe seiner beiden Teile.




TOP DOWNLOAD (digital only release):



LAIBACH - A Chicken In Every Pot And Laibach In Every City Tour 2015
Allein schon die erste offizielle Aufnahme von "Olav Tryggvason"! Und diese Version von "Smrt Za Smrt"! Aber auch sonst präsentiert dieser Querschnitt durch die US-Tour mit Schwerpunkt auf dem "Spectre"-Album  die Slowenen in großartiger Form. Gut, dass Laibach in letzter Zeit live so fleißig sind!
 





KONZERT TOP 10 (Club / Soloshows):


  1. SUNN O))) - Kampnagel, Hamburg (18.08.)
  2. KAMASI WASHINGTON - Gruenspan, Hamburg (06.11.)
  3. MORDRED - Knust, Hamburg (11.08.)
  4. LAIBACH - Kampnagel, Hamburg (14.02)
  5. THE NEAL MORSE BAND - Markthalle, Hamburg (13.03)
  6. KRAFTWERK - CCH 1, Hamburg (27.11.)
  7. LISERSTILLE - Schaubude, Kiel (21.05)
  8. ARCHIVE - Große Freiheit 36, Hamburg (01.03.)
  9. CHELSEA WOLFE - Knust, Hamburg (02.11.)
  10. MOTORPSYCHO - Gruenspan, Hamburg (27.06)


KONZERT TOP 10 (Festivals):



  1. FIELDS OF THE NEPHILIM - Roadburn (2 Shows)
  2. BELL WITCH - Roadburn
  3. MORGOTH - Wacken
  4. KING DUDE - Roadburn
  5. BONGRIPPER - Roadburn (2 Shows)
  6. AMORPHIS - Wacken
  7. WHITE HILLS - Roadburn
  8. LUCIFER - Roadburn
  9. EUROPE -Wacken
  10. SAVATAGE / TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA - Wacken

Nur je ein oder zwei Konzerte vom Roadburn Festival und Wacken Open Air zu berücksichtigen, wäre einfach unrealistisch gewesen, deswegen die Extraliste. Es sind ja trotzdem immer noch einige tolle Shows von Avatarium bis Virus hinten rausgefallen.




ENTTÄUSCHUNG 2015:


Diverse Tourpackages waren zwar in Europa unterwegs, machten aber einen weiten Bogen um Hamburg / Norddeutschland. Dabei hätte ich natürlich vor allem Voivod so gerne wieder gesehen!
In die selbe Enttäuschungkategorie fielen ursprünglich auch Cynic, ehe sie noch eine Stufe draufsetzten und sich ganz unwürdig per facebook-Zickenkrieg trennten.

"Drones" von Muse ist eine ziemlich halbgare Geschichte geworden.

Und dann war da noch Janelle Monáe, die eine derart schlimm generische Single veröffentlicht hat, dass ich das Ding nicht ein einziges Mal am Stück ertragen konnte. Werte Electric Lady, das war doch nicht der Plan! Du solltest doch das beste und verrückteste aus deinen bisherigen Platten heraussuchen, noch eine Schippe drauflegen und als Finale deiner "Metropolis"-Reihe das verdammt nochmal großartigste Popalbum aller Zeiten aufnehmen. Dringende Kurskorrektur bitte!

VORFREUDE 2016:


Mit David Bowies "Blackstar" ist gleich zu Beginn des Jahres ja schon ein ganz großes Ding zu erwarten. Auch die neue Conan ist für Januar bereits vorbestellt. Ansonsten habe ich mir über Neuerscheinungen noch gar keinen so großen Kopf gemacht.

Live startet 2016 mit Laibach - schon wieder nach weniger als einem Jahr in Hamburg - und Anfang März Dream Theater (mit neuem Konzept-Album im Gepäck) schon verdammt hochkarätig.

Vielversprechende Ankündigungen gibt es auch bereits für meine beiden Stammfestivals Roadburn (Skepticism, Tau Cross, La Muerte, Paradise Lost mit "Gothic") und Wacken (Triptykon, Iron Maiden, Ministry).

Und wenn die Swans zum letzten Mal in ihrer aktuellen Inkarnation kommen, möchte ich sie natürlich auch nicht verpassen!


 

2015-11-21

AVATARIUM, THE VINTAGE CARAVAN und HONEYMOON DISEASE live im Klubsen, Hamburg (19.11.2015)

Avatarium

Die letzte Gelegenheit, Morbid Angel noch mit David Vincent zu sehen, musste ich vor fast einem Jahr ja leider wegen Krankheit ausfallen lassen. So kam es erst am Donnerstag dazu, dass ich mir erstmals das Klubsen von innen angeschaut habe. Gelegen in einer eher hässlichen Ecke Hamburgs, dafür mit guten Parkmöglichkeiten, ist es tatsächlich ein interessant aufgebauter, schöner Livemusikladen, den ich bei Gelegenheit gerne wieder besuche.

Es spielte die mir seit dem Roadburn 2014 bekannte Doom/Rock-Sensation Avatarium, die mit "The Girl With The Raven Mask" gerade ein überragendes zweites Album veröffentlicht hat.
Support waren The Vintage Caravan, die ich zuletzt vor einem Jahr im Vorprogramm der Blues Pills gesehen hatte, sowie neben dem Headliner eine zweite female-fronted schwedische Band, die mir allerdings bis dahin noch unbekannt war:

Honeymoon Disease

Honeymoon Disease sind eine junge Formation, die ganz klar auf der aktuellen Retrowelle mitschwimmt - was nichts schlechtes heißen soll, zumal es ja für den gesamten Abend galt - und einen flotten, meist zum Cadillac-Cruisen optimierten Rock'n'Roll spielt. Auf Tonträger brauche ich das nicht zwingend (habe mir allerdings als Souvenir trotzem zwei Singles für je fünf Euro mitgenommen), doch live macht die Zwei-Jungs/zwei-Mädels-Gruppe auf jeden Fall ordentlich gute Laune.

Neben der Musik, an der ich nichts grundsätzliches zu meckern finde, macht sich der Corporate-Identity-Look aus Blue Jeans, Blue Jeansweste und individuellem T-Shirt (aber gelb muss es sein!) auch optisch gut. Ich habe mich nur gefragt, ob an manchen Tagen auch mal eine andere T-Shirt-Farbe ausgerufen wird, oder ob der arme Bassist immer mit seinem unten schon total zerlöcherten Flash Gordon-Lappen auftreten muss.

The Vintage Caravan

Nach dem gelungenen Auftakt und einer relativ kurzen Umbaupause legten The Vintage Caravan ganz klar nochmal eine Schippe obendrauf. Das Trio aus Beyoncé, Bruce Willis und Angelo Kelly (zumindest stellten sie sich so vor) hat im Laufe des vergangenen Jahres - nicht zuletzt durch die kürzlich absolvierte Tour als Support von Europe - spürbar an Selbstwusstsein gewonnen und rockte sich mitreißend und bewegungsfreudig durch ein sehr kurzweiliges Programm.

Auch wenn ich ein längeres Set mit ein, zwei Songs vom Debüt mehr durchaus vertragen hätte, musste ich feststellen, dass sich die Isländer nicht nur in puncto Performance, sondern auch songschreiberisch gesteigert haben. Der Gesang ist nach wie vor nicht die große Sensation, aber scheiß drauf, hier geht's eh in erster Linie um Groove, Drive und Gitarrenausflippen. Sehr gut!


Avatarium

Und dann - Doom!

Mit "Ghostlight" begannen Avatarium ihr Set schwer, langsam und spannungsgeladen. Jennie-Ann Smith machte von Anfang an klar, wem an diesem Abend ohne Diskussion die Gesangs- und Charisma-Krone zustand. Beeindruckend und bezaubernd.
Und spätestens als danach das schnelle "Girl With The Raven Mask" ins Publikum gefeuert wurde, war es absolut keine Frage mehr, dass die Band mit ihrem Hybridsound aus Candlemass-Doom, Hardrock und vielen anderen Einflüssen hier abräumen würde.

Das Set bestand zur einen Hälfte aus neuen Songs, zur anderen aus Stücken des Debüts, sowie dem Studioteil der "All I Want"-EP. Viel Abwechslung und eine Menge Highlights, von denen bei mir neben dem Zugabe-Doppelschlag aus "Moonhorse" und "Avatarium" vor allem die Percussion-Ausrasterei in "All I Want", die großen Emotionen in "Pearls And Coffins" und "The January Sea", sowie ganz vorne dieser geniale Mix aus lässig groovendem Vocal Jazz und epischstem Schicksalsgestampfe in "The Master Thief" hängengeblieben sind.

Natürlich war die Kulisse nicht ganz so bombastisch wie in Tilburg, doch die Band ist ganz klar noch besser aufeinander abgestimmt als damals schon. Und auch wenn man jedem nicht gespielten Jetzt-bereits-Klassiker vom Debüt ein Tränchen nachweint (gilt allerdings ebenso z.B. für "Iron Mule"), öffnen die Schweden mit dem Songmaterial vom neuen Album doch einen breiteren stilistischen Fächer, so dass niemals auch nur ein Fünkchen von Langeweile aufzukommen droht.

Avatarium ist trotz des Namens, den ich nach wie vor doof finde, eine großartige, derzeit wohl mit nichts anderem wirklich vergleichbare Liveband, die vom Publikum zurecht abgefeiert wurde.



Nicht feierlich war eigentlich nur, dass ich für meine energieineffiziente Spielzeugkamera zwar zwei Batterien dabei hatte, beide jedoch bereits angebrochen waren. Sonst gäbe es hier sicherlich ein, zwei Fotos mehr vom Headliner. Lektion für die Zukunft: Immer ein Power-Backup frisch aus der Verpackung mitnehmen!

Ansonsten war es natürlich ein äußerst lohnenswerter Musikabend mit einem tollen Bandpackage.



Honeymoon Disease









The Vintage Caravan

















Avatarium







2015-11-16

AVATARIUM - The Girl With The Raven Mask

Wie lautet die momentan essentiellste Metal-Regel?

Richtig: Verwechsle nie nie niemals Avatarium mit Avantasia!


Insbesondere da das kommende Album des Schlimmkitsch-Kriminellen Tobias Sammet den Titel "Ghostlights" tragen soll und es von Avatarium den Song "Ghostlight" gibt, ist die Gefahr ja durchaus gegeben.

Ok, es existieren durchaus Ausnahmen von der Regel. Denn wer auf der Suche nach Musik von Avantasia versehentlich auf die Schweden Avatarium stößt, dessen Seele (und vor allem Ohren) sind vielleicht noch zu retten.

Und ganz ehrlich: Wen das Mädchen mir der Rabenmaske tatsächlich nicht zurück auf den Pfad der Tugend bringen kann, der dürfte musikalisch unrettbar verloren sein.



AVATARIUM - The Girl With The Raven Mask (LP) (2015)

Eine ewig gültige Regel des Doom lautet: Was Leif Edling anfasst, das wird zu Gold.

Das zweite Album von Avatarium bildet da keine Ausnahme. Höchstens wenn man argumentiert, dass die Band wieder einmal weit über die Grenzen des reinen Doom-Metal-Genres hinausstrahlt.

Auch wenn der Candlemass-Bassist mit der Band nur im Studio aktiv ist und sich live (sowie hier auf drei Studiotracks) von Anders Iwers (Tiamat) vertreten lässt, ist Edling nach wie vor der zentrale kreative Kopf hinter Avatarium. Und so bleibt dickriffiger Doom die Basis der Band, auch wenn dies nicht in jedem Song gleich stark durchscheint oder auffällt.

Die Vision des Masterminds wären natürlich nichts ohne den Input der hervorragenden Band, die sie zum Leben erweckt. Wollte man die Bedeutung nur eines Musikers besonders herausstellen, dann müsste man, so unstrittig dies auch Gitarrenmusik (und die Gitarre erstklassig gespielt) ist, den Tastenmann Carl Westholm wählen, der eine ganze Batterie von analogem Gerät von Rhodes über Moog bis Mellotron auffährt, welche den Sound von Avatarium entscheidend prägt und veredelt. Ob die heavy Orgel in bester Deep Purple-Tradition die Gitarre unterfüttert oder das Theremin Grusel verbreitet - der Mann findet stets den maximal passenden und geschmackvollen Klang.


Das Album beginnt mit dem Titelsong, welcher gleich mit seinem unerwartet hohen Tempo überrascht - etwa doppelt so schnell wie der bereits relativ flotte Titeltrack der "All I Want"-EP -, dessen Hauptriff aber so deutlich wie kaum ein anderes nach Candlemass klingt.

Darauf folgt mit "The January Sea" das typischere dramatische Doom-Brett inklusive stillerer Momente und maximal epischen Melodien.
Jene Meldodien gehören natürlich als zentrales Element zu jedem Song, und das stets catchy and classy statt kitschig.

Die folgenden Stücke schlagen mal mehr in Richtung Doom, mal eher Richtung Siebziger-Hardrock oder auch folkiger Ballade aus und nehmen dabei auch endere Einflüsse mit auf, die gerade gut passen.

Gerade Sängerin Jennie-Ann Smith setzt mit ihrem Organ stets ganz eigene Akzente. Diese bluesig rauhe, liebliche bis sirenenhafte, untrüglich von Ronnie James Dio beeinflusste Stimme gehört zweifellos zum charismatischsten, was Rock und Metal derzeit zu bieten haben.
Vor allem schafft Smith es sehr eindrucksvoll, auf immer wieder unterschiedliche Weise die poetischen Geschichten, welche in den Songs erzählt werden, zum Leben zu erwecken.
In den Strophen des letzten Songs "The Master Thief", erinnert sie dabei sogar eher an eine Jazz/Soul-Sängerin, was sich tatsächlich sehr gut mit dem epochalen Doom-Chorus des Stücks ergänzt.


Auch wenn Avatarium formell natürlich in die angesagte Kategorie "female fronted retro band" fallen, haben sie mit "The Girl With The Raven Mask" ein sehr vorwärtsgewandtes, zeitloses Werk geschaffen, welches sich weit über die meisten anderen Veröffentlichungen heraushebt. Die Band ist hungrig und experimentierfreudig. In jedem Song steckt stilistisch ein etwas anderes Gesicht von Avatarium, und jeder Song hat das Zeug zum künftigen Klassiker.

Ja, wer bereits das selbstbetitelte Debütalbum der Band von 2013 kennt, der dürfte festgestellt haben, dass fast alles, was ich hier geschrieben habe, auch schon damals zutraf.
Die Band hat mit der hohen Messlatte also keine Mühe gehabt, so dass jeder der den Erstling mochte, ebenso diesen zweiten Schlag lieben sollte.

"The Girl With The Raven Mask" ist sogar noch abwechslungsreicher als "Avatarium" und von meiner Warte aus ein makelloses Meisterwerk!






Zum Format:

Ich habe mich für das schwarze Vinyl entschieden. Es gibt auch ein paar andere Farben, doch bei dem Cover finde ich klassisch schwarz wirklich am naheliegendsten.
Die Doppel-LP (45 rpm) kommt im Gatefold mit Textblatt und rabenesk elegantem Poster der Sängerin.

Der zwölfzöllige Spaß endet nach acht Tracks. CD und Download-Version enthalten als Bonus noch ein mit dem wohl sludgigsten Saitengeknarze des Albums aufgehübschtes Cover des u.a. schon Bob Dylan und Led Zeppelin interpretierten Gospel/Blues-Klassikers "In My Time Of Dying" von Blind Willie Johnson.
Wie von Nuclear Blast gewohnt, liegt der Download leider nicht bei, es lohnt sich als Vinylist also, zu schauen, wo man das Album inklusive mp3-Version bekommen kann.





Anspieltipps: The Master Thief, Run Killer Run, Hypnotized, Iron Mule... Ach, vergiss es - ich könnte hier problemlos alle Titel aufzählen!

2014-11-14

AVATARIUM - All I Want

Nach dem hervorragenden Debütalbum vom Vorjahr legen die schwedischen Doomrocker Avatarium nun noch eine EP mit neuen Studiosongs sowie Liveaufnahmen nach.




AVATARIUM - All I Want (Gold Vinyl) (2014)

Angekündigt war "All I Want" als 10"-EP, es sind dann doch die herkömmlichen 12" geworden, allerdings mit unterschiedlichen Abspielzeiten. Das Cover finde ich ja an sich nicht überragend, hat man sich allerdings eine der auf 300 Stück limitierten goldenen Platten gekauft, macht es sich insgesamt doch wieder ziemlich schick.
Die Hülle kommt zudem noch als Gatefold mit Livefotos der Band auf der Innenseite. 

Seite A enthält den Titelsong, ein flottes, im wesentlich auf der Power eines Riffs basierendes Stück, in dem Candlemass und Rainbow auf einen Blue Öyster Cult-Groove treffen, der durchgehend "We need more cowbell!" zu brüllen scheint. Es klötert passenderweise auch einiges an Percussion zu diesem Retro-Hardrocker.

"Deep Well" ist ein langsamerer Song mit bluesiger Basis, welcher die epischere, Black Sabbath-Seite der Gruppe mehr herauskehrt und u.a. durch schön gleitende Leadgitarren glänzt.

Auf beiden Tracks weiß Sängerin Jennie-Ann Smith erwartungsgemäß zu begeistern. Dabei ruft sie nicht einfach ihre Leistung vom letzten Tonträger ab, sondern setzt auch hier und da neue Akzente.  Weiterentwicklung also. Die beste Gesangsleistung dieser Dame haben wir sicherlich noch nicht gehört!

Spielt man die Platte übrigens zu langsam ab, funktioniert "All I Want" dennoch sehr gut. Und die Frontfrau gibt  in der Version einen durchaus interessanten Sänger ab.


Die zweite (45rpm-)Seite gehört mit "Pandora's Egg", "Tides Of Telepathy" und "Bird Of Prey" dann drei älteren Songs, und zwar in Liveversionen vom zweiten Auftritt der Band überhaupt, auf dem Roadburn Festival, wo ich ja als Zuschauer und Fotograf zugegen sein durfte.

So großartig wie das Konzert, so gelungen sind auch diese drei Aufnahmen.

Im 013 wissen sie halt, wie man Shows für die Nachwelt konserviert.

Fazit: Eine schöne kleine Doom Metal / Psychedelic Rock- Scheibe mit wunderbarem Gesang, bei der man als Fan der Genres nichts verkehrt machen kann.

Schwedisches Gold!




Anspieltipps: All I Want, Bird Of Prey (Live), Deep Well