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2016-05-28

DREAM THEATER - The Astonishing (revisited)

Nein, ich habe mir das aktuelle Dream Theater-Album nicht auf LP nachgekauft. Das ist nach wie vor viel zu teuer.

Aber ich habe so ein bisschen das Gefühl, meine Rezension vom Februar nach unten korrigieren zu müssen.


Nach einem geilen Konzert neige ich eigentlich dazu, den aktuellen Tonträger des Künstlers - wenn vorhanden - in den folgenden Tagen hoch und runter zu spielen.

Das  Dream Theater-Konzert zu "The Astonishing" in Hannover fand am 4. März statt, ist also gut drei Monate her. Seitdem habe ich das Album satte zwei Mal gehört, nämlich Mitte April während einer langen Autofahrt Richtung Holland, und jetzt gerade, während ich das hier schreibe.

Ist das Album mit etwas Abstand tatsächlich so viel schlechter geworden?

Eigentlich nicht. Es gibt zwar - wie damals schon festgestellt - ein paar zu kitschige Aussetzer, aber im Großen und Ganzen ist an der Musik auf "The Astonishing" kaum etwas zu beanstanden.
Die Performance von James LaBrie ist nach wie vor großartig, vor allem wenn man bedenkt, dass er hier gegen eine sehr maue Story ansingen muss.

Eigentlich muss ich meine Rezension nur in drei Punkten korrigieren:
  1. Ich habe unterschätzt, wie sehr die generische disneykitschige Geschichte auf Dauer nervt.
  2. Das Album ist doch einfach viel zu lang. Live habe ich es daran gemerkt, dass ich in der zweiten Hälfte des ersten Aktes ungeduldig wurde und mich in der Mitte des zweiten Aktes z.T. schon gelangweilt habe. Und zu Hause merke ich es daran, dass ich im Zwifelsfall jeder anderen Neuerscheinung des Jahres den Vorzug gebe. Warum die ganzen 34 Tracks durchstehen, wenn ich in der Zeit drei geilere Alben hören kann?
  3. Schon weil diese beiden Punkte viel größeres Gewicht haben, als ich zunächst angenommen habe, ist meine Einschätzung, "The Astonishing" im obersten Drittel der Dream Theater-Veröffentlichungen einzusortieren, wohl falsch. Mehr als unteres Mittelfeld kann nicht drin sein.

Das macht "The Astonishing" noch immer nicht zu einem Totalausfall, es ist schließlich immer noch Dream Theater. Aber in meiner Jahresendliste dürften Petrucci und Co. damit sicherlich nicht landen. Und um die Krone der Progressive Metal Band Nummer 1 müssen sich vorerst auch andere Gruppen prügeln.

Review der neuen Haken folgt demnächst! ;)



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