Wow, in anderthalb Wochen steht ja schon wieder die Pilgerfahrt zum Roadburn Festival an! Zeit, sich konkret vorzubereiten, zu schauen, ob noch Dinge für unterwegs eingekauft werden müssen... und natürlich Zeit zu schauen, ob man sich sich die Planung der Running Order hier und da erleichert, in den man einzelne Roadburn-Künstler vielleicht schon auf Tour abfrühstückt.
Ok, in Bezug auf das fett besuchte vorgestrige Konzert auf der MS Stubnitz, ist das natürlich Quatsch. Ich wollte einfach Sumac sehen. Punkt. Dass deren Support allerdings auch übernächsten Sonntag in Tilburg spielen wird und ich nun einen Clashfaktor weniger habe, das nehme ich doch gerne mit.
Ok, in Bezug auf das fett besuchte vorgestrige Konzert auf der MS Stubnitz, ist das natürlich Quatsch. Ich wollte einfach Sumac sehen. Punkt. Dass deren Support allerdings auch übernächsten Sonntag in Tilburg spielen wird und ich nun einen Clashfaktor weniger habe, das nehme ich doch gerne mit.
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| CHAINED TO THE BOTTOM OF THE OCEAN |
Der Name deer besagten Gruppe passt natürlich super für ein Bootskonzert, auch wenn es von Hamburg natürlich noch ein paar Seemeilen zur Nordsee und zum Ozean sind. Das Quartet Chained To The Bottom Of The Ocean überzeugte mit super lautem, garstigen Sludge Metal voller gewaltsam erdrückender, aufs Allernötigste reduzierter, dabei aber durchaus sehr catchy daherkommender Minimalriffs, eingebettet in teilweise überraschende rhythmische Ideen. Die Hauptrolle spielte aber eindeutig die beständig aufs Publikum herabgesenkten Tonnen menschenfeindlicher Aggression. Geiles Zeug, definitiv artverwandt mit Primitive Man und Body Void.
Ein mit dem Headliner nicht vertrauter Zuhörer hätte nach diesem (leider etwas kurzen) Set durchaus annehmen können, dass es an diesem Abend unmöglich noch härtere Tritte in die Magengrube geben könnte...
Ein mit dem Headliner nicht vertrauter Zuhörer hätte nach diesem (leider etwas kurzen) Set durchaus annehmen können, dass es an diesem Abend unmöglich noch härtere Tritte in die Magengrube geben könnte...
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| SUMAC |
Auf dem Papier war das Set von Aaron Turner, Brian Cook und Nick Yacyshyn nicht länger als das ihrer Vorband, doch wenn ein Stück wie "The Stone's Turn" schon deutlich die Zwanzig-Minuten-Grenze überschreitet, sind vier Tracks - zwei vom aktuellen Album "The Healer", der Rest älteres Material - natürlich schon eine erdzeitaltergroße Hausnummer, nach der folgerichtig auch niemand im Publikum ernsthaft eine Zugabe erwartet hat.
Dem Statement dieser Show konnte da tatsächlich nichts mehr hinzugefügt werden. Für die ersten paar Minuten hatte man vielleicht noch glauben können, dass einfach noch eine weitere Sludge-Band auf der Bühne stand, nur noch erfahrener im Zusammenspiel und räudiger im Klangbild. Tatsächlich enfaltete sich aber bald die ganze einmalige Breite aus derbsten Bass- und Gitarrenton zwischen Godflesh, Sunn O))) und ja, ich sag mal Merzbow, metrisch verknoteten und eigenwillig synkopierten Riffs, krankesten Gitarrenloopzwischenspielen, überraschend reduzierten und atmosphärisch, aber immer auch chaotisch-freejazzig wirkenden Passagen, sowie Ausbrüche unfassbar übertriebenen, über jeden Extremmetalstandard hinausgehenden Infernos.
Es war wie immer ein Fest der katarthisch gewalttätigen Post-Metal-Avantgarde. Und wieder einmal war kaum zu fassen, wie viel Plan in den epischen Kracheskapaden des Trios steckt. Sumac sind einfach gleichzeitig hohe Künst und absolute Zerstörung wie kaum eine andere Band. Und der gewaltige Raumklang der Schiffsbauchlocation hat die Show natürlich noch zusätzlich vergoldet.
Zum Glück verbietet es sich bei dieser Musik von selbst, zu tanzen. Auf dieses Erlebnis wegen Deutschlands immer noch nicht komplett abgeschaffter Karfreitags-Tanzverbot-Regel zu verzichten, wäre eine Tragödie gewesen.
Dem Statement dieser Show konnte da tatsächlich nichts mehr hinzugefügt werden. Für die ersten paar Minuten hatte man vielleicht noch glauben können, dass einfach noch eine weitere Sludge-Band auf der Bühne stand, nur noch erfahrener im Zusammenspiel und räudiger im Klangbild. Tatsächlich enfaltete sich aber bald die ganze einmalige Breite aus derbsten Bass- und Gitarrenton zwischen Godflesh, Sunn O))) und ja, ich sag mal Merzbow, metrisch verknoteten und eigenwillig synkopierten Riffs, krankesten Gitarrenloopzwischenspielen, überraschend reduzierten und atmosphärisch, aber immer auch chaotisch-freejazzig wirkenden Passagen, sowie Ausbrüche unfassbar übertriebenen, über jeden Extremmetalstandard hinausgehenden Infernos.
Es war wie immer ein Fest der katarthisch gewalttätigen Post-Metal-Avantgarde. Und wieder einmal war kaum zu fassen, wie viel Plan in den epischen Kracheskapaden des Trios steckt. Sumac sind einfach gleichzeitig hohe Künst und absolute Zerstörung wie kaum eine andere Band. Und der gewaltige Raumklang der Schiffsbauchlocation hat die Show natürlich noch zusätzlich vergoldet.
Zum Glück verbietet es sich bei dieser Musik von selbst, zu tanzen. Auf dieses Erlebnis wegen Deutschlands immer noch nicht komplett abgeschaffter Karfreitags-Tanzverbot-Regel zu verzichten, wäre eine Tragödie gewesen.





























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