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2015-09-27

THE HIRSCH EFFEKT und EDGAR R. im Speicher, Husum (25. September 2015)

Nachdem die hannoveraner Over-the-top-Extremmusikepileptiker von The Hirsch Effekt mit "Holon: Agnosie" einen ganz heißen Kandidaten für eine Spitzenplatzierung in der Kategorie "Album des Jahres" hingelegt hatten, war es natürlich keine Frage, dass ich sie auf der dazugehörigen Tour wieder live sehen wollte. Es standen mehrere erreichbare Gigs zur Auswahl, und ich bin zur Abwechslung mal nicht nach Hamburg oder Kiel, sondern ins touristische Herz Husums gefahren, wo sie gestern direkt am Hafen im Speicher zu Gast waren.

Als Vorband spielten Edgar R. aus Schleswig gut gemachten Punk/Indierock mit schönem Gitarrensound. Für Freunde des Genres sicher nicht schlecht, an meinem persönlichen Geschmack ging es allerdings alles in allem doch knapp vorbei.


Die Herren WittrockLappinSchmidt trafen danach allerdings erwartungsgemäß voll ins Schwarze. Eine mathcorebasierte, darüber hinaus aber in unzähligen Musikstilen wildernde Beklopptika-Trilogie wie die "Holon"-Reihe im Studio einzuspielen, ist die eine Sache. Dieses Zeug dann aber mit solcher Präzision live umzusetzen, eine ganz andere.

Da könnte ich mich jetzt noch so sehr abmühen, Super- und Megalative auszugraben und Wörter neu zu schöpfen; wer das nich gesehen und gehört hat, steht doch auf dem Schlauch.
The Dilliger Escape Plan und The Mars Volta bleiben natürlich die Hauptreferenzen, um das, was The Hirsch Effekt machen, zu beschreiben.
Auch wenn die Bühne diesmal wohl zu klein oder die Decke zu niedrig war, um die Banner dort aufzustellen, war die optische Präsentation inkl. selbstbedienbarer Von-unten-Beleuchtungs-Box auch ziemlich gut gelungen.


Alles in allem wieder ein großartiges und mit knapp anderthalb Stunden gerade für diese Höchstleistungsmusik auch großzügiges Konzert, in dem mich gerade das reichlich vertretene Material vom aktuellen Album besonders überzeugen konnte, und das für viel Mundoffenstand und Begeisterung gesorgt hat. Da konnten auch ein paar Wackelkontaktprobleme nichts dran rütteln.

Nur das mit der Konservenmusik direkt nach dem Bühnenabgang, ging etwas nach hinten los, da das Publikum so den Eindruck hatte, dass eine Zugabe offenbar nicht vorgesehen war.
So hatten sich die Reihen auch schon deutlich gelichtet und auch ich schon meine Jacke wieder übergezogen, als Nils Wittrock doch noch einmal für einen Solo-Song nach draußen kam.


The Hirsch Effekt haben dieses Jahr noch Auftritte in allen Ecken Deutschlands auf dem Kalender. Ich kann nur dringend empfehlen, sich das Spektakel anzusehen, gerade auch zu dem moderaten Eintrittspreis.

























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