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2015-05-01

THE PAPERMOON SESSIONS - Live At Roadburn 2014

Ok, nach all dem englischen Gedöns aus Holland schalte ich mein Blog mal wieder in den deutschsprachigen Modus. Mehr englische Artikel zu veröffentlichen, wäre zwar gar nicht mal unverlockend, da es die Reichweite durchaus erheblich erhöht, aber ich bin ja schon in meiner Muttersprache nicht unbedingt der schnellste Schreiber, also lassen wir das mal...

Thematisch bleibe ich aber noch - und gewiss nicht zum letzten Mal - beim Roadburn Festival, mit einer Scheibe, die eigentlich schon auf meinem Merchandising-Einkaufszettel eben dort gestanden hätte, auf Vinyl allerdings nicht mehr ganz rechtzeitig zum Fest fertig wurde.




THE PAPERMOON SESSIONS - Live At Roadburn 2014 (clear vinyl) (2015)



Nachdem mich ja schon das "Live At Roadburn"-Album von Papir sehr begeistert hat, war es gar keine Frage, dass ich auch die Live-Aufnahme der Papermoon Sessions  mein eigen nennen musste; zumal ich bei dieser Show ja auch leibhaftig miterlebt hatte.

Somit habe ich über die zwei jeweils über zwanzigminütigen Jams, die hier in die mundgeblasene, transparente Vinylscheibe handgeritzt wurden, natürlich schon einmal ein paar Worte im Live-Review verloren.

Und genau wie im späteren Text zum Studioalbum habe ich mich ziemlich kurz gefasst. Tatsächlich habe ich sogar aus reiner Sonderzeichenfaulheit unterschlagen, dass neben dem genannten dänischen Trio und der Dame Komet Lulu sowie dem Herren Sula Bassana (beiden von Electric Moon) auch noch Mofens Deenfort vom Øresund Space Collective in zentraler Rolle an Keyboard und Gespace mit dabei war.

Und daran, dass ich mir den Versuch einer detaillierten Analyse dieser Musik sparen möchte, hat sich auch nichts geändert. Hier treffen sich Profis ihres Genres, um sich und ihr Publikum in langen Instrumental-Jams mit den sprechenden Titeln "Powdered Stars" und "Blazing Milky Way" in wohlig entrückte Trance zu spielen.

Dabei passiert durchaus eine ganze Menge. Für den Genuss des Albums ist es aber unerheblich, alle Soundfacetten aufzudröseln. Ist man der Richtung gegenüber generell aufgeschlossen, dann steigt man einfach in sein knallpsychedelisches Gummiboot und lässt sich durch alle Wogen treiben. Ein exzellenter Wellenritt ist garantiert.

Was mir bei dieser LP schon gleich nach dem sehr unmittelbaren Beginn, bei dem alle Beteiligten sofort voll da sind, auffiel, ist dass dieses Ding wirklich exakt so klingt, wie ich es vom Liveerlebnis vor einem Jahr in Erinnerung  hatte. Und das soll keine Lobhudelei auf mein geiles Musikgedächtnis sein, sondern ein Beleg des starken Sounds, den die sechs Jamoholiker hier kreiert haben.

Als Album finde ich zwar - auch ohne jenen Auftritt selbst gesehen zu haben - das Doppelvinyl von Papir dank mehr Struktur und deutlicherer Spannungsbögen noch stärker, aufgrund des hohen Niveaus beider Darbietungen sagt das allerdings nicht viel.
Müsste sich jemand zwischen beiden Alben entscheiden, würde ich jedenfalls guten Gewissens zum Würfel raten.

Weltraum, ich komme!


Anspieltipps: Seite A oder B

2014-07-02

meine Roadburn-Scheiben (AVATARIUM, BONG, LUMERIANS, NEW KEEPERS OF THE WATER TOWERS, PAPIR MEETS ELECTRIC MOON, SELIM LEMOUCHI & HIS ENEMIES, THE DEVIL'S BLOOD, TRIPTYKON, YOB)

Ob ich es dieses Jahr wieder durchziehe, alle von mir gekauften dieses Jahr erschienen CDs zu reviewen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, da ich z.Zt. wirklich kaum Zeit übrig habe.

Ich werde jetzt aber mal wieder anfangen, ab und zu etwas zu schreiben. Beginnen möchte ich mit einer weiteren Roadburn-Huldigung, in der ich ein paar Worte zu allen Tonträgern verliere, die ich mir während oder infolge des Festivals zugelegt habe. Und das sind schon einige mehr als nach jeder anderen Veranstaltung. Nach Wacken verspüre ich nämlich keinen vergleichbaren Kaufrausch.

Nicht berücksichtigt sind die zwei, drei Alben, die ich mir in Vorbereitung aufs Festival besorgt habe, sowie die (vor)bestellten Werke von Conan und Yob, die noch nicht bei mir eingetrudelt sind. Und wer weiß, was da sonst noch kommt...




AVATARIUM - Avatarium (2013)

Als Candlemass-Fan hätte ich mir das Debütalbum der vermutlich legitimsten Nachfolgeband vielleicht auch eines Tages ohne das Festival gekauft. Nach dem Auftritt beim Afterburner führte aber kein Weg daran vorbei. Tatsächlich geht es auf dem selbstbetitelten Werk ja sogar eine Ecke kreativer und stilistisch offener zu als auf den letzten Scheiben von Candlemass (welche ich nach wie vor grandios finde), so dass ich mich an Avatarium auch schon mehr festgehört habe. Der auch im Studio fantastische Gesang von Jennie-Ann Smith trägt natürlich auch einen erheblichen Teil dazu bei. Hätte ich die Band letztes Jahr schon entdeckt, wäre ihr ein Spitzenplatz in meinem Jahresrückblick sicher gewesen.

Anspieltipps: Moonhorse, Boneflower, Tides Of Telepathy





BONG - Mana-Yood-Sushai (2012)

Ultragemächlicher Drone-Doom trifft meditative bis beschwörerische indische Klänge. Zwei Tracks, einer 27, der andere 19 Minuten lang. Nicht nur live ist Bong eine der konsequentesten Bands, die ich je erlebt habe. Dabei ist "Mana-Yood-Sushai" ein erstaunlich zugängliches Werk. Vorausgesetzt, ich habe die Zeit, mag ich gerade den Titeltrack bei jeder Gelegenheit gerne hören, wobei ich nachts im Auto besonders empfehlen möchte. Wie sich dieses Ding innerhalb eines einzigen Themas so ganz allmählich immer weiter steigert, das ist schon ganz große Kunst. Der zweite Song "Trees, Grass And Stones" funktioniert ähnlich, nähert sich aber etwas mehr "normaler" Rockmusik an und garniert das hypnotische Erlebnis streckenweise mit einer schönen, an die guten alten Fields Of The Nephilim erinnernden Leadgitarre.

Anspieltipp: Dreams Of Mana-Yood-Sushai





BONG - Stoner Rock (2014)

Der Albumtitel ist gleich mal ein Statement: Vergesst alles, was ihr über das Musikgenre Stoner Rock zu wissen glaubt! Das hier und nichts anderes ist "Stoner Rock". Und das angesichts eines Werkes, das viele Hörer wahrscheinlich nicht einmal mehr unter dem Obergebriff "Rock" einordnen würden, so weit ist es von dessen üblichen Erscheinungsformen entfernt. Das über 36minütige "Polaris" ist die ultimative Bong-Prüfung. Überstehst Du dieses schleichende Ungetüm, dessen Zeitlupenriff aus einem einzigen - ja wirklich einem einzigen! - Ton besteht, dann sind alle anderen Stücke der Band ein Spaziergang. Das gilt dann auch für das nachfolgende, fast ebenso lange "Out Of The Aeons", welches sich an Komplexität des Arrangements im relativen Vergleich wie Progrock ausmacht. Die meisten Musikkonsumenten kämen ohne Zuhilfenahme leichter Drogen aber wahrscheinlich gar nicht bis hierher. Ich bin auch ohne Hilfmittel begeistert, finde die "Mana-Yood-Sushai" allerdings noch etwas fluffiger. 

Anspieltipp: Polaris





LUMERIANS - The High Frontier (2013)

Lumerians spielen trippig seltsame Feelgoodmucke, die ich nach wie vor kaum irgendwo einordnen kann. Also wiederhole ich einfach mal sinngemäß, was ich schon im Livereview geschrieben habe: Tanzbare Musik mit Vocoder-Gesang, funkigem Bass und wechselndem Fokus auf Gitarre und Keyboards, in der sich Spuren sowohl von Krautrock als auch von den Beach Boys oder wenn man lustig ist sogar Daft Punk ausmachen lassen. Wobei in den letzten Vergleich wahrscheinlich noch der Eindruck der Liveshow mitschwingt... Auf jeden Fall super Zeugs.

Anspieltipps: Koman Tong, Dogon Genesis, Abudhabijhab






NEW KEEPERS OF THE WATER TOWERS - The Cosmic Child (2013)

Man könnte sagen, die schwedische Band mit dem grenzgenialen Namen spielt in den 70er Jahren geerdeten Progmetal. Aber ich behaupte einfach mal, New Keepers Of The Water Towers sind die cooleren Opeth. Also minus Death Metal und plus Stoner Rock und Pink Floyd natürlich. "Cosmic Child" könnte meinetwegen noch gerne ein oder zwei Tracks mehr vertragen, ist davon abgesehen aber ein uneingeschränkt empfehlenswertes episches Metal-und-drüber-hinaus-Album.

Anspieltipps: Pyre For The Red Sage, The Great Leveller






PAPIR MEETS ELECTRIC MOON - The Papermoon Sessions (2013)

Im Livebreicht habe ich zu den Papermoon Sessions nicht viel geschrieben, und auch bei diesem Tonträger würde ich nicht auf die Idee kommen, mir eine musikalische Tiefenanalyse aus den Fingern zu saugen. Zwei erfahrene Space Rock Jam-Bands treffen aufeinander und jammen Spacerock. Das tun sie sehr gekonnt, in drei Tracks zusammen eine Dreiviertelstunde lang. Ob man drauf steht, können einem eh nur die eigenen Ohren zeigen. Von mir gibt jedenfalls die volle Kaufempfehlung!

Anspieltipp: Farewell Mr. Space Echo





THE DEVIL'S BLOOD - The Thousandfold Epicentre (2011)

Nein, natürlich haben sie nicht auf dem Festival gespielt. Bis auf ein paar Livevideos ist der Hype rund um The Devil's Blood jedoch damals komplett an mir vorbeigegangen. Der Auftritt und die Veröffentlichung der Nachfolgeband haben mich jedoch schwer beeindruckt, so dass ich jetzt gerne nachsitze. Die Kombination von Bandname, Titel und Cover schreit geradezu "Klassiker" und diese Erwartungshaltung löst die Musik dann auch mühelos ein. The Devil's Blood spielten Proto Metal, was eigentlich widersinnig ist, da dieser Kunstbegriff ja einer Reihe ganz unterschiedlicher - und bereits von anderen Genres beanspruchter - Künstler wie z.B. Blue Öyster Cult, King Crimson und Led Zeppelin im Nachhinein als Musik beschreibt, die vor der Definition bzw. den Definitionen von "Heavy Metal" bereits einige seiner Schlüsselelemente vorweg genommen haben. Demnach kann also vierzig Jahre später keine Band mehr Proto Metal sein, es sei denn sie benutzt eine Zeitmaschine, um die Musikgeschichte neu zu schreiben. Und genau das haben The Devil's Blood im Grunde getan. Ihr treibender, von wilden Gitarren und der charismatischen Stimme Farida Lemouchis dominierter, rauschhafter, besessener, beschwörerischer Okkultrock ist ganz klar ein missing link und ein Höhepunkt in der Evolution des Metal.

Anspieltipps: She, The Thousandfold Epicentre, Cruel Lover






SELIM LEMOUCHI & HIS ENEMIES - Earth Air Spirit Water Fire (2014)

Nach der Auflösung von The Devil's Blood blieb sich Mastermind Selim Lemouchi musikalisch in gewisser Weise treu, da auch in seinem neuen Projekt statt einfach alte Idole zu kopieren "Was wäre wenn?" mit der Rockhistorie gespielt wurde. Wo er vorher die Ursprünge des Heavy Metal neu erdacht hatte, flog er diesmal mit der Zeitmaschine tief in die psychedelische Frühphase von Pink Floyd zurück ließ jene in seinem Paralleluniversum sich nicht Richtung der gebremsten, kontrollierten "Dark Side Of The Moon" und "The Wall" entwickeln, sondern baute stattdessen auf der ungezügelten Seite der Band auf ließ diese auf neue Einflüsse treffen. Das Line-Up wurde etwas aufgestockt, insbesondere die beiden unisono spielenden Drummer fallen auch im Studio als besonderes Stilmittel auf. Für den emotionalen Höhepunkt sorgt im Finale "Molasses" wieder einmal Selims Schwester Farida mit einer zeitweise an Lisa Gerrard (Dead Can Dance) anklingenden, äußerst eindringlichen Gesangsdarbietung. Doch auch die - an wen wohl erinnernden? - männlichen Harmoniegesänge können sich hören lassen.

Anspieltipps: Molasses, Chiaroscuro



SELIM LEMOUCHI & HIS ENEMIES - Mens Animus Corpus (2013)

Für die "Earth Air Spirit Water Fire" vorangegangene EP gilt noch nicht ganz, was ich über das Album geschrieben habe. Um noch einmal das Zeitmaschinenmotiv aufzugreifen: auf "Mens Animus Corpus" war diese anscheinend noch aus Richtung The Devil's Blood unterwegs und noch nicht ganz beim eigentlichen Ziel angekommen. Sehr hörenswert ist dieser halbstünder ebenfalls. Aber auch wenn "Your Way Down" fantastisch exzessiv vierzehn Minuten lang auf einem wilden Rockriff herumwütet, fehlt noch das ganz große Gefühlskino, wohl auch weil Farida Lemouchi hier noch nicht wieder mit an Bord war.

Anspieltipp: Your Way Down






TRIPTYKON - Melana Chasmata (2014)

Das neueste Werk der Celtic Frost-Nachfolgeband hätte ich mir natürlich auch ohne Roadburn Fesival besorgt. Ich hatte sie auch schon vorbestellt. Aber da der Veröffentlichungstermin  ja genau auf dem Wochenende lag, habe ich mir "Melana Chasmata" dann doch gleich direkt im 013 eingesteckt.

Grundsätzlich verfolgt das Album, welches erneut ein Gemälde des kürzlich verstorbenen Künstlers (und persönlichen Freundes von Thomas Gabriel Fischer) H.R. Giger als Cover schmückt, einen ähnlichen Sound wie seine Vorgänger "Monotheist" (Celtic Frost) und "Eperistera Daimones" (Triptykon). Das ohnehin schon breite stilistische Band, welches sich durch die Düsternis spannt, wird hier noch einmal zu beiden Seiten hin verlängert. Und auch die Detailverliebtheit scheint mir gewachsen zu sein. Im Wechselspiel zwischen Aggression und Melancholie liegt letztere (gefühlt, nicht nachgemessen) vorne. Und auch wenn die Schweizer mit einigen lange ausexerzierten Riffs oder dem experimentellen Ausklang "Waiting" schon beinahe versuchen, einen Teil der Hörerschaft abzustoßen - "Melana Chasmata" will über seine gesamten fast siebzig Minuten einfach niemals langweilig werden. Egal welches Tempo, ob Death oder "Gothic", was Triptykon anfasst, das hat Tiefgang und wird mit dem Selbstbewusstsein desjenigen, der es erfunden hat zelebriert.
Fischer ist auch nach über dreißig Jahren des Metal-Pioniertums immer noch ein Innovator. Und mit Triptykon schart er auf Augenhöhe eine hungrige Band um sich, deren individuelle musikalische Klasse am Gesamtwerk einen ebenso großen Anteil hat wie seine persönliche Vision.
Mein Fazit: Dieses Album gehört mit Sicherheit zu den besten seiner Laufbahn und unterstreicht, was ich anderorts schon geschrieben habe, nämlich dass Triptykon zu den wichtigsten Metalbands der Gegenwart zählen.

Anspieltipps: Black Snow, Tree Of Suffocating Souls, In The Sleep Of Death, Boleskin House






YOB - Atma (2011)

Dieser Gitarrensound! Die gewöhnungsbedürftige, beim ersten Hören dumpf erscheinende, tiefknarzende Verzerrung, mit der Mike Scheidt das Klangbild des Trios dominiert und mit der er neben purer Doom-Metal-Wucht auch überraschend dynamisch agieren kann, ist an sich schon ein eigenes Review wert. Musikalisch sind Yob für mich die epische US-Powermetal-Version der Melvins. Ungemein mächtig, cool, böse, und dabei niemals kitschig. Die Soundphilosophie - vermeintlich unterproduziert, aber in Wahrheit von der ersten bis zur letzten Minute auf den Punkt genau richtig - lässt auch vergleiche mit den letzten Alben von Autopsy zu. Im Grunde enthält Yobs "Atma" fast alles, was im (langsamen bis Midtempo-)Metal besonders geil ist. Herausragend finde ich speziell, wie auf dem Album über vier lange Songs die Spannung gehalten wird und man hat die ganze Zeit das Gefühl hat, dass die Band sich noch mühevoll selbst zügelt, um irgendwas zurückzuhalten.
Und im abschließenden "Adrift In The Ocean" lassen die Amis es dann raus. Offene, teilweise sogar schöne Klänge formen einen epochalen Metal-Longtrack mit grandiosem Leadgitarrenfinale für die Ewigkeit. Gewaltig!

Anspieltipps: Adrift In The Ocean, Atma






YOB - The Unreal Never Lived (2005)

Fast alles was man Gutes über "Atma" sagen kann, trifft so auch schon auf das ein paar Jahre ältere Werk "The Unreal Never Lived" zu. Statt einer übergreifenden Dramaturgie, die die ganz große emotionale Tiefe bis zum Schluss hinauszögert, spielen sich hier die Spannungskurven noch mehr in den Songs für sich ab. Derer sind vier, und sie sind alle zwischen neun und über einundzwanzig Minuten lang. Unterm Strich gibt es also neben mächtigem Geranze für die Magengrube also auch mehr Momente zum ehrfürchtigen Schwelgen. Der zwischen Death Metal-Grunts und rauer Power Metal-Sirene variierende Gesang muss auch lobend erwähnt werden. Und was für ein gewaltiger Songbrocken ist "The Mental Tyrant"? Fantastisch! Sound und Stil von Yob haben sich hier bereits gefunden und sollte ich mich zwischen "Atma" und "The Unreal Never Lived" entscheiden müssen, es würde mir das Hirn zerreißen. Wird wohl Zeit, dass der nach Ansicht vieler Fans eigentliche Magnum Opus der Band "The Great Cessation" endlich wieder lieferbar wird, um mich davor zu bewahren.

Anpieltipps: The Mental Tyrant, Quantum Mystic

2014-05-10

ROADBURN FESTIVAL 2014 • DAY FOUR : The Afterburner / Sunday, April 13th

Sunday - or "The Afterburner" as it is called in Tilburg mid-April - started slow with a nap after breakfast again.

After that my tourist routine walked me through sleepy tranquil Oisterwijk to snap some pictures.

Oisterwijk

a former factory

On my way to the 013 I stopped at the Wilhelminakanaal to fill the last two (of six) panorama frames of the film in my  Belair camera and pulled the good old trick of not taking the lens cap off. Any "lomographic" photographer knows my pain. If you don't, just watch Polly Perkins in "Sky Captain And The World Of Tomorrow"! ;)


But back to the music now:

Everything is smaller on the last day of the Roadburn Festival. Less stages, no more activities in Het Patronaat or the V19, the merchandise stands went inside the 013 building... only the quality of the artists doesn't diminish one bit!



Can I say what was my favorite performance of this year's Roadburn? - Yes it was the Magma show on Friday. That was definitely an experience for life.

Can I name the second best show? - Uhm... That's already hard to decide, so many great artists, all great for different reasons, so you can't really compare them... good chances for Triptykon, but it could also be Candlemass, Bong, Loop, Monster Truck... or several of the other bands I'm still going to write about here. Yet which one exactly, that would always depend on my current mood.


And then there was a performance that stood out in such a special way that I don't even want to put it in any imaginary competition against the others.

Selim Lemouchi's Enemies

Selim Lemouchi's Enemies
Selim Lemouchi & His Enemies was the new band of the former The Devil's Blood mastermind, where he explored an epic psychedelic rock sound, very much in the vein and succession of the late 60s' "A Saucerful Of Secrets" Pink Floyd.

Sadly in March 2014, only a few weeks before Roadburn, Selim Lemouchi passed away.

His mourning band mates, among them his sister Farida, decided not to cancel the show, but to play it in his memory. The set up was impressive: in a semicircle around the empty center of the stage there were ten musicians, including two keyboard players, two simultanously performing drummers and not less than four guitarists.

The music and harmonic vocals alone without the tragic context would have been able to take you on a trip, from pumping hypnotic rock to beautiful progressive elegy.
But now there were more layers, there was an emotional depth and solemnity, a meaningfulness which the whole audience could feel. This was a musical eulogy - and with Selim Lemouchi watching his "enemies" in baptismal images, being purified under a waterfall, from above - also a celebration of life.

It surely was a very brave decision of Selim Lemouchi's Enemies to play this show. And I'm sure, whether you were a long time fan or friend or a novice to his works - if you attended this performance you will agree with me that it was the right one.

Thanks and my deepest respect to Selim's friends and sister for this hour of music! It was beautiful.

Avatarium

Avatarium
"Candlemass with female vocals" would be the easiest way to describe the formula of Avatarium. But as not wholly wrong as it is (I could at least imagine alternative versions of all their songs on any Candlemass album), this description also falls unadequately short.

Besides the obvious epic doom metal which Candlemass bassist Leif Edling (who was replaced for this gig due to illness) brought into the band, the music also wanders into classic hard rock territory with psychedelic detours. In the context of Roadburn Avatarium clearly belongs to the more accessible side of the spectrum.

The center of attention as well as the icing on the cake that makes Avatarium really stand out is singer Jennie-Ann Smith, who in some quieter passages can fool you to mistake her for a good pop vocalist. But as the music evolves to rock you suddenly find resemblances with Anneke van Giersbergen. And when the sound is finally blown out to  metal she even goes further and channels the one and only Ronnie James Dio!

Considering this highly impressive talent her stage appearance and announcements seemed surprisingly shy. But you always need little things left to work on. I hope this relatively new band has a bright future!

The Papermoon Sessions

The Papermoon Sessions

No intermission for me. Directly after Avatarium it was session time in the Green Room.

Members of the jam rock bands Electric Moon and Papir shared the stage under the moniker The Papermoon Sessions. The vibe among the six musicians (including two bass players) was excellent, and with the crowd hungry for audio hallucinogens nothing was in the way for a great krauty space trip.

Good times!

New Keepers Of The Water Towers

New Keepers Of The Water Towers
The Green Room stage stayed cramped, when the New Keepers Of The Water Towers entered it, bringing a huge load of effects and ground-based instruments with them. One guitarist wore only one shoe and operated Moog pedals with his sock foot.

The band with the brilliantly weird name merges metal, doom, classic and modern prog and pink floydish tunes to a very fluent blend, which is presented with a stoner rock attitude in the most space-trippy manner.

Yet another case of Where the hell do all those brilliant bands on this festival come from and how the fuck can you describe this shit properly?


Yes, this Afterburner was undoubtably blazing very bright!

And Switzerland's finest was still to come...

Triptykon (from my upcoming "Roadburn 6x6" photo series)

Triptykon

Triptykon

Is there a need to elaborate on what a crucial role Thomas Gabriel "Warrior" Fischer's musical vision has played for metal and several of its subgenres? I won't do it, because Roadburn has now almost been a month ago and I really want to finish this report. If you're reading this you'll probably have at least an inkling of this man's importance. And if not - this is the internet, information source for everything you need to know about cute cats as well as metal legends.

When the former frontman of Hellhammer, Celtic Frost, Apollyon Sun and again Celtic Frost entered the stage with his follow-up band Triptykon, the expactations were high. Having seen them as a short-time replacement for Cradle Of Filth in Wacken 2011, where they were my personal highlight, I was pretty sure that there was no danger of disappointment.

Triptykon started right away with a brand-new song from their second album "Melana Chasmata", the 12-minute evil epic "Dark Snow".
The whole show concentrated on the very dark, mostly slow Death Metal side of the band, with the two longest tracks from the debut, "Goetia" and the still overwhelming "The Prolonging" also being part of the setlist.
The room left for other pieces was filled with faster "Melana Chasmata" tunes, the inevitable classic "Circle Of The Tyrant" and the even older Celtic Frost classic "Visions Of Mortality".
Personally I would have preferred more new stuff to the ancient Black Metal of Hellhammer, who I never really cared about, but a good part of the audience appreciated them playing "Messiah", so I won't go nitpicking on that.

The band was feeling comfortable here where they had played their very first gig in 2010. You could see that in the way Thomas was joking with the audience and you could feel it in the energetic brutal delivery of the music.

Especially the bass play of Vanja Slahj never ceaces to amaze me. There's something special about how very loose yet rich those strings vibrate on the deepest end of the scale. Sick!

As a side note the concert of Triptykon was the only occasion where I experienced some organisational confusion, when me and some other photographers after a while were asked to step out of the photo pit, which was totally ok by me. But while I was considering where to go next, another official came to me and told me I could still shoot there. Ok, if you invite me... I went back to the pit, sqeezed myself through the knot of camera pointing people gathering in front of the middle of the stage and finally had the chance to take some pictures from the side of guitarist V. Santura, where I was immediately asked to leave again - official photo staff only. Uhm, what now?

But apart from this one little glitch in four days the whole organization seemed pretty smooth to me.

Anyway, Triptykon were fantastic. See them live, buy their album!
In my mind they are one of the most important bands in today's metal world.


After all this great music with so few and short breaks I was seriously hungry. So I was content to grab something to eat in the city and call it a day.

I did the first thing but then I couldn't resist to say goodbye to the venue, as it lay on the way to my car anyway. I took a short peek at the Cul de Sac, a live music bar that was also part of Roadburn, but I hadn't even been there for a minute until now. I catched up on that minute, but then I moved on to the 013, because the venomesque rock'n'roll of Heretic couldn`t convince me to stay.


So it was one last look on what was happening in the 013. The Green Room stage had a keyboard-heavy setup, a prominent gong and was entered by white-cloaked gestalts with likewise white masks and glowing LED eyes. Ok... I needed to see what was about to happen here...
  
Lumerians
Lumerians
Lumerians are yet another very trippy band, yet also highly distinct from anything I had heard before during the course of the festival.

With vocoder vocals, a shifting focus between keyboards and guitars and very danceable rhythms, this is more space funk than rock. It's hard to pin down anything specific as a reference. In this music you can find glimpses of Krautrock as well as The Beach Boys or Daft Punk.

This is some weird futuristic stuff, but catchy, entertaining and uplifting.

I stayed for the whole show. This was the perfect ending for a perfect Roadburn Festival!



So this was the last part of my review series. See the other days here:

DAY ONE / Thursday, April 10th
DAY TWO / Friday, April 11th
DAY THREE / Saturday, April 12th

There are still lots of pictures to edit, digital as well as my special medium format film photographs, so Roadburn will probaly still stay on my mind for quite a while.

And I can't say if it will be next year, but I'm most definitely infected and will go there again. This is just the best metal (and beyond) festival there is!


Goodbye, Oisterwijk!

Let me finish this report with a small anecdote about Dutch and distances:

In a conversation at the festival it was brought up to me that the Dutch, living in a relatively small country with everything nearby, have no idea about travel distances by car.

On Monday morning I got proof for the truth of this thesis, when I was asked about my destination (an hour north of Hamburg) and the questioner assumed I would drive two hours.

Now THIS is what you manage to drive in two hours, you just cross the Dutch/German border - if you don't take a lunch break as I did...

No, with much rain and four Roadburn days in my bones the whole drive took a little bit longer. Luckily I had a bunch of new records on my passenger seat to entertain me. :)

Moin Hamburch!