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2020-04-22

THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES feat. LISA GERRARD - Shandai Ya / Stanka

Everyone loves a good transition. So after the review of the mythic (Mythic Sunship) let's move on to the mysterious:




THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES feat. LISA GERRARD - Shandai Ya / Stanka (12" EP) (2020)


The comeback album and Prophecy Records debut of the legendary folk music choir The Mystery Of The Bulgarian Voices, "BooCheeMish" was undoubtly one of my favorite records of 2018. (Same goes for their magical concert in Hamburg.)

This new release however is not yet the successor of that album, but rather an appendix, since it mainly features already familiar pieces, partly in alternative versions, and only very little completely new material. And with that we already have the central point of critique; exchange one or two of the older tracks with new compositions and this EP would clearly have a better balance and higher relevance.

But let's go through the seven tracks:

"Shandai Ya" with guest singer Lisa Gerrard (Dead Can Dance) is quite close to its known version, yet some delicate vocal and instrumental details were added. Nice touch, but if you're not listening too analytical you might even miss the differences, so this is good, really good in fact, but not at all essential.

"Stanka" has a greater emphasis on the choir, which is more remarkable.

The highlight of side A however is "Zaidi Sluntse", the only completely new track, which is a pure collaboration between the choir and beatboxer SkilleR, without any instrumental backing besides that. An exciting mixture of tradition and modernity.

I'm not a friend of radio edits. And I'm especially not a friend of radio edits of already short songs. So while "Mome Malenko" is of course still a joy to listen to, you don't need this if you already own "BooSheeMish". This goes even more for the last EP track, which is just the original version of "Shandai Ya".

But before that there are two more tracks, which add a lot more to the release. "Rano Ranila" is quite different from the original, with the folk band being - I daresay - more "funky" and generally much more in focus, even featuring a prominent solo.

"Rite Of Passage" finally is a live recording of a Lisa Gerrard solo composition and probably the most successful showcase of all the astonishing skills and that unmistakable magic this project brings to the table.


The Mystery [...] feat. Lisa Gerrard live in Hamburg 2018
All in all I cannot really give a final advice whether you need this EP or not. Especially if you already know the previous album you might skip this for the mentioned reasons.
And even for new listeners who want to experience this astonishing, otherworldy music for the first time "BooSheeMish" still remains the better choice.

On the other hand those bits of new stuff are really something and I don't regret at all to have "Shandai Ye / Stanka" in my collection now.

The vinyl quality also gives no reason to complain and the artwork certainly once again is beautiful. 





2018-10-16

THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES feat. LISA GERRARD in der Laeiszhalle, Hamburg (15.10.2018)



Bitte lesen Sie diesen Konzertbericht jetzt noch nicht weiter, sondern folgen Sie diesem Link!










...









...







Hey, ernsthaft!

Ich empfehle wirklich, sich zunächst diesen Konzertbericht auf DreMuFueStiAs zu Gemüte zu führen.

Der ist nämlich nicht nur eine urkomische Lektüre zum Tränenbrüllen, sondern auch ziemlich frisch. Sprich: Ich habe das Ding zwei Tage vor meinem ersten eigenen Besuch in der Location gelesen und war danach selbstverständlich vollkommen darauf eingestellt, den ganzen Abend über nach Parallelen zu dieser Horrorerzählung Ausschau zu halten. Insbesondere weil ich ja auch nur ein Ticket für die vordere linke Loge mit wahrscheinlich eher limitierter Bühnensicht besaß.

Also: Lesen und dann zurückkommen!






 ...






Die Laeiszhalle Hamburg






Ok. Um es gleich zu spoilern: Unkontrollierte Lachflashs hat meine Story leider nicht zu bieten.



Auch wenn die Konzertstätten, die ich normalerweise besuche, natürlich um Welten ranziger oder zumindest rockorienter daherkommen, kam ich mir wahrscheinlich nicht ganz so underdressed und deplaziert vor wie der Dremu-Autor.
Krokodillederlackschuhe, maßgeschneiderte Armani-Hose und weißen Seidenschal mit goldener Initialenbestickung hatte ich zwar *räusper* zu Hause gelassen, doch immerhin bewegte ich mich mit schlichtem Schwarzes-Hemd-zu-schwarzer-Jeans-Look im unauffälligen unteren Mittelfeld der Fancy-Skala.
Dass ich mich zu doof zum Trinken während der Autofahrt komplett bekleckert hatte, war zum Glück nicht mehr zu erkennen. Ob sich Champagner beim Einziehen ins Textil wohl auch so unauffällig verhält?

Trotzdem wurde ich, als ich einer der ersten Besuchergruppen durch den Eingang zum linken Gebäudeflügel folgen wollte, gleich von der ersten Saaldienerin aussortiert!

Kurzer Schrecken. Ungültiges Ticket? Doppelte Sitzplatzbuchung? - Nein, das heutige Konzert war nur doch zu obskur, um die kompletten 2025 Plätze im Großen Saal des über hundert Jahre alten Konzerthauses auszuverkaufen. Also wurden die Logen geschlossen und die entsprechenden Tickets gegen Parkettplätze getauscht. Ich musste also nicht von schräg oben auf die halbe Bühne runterkucken, sondern bekam ohne Aufpreis einen wertvolleren - und definitiv besseren - Platz im vorderen Parkett. Sauber! Da haben sich späte Buchung und Knauserigkeit doch mal bezahlt gemacht.
Die Das-Glas-ist-halb-leer-Frage ist nun natürlich: Hätten die mich auch in Reihe 6 gesetzt, wenn ich eines von den billigsten Tickets ("Hörplatz") gekauft hätte?


Der Weg zum "Erfrischungsraum" (=Männertoilette) erwies sich tatsächlich als nicht so ganz intuitiv auffindbar, doch zum Glück schwirrten ja zahlreiche hilfreiche Pinguine, die die Gedanken der harndrängenden Besucher lesen können, über den edlen Foyerflaum.

Da die Türen zum Saal noch verschlossen waren, hatte ich noch etwas Zeit, um das bisher anwesende Publikum zu begutachten. Dicke blankenesener Perlenketten sind mir zwar nicht in Erinnerung - doch ich würde darauf wetten, dass sie hier auch vertreten waren.
Denn dass ein sichtbarer Teil des Publikums aus bis ins Skurrile aufgetakelten Kostümierten bestand, deren Upperclass-Lifestyle sie zwingt, eventtechnisch zwischen Laeiszhalle, Elbphilharmonie und vergleichbaren Spielstätten zu pendeln, war unmöglich zu leugnen.

Der grausamste Anblick waren wohl Kinder, die wie hundert Jahre aus der Zeit gefallene Adelssprösslinge in Anzügen steckten. Da möchte man einen Moment lang Mitleid haben, ehe einem einfällt, dass dies ja evtl. die *örgs* Maschmeyertrumps von morgen sein könnten.

Es war insgesamt jedoch ein in allen Belangen ziemlich gemischtes Publikum.
So ganz normale normale Menschen gab es auch hier und da, die meisten hatten sich jedoch anscheinend etwas feiner angezogen als sonst. In die Menge dieser beiden Gruppen fallen wohl auch die meisten durch Lisa Gerrard angezogenen Dead Can Dance-Fans.

Dass sehr viele eingefleischte Fans des Frauenchors des Bulgarischen Staatsfernsehens aka The Mystery Of The Bulgarian Voices anwesend waren, ist wohl eher unwahrscheinlich, einfach weil der seit den 1950er Jahren weltmusikalisch aktive Chor vor der Veröffentlichung des fantastischen neuen Albums "BooCheeMish" auf Prophecy Records doch längere Zeit ein eher unauffälliges Profil gepflegt hat.
Mein Sitznachbar war immerhin hier, weil er ihn vor ca. dreißig Jahren schon einmal live gesehen hatte.


Überhaupt sitzen! Was für eine Wohltat nach dem schmerzhaften Nuklearkrieg bei Voivod am Samstag!  Nur ein Liegekonzert wäre jetzt noch schöner gewesen, haha.





Das Konzert war natürlich insgesamt eine vollkommen andere Welt als das was man als überwiegender Rock/Metal-Konzertbesucher gewohnt ist, beginnend mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen, niedrigen Lautstärke. Ja, angesichts der kathedralenartigen Akustik des Saales waren angeregte Gespräche oder Erkältungen hier auf jeden Fall fehl am Platz. Still und entspannt genießen war angesagt.


Zunächst begannen die fünf Instrumentalisten (Kontrabass, Percussion, Gitarre, Flöte und Gadulka) der den Chor begleitenden Folkgruppe alleine, erst zum zweiten Stück füllten die traditionellen bunten Trachten der Sängerinnen die gesamte Bühnenbreite.
Insgesamt war es inklusive Chorleiterin ein sechsundzwanzigköpfiges Ensemble, welches hier in oft wechselnden Konstellationen von einer Person bis zur vollen Stärke die Bühne teilte.

So kam nach einigen Stücken ein Beatboxer zur Band hinzu, der später auch mit einem Solo am weitesten aus der Komfortzone wohl fast aller Anwesenden hinaus führte. Meine letzte livehaftige Begegnung mit dieser Art Mundrhythmusakrobatik war Butterscotch als Gastmusikerin bei Helge Schneider im Jahr 2012. Der Typ war auf jeden Fall sehr fähig und hat das Publikum als für Folk-Traditionalisten gewiss kontroversestes Bandmitglied schnell auf seine Seite gebracht. 

Daneben gab es u.a. noch Vokal- und Instrumental-Duette und sogar ein beeindruckendes fucking Tamburin-Solo.
Der stärkste Fokus lag aber selbstverständlich auf dem Gesang. Was diese Sängerinnen mit ihrer unverwechselbaren Stimmtechnik für Laute erzeugen, das ist nicht von dieser Welt. Ich habe keinen Zweifel, dass jedes Chormitglied auch als Solistin glänzen kann.
Und tatsächlich hat gewiss die Hälfte der Damen auch kleine Solospots order gar den Leadgesang einiger Lieder bekommen und damit für eine insgesamt enorme Bandbreite und Abwechslung gesorgt.


Es wäre schon ohne weiteres i-Tüpfelchen ein bemerkenswertes Erlebnis gewesen, doch als in der zweiten Hälfte die als Weihnachtsbaumkönigin gekleidete Lisa Gerrard die Bretter betrat, kam noch eine ganz eigene Energie und Magie dazu.
Es war interessant, die trotz der offensichtlichen Inspriration unterschiedlichen Gesangsstile des Chores und der Dead Can Dance-Sängerin im Zusammenspiel zu sehen.

Leider steht ein Konzert ihrer eigentlichen Band nach wie vor als zu erledigen auf meiner Wunschliste. Dass die anstehende Dead Can Dance-Tour nicht nach Norddeutschland führt, war für mich sogar ausschlaggebend, um "wenigstens" hier zu erscheinen. Was für eine Sängerin! So einmalig, berührend, ergreifend - und eingebettet in dieses Ensemble... Viel mehr kann Musik nicht, da bleibt sehr sehr wenig Luft nach oben.

Insbesondere Gerrards tiefe Passagen in "Mani Yanni" haben mir eine Ganzkörpergänsehaut aufgezwungen, wie ich sie mindestens seit Anna von Hausswolff im März nicht mehr erlebt hatte. Unfassbar.


Es wurde so ziemlich alles von "BooCheeMish" gespielt und noch einiges darüber hinaus. Was kann man mehr verlangen? Nichts. Dementsprechend gab es höchst verdient Standing Ovations.

Ganz große Kunst! Auch für normale Leute.




Allerletzter Eindruck:

Ich glaube, ich muss mal wieder Quentin Tarantinos "Jackie Brown" kucken. Das Kostüm einer Besucherin hat mich beim Herausgehen extrem an Pam Griers königsblaue Stewardessenuniform erinnert.



 




2018-07-01

THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES featuring LISA GERRARD - BooCheeMish

Es ist soweit! Ein halbes Jahr nach der sensationellen Vorab-Single "Pora Sotunda" wird es Zeit, das erste komplette Albumd seit Jahrzehnten meines Jetzt-schon-Lieblingsfrauenchors aus Bulgarien zu besprechen!

Es ist zwar schlechter Stil, aber es ist Sonntag und ich habe keine Lust mich unnötig zu wiederholen. Deswegen bitte ich darum, für mehr Einsichten dazu zum Hintergrund von The Mystery Of The Bulgarian Voices das gerade verlinkte Review zu lesen bzw. das Video am Ende dieses Textes anzuschauen. Danke! 




THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES featuring LISA GERRARD - BooCheeMish (LP) (2018)

Und jetzt komme ich gleich zur Musik: Begleitet von einem meistens überschaubaren, aber sehr effektiv eingesetzten, weltmusikalischen Instrumentarium, zu dem sich hier und da auch kleine Überraschungen wie eine Beat Box gesellen können, beeindruckt der Chor in zwölf Stücken, die traditionelle bulgarische Texte und Melodien mit arabischen und modernen Einflüssen verbinden.

Ob die Damen dabei unisono oder im Kanon zu schnellen Polyrhythmen harmonieren oder der Chor eine breite, orchestrale Ebene bereitet, über denen die Stimmen von in den meisten Tracks ein oder zwei Solistinnen schweben; alle Gesangsarrangements haben gemeinsam, dass sie absolut nicht von dieser Welt sind. Dies ist eskapistische Gourmetkost, die ich mit nichts anderem, was ich je gehört habe, treffend vergleichen kann.

Außer natürlich - und insbesondere die langsamen Stücke - mit Dead Can Dance, bzw. allen Projekten, an denen die extrem von diesem Chor beeinflusste Lisa Gerrard beteiligt ist.
Und eben jene Sängerin ist als Gast auf vier Songs vertreten. Dabei erscheint sie hier zumeist wie eine Stimme unter vielen, was nicht ansatzweise als Negativkritik zu verstehen ist, sondern einfach nur die atemberaubende Klasse aller Darbietungen aufzeigt. Ich habe Gerrard zugegebenerweise auch nicht immer sofort richtig erkannt. Zwar punkten alle Solosängerinnen mit individuellen Performances, doch besonders die neben ihr am häufigsten herausgestellte Gergana Dimitrova hat dann doch eine Stimmfarbe, die man schon mal verwechseln kann.

Lisa Gerrard bleibt es jedoch auf einem Album, welches vor Gesangskunst geradezu überquillt, vorbehalten, mit sehr tiefer Stimme in "Mani Yanni" den Höhepunkt zu setzen.

Wenn man sich denn traut, sich hier überhaupt einen Höhepunkt herauszufischen. Zu viele spannende Dinge passieren auf "BooCheeMish". Manchmal sind dies auch komische Sachen, die einen zunächst mal die Nase rümpfen lassen, wie das fast schon albern beginnende "Tropanitsa". Gerade dieser Song durchlebt dann aber dramatische Wendungen, die ihn fast zu so etwas wie dem Mr. Bungle-Moment des Albums machen.

Ein bemerkenswerter Augenblick ist auch, wenn sich in der Mitte nach einen A-capella-Intro "Sluntse" als melancholisches Instrumentalstück erweist. Eine willkommene Atempause von all der Vokalakrobatik, die beispielhaft dafür steht, dass hier nicht nur verschiedenene Lieder irgendwie zu einer Kompilation zusammengewürfelt wurden, sondern dass die Spannungskurve des gesamtem Werks sehr durchdacht und gelungen ist.


Wie bei Prophecy Records gewohnt, stellt sich beim Kauf von "BooSheeMish" die schwierige Frage nach der bevorzugten Versionen. Ich persönlich habe mich klassisch für Vinyl entschieden, bereue jedoch bereits ein wenig, dass ich nicht die schönere bulgarische Version mit kyrillischer Schrift genommen habe. Ich könnte dann zwar nicht die Texte mitlesen, aber es ist ja ohnehin nicht so, dass ich auch nur ein einziges Wort verstehen würde.
Das Coverartwork an sich, ein Aquarellgemälde von Costin Chioreanu, für mich ganz klar eine seiner besten Arbeiten bisher, ist aber zum Glück in beiden Varianten identisch.

Andere Varianten sind u.a. noch labeltypische Doppel-CD-Artbook mit umfangreichen Liner Notes, SACD (!), die Luxusbox mit allem inklusive blauem Vinyl... eine Menge Optionen zwischen sechs und sechzig Euro.

Begünstigt durch meine Unlust, die Stücke von der Schallplatte selbst zu digitalisieren, habe ich dann auch noch etwas aufgestockt und mir auf Bandcamp die Downloadvariante der Luxusversion besorgt, welche noch fünf Bonustracks enthält. "Sluntse Milo, Yasno Greiche" hält locker das Niveau der regulären Tracklist. Die weiteren Tracks sind Liveversionen von Albumsongs, auch hier unter Beteiligung von Lisa Gerrard.

Mangels Fachwissen weiß ich nicht, was ich noch weiter über "BooSheeMish" schwafeln soll. Eines ist aber als Fazit ganz klar, nämlich das The Mystery Of The Bulgarian Voices hier ganz eindeutig eines der bewegendsten, besondersten, besten Album des Jahres abgeliefert haben.

Magisch!






Highlights: Mani Yanni, Pora Sotunda, Unison, Sluntse, Ganka




2017-12-09

THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES - Pora Sotunda

Nach Subrosa möchte ich hier noch ein paar Minuten bei bezaubernder Musik bleiben, ehe ich mich im nächsten Review ganz schlimmem Krach zuwende.

Doch nun wird es erstmal für zwei Singleseiten lang ganz schöngeistig und mystisch.




THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES feat. LISA GERRARD- Pora Sotunda (7") (2017)

The Mystery Of The Bulgarian Voices heißt alternativ auch Le Mystère des Voix Bulgares. Beides bezeichnet den Frauenchor des Bulgarischen Staatsfernsehens.
Seit den Fünfziger Jahren greift dieser Chor die vielfältige bulgarische Volksmusik und andere Weltmusik auf und arbeitet mit für unsere normalen Hörgewohnheiten ungewöhnlichen Gesangstechniken und (teils dissonanten) Harmonien.

Und wie komme ich dazu, mir eine Single dieses Chors (mit instrumentaler Begleitung) zu kaufen?

Schuld ist natürlich der Trailer des wenig an Genres gebundenen Qualitätslabels Prophecy Productions. In diesem hört man u.a. kurz ein Musikstück, welches ich sofort als das prägende Sample in Juno Reactors "God Is God" wiedererkannte.
Später taucht dann u.a. nach Kate Bush auch noch ausgerechnet Lisa Gerrard auf, um zu erzählen, wie sie von dem Chor als das Höchste was menschliche Stimmen leisten können beeinflusst wurde.

Und dann singt sie auch noch als Gast auf "Pora Sotunda"!
Da konnte ich dann nicht mehr widerstehen.

Sowohl für den ethnopoppigeren Track mit Gerrard als auch für die sich noch mehr auf den Chorgesang konzentrierende B-Seite "Ganka", ist ihre Band Dead Can Dance dann auch wenig überraschend die naheliegende Go-to-Referenz.
Als weiterer Bezugspunkt zumindest für die aus mitteleuropäischer Sicht ungewöhnlichen Gesangsarrangements können auch Björks Inuit-Chöre herhalten, auch wenn diesen natürlich die spezielle osteuropäisch-asiatische Prägung der bulgarischen Stimmen fehlt.

Auf jeden Fall ist es große, direkt auf die Seele zielende Weltmusik, berührende Stimmkunst, musikalisch passend verpackt, die unbedingt Appetit auf mehr macht.





Highlight: Pora Sotunda