Due to our concert and its influence on the following Sunday, I'm only uploading this now on Monday. Took the Lensbaby picture on Saturday morning though.
Sometimes German, sometimes English. • The title of this blog used to change from time to time. • Interested in me reviewing your music? Please read this! • I'm also a writer for VeilOfSound.com. • Please like and follow Audiovisual Ohlsen Overkill on Facebook!
2017-11-06
2017-11-04
BOTANIST - Collective: The Shape Of He To Come
Die Studiowerke des kalifornischen Blackmetal-auf-Hackbrettern-Projekts Botanist sind für gewöhnlich Soloeinspielungen des eigentlich als Drummer gestarteten Multiinstrumentalisten Otrebor. Bei den zwei(!) neuen Alben ist dies jedoch anders, wie der Zusatz "Collective" verrät.
Das zweite neue Album "Collective: Setlist 2017" habe ich bereits neulich nach dem Konzert in Kiel besprochen. Es entstand in erster Linie, um einen für die Tour repräsentativen Tonträger dabei zu haben, denn vom eigentlichen neuen Album wurde live nicht ein Ton gespielt.
Und nein, zu schlecht ist es nicht, ganz im Gegenteil.
Das zweite neue Album "Collective: Setlist 2017" habe ich bereits neulich nach dem Konzert in Kiel besprochen. Es entstand in erster Linie, um einen für die Tour repräsentativen Tonträger dabei zu haben, denn vom eigentlichen neuen Album wurde live nicht ein Ton gespielt.
Und nein, zu schlecht ist es nicht, ganz im Gegenteil.
BOTANIST - Collective: The Shape Of He To Come (hazy clear vinyl) (2017)
Die Grundidee dieses ersten "Collective"-Albums war es, die Mitglieder der Liveband an den Aufnahmen zu beteiligen, aber auch im kreativen kompositorischen Prozess einzubinden. Konkret bedeutete dies, dass tatsächlich alle Mitglieder, die von 2013 bis 2016 irgendwann dabei waren, hier etwas beigetragen haben, auch solche, die zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr dabei waren wie die ursprüngliche Bassistin Bezaelith.
Und dadurch dass sich die Zusammensetzung der Band inzwischen wieder geändert hat, waren Botanist schlicht nicht in der Lage, die Songs von "The Shape Of He To Come" für die Liveperformance zu lernen. Das klingt zunächst nach doofer Ausrede, ist aber tatsächlich verständlich, wenn man bedenkt, dass Otrebor inzwischen von seiner gewohnten Bühnenrolle am Mikrofon und Harmonium and den gehämmerten Dulcimer gewechselt ist und keinen der Dulcimerparts auf diesem Album selbst erdacht und eingespielt hat.
Die Band hat diesen Umstand überlebt, doch schade ist es durchaus, da es sich hier um ein sehr abwechslungsreiches und oft von der gewohnten Botanist-Formel abweichendes Werk handelt.
Am offensichtlichsten und prägendsten dafür verantwortlich ist Bezaelith. Da der Bass schon eingespielt war, bedient sie hier nämlich nicht den Viersaiter, sondern singt.
Und da an ihrer oft choralen, mystischen Stimme kaum vorbeizuhören ist, klingt "The Shape Of He To Come" insgesamt wie eine 50:50-Mischung aus gewohnten Botanist (wie auf "VI: Flora") und "Gramarye" von ihrer ähnlich nerdigen (und nebenbei wie auf dem Prophecy Fest live erlebt ziemlich epochalen) Band Lotus Thief.
Dazu versucht sich auch Otrebor erstmals am Klargesang, und die von den Instrumentalisten hineingeflossenen neuen Einflüsse heben das Album ebenso vom Rest der Diskographie ab.
Alles in allem also eine größere, bombastischere, abwechslungsreichere Version von Botanist, die enorm viel Freude bereitet.
Und dadurch dass sich die Zusammensetzung der Band inzwischen wieder geändert hat, waren Botanist schlicht nicht in der Lage, die Songs von "The Shape Of He To Come" für die Liveperformance zu lernen. Das klingt zunächst nach doofer Ausrede, ist aber tatsächlich verständlich, wenn man bedenkt, dass Otrebor inzwischen von seiner gewohnten Bühnenrolle am Mikrofon und Harmonium and den gehämmerten Dulcimer gewechselt ist und keinen der Dulcimerparts auf diesem Album selbst erdacht und eingespielt hat.
Die Band hat diesen Umstand überlebt, doch schade ist es durchaus, da es sich hier um ein sehr abwechslungsreiches und oft von der gewohnten Botanist-Formel abweichendes Werk handelt.
Am offensichtlichsten und prägendsten dafür verantwortlich ist Bezaelith. Da der Bass schon eingespielt war, bedient sie hier nämlich nicht den Viersaiter, sondern singt.
Und da an ihrer oft choralen, mystischen Stimme kaum vorbeizuhören ist, klingt "The Shape Of He To Come" insgesamt wie eine 50:50-Mischung aus gewohnten Botanist (wie auf "VI: Flora") und "Gramarye" von ihrer ähnlich nerdigen (und nebenbei wie auf dem Prophecy Fest live erlebt ziemlich epochalen) Band Lotus Thief.
Dazu versucht sich auch Otrebor erstmals am Klargesang, und die von den Instrumentalisten hineingeflossenen neuen Einflüsse heben das Album ebenso vom Rest der Diskographie ab.
Alles in allem also eine größere, bombastischere, abwechslungsreichere Version von Botanist, die enorm viel Freude bereitet.
Dies gilt auch für die Verpackung, ist die transparente LP doch in ein sehr ansehnliches Cover verpackt, auf dem die pflanzlichen und tierischen Komponenten der Erlöser(und Zerstörer)gestalt, von der das Album erzählt, sich erst in verschiedenen Schichten zum kompletten Bild zusammenfügen.
Die Songreihenfolge unterscheidet sich in der digitalen und vinylen Version leicht, weil die zunächst ruhige Eröffnung "Praise Azalea, The Adversary" auf die B-Seite der Schallplatte verschoben wurde. So fängt diese Version also gleich mit der vollen Dulcimer-Geboller-Packung an. Funktionieren tut das beides gut.
Vielleicht das beste - auf jeden Fall ein sehr gutes - Album einer Post Black Metal-Band, die klingt wie keine andere Gruppe auf dem Planeten. Uneingeschränkt empfehlenswert.
Die Songreihenfolge unterscheidet sich in der digitalen und vinylen Version leicht, weil die zunächst ruhige Eröffnung "Praise Azalea, The Adversary" auf die B-Seite der Schallplatte verschoben wurde. So fängt diese Version also gleich mit der vollen Dulcimer-Geboller-Packung an. Funktionieren tut das beides gut.
Vielleicht das beste - auf jeden Fall ein sehr gutes - Album einer Post Black Metal-Band, die klingt wie keine andere Gruppe auf dem Planeten. Uneingeschränkt empfehlenswert.
Highlights: The Shape Of He To Come, Upon Veltheim's Throne Shall I Wait, The Recociliation Of Nature And Man
2017-11-03
FATHER SKY MOTHER EARTH - Across The River Of Time
Nicht dass ich nicht ohnehin genügend Alben auf meiner Review-To-Do-Liste hätte, aber ein spontan eingeschobener Bandcamp-Download (in diesem Fall aber auch als Kassette zu haben) muss immer drin sein.
FATHER SKY MOTHER EARTH - Across The River Of Time (download) (2017)
Father Sky Mother Earth sind ein Drone-Metal-Duo aus Hamburg, welches auf seinem zweiten Album mit zwei über achtzehnminütigen Longtracks am Start ist.
Nicht nur dieses Songformat, sondern auch der Sound der Band erinnert sehr an Bong, dies gilt neben dem minimal melodisch variierenden, hypnotischen Grundgedröhne von Bass und Gitarre vor allem für das gerade für das Genre untypisch actionreiche Schlagzeug.
Obwohl es teilweise ziemlich wild abgeht - und auch ohne betont indische Sound von Sitar oder verwandten Instrumenten, hat die Musik von Father Sky Mother Earth stets eine stark meditative Note. Das mag auch an der Produktion liegen, die alles in für fast jede andere Stilrichtung vollkommen übertriebenem Maße in Raumhall ertränkt. Die vermeintliche Höhle, in der die Drums poltern, kommt schon fast dem Industrietunnel nahe, in dem die Dead Neandethals ihre "The Depths"-Improvisationen gespielt haben.
Wie gesagt, wenn man einige Alben von Bong kennt, klingt die Gruppe hier schon sehr vertraut. Aber eben auch ziemlich großartig.
Ommmmmmmmmm...
Nicht nur dieses Songformat, sondern auch der Sound der Band erinnert sehr an Bong, dies gilt neben dem minimal melodisch variierenden, hypnotischen Grundgedröhne von Bass und Gitarre vor allem für das gerade für das Genre untypisch actionreiche Schlagzeug.
Obwohl es teilweise ziemlich wild abgeht - und auch ohne betont indische Sound von Sitar oder verwandten Instrumenten, hat die Musik von Father Sky Mother Earth stets eine stark meditative Note. Das mag auch an der Produktion liegen, die alles in für fast jede andere Stilrichtung vollkommen übertriebenem Maße in Raumhall ertränkt. Die vermeintliche Höhle, in der die Drums poltern, kommt schon fast dem Industrietunnel nahe, in dem die Dead Neandethals ihre "The Depths"-Improvisationen gespielt haben.
Wie gesagt, wenn man einige Alben von Bong kennt, klingt die Gruppe hier schon sehr vertraut. Aber eben auch ziemlich großartig.
Ommmmmmmmmm...
Highlights: The Return Of Alhazred, Across The River Of Time
2017-10-31
RADARE live auf der MS Stubnitz, Hamburg (30. Oktober 2017)
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| Radare |
Montag war ich endlich mal wieder für ein paar Stunden auf der im Hamburger Hafennirvana vor Anker liegenden MS Stubnitz zu Gast. Und das Schönste war: die Zeitbremser von Radare, die mich schon gemeinsam mit Toby Driver und Nick Hudson begeistert hatten, waren auch wieder da.
Um mich auf das Tempo einzustimmen war ich unterwegs noch im Marktkauf Elmshorn gewesen, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Ich hatte ja nicht geahnt, wie ewig lang die Kassenschlange am Vorabend des
Da wusste ich doch wieder, warum ich gerne mit großzügigem Zeitfenster zu Konzerten fahre.
Ich war also doch noch einer der ersten zahlenden Gäste. Unnötigerweise, denn der zweite Act des Abends war leider ausgefallen, so dass es etwas später als angekündigt direkt mit dem Quartett losging. In einem besser gefüllten Schiff als letztes Mal fand die gesangsfreie Slow-Motion-Musik, bei der jeder Musiker zwei bis drei verschiedene Instrumente bedient, auch diesmal wieder eine optimale Kulisse.
Das Versprechen, als einige Band des abends nun doppelt so langsam zu spielen, lösten Radare zwar nicht ein - dafür sind ihre Kompositionen dann doch in ihrem Solltempo schon zu ausgereift -, dennoch gab es ein genügend ausuferndes Set zu hören, welches neben bekannten Stücken auch eine sehr bohren & der club of bohrig beginnende und schrägschön drohnige neue Nummer enthielt.
Bohren sind natürlich immer ein wichtiger Bezugspunkt, vor allem wenn Keyboardklänge, Oboe und Posaune das Klangbild bestimmen. Das oft mit westernartigem Vibrato und Twang vorgetragene Gitarrenspiel deutet hingegen mehr in Richtung Earth. Im Gesamteindruck sind Radare allerdings zu jeder Zeit sehr eigen.
Wunderbare thrillertaugliche bis eskapistische Musik, die trotz der fast permanent angezogenen Bremse immer interessant und spannend bleibt. Allein dem Drummer (außerdem Oboe und Keyboard) zuzuschauen ist ja schon eine Show für sich.
Was soll ich noch sagen? Wenn Radare wiederkommen, stehe ich wohl auch wieder auf der Matte.
2017-10-29
2017-10-28
AGUSA - Agusa
Agusa have a special place in my heart.
Ever since I happened to see the instrumental band from Sweden live two and a half years ago, I can't help but to be unconditionally in love with what they are doing.
Ever since I happened to see the instrumental band from Sweden live two and a half years ago, I can't help but to be unconditionally in love with what they are doing.
Ok, not really unconditionally. If they released some really horrible garbage I would reconsider my stance, but at the moment I seriously don't see that coming. At least not at all with this new self-titled album.
AGUSA - Agusa (green vinyl) (2017)
The special thing about this band is almost impossible to grasp with words.
There are many instrumental psychedelic bands. There are also many groups worshipping classic prog rock from the seventies. What's different about Agusa?
There are many instrumental psychedelic bands. There are also many groups worshipping classic prog rock from the seventies. What's different about Agusa?
One feature standing out immediately is the flute, which mostly either provides harmonies to guitar or organ or fills a substitute role for the absent vocals. But given that there is this certain band called Jethro Tull, this also isn't exactly uncharted land.
In fact, everything Agusa does has been done before, but it never sounds copied or cheap. On their first album there were some parts which reminded me too heavily of some role models, but since "Två" their sound has found the perfect balance between being self-contained and sounding familiar.
This is sophisticated music, but it speaks a naive language, where everything feels primal and natural. This leads to the effect that whenever I put on Agusa, it just gives me instant childlike joy. It just makes me feel like a toddler discovering the magic of music.
That being said, the band has shifted in tone and scope on this record. Other than "Två" and the live recording "Katarsis" this isn't a two-track-record. Instead we hear five compositions between five and ten and a half minutes, showing slightly different facettes of the group in each one.
They have dialed back the freaky krautrock influences from the last studio album and are back to a more classic prog approach with lots of folky tunes in there.
It's also noteworthy that several parts and melodies are quite dark compared to their previous work. This doesn't diminish my instant-joy reaction though, because they don't throw the gloomier moods over their sound as something alienating, but stay within their established vocabulary. So it's still Old Nan telling us little Brans some lore from magical times long ago, but this time her story isn't all about the Children of the Forest, but also includes some grim stuff about the Long Night and such.
All in all this album delivers everything the name Agusa promises, honouring but not repeating their former work. If I had to find something to whine about... Well, I prefer a creative title (even if it's swedish and I have no idea what it means) to none, especially since the band had just released a box of their former albums which was also just called "Agusa".
Other than that there is the cover artwork, which is totally marvelous and much more detailed than the first look reveals. Just try to find all those lurking faces! But it would have been even more beautiful presented in its full glory as an upright format gatefold.
But on the other hand I'm totally ok with not gatefolding single records, so umm...
In fact, everything Agusa does has been done before, but it never sounds copied or cheap. On their first album there were some parts which reminded me too heavily of some role models, but since "Två" their sound has found the perfect balance between being self-contained and sounding familiar.
This is sophisticated music, but it speaks a naive language, where everything feels primal and natural. This leads to the effect that whenever I put on Agusa, it just gives me instant childlike joy. It just makes me feel like a toddler discovering the magic of music.
That being said, the band has shifted in tone and scope on this record. Other than "Två" and the live recording "Katarsis" this isn't a two-track-record. Instead we hear five compositions between five and ten and a half minutes, showing slightly different facettes of the group in each one.
They have dialed back the freaky krautrock influences from the last studio album and are back to a more classic prog approach with lots of folky tunes in there.
It's also noteworthy that several parts and melodies are quite dark compared to their previous work. This doesn't diminish my instant-joy reaction though, because they don't throw the gloomier moods over their sound as something alienating, but stay within their established vocabulary. So it's still Old Nan telling us little Brans some lore from magical times long ago, but this time her story isn't all about the Children of the Forest, but also includes some grim stuff about the Long Night and such.
All in all this album delivers everything the name Agusa promises, honouring but not repeating their former work. If I had to find something to whine about... Well, I prefer a creative title (even if it's swedish and I have no idea what it means) to none, especially since the band had just released a box of their former albums which was also just called "Agusa".
Other than that there is the cover artwork, which is totally marvelous and much more detailed than the first look reveals. Just try to find all those lurking faces! But it would have been even more beautiful presented in its full glory as an upright format gatefold.
But on the other hand I'm totally ok with not gatefolding single records, so umm...
[nitpicker mode off]
This is a great album from my favorite psychedelic retroprog band right now.
The following "highlights" are pretty random. I really can't choose any song over the other here.
Highlights: Bortom Hemom, Landet Längesen, Den Förtrollade Skogen
PINK TANK Festival HEIDE • 26. Oktober 2017, Rosengasse (mit SULFUR GIANT, LOST MOON, MOEWN u.a.)
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| Lost Moon |
Fünf Bands an einem Abend. An einem Donnerstag. In Heide! Oder auch "mehr als sonst im ganzen Jahr kommen" (ein lokaler Besucher).
Das kann nur bedeuten, dass der rosa Panzer mal wieder an die Westküstenfront gerollt ist, um sich für die in den nächsten zwei Tagen folgenden Pink Tank Festivals in Hamburg und Kiel warm zu machen.
Die Heider dankten es mit für den Tag schon ganz beachtlicher Anwesenheit. Die Intensität meines Passivraucherhustens am nächsten Morgen sagt mir, dass mehr Leute gekommen sind als im Vorjahr.
Da Camel Driver, die mich letztes Jahr sehr begeistert hatten,
leider wegen Krankheit kurzfristig absagen mussten, war das Line-Up des
Labelfestivals diesmal komplett anders als 2016 und für mich waren
tatsächlich fast alle Bands neu.
Einzig den Opener hatte ich bereits 2015 in Itzehoe gesehen:
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| Moewn |
Die monothematisch maritimen Moewn haben sich in den letzten zwei Jahren hörbar weiterentwickelt. Soweit keine Überraschung, da dies ja auch schon auf dem hervorragenden Split-Album mit Camel Driver nachzuhören war.
Die Instrumentalband fokussiert sich inzwischen noch mehr auf ihre epische Postrockseite, ohne dabei jedoch ihre Brumm- und Schranzkraft zu vernachlässigen. Wichtige Neuerung ist, dass man sich zum Quartett erweitert hat, um nun auch allerhand atmosphärische Synthieklänge auf die Bühne zu bringen. Ein exzellenter Auftakt.
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| Bees Made Honey In The Vein Tree |
Da ich trotz diesem Internet plus der Comiplation-CD, die es auch dieses Jahr wieder zusammen mit dem Festivalticket gab, nur so mittel vorbereitet war, wusste ich zunächst gar nicht ganz sicher, wessen Gemisch aus überwiegend instrumentalem Psychedelic Rock, Doom und Prog uns danach beglückte. Bees Made Honey in The Vein Tree entpuppten sich als ziemlich spielwitzige Gruppe, was sie u.a. in einem durch einen Gitarrensaitenriss bedingten Jam, der sich beinahe nahtlos ins restliche Set einfügte, unterstrichen.
Schwer, dies wirklich treffen zu labeln - zumal Fuzz und Wah Wah ja auch bei allen anderen Bands des Abends eine zentrale Bedeutung hatten. Aber gut war das definitiv.
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| Aux |
Bei der dritten Band des Abends wusste ich anfangs noch nicht so recht, worauf das hinauslaufen sollte. Aber manchmal hilft es, wenn das Publikum verlangt, mehr vom Sänger im Mix zu hören.
Die als Ersatz für Camel Driver eingesprungenen Fuzz-Progger Aux lieferten anspruchsvolle Kost. Schwerer Prog mit einem Drummer, der stets mit einem Arm oder Fuß am wirren Off-Beat vorbeikloppt und einem sehr eigenständigen Sänger, der jenes gewisse Radiohead-Gefühl ins Spiel bringt. Obwohl eine der nur zwei Gruppen, in denen im "normalen" Maß gesungen wurde, waren Aux hier wohl die am schwierigsten zugängliche Band. Sich in sie reinzuhören lohnte sich allerdings.
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| Lost Moon |
Oops. Stimmt ja gar nicht, dass ich nur Moewn schon einmal gesehen hatte. Da Lost Moon in der endlosen Marathonnacht mit sieben Bands im Atzehoe allerdings genau auf meine größte Müdigkeitsphase getroffen waren, konnte ich mir allerdings keine nennenswerten langfristigen Erinnerungen an das Trio erhalten. Deswegen ist das da oben gar nicht komplett falsch und ich korrigiere ich es auch nicht.
Neben den bei allen Gruppen zelebrierten Gitarrenorgien boten Lost Moon die geradlinigste Rock'n'Roll-Attitüde. Das konnte man nach zwei tendentiell eher verschnörkelteren Gruppen nun auch gut gebrauchen. Tanzbar, gute-launig, gut.
Der Bassist hatte seine Effektpedale übrigens auf ein Pizza-Brett montiert. Logisch, ist ja schließlich eine italienische Band.
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| Sulfur Giant |
Auch die letzte Gruppe war aus Südeuropa angereist und an diesem Morgen um vier Uhr aufgestanden, um nun in Heide auf der Matte zu stehen.
Von Müdigkeit war in ihrer Musik aber nichts zu spüren. Die insgesamt geschätzt acht Zeilen Gesang im späteren Teil des Sets mal vernachlässigend, möchte ich Sulfur Giant aus Portugal hier mal als psychedelische Instrumentalprogrockgruppe bezeichnen. Causa Sui meets 70s-Hardrock-Twin-Leadgitarren könnte man auch sagen. Überwiegend ging das zwingend nach vorne und ausnahmslos war es großartig gespielt.
Auch wenn mein norddeutsches Herz natürlich stark für Moewn schlägt - an einem Abend ohne Ausfälle geht meine persönliche Trophäe für die Show des Tages an den Schwefelriesen.
Und anders als letztes Jahr durfte der Headliner sogar unbehelligt von der Polizei sein Set zu Ende bringen. Was kann man mehr verlangen?
Naja, Bone Man vielleicht... aber dafür hätte ich die Ausgabe in Kiel oder Hamburg besuchen müssen. Und ich hatte mich nun mal aus Gründen für das Heider Pink Tank Festival entschieden.
Abschließend bleibt mir hier nur noch ein ganz und gar eigennütziger Hinweis, da diesen Text ja durchaus der eine oder andere Dithmarscher lesen könnte:
Nächsten Samstag (4. November) ist DOOM+NOISE FIGHT mit Eject Noise Fix und meiner Advantgarde/Doom(Noise/etc.-Band DruturuM im Rock's, Windbergen!
Wir spielen ein exklusives, einmaliges Set. Für mehr Information einfach den Lärmhinweis oben rechts klicken bzw. direkt bei DruturuM (natürlich auch auf facebook) vorbeischauen! Wir freuen uns über jeden Besucher, der Bock auf unser krankes Zeug hat. Danke sehr!
Und anders als letztes Jahr durfte der Headliner sogar unbehelligt von der Polizei sein Set zu Ende bringen. Was kann man mehr verlangen?
Naja, Bone Man vielleicht... aber dafür hätte ich die Ausgabe in Kiel oder Hamburg besuchen müssen. Und ich hatte mich nun mal aus Gründen für das Heider Pink Tank Festival entschieden.
Abschließend bleibt mir hier nur noch ein ganz und gar eigennütziger Hinweis, da diesen Text ja durchaus der eine oder andere Dithmarscher lesen könnte:
Nächsten Samstag (4. November) ist DOOM+NOISE FIGHT mit Eject Noise Fix und meiner Advantgarde/Doom(Noise/etc.-Band DruturuM im Rock's, Windbergen!
Wir spielen ein exklusives, einmaliges Set. Für mehr Information einfach den Lärmhinweis oben rechts klicken bzw. direkt bei DruturuM (natürlich auch auf facebook) vorbeischauen! Wir freuen uns über jeden Besucher, der Bock auf unser krankes Zeug hat. Danke sehr!
Moewn:
Bees Made Honey In The Vein Tree:
Aux:
Lost Moon:
Sulfur Giant:
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