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2008-04-20

Beton, Trümmer, Scherben und der König von Deutschland

Ich war gestern auf Alsen.

Um den enormen Nachrichtenwert dieser Aussage zu steigern, sollte ich besser erwähnen, dass außer mir auch noch viele andere Leute dort waren, besonders hervorzuheben darunter Hollow Skai, der in der E-Werkstatt aus seiner Rio-Reiser-Biographie "Das alles und noch viel mehr" las und Ton-Steine-Scherben-Gitarrist Marius del Mestre, welcher diese Lesung musikalisch begleitete.
"Es lebe der König! Ein Abend für Rio Reiser." hieß das Ganze und wurde zusätzlich abgerundet durch einen Auftritt des Bluesrock-Trios Fast Tired.


Aber zunächst einmal zurück zum Anfang dieses Posts: Alsen.

Im Bewusstsein, dass Google alles mag, was ich hier so verzapfe, sei allen Suchenden verraten, wie es dort derzeit in Sachen Abriss aussieht: schlimm nämlich, sehr schlimm sogar.
Viele große charakteristische Gebäude mussten in den letzten Wochen weichen, die Hälfte des nicht schon seit langem in Parkplätze und dazugehöriges Gewerbe umgewandelten Areals ist nur noch ein Trümmerfeld, eine unwegsame graue Wüste, in der die kargen Reste unwiederbringbarer Industriehistorie auf Zerkleinerung und Abtransport warten.
Mittlerweile finde ich es ja schon leichter, das aufzuzählen, was noch geblieben ist. Das wären die Gebäude der "Kulturmeile" direkt an den Bahngleisen (zu denen auch das Trafohaus inkl. der E-Werkstatt gehört), die zentrale "Kathedrale" mit dem großen Schornstein daneben, sowie die drei Schlämmbottiche.
Das Umfeld der beiden straßennäheren Bottiche und der gesamte restliche Osten des Geländes sind jedoch Futter für die Abrissbagger geworden. Ebenso das Silogebäude und angrenzende Bauten direkt am Störufer, dort wo zukünftig eine neue Veranstaltungsfläche als Alternative zu den durch Stress mit einem Anwohner problematisch gewordenen Malzmüllerwiesen entstehen soll. So begrüßenswert letzteres auch sein mag; spätestens beim Blick von der Delftorbrücke wird zweifelsfrei klar, dass sich die Stadt hier eines bemerkenswerten Wahrzeichens entledigt hat.
Würden jetzt mal wieder aus der ferne kommende Onlinefotofreundtouristen bei mir Interesse an einer Alsen-Erkundungstour anmelden, so riete ich ihnen vermutlich, doch lieber z.B. an die Nordsee zu fahren, was sicherlich weniger ernüchternd wäre.

Falls der geneigte Leser gerade überhaupt keinen Schimmer hat, wovon ich hier gerade rede, es geht um die berühmt-berüchtigten Ruinen des Alsen-Zementwerkes in Itzehoe. Für weitere Informationen verweise ich an dieser Stelle auf bekannte Suchmaschinen, Online-Nachschlagewerke und die Seiten vom Planet Alsen e.V..

Auf mein persönliches Verhältnis zu Alsen, dem ich ja immerhin 2006 eine Fotoausstellung gewidmet habe, werde ich voraussichtlich mal in einem späteren Posting eingehen, dann nämlich wenn ich eine Auswahl meiner seit 2004 dort geschossenen Fotos auf flickr wiederveröffentliche. Damit warte ich momentan noch eine Weile, weil ich nicht zu viele Serien auf einmal präsentieren bzw. den Hauptfokus noch auf meiner Heimatdorfserie halten möchte. ;)


Die gestrige Lesung an diesem Ort abzuhalten passte auf jeden Fall wie die Faust aufs Auge.
Nicht nur wegen der naheliegenden Beton-Steine-Scherben-Assoziationen und weil im Laufe der Jahre bestimmt mehr als ein Reiser-Zitat seinen Weg aus einer Sprühdose auf die Trümmer gefunden hat, sondern auch wegen erstaunlicher Parallelen im Vorfeld von Veranstaltung und Veröffentlichung des Werks, aus dem gelesen wurde.
Noch bevor "Das alles und noch viel mehr" erschien, gab es nämlich schon ein wenig Rummel, da Reisers mit seinen Freunden und Weggefährten im Clinch liegende Brüder die Veröffentlichung um jeden Preis verhindern wollten.
Und was geschah in Itzehoe? Theaterdirektorin Dr. Mechtild Hobl-Friedrich bekam Sinn und Zweck der Lesung offenbar in den vollkommen falschen Hals und machte in der Lokalpresse angesichts der angeblichen "Konkurrenz-Veranstaltung" zur zeitgleichen Kulturnacht eine in punkto Unentspanntheit der Aussprache ihres Namens locker das Wasser reichende Welle, bezeichnete sie gar als "bodenlose Frechheit". (mehr dazu auf planet-alsen.de)
Wüsste man nicht, dass der Inhalt der Veranstaltung bei dieser Debatte eher sekundärer Natur war, müsste man an dieser Stelle wohl über die anhaltende subversive Kraft des Sujets Rio Reiser staunen. ;)
Veranstalter Björn Gerbers ließ es sich jedenfalls passenderweise nicht nehmen, zum Auftakt der Lesung in gleicher Manier die unerwünschte Kokurrenzveranstaltung DFB-Pokalfinale zu brandmarken, was den Sachverhalt doch ziemlich genau auf den Punkt traf.

Ein zweiter Umstand, der Ort und Inhalt kurzzeitig verschmelzen ließ, trat mitten in der Lesung zu Tage.
Jene war übrigens sehr unterhaltsam, auch für Reiser-Laien wie mich. Skai saß von der niedrigen Raumtemperatur unbeeindruckt in Mantel, Hut und Schal
am Pult und las mit angenehmer Vorlesestimme aus wichtigen Eckpunkten seines Werkes. Unterbrochen wurden die Kapitel jeweils von Marius del Mestre, dessen akustische Versionen zeitloser Scherben/Reiser-Klassiker wie "Der Traum ist aus", "Jenseits von Eden", "Alles Lüge" oder "Für immer und Dich" durchweg zu überzeugen wussten.
Ich würde die Lesung auf jeden Fall wärmstens weiterempfehlen. Da es jedoch nach dreijähriger Lesereise die vorletzte ihrer Art war, hat das wohl wenig Sinn und ich empfehle an dieser Stelle lieber das sorgfältig recherchierte, nicht ohne Humor, jedoch ohne verklärende mythische Überhöhung auskommende Buch selbst, welches ich selbst mir auch mit nach Hause genommen habe.
Die für Alsen relevante und von der Hörerschaft entsprechend wohlwollend aufgenomme Passage, welche ich ja noch erwähnen wollte, findet sich im Kapitel 22, "Der König von Deutschland", an dessen Ende die posthume (pop)kulturelle Bedeutung und Verwurstung eben jenes Songs thematisiert wird, genaugenommen, in einer extra für die Taschenbuchausgabe ergänzten Passage, welche sich zurecht über die unsägliche und Rios Ideale umkehrende Umdichtung des Textes im Zuge der "Sauerei"-Kampagne des MediaMarktes empörte.
Zufälligerweise ist nun gerade der MediaMarkt seit einem Jahr wie nichts anderes zum Sinnbild der kommerziellen Vereinnahmung und Entindividualisierung der itzehoer Industrieruinen geworden. Ganz klarer Fall von Augenfaust! ;)



Nach schätzungsweise anderthalb bis zwei Stunden (ich hatte keine Uhr dabei) endete die Lesung und es gab eine Umbaupause, die ich nutzte, um mir etwas die Beine zu vertreten. Ich blieb danach noch für einige Songs von Fast Tired, die ich sträflicherweise noch nie zuvor gesehen hatte, ehe ich mit dem guten Gefühl, mich gegen das Bayern-Dortmund-Spiel für die richtige Veranstaltung entschieden zu haben, nach Hause fuhr.

Und ich kann den Hobl-Friedrichs Itzehoes für die Zukunft nur ans Herz legen, die Kulturmeile auf Alsen in Zukunft zu würdigen und im Sinne des Images der ganzen Stadt zu forcieren. Denn nur weil der Traum aus ist, ist dies ja noch lange kein Grund, nicht alles zu geben, dass er Wirklichkeit wird, nicht wahr?


Meine Adox Golf und einen Ilford Delta 3200 hatte ich gestern übrigens auch dabei. Mal kucken, was die so angestellt haben. Falls die Resultate gut genug sind, gibt's also vorausichtlich in etwa zwei Wochen an dieser Stelle noch einen Bildernachschlag.

2008-04-17

"eine Meise haben"


eine Meise haben
Ursprünglich hochgeladen von Der Ohlsen
Schon einmal beobachtet, wie eine Blaumeise anderthalb [edit] drei [edit] vier Tage lang fast nichts anderes zu tun weiß, als immer und immer wieder gegen diverse Fensterscheiben zu fliegen?

Ein sehr verwirrendes Schauspiel... aber immerhin weiß ich jetzt, wo die Redewendung herkommt. ;)

2008-04-13

Liebe Agenten, Manager, Promoter...

...und wie ihr euch auch sonst nennen mögt...

Anfangs habe ich euch ja noch ab und zu persönlich geantwortet. Zukünftig werde ich höchstens auf diese Seite hier verweisen. ;)

Ich finde es ja sehr schmeichelnd, dass ihr mir seit Jahren immer wieder in Mails eure aktuellen Top-Künstler für meine Veranstaltungen anbietet, mich eure Bands zum Vorzugspreis buchen lässt oder mir (wie jetzt gerade) per "echter" Briefpost Kinofilme zum Einsatz in meinem Open-Air-Programm anbietet...

Da ist nur ein Problem:

ICH VERANSTALTE WEDER OPEN AIRS NOCH EUROPA-TOUREN.

DAS ROTE UNIVERSUM ist keine Eventagentur, sondern eine Band!

D.h. wenn ihr mir Mails schickt, die irgendwie mit Festival- und Clubgigs zu tun haben, dann bitte Einladungen und Buchungsanfragen an uns!

Vielen Dank! :)

2008-04-06

I'm a burning effigy of everything I used to be.

Gestern stand ich zum ersten Mal seit über vier Jahren mal wieder als (Gast-)Sänger auf der Bühne. Beim Roten Universum sitze ich dabei ja meistens.
Da der Abend mit Cachura vor der Reifenhalle Schäfer (Glückstadt) kürzer wurde als ursprünglich geplant, konnte ich zwar nur drei der neun Songs, auf die ich mich mehr oder weniger *g* vorbereitet hatte, darbieten, aber Spaß hat's trotzdem gemacht. :)

Zum Glück für die Nachwelt hat jemand mit seinem Handy ein paar Videos der Stücke aufgezeichnet:

*hach*

Für Fotos, so wie ich sie gerne mache (=ungeblitzt), war die Bühne leider etwas zu dunkel, deswegen diesmal leider nur DIESE VIER BILDER.

2008-04-01

"And where are they now , the little people of Stonehenge?"

Sowas!

Nun ist der 1. April gleich vorbei und ich habe nirgends eine Osh-Reunion angekündigt.

Wenn ich bedenke, dass ich anderseits heute extra nach Itzehoe zu einer Versammlung gefahren bin, die erst nächste Woche stattfindet, und wenig später das Ende einer ebay-Auktion, auf das ich eine Woche lang gewartet hatte, verpasst habe, dann muss ich rückblickend feststellen, dass meine Prioritätensetzung heute echt für'n Arsch war. ;)

2008-03-29

Sakrileg / Katharsis / Bewusstseinsstrom



Ich gestehe, ich habe gesündigt! In zahlreichen alten Blogeinträgen habe ich ohne Kennzeichnung herumeditiert, viele sogar vollständig gelöscht. Warum? - Es haben sich viele Deadlinks angesammelt, zahlreiche ausufernde Bilderpostings sind durch Einstellen der Fotos bei flickr überflüssig geworden, anderes fand ich schlicht und einfach nicht mehr relevant/interessant.

Wie gut, dass dies kein Blog mit (pseudo)journalistischem Anspruch ist, dann wäre das natürlich böse. So aber habe ich ein meisterproperblütenreinweißes Gewissen, wie man vielleicht auch am neuen Design erkennen kann. ;)

Ebenso invertiert präsentiert sich auch meine Homepage. Hier wie dort ist die Neugestaltung noch nicht ganz abgeschlossen, ich bin mit dem Text auf der Seite z.B. noch unzufrieden - zu lang, zu umständlich. Anderseits soll er ja auch informativ sein. Das muss ich alles noch besser auf den Punkt bringen.

Richtig schön gefallen mir aber die Bilderlinks. Eine tolle Eigenschaft von flickr, die ich immer mehr zu schätzen weiß, ist die Vielzahl an internen wie externen Möglichkeiten, dort Fotos zu entdecken und zu betrachten. Dazu gehört z.B. die sehr schön auf das Wesentliche - nämlich die Fotos in ansprechender Größe - reduzierte Seite flickriver.com, deren Badges ich nun verwende.

Mittlerweile gefällt mir der Flickrfluss schon mindestens so gut wie die interne Diashow (Beispiel) dort, welche beim Laden manchmal etwas hakt und vom Design her auch weniger aufgeräumt erscheint.
Sich die neuen Beiträge eines Fotopools, seiner Kontakte, Sets eines Users etc. dort anzuschauen, macht einfach Freude.
Zum Antesten empfehle ich jetzt einfach mal eine meines Erachtens fantastische Heimatserie von Mike Peters:

mikepetersphotography - View my 'Kearny' set on Flickriver

Und was macht meine Fotografie so?

Ich warte endlich mal wieder auf Filme aus dem Labor (da ich die Dinger ja seit ein paar Monaten per Post verschicke, muss ich immer erstmal ein wenig sammeln, um Porto zu sparen), darunter u.a. neues für meine Reher-Serie, mein erster Film mit der Kleinbild-Holga und die ersten Kiev-88-Bilder seitdem ich das undichte Magazin repariert und mir ein Zweitmagazin sowie ein TTL-Sucher zugelegt habe...

Aber ich glaube, den speziellen Freuden und Tücken Vladimirs und der speziellen Kunst, sich mehrmals das das falsche Objektiv zuzulegen *grummel* (Aber beim zweiten Mal war es NICHT meine Schuld!) widme ich demnächst einen eigenen Beitrag, sobald ich noch ein wenig weiser geworden bin. :)

Amen.

2008-03-16

Rückblickend ...

... muss ich feststellen, dass der Wetterbericht vor zwei Wochen doch ziemlich daneben lag. Zumindest anderthalb schönwetterknipsgeeignete Tage hat es dann ja doch noch gegeben, so dass dem Filmfüllen für die Japaner nichts im Wege stand. Bin mal gespannt, was dabei rauskommt... und ob ich es schaffe, noch weitere Bilder mit dem neuen Plastikschatzi zu machen, bevor ich die Abzüge aus Nippon bekomme... denn seitdem ich die Filme weggeschickt habe, ist es hier ja fast nur noch nass und grau, wenn ich Zeit habe.
Momentan bin ich echt auf Entzug. Ich habe da ja immerhin auch noch die Kiev 88, die danach schreit ausgeführt zu werden. Konnte noch nicht einmal testen, ob das Erneuern der Magazindichtung (böse Lichteinfälle) von Erfolg gekrönt ist. Es muss sich also unbedingt etwas tun! Zumal ich nun auch endlich mein Wunsch-Weitwinkel dafür erstanden habe. ;)

Dass sich etwas tun muss betrifft aber nicht nur das Wetter, sondern auch meine Atemwege. Ich bin vollkommen verstopft, mein Taschentuchverbrauch erreicht Jahresrekordwerte. *jammer* Ok, angesichts des Alters des Jahres ist das ein großes Wort, aber sind schon durchaus zu viele. ;)

Und wen interessiert das alles überhaupt? Niemanden, ich weiß. Aber ich erfreue mich einfach an dem Triumph, unschuldigen Internetsurfern ein Stück ihrer Lebenszeit gestohlen zu haben. *harr*

Doof?
Ok, hier gibt's was reifes, erwachsenes zu lesen: Konzertbericht von neulich

Von Cachura habe ich auch viele Fotos geschossen (huch, war ja doch nicht ganz auf Entzug... naja, aber digital halt).

Und auch wenn ich dafür seit Wochen nichts neues aufnehmen konnte, habe ich auf flickr jetzt mal mit der Veröffenlichung meiner Heimatdorfserie begonnen:

2008-03-02

Das Wetter für die kommende Woche

falsch! ;)

Wolken, Regen, iiih und bah...

Dabei habe ich doch gerade eine neue Schönwetterknipse bekommen. Jaja, wurde unbedingt mal wieder Zeit für eine Kamera... Aber wenn man sie nunmal geschenkt bekommt. ;)
Ok, nicht ganz geschenkt.
Eine japanische Firma hat mir eine Kleinbild-Holga zukommen lassen, die ich behalten darf, wenn ich in einer Woche eine handvoll Filme damit belichte, die ich dann zu ihnen zurückschicke. Die suchen sich dann als Samplefotos geeignete Bilder raus (oder auch nicht) und ca. zwei Monate später bekomme ich die Filme mit Abzügen dann auch wieder. Dem Angebot konnte ich - genau wie einige weitere flickr-Mitglieder - natürlich nicht widerstehen. *g*


Apropos flickr: Ich habe mal etwas umsortiert und alle Fotos vom letzten Helgoland-Besuch in DIESES ALBUM gesteckt.

2008-02-22

Ein bisschen ruhig ist's hier geworden...

... in letzter Zeit.

Na, seien wir mal ehrlich - meistens poste ich hier ja ohnehin nur Links zu Informationen, die Interessierte auch anderorts abonnieren können, sprich: im Roten Logbuch oder auf meiner flickr-Homepage.

Zur Band ist seit dem letzten Blogeintrag hier zu vermelden, dass es zum Konzert in Windbergen inzwischen selbstverständlich einen Konzertbericht gibt, und dass der nächste Auftritt am 8. März auf einer Privatparty stattfindet.

Und wen auch immer es neulich auf der Suche nach "das rote universum booklet" hierher verschlagen hat - ich empfehle, die Killer-Scheibe einfach bei mir zu bestellen! ;)



Fotografisch bin ich derzeit wieder sehr aktiv, was man vor allem auf flickr sehen kann, wo ich ständig neue oder alte (aber teilweise neu eingescannte) Bilder zeige. Jeden neuen Upload dort hier zu bloggen, wäre ziemlich inflationär, also mache ich das nur noch zu besonderen Anlässen bzw. bei akuter Klickgeilheit.
Um eben jener nachzugeben und Google etwas zu füttern hier die Zusammenfassung dessen, was seit der "Jahresendserie" almost heaven geschah:
Weitere Veröffentlichungsaussichten für die nähere Zukunft:
mehr Hamburg, eine Pokerrunde, eines der abgedroschensten Touristenmotive Deutschlands, eine Adox Golf/Orwo-Reihe über mein Heimatdorf - viel zu kucken also.


Mein seit einiger Zeit ab und zu den Namen wechselnder Fotocommunity-Account läuft unterdessen demnächst aus. D.h. ich bleibe zwar dort, kann aber ab dem 10. März nur noch ein Bild pro Woche hochladen und mich nicht mehr am künstlerisch wertvollen *g* Akt-Channel erfreuen. Gründe, dort nicht mehr zu zahlen, sind aber genügend vorhanden. ;)



So, ich glaube, mein Februar-Soll an Eigenwerbungslinks ist hiermit erfüllt! :)

Rock und immer gut Licht,
Stephan

2008-01-04

Space Rock's Night am 12. Januar!

Am Samstag, den 12. Januar beginnt im Rock's (Ex-Modern Life!) in Windbergen die Weltraummusiksaison 2008!

Neben Killer-Songs spielen wir auch brandneues Material! :-)

2007-12-07

Zeitungskörper

"Fremdkörper" in Szene gesetzt

Auschnitt aus der heutigen Norddeutschen Rundschau

to be or not to be ... (press edition)

Bei der Formulierung "saubere Präsentation und ungewöhnlich gewöhnliche Farben" hat wohl das Lektorat zugeschlagen. ;)

2007-12-01

Fremdkörper

Da heute ja Ausstellungseröffnung ist, habe ich auch bei FLICKR nun alle Fremdkörper-Bilder hochgeladen, so dass die Serie dort nun vollständig ist. :)


Und das hat der Matthias von Schramm heute in Itzehoe gezaubert:
making of to be or not to be ...

Zusätzlich zu den 54 Ausstellungsbildern habe ich übrigens ein Fotoalbum mit ca. 130 weiteren Fotos zum Stöbern in der Bücherei liegen gelassen. :)

2007-11-26

Fremdkörper

Nächstes Wochenende beginnt meine Austellung FREMDKÖRPER in der Stadtbücherei Itzehoe!

Eröffnung am Samstag, den 01. Dezember, zwischen 10:00 und 13:00 Uhr.
Die 54 Fotos sind zu sehen bis zum 03. Januar 2008, jeweils zu den üblichen Öffnungszeiten.

Thema der Ausstellung sind mit der Holga festgehaltene Ansichten eines Glaskopfes in variierendem Umfeld:

FREMDKÖRPER

2007-09-29

Killer-Party!

Nächsten Freitag, am 05. Oktober 2007 ist es soweit:
Im Gesindehof Mehlbek steigt die Killer-Party!

Die Wirtin feiert Geburtstag, und DAS ROTE UNIVERSUM feiert die Veröffentlichung von KILLER!
Das Album wird komplett durchgezockt. Der Eintritt ist frei!


Neulich (am 15. September) hatten wir ja schon so etwas wie eine Beinahe-Generalprobe, die laut Ohrenzeugen zu einem unserer bisher besten Auftritte geworden ist. Nachzulesen hier in unserem Logbuch!

2007-07-22

Hamburg Harley Days

Neulich waren ja in Hamburch die Harley Days, die ganze Innenstadt ein einziges Geknattere. Ich bin nicht deswegen in die Hansestadt gefahren, interessiere mich an sich auch nicht für motorisiertes Fortbewegunbgsgedingse aller Art... Aber die Gelegenheit habe ich dann doch mal genutzt. Wie man sieht, habe ich auch fast mehr Stahlskulpturen als Harleys geknipst. ;)

sw-Fotos: Minolta 505si
Farbe: Holga

2007-07-18

HELVETIA 2007

edit 29. März 2008 / August 2008:

Im Zuge meiner Blogrenovierung habe ich mir die Freiheit genommen die meisten Schweiz-Foto-Posting vor und nach diesem hier zu löschen, da inzwischen alle Bilder auch auf flickr zu sehen sind, und zwar...

hier:

2007-06-24

Rapperwestedt

Der wirre Dobeli-Film zur Sonntagnacht.

Erstbelichtung : blue mit Mamiya DSX 1000 in Rapperswil (kb)
Zweitbelichtung : Der Ohlsen mit Pouva Start in Hohenwestedt (MF)

2007-06-20

www.RotesUniversum.de


Ich habe, wie schon erwähnt, in den letzten Tagen die Homepage von DAS ROTE UNIVERSUM etwas erneuert.

So gibt's u.a. frische Bandfotos, und vor allem befinden sich unsere News und Konzertberichte nun in einem Logbuch, sprich: in einem Blog.
Wenn Du also zu den Leuten gehörst, die sich gerne per RSS mit News feeden lassen, dann kannst Du auf diese Weise nun auch die allerfrischesten Weltraummusiknachrichten abonnieren! :)

Zum Reinhören in unsere Mucke sind MySpace und videocommunity nach wie vor die ersten Adressen. Die Songs dort wechseln auch ab und zu mal. ;)


Ach ja: Demnächst gibt's uns endlich mal wieder live:


05. Juli 2007 - Stadtfest Wilster / Open Air am Colosseum-Platz
mit Dez, Ducjibe, Flex, Frozen Desert, Injected Truth und Lonesome George
Das Rote Universum spielt als vorletzte Band um 22:20 Uhr.

07. Juli 2007 - Rock Open Air im Störstadion Wewelsfleth
mit Cachura, For Our Sake, Nuisance Of Majority und Railroad Crossing
mehr Infos demnächst auf rotesuniversum.de!

2007-06-03

Bilderflut und Zeigehemmung

Doooch, meine Schweiz-Fotos kommen schon noch...

Aber erstmal ein bisschen off topic:

1. Der unbekannte Googler, welcher neulich über die Suchanfrage "gute musik jesu tired of me" auf diese Seite geraten ist, kann beruhigt sein. "Tired Of Me" von Jesu ist nämlich tatsächlich gute Musik, sehr gute sogar. ;)

2. Ich weiß es schon seit ein paar Wochen und möchte es hier schon mal kurz erwähnen, auch wenn es noch eine Weile ist bis dahin: Ende des Jahres werde ich wieder in der Stadtbibliothek Itzehoe ausstellen. Das Thema kenne ich zwar schon, aber verrate ich jetzt noch nicht. Es sind NICHT die Alsen-Ruinen. ;) Manche von euch wissen ja schon, woran ich schon seit längerem arbeite...

Ein paar kleinere Ausstellungsmöglichkeiten in der Zwischenzeit wären ja auch nicht schlecht. Falls jemand Interesse hat...? Für eine interessante Sache stehe ich jedenfalls in der Warteliste. Ich werde dann konkreter, wenn wirklich etwas passiert.


Jetzt aber zum Thema:

Ich habe mal wieder ziemlich viele Eindrücke aus meinem Trip nach Helvetien (inkl. einem kleinen Abstecher ins Bajuwarische) mitgenommen. Ein paar zu viele vielleicht, aber im Grunde zu wenige. Das ist natürlich widersprüchlich, aber ebenso ist mein persönliches Fazit, nachdem ich den größen Teil der Bilder zumindest oberflächlich erfasst habe.

Zu viele Fotos sind es aus mehreren Gründen:
Der erste liegt in der Natur der Berglandschaft an sich. Viele Fotos sind auf streckenmäßig eher kurzen Berg- und Schluchtenwanderungen entstanden. Man hat zwar subjektiv den Eindruck, ständig etwas neues zu sehen, aber letztendlich macht man doch in erster Linie Aufnahmen von immer wieder den gleichen Gipfeln, Tälern, Brücken, Seen... nur aus unterschiedlichen Perspektiven. Das birgt - auch wenn die Einzelfotos für sich ansprechend sind - in der Gesamtheit durchaus ein gewisses Langeweilepotential.
Dazu kommt, dass ich ja immer mit mehreren Kameras unterwegs gewesen bin. Dabei bleiben zusätzliche Motivdoppelungen natürlich nicht aus. Klar, je weniger Geräte man dabei hat, desto fokussierter ist man auch... Aber wenn ich sie nunmal alle so mag? :)
Macht aber die Selektion, was man wirklich für zeigenswert hält, auch nicht leichter. ;)

Das größte Motivdoppelungsmonster ist natürlich die Digiknipse, auch 300D genannt. Anderseits trägt sie auch schuld daran, dass ich zu wenig Fotos gemacht habe. Das ständige Fünf-Versionen-eines-Bildes-Machen und Objektivgeschraube frisst schließlich auch Zeit, die man vielleicht doch lieber mit ein paar schönen Analogfotos gefüllt hätte. Denn wenn ich mal ganz ehrlich bin: auch wenn ich einige meiner Digifotos wirklich klasse finde, fühle ich mich dem, was ich auf Film belichtet und später Streifen für Streifen eingescannt habe, doch mehr verbunden.

Ok, es kann auch sein, dass ich gerade generell etwas sauer auf das Digizeugs bin. Ihr erinnert euch vielleicht an den Digimurks, den in meinem Rapperswil-Posting erwähnt und z.T. auch gezeigt habe. Der war ja nur der Auftakt... Auf dem Gipfel des Säntis ist mir nämlich der AF kaputtgegangen. Ja, kaum benutzt man die Knipse mal wieder etwas mehr, geht auch schon etwas zu Bruch. Das Ding ist nun in der Reparatutwerkstatt und ich warte auf den Kostenvoranschlag... *bibber* Und das ist ja nicht das erste Mal, dass es rund um das Teil irgendwelchen Ärger gibt...

Ich frage mich also schon ernsthaft, wofür ich die DSLR überhaupt wirklich brauche. Die Antwort ist einfach: Für alles, was auf Film zu teuer werden könnte, wie z.B. längere Portraitsessions oder Konzertfotografie. Und natürlich alles, wo ein Tele sinnvoll ist.
Letzteres ließe sich durch einen analogen Canon-Body natürlich beheben. Spätestens vor dem nächsten Urlaub wird sowas wohl auch angeschafft. Da hat man auch nicht das Problem, dass einem nach einem objektivwechselreichen Tag der Bildsensor eingesaut ist.

Naja, das klingt jetzt wahrscheinlich alles viel sinnkrisiger als es tatsächlich ist.
Letztendlich habe ich ja momentan in erster Linie das Luxusprobleme vieler schöner Bilder, von denen ich nicht möchte, dass das einzelne untergeht. Ich muss also alles noch zu ansprechenden, überschaubaren Päckchen schnüren.
Wird mich neben vielen anderen Dingen also noch eine Weile beschäftigen...

Das erste Päckchen wird wieder aus Rapperswil kommen. Da hatte ich zwar die meisten Knipsen mit, aber relativ wenig Zeit, also ist das Material schon komplett gesichtet. ;)

2007-05-27

St. Margarethen vs. St. Margrethen

Ich bin ja nun gerade dabei, alle meine Urlaubsfilme schön von vorne der Reihe nach zu scannen.
Einen musste ich aber unbedingt vorziehen, da er ohne falsche Bescheidenheit eine sagenhafte konzeptionelle Meisterleistung darstellt! *g*

Es handelt sich um einen mit der Adox Golf doppelt belichteten Diacrossfilm.
Die erste Belichtung fand Anfang April in St. Margarethen (Schleswig-Holstein) statt, die zweite Mitte Mai in St. Margrethen (Ostschweiz).

Einfach alle 12 Fotos bei flickr im Photostream genießen oder vom ersten Bild an durchklicken:

st. m a r g A r e t h e n __ I/XII

2007-05-25

Digimurks / Rapperswil

So, ich fange dann mal langsam an, euch wie angekündigt mit Urlaubsknips zu belästigen.
Streng chronologisch gehe ich dabei nicht vor. Erstens könnte ich dann jetzt noch gar nicht anfangen, da ich die ersten Bilder (analog) noch nicht habe, und zweitens ist es wohl auch für niemanden wirklich interessant, jeden meiner Schritte zeitlich genau einordnen zu können.

Ich beginne mal mit einem kleinen digitalen Häppchen. In den ersten Urlaubstagen konnte ich wegen technischer Probleme meine Digidaten nicht auf meine Festplatte transferieren und musste so direkt auf meiner CF-Karte via Kameradisplay selektieren. Als ich mir dann einen Kartenleser besorgt hatte und die Bilder endlich übertragen konnte, schmierte mir inmitten dieses Vorgangs die wohl nicht zu Unrecht saubillige Karte ab und ward von da an nicht mehr zu gebrauchen. Dank eines Datenrettungstools aus dem Netz konnte ich an die Daten doch noch rankommen, einige waren aber böse (ein paar wenige auch auf kreative Weise) vermurkst.

Von dieser Vermurksung betroffen war auch einige der folgenden Fotos.
Aufgenommen wurden sie am vorletzten Montag, einem der wenigen bewölkten Urlaubstage, in Rapperswil am Zürichsee. Dort traf ich mich zu einem Mini-dP-Usertreffen mit der dort heimischen Madame blue, um eine Pizza zu verputzen, etwas zu plaudern und ein bisschen zu knipsen. And der Digi hatte ich dafür, wie kaum zu übersehen, das Linsenkind...

(Nein, ich habe das nicht so durcheinandergewürfelt!)

(Diese grauen Flächen, die teilweisee auch über 90% der Bildfläche ausmachten, waren leider die häufigste Vermurksung und Grund, einiges ganz wegzuschmeißen.)

2007-05-23

Abenteuer Eisenbahn

Öhm, womit fange ich mal an?

Mit dem Verweis auf Murphy's Law? Wenn Du Dir aus mangelndem Schätzvermögen im Internet einen viel zu großen Reisekoffer gekauft hast - besorge Dir schnell einen anderen, denn Du wirst ihn garantiert viel häufiger bewegen müssen als eigentlich geplant!
Mit der Bemerkung, dass das touristische Herumkommen innerhalb der Ostschweiz via Bahn eine angenehme Sache ist, aber wehe, man kommt dann wieder nach Hause?
Oder mit der Warnung, dass ich für die Orthographie des folgenden Textes nicht bürgen möchte, da ich gerade vollkommen durch bin?

Egal, ich schreibe das ja sowieso nur, damit ich's nicht mehr für jeden, der's wissen will, einzeln wiederholen muss...
Für Leute, die häufiger Zug fahren als ich (nur wenn's nach Helvetien geht), ist es wahrscheinlich eh ziemlich uninteressant und nicht erwähnenswert.

Wer mit mir jemals über das Thema Bahnreisen geredet hat, wird meine Story über meine erste Schweizreise kennen, als ich wegen diverser Verzögerungen zu spät in Zürich eintraf, als der Hbf geschlossen und geräumt wurde, und mit welchen erinnernswert ominösen Gestalten, über die ich im Internet lieber nichts genaueres schreibe *g*, ich doch noch nach St. Gallen kam.
Eine recht abenteuerliche Geschichte war's jedenfalls. Seit dem fahre ich immer gemütlich mit dem CityNightLine-Nachtzug. Der ist nicht der schnellste, aber man muss von Hamburg bis Zürich (und retour) nicht umsteigen und sich auch keine Sorgen machen...

Die machte ich mir auch gestern nicht, als der CNL kurz vor neun von Zürich losfuhr. Auch nicht, als der Zug ziemlich lange in Basel stehen blieb. Schließlich wechselt ab dort ja der Triebwagen, und dass der CNL mal eine Weile rumsteht, ist auch nichts besonderes.
Was ich nicht mitbekam, war die Durchsage, dass ein InterCity nicht kam, da es hinter Freiburg einen Unfall mit einem Auto und einem entgleisten Zug gegeben hatte.
Dazu im CNL aber keine Durchsage.

Bald darauf fuhr der Zug weiter nach Freiburg. Ich schlief ein, wachte auf, war immer noch in Freiburg. Ich las mehrere Artikel im National Geographic, bis ich müde wurde und wieder einschlief, irgendwann wieder aufwachte... und draußen immer noch das Freiburg-Schild sah... Es zog sich hin, mancher sah schon auf die Uhr und wunderte sich... nichts. Stehen und warten. Gut, dass ich keine Uhr zum Draufkucken hatte und meine Digikamera, die mich übrigens seit Montag mit Arbeitsverweigerung des Autofokus nervt, tief im schon erwähnten, viel zu großen Koffer verstaut war.

Ewigkeiten später dann der Rausschmiss: "Dieser Zug fährt nicht weiter. This train does not go further."
Umstieg in einen Regionalzug nach Lahr, von dort aus mit Bussen nach Offenburg, wo die Zugreise weitergehen sollte. Klang lästig. Ich verfluchte bereits, dass ich gleich nach der Abfahrt meine zahlreichen im Urlaub belichteten Filme für meinen Fotohändler zum Entwickeln eingetütet hatte. Das machte zusätzlich zu Rucksack, Umhängetasche und Riesenkoffer noch eine gut gefüllte Migros-Tasche.
Dennoch war ich froh, nicht mehr ganz unwissend rumzusitzen und voranzukommen. Ich armes Licht!

In Lahr warten nämlich nicht drei, nicht vier, nicht fünf, sondern ein Linienbus auf die CNL-Reisenden. Obwohl ich mich auf dem Bahnhof zunächst verkehrt orientiert hatte, gelang ich noch hinein. Zwanzig Minuten mit vollem Gepäck rumstehen und mühsam festhalten. Aber in Offenburg wurde man ja erlöst. Ein DB-Nachtzug stand bereit, um einen nach... ja wohin denn eigentlich? Irgendwo würde er einen schon hinbringen. Alles, was nördlich wäre, wäre gut. Es war jetzt kurz nach halb fünf und dämmerte schon. Soviel zum Thema "Nachtzug".
Naja, der Zug stand, man suchte sich irgendwo sein Plätzchen auf dem Flur. Und wartete. Man ließ sich von Informationen umspülen. Die Gefahr, darin zu ertrinken, war ja auch nicht gerade groß.
Keine klaren Ansagen, fast nur Mund-zu-Mund-Mutmaßungen. Vereinzelte Bahnangestellte, bei denen man sich nie sicher sein konnte, ab sie irgendwas wirklich wussten.
Irgendwann kristallisierte sich heraus, dass der Zug nach Mannheim fahren sollte, von wo aus wir per ICEs in unsere Zielrichtungen weiterreisen sollten. Aber er stand, da ja erst alle Busse da sein mussten. Wie gesagt - Busse gibt es in und um Offenburg nur ganz wenige. Der eine Bus musste wieder zurück nach Lahr, dort die nächste Ladung aufnehmen und herschaffen. Und das ein paar Mal.
Der Zug sollte inwischen nicht mehr nach Mannheim, sondern nach Dortmund fahren. Mir egal.
Ich frühstückte und hätte gerne meinen Getränkevorrat aufgestockt. Der Automat am Bahnsteig mochte aber keine meiner Münzen. Schließlich war es halb sieben. Mit der Ankunft in HH-Altona um kurz vor neun würde es höchst knapp werden. ;)

Aber der Zug würde ja nun bald fahren.
Allerdings nicht mit mir und den meisten anderen, welche nach Norden wollten. Ein Gleis weiter kam nämlich der ICE nach Mannheim. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, also war es auszuhalten, sie wegen hoffnungsloser Überfüllung komplett stehend neben dem Ausgang zu verbringen. War ja eh nicht zu ändern, auch wenn ein kurzzeitig ausrastender Ami in meiner Nähe das wohl anders sah. Muss aber auch scheiße sein, wenn einem sowas im Ausland passiert, es kaum klare Ansagen gibt, und wenn, dann nichtmal auf englisch. In den den offenburger Rumsteh-Zug war ja vorher auch schon halb Japan ein- und dann doch wieder ausgestiegen...

Naja, von nun gab's aber endlich vernünftige Imformationen und es lief. Natürlich war auch der nächste ICE überfüllt, aber immerhin konnte man sich bald setzen. Zumindest in der Dritten Klasse, also im Flur, direkt neben der Tür.
Und ab Kassel gab's dann sogar einen richtigen Platz. Echtes zivilisiertes, gepolstertes Sitzen. Wow.

Aber man ist ja mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen. Und zu Hause angekommen ist man ja auch. Mit viereinhalb Stunden Verspätung und um die wichtigste Schlafenszeit gebracht. Naja, gibt schlimmeres. Ein effektiver Plan B im Falle von Schienenausfällen wäre trotzdem ganz nett.
Ich habe immer noch Schwielen an der Hand vom Kofferschleppen. Soviel hab ich mein schweres Stativ ja gar nicht gebraucht. Und meine Jacke erst recht nicht. Ich bin platt. Das war anstrengender als meine Bergwanderungen. Die gingen jedenfalls nicht so in die Arme.

Werde auch trotzdem wieder Nachtzug fahren. Solange es nunmal soviel günstiger (und ökologisch vertretbarer) ist als Fliegen... Kann ja nicht jedes Mal so ein Abenteuer sein. Hoffe ich zumindest.

Apropos Hoffnung. Hoffnung --> Regenbogen und so...
Kleiner Foto-Teaser aus der Taminaschlucht. War fein dort:



Dieser Tag hätte eigentlich auch eine ganz gute Foto-Dokuserie hergegeben. Im Grunde relevanter als als das meiste, was ich in der Schweiz so festgehalten habe.
Aber manchmal hat man einfach keinen, überhaupt gar keinen Bock auf Knipsen. ;)

2007-05-21

Schüblig mit Rösti vor Bergpanorama

Das wäre eine mögliche Antwort auf die Frage, was ich an der Schweiz besonders mag. ;)

Es war mal wieder sehr schön hier in und um St. Gallen, Alpstein und Bodensee. Morgen geht es wieder nach Hause, im Gepäck haufenweise Filme, Digidaten, Erinnerungen und Sonnenbrand.
Zumindest von den ersten beiden werde ich demnächst gewiss wieder einiges mit der Internetöffentlichkeit teilen. Ihr kennt mich ja - auf Schweiz-Besuche folgt der fröhliche Bilderspam. ;)

Ich grüsse schonmal alle, die mit mir gequatscht und geknipst haben oder vor meine Linse und nun auf eben diese Seite hier geraten sind!
Schade, dass zwei Analogistentreffen doch nicht zu Stande gekommen sind. Habe jetzt noch zwei Doppelbelichtungsfilme übrig, die ich nun wohl selbst irgendwie verwerten oder einfach so entwickeln lassen muss...

Mein gaaanz grosser Dank geht natürlich an meine herzallerliebste Gastgeberin, die mich einmal mehr tapfer ausgehalten hat! ;) *knutsch*


So, niemand kann sagen, dass es keine Vorwarnung gegeben hat... in diesem Sinne bis demnächst!