Aber wichtiger ist natürlich, dass auch das Ticket für 2011 da ist. ;)
Sometimes German, sometimes English. • The title of this blog used to change from time to time. • Interested in me reviewing your music? Please read this! • I'm also a writer for VeilOfSound.com. • Please like and follow Audiovisual Ohlsen Overkill on Facebook!
2010-09-27
2010-09-25
neulich in Schenefeld
Ein paar Schnappschüsse vom Musikerflohmarkt, wo Das Rote Universum erstmals Reste verramschte:

Ein paar Sachen davon sind übrigens noch zu haben. ;)

Schön sonnig war's. Zeitweise wurde man regelrecht gebraten. ;)
Gegen Feierabend, als die meisten Stände schon abgebaut waren, kamen dann noch die Hüpfburgtouristen:



Mal schaun, vielleicht nächstes Jahr wieder...
Ein paar Sachen davon sind übrigens noch zu haben. ;)
Schön sonnig war's. Zeitweise wurde man regelrecht gebraten. ;)
Gegen Feierabend, als die meisten Stände schon abgebaut waren, kamen dann noch die Hüpfburgtouristen:
Mal schaun, vielleicht nächstes Jahr wieder...
2010-09-20
Hurrrrleeyy!!!
Wow!
Ich habe gerade die letzte Staffel von LOST (+ Epilog) auf DVD gesehen und ich muss sagen, dass sie mich nicht so umgehauen hat, wie beim ersten Mal, als ich sie online verfolgt habe. Nein, mit ein paar Monaten Abstand dazwischen hat sie mich sogar noch mehr umgehauen!
In meinem Blogdashboard schlummert schon seit längerer Zeit ein viele Absätze langer, mit großen Kreativpausen immer mal bei Gelegenheit weitergeführter, aber dennoch unvollendeter Eintrag. Dort ließ ich mich darüber aus, was ich geahnt hatte, was mich überraschte und erfreute und warum für mich alle wesentlichen der angeblich so zahlreichen offenen Fragen ausreichend beantwortet wurden... Bis auf ein paar Kleinigkeiten war es ein reines Loblied auf die finale Staffel und die Serie als Ganzes.
Denn keine mir bekannte Serie hat je so konsequent fundamentale Fragen von Schuld, Sühne, Vergebung, Leben und Tod, Schicksal und freiem Willen in den Mittelpunkt gestellt. Wo konnte man jemals vorher Fernsehcharaktere mit all ihrem schwarzen, weißen und grauen Facetten so detailliert kennenlernen?
Von all den anderen Qualitäten (Schauspieler, Kulisse, Soundtrack etc.) mal ganz zu schweigen...
Eigentlich wollte ich jenen Text jetzt zu Ende bringen, doch auch wenn ich nicht zu den Unglücklichen gehöre, welche vom Ende maßlos enttäuscht sind (und dabei seltsamerweise noch sehr oft offenbaren, dass sie es gar nicht verstanden haben), so spüre ich gar nicht mehr das Bedürfnis, mein Serienerlebnis so detailliert auszubreiten. LOST ist ja schließlich auch eine Übung im Loslassen. ;)
Wer LOST noch nicht gesehen hat, dem werde ich gewiss nicht den Schluss zuerst auf die Nase binden. Und wer meint, dass ihm sechs Jahre seines Lebens gestohlen worden sind, weil er mit einem Viertel der letzten Folge nichts anfangen kann, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Anderseits...
Copy & Paste ist ja so verlockend einfach...
Hier also zumindest ein Ausschnitt dessen, was ich hier eigentlich geschrieben hätte. ;)
Wer die Staffel und insbesondere den nicht im Fernsehen gezeigten Epilog schon gesehen hat, der kann weiterlesen...
[zum Lesen einfach weißen Text markieren! Eigentlich wollte ich das geschickter mit einem Spoiler-Button machen, aber der funktioniert leider nur in der Vorschau]
[...] Am frustrierendsten finde ich mit Abstand die Nichtauflösung der Schießerei-Szene auf den Booten während der Zeitsprünge zu Beginn der fünften Staffel.
Jeder hat auf die Szene aus anderer Perspektive gewartet und es war tatsächlich geplant, um sie herum eine Episode aufzubauen, und sie wurde letztendlich einfach deswegen nicht gedreht, weil die notwendigen Darsteller nicht gleichzeitig an den Drehort zu organsieren waren. Hrmmpff. Das ist wirklich die einzige Sache, zu der ich aus vollem Herzen Sch#*§ sage, zumal da auch wirklich ein Handlungsloch entstanden ist, dass sich einfach durch keine Erklärung stopfen lässt. Dafür sind der Zeitrahmen und die Besatzungsmöglichkeiten für das Verfolgerboot einfach zu begrenzt.
Aber ansonsten?
Muss ich wirklich ganz genau wissen, wann wer wie genau Statuen gebaut, magische Räder doch noch erfolgreich installiert, den ersten Dharma-Anzug geschneidert hat?
Da wir doch wissen, wer letztendlich hinter fast allem steht, sind diese Details ernsthaft noch von Belang? Ich meine: nein.
Der kürzlich durchgeleakte 12-minütige Epilog zur Serie bestätigt mich nur in dieser Position.
Dieser Epilog ist durchaus sehr clever gemacht, da er im Grunde den Dialog zwischen den nach tausend Antworten fragenden Zuschauern und den Autoren der Serie innerhalb des LOST-Universums selbst stattfinden lässt. Die beiden Lageristen sehen zwar eine Dharma-DVD voller Antworten, doch danach bleiben sie mit noch viel größerem Wissensdurst zurück, weil jede Antwort neue Fragen aufwirft. Nachvollziehbar, dass sie am liebsten Bens komplette Sammlung sehen würden.
Wir allerdings haben gegenüber diesen beiden einen enormen Wissensvorsprung. Uns kann Dr. Chang nicht mehr derart überraschen. Seien wir mal ehrlich - all diese sensationellen Antworten zu Eisbären, Schwangerschaften, Raum 23 usw. waren uns doch schon längst zumindest im Groben klar. Und so liegt der Reiz des Epilogs für mich gar nicht so sehr in diesen Antworten, sondern vielmehr in der Form ihrer Präsentation. Es ist einfach schön, noch einmal in die LOST-Welt mit all ihren Dharma-Labels, schrägen Videos und natürlich einigen ihrer Chraktere einzutauchen.
Aber die Antworten an sich zeigen doch vor allem, dass wir gar keine weiteren Antworten mehr benötigen. [...]
usw.usf.
[hier passendes Abschlusszitat von Jacob, Christian Shephard oder wenn's passt meinetwegen auch Anthony Cooper oder Keamy einsetzen]
Ich habe gerade die letzte Staffel von LOST (+ Epilog) auf DVD gesehen und ich muss sagen, dass sie mich nicht so umgehauen hat, wie beim ersten Mal, als ich sie online verfolgt habe. Nein, mit ein paar Monaten Abstand dazwischen hat sie mich sogar noch mehr umgehauen!
In meinem Blogdashboard schlummert schon seit längerer Zeit ein viele Absätze langer, mit großen Kreativpausen immer mal bei Gelegenheit weitergeführter, aber dennoch unvollendeter Eintrag. Dort ließ ich mich darüber aus, was ich geahnt hatte, was mich überraschte und erfreute und warum für mich alle wesentlichen der angeblich so zahlreichen offenen Fragen ausreichend beantwortet wurden... Bis auf ein paar Kleinigkeiten war es ein reines Loblied auf die finale Staffel und die Serie als Ganzes.
Denn keine mir bekannte Serie hat je so konsequent fundamentale Fragen von Schuld, Sühne, Vergebung, Leben und Tod, Schicksal und freiem Willen in den Mittelpunkt gestellt. Wo konnte man jemals vorher Fernsehcharaktere mit all ihrem schwarzen, weißen und grauen Facetten so detailliert kennenlernen?
Von all den anderen Qualitäten (Schauspieler, Kulisse, Soundtrack etc.) mal ganz zu schweigen...
Eigentlich wollte ich jenen Text jetzt zu Ende bringen, doch auch wenn ich nicht zu den Unglücklichen gehöre, welche vom Ende maßlos enttäuscht sind (und dabei seltsamerweise noch sehr oft offenbaren, dass sie es gar nicht verstanden haben), so spüre ich gar nicht mehr das Bedürfnis, mein Serienerlebnis so detailliert auszubreiten. LOST ist ja schließlich auch eine Übung im Loslassen. ;)
Wer LOST noch nicht gesehen hat, dem werde ich gewiss nicht den Schluss zuerst auf die Nase binden. Und wer meint, dass ihm sechs Jahre seines Lebens gestohlen worden sind, weil er mit einem Viertel der letzten Folge nichts anfangen kann, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Anderseits...
Copy & Paste ist ja so verlockend einfach...
Hier also zumindest ein Ausschnitt dessen, was ich hier eigentlich geschrieben hätte. ;)
Wer die Staffel und insbesondere den nicht im Fernsehen gezeigten Epilog schon gesehen hat, der kann weiterlesen...
[zum Lesen einfach weißen Text markieren! Eigentlich wollte ich das geschickter mit einem Spoiler-Button machen, aber der funktioniert leider nur in der Vorschau]
[...] Am frustrierendsten finde ich mit Abstand die Nichtauflösung der Schießerei-Szene auf den Booten während der Zeitsprünge zu Beginn der fünften Staffel.
Jeder hat auf die Szene aus anderer Perspektive gewartet und es war tatsächlich geplant, um sie herum eine Episode aufzubauen, und sie wurde letztendlich einfach deswegen nicht gedreht, weil die notwendigen Darsteller nicht gleichzeitig an den Drehort zu organsieren waren. Hrmmpff. Das ist wirklich die einzige Sache, zu der ich aus vollem Herzen Sch#*§ sage, zumal da auch wirklich ein Handlungsloch entstanden ist, dass sich einfach durch keine Erklärung stopfen lässt. Dafür sind der Zeitrahmen und die Besatzungsmöglichkeiten für das Verfolgerboot einfach zu begrenzt.
Aber ansonsten?
Muss ich wirklich ganz genau wissen, wann wer wie genau Statuen gebaut, magische Räder doch noch erfolgreich installiert, den ersten Dharma-Anzug geschneidert hat?
Da wir doch wissen, wer letztendlich hinter fast allem steht, sind diese Details ernsthaft noch von Belang? Ich meine: nein.
Der kürzlich durchgeleakte 12-minütige Epilog zur Serie bestätigt mich nur in dieser Position.
Dieser Epilog ist durchaus sehr clever gemacht, da er im Grunde den Dialog zwischen den nach tausend Antworten fragenden Zuschauern und den Autoren der Serie innerhalb des LOST-Universums selbst stattfinden lässt. Die beiden Lageristen sehen zwar eine Dharma-DVD voller Antworten, doch danach bleiben sie mit noch viel größerem Wissensdurst zurück, weil jede Antwort neue Fragen aufwirft. Nachvollziehbar, dass sie am liebsten Bens komplette Sammlung sehen würden.
Wir allerdings haben gegenüber diesen beiden einen enormen Wissensvorsprung. Uns kann Dr. Chang nicht mehr derart überraschen. Seien wir mal ehrlich - all diese sensationellen Antworten zu Eisbären, Schwangerschaften, Raum 23 usw. waren uns doch schon längst zumindest im Groben klar. Und so liegt der Reiz des Epilogs für mich gar nicht so sehr in diesen Antworten, sondern vielmehr in der Form ihrer Präsentation. Es ist einfach schön, noch einmal in die LOST-Welt mit all ihren Dharma-Labels, schrägen Videos und natürlich einigen ihrer Chraktere einzutauchen.
Aber die Antworten an sich zeigen doch vor allem, dass wir gar keine weiteren Antworten mehr benötigen. [...]
usw.usf.
[hier passendes Abschlusszitat von Jacob, Christian Shephard oder wenn's passt meinetwegen auch Anthony Cooper oder Keamy einsetzen]
2010-09-12
Galerien
Da mir gerade danach ist, andere Fotografen zu lobpreisen, hier ein paar Highlights aus meinen aktuellen flickr-Galerien:

(Fotograf: stefan kalscheid / Galerie: To Mega Therion)

(Fotografin: das ° / Galerie: It's Hard To Be A Saint In The City)

(Fotograf: Michal J.P. / Galerie: Bokasm)

(Fotograf: frama² / Galerie: I Am The Sea)

(Fotograf: Lomo-Cam / Galerie: Brazil)
(Fotograf: stefan kalscheid / Galerie: To Mega Therion)
(Fotografin: das ° / Galerie: It's Hard To Be A Saint In The City)
(Fotograf: Michal J.P. / Galerie: Bokasm)
(Fotograf: frama² / Galerie: I Am The Sea)
(Fotograf: Lomo-Cam / Galerie: Brazil)
2010-08-29
Gestern, Kinners, wurde Dithmarschen gerockt!
23:90 Uhr
Nein Quatsch, wir haben laut Zeitplan natürlich um 24:30 gespielt.*g*
Eine geile Party war’s wieder am (Elpersbütteler) Deich in Dithmarschen!
Zum Glück war die Bühne diesmal nicht wie letztes Jahr draußen, das wäre sonst ein sehr nasses Vergnügen fürs Publikum geworden.
Erstaunlich, dass es bei den Witterungsbedingungen immer noch selbstlose Helden gab, die tapfer das Lagerfeuer am Leben erhielten. [...]
Den kompletten Konzertbericht gibt's wie immer im Roten Logbuch!
2010-08-27
Morgen, Kinners, wird Dithmarschen gerockt!
26. August - Paaarty bei Heidi in Elpersbüttelerdeich (bei Meldorf)!
mit TRANCEiSTOR, Left Leg Broken uuund DAS ROTE UNIVERSUM!
mit TRANCEiSTOR, Left Leg Broken uuund DAS ROTE UNIVERSUM!
2010-08-26
Der Große Ekel
Surfen im Internet ist immer auch die Suche nach dem Abartigen.
Und damit meine ich jetzt nicht Snuff-Seiten oder Porno, sondern alle Seiten, die eine Kommentarfunktion oder gar ein Forum besitzen.
Die Idiotendichte im Netz ist dermaßen dicht, dass ich auf den allermeisten Seiten, wo ich Kommentare/Diskussionen lese, mich schon aus Prinzip noch niemals zu Wort gemeldet habe, selbst wenn es mir in den Fingern juckt oder ein Thread (noch) vollkommen zivilisiert scheint. Oftmals reicht es ja schon und lässt mich über mich selbst ärgern, die unfassbare Scheiße, die andere so von sich geben, überhaupt erst gelesen zu haben. Da muss ich nicht auch noch zusätzliche Lebenszeit verschwenden, indem ich tatsächlich versuche, mit irgendwelchen merkbefreiten Versagern zu diskutieren...
Prominente Seiten, auf denen man deshalb niemals etwas von mir lesen wird, sind z.B. YouTube, die Foren von Spiegel Online, Produkt-Rezensionen auf Amazon und vor allem nicht die reißerischen Versagernews von web.de.
Gerade über letztere würde ich ja ohne meinen e-Mail-Account dort niemals stolpern. Aber so springen einen die Schlagzeilen und Diskussionen ja doch immer wieder an... Und wie es eben bei den abst0ßensten, widerlichsten Dingen so ist - der Magen und Verstand wenden sich ab, aber irgendwo am Schädel hat sich eine masochistische Gehirnschnecke angesaugt, die einen zwingt, den Dreck doch zu lesen.
Und damit dies in besonders schweren Fällen nicht nur zu Fassungslosigkeit und Ekel vor der Menschheit meinerseits führt, ist zukünftig damit zu rechnen, dass ich besonders Widerliches zukünftig an dieser Stelle weiterverlinke, einfach um mit meiner Abscheu nicht alleine zu bleiben. Ja, ich weiß, irgendwie ist das auch charakterschwach meinerseits...
Heute:
In hunderten von Beiträgen beweist ein überreich mit Ausrufezeichen ausgestatteter verbaler Lynchmob, dass ihm zum in der Nachricht behandelten Fall Nadja Benaissa jegliches Hintergrundwissen und Verständnis abgeht, was ihn aber nicht davon abhält mit der ewig gleichen Promi-Bonus- bzw. Armes-Deutschland-Leier zu kommen und nebenbei derHure Schlampe Fotze Mörderin Verurteilten u.a. einen schnellen Tod, eine tödliche Aids-Erkrankung ihrer Tochter, einen öffentlicher Pranger (ach, den gab es noch nicht?) inkl. Auspeitschen und Bewerfen mit Kot, Steinigung und Gruppenvergewaltigung (selbstverständlich durch schwarze Massenmörder im Todestrakt) zu wünschen:
http://meinungen.web.de/forum-webde/post/9741657?sp=0
Zum Glück ist gerade 18:00 Uhr und die Foren werden erstmal gesperrt.
Das zu lesen ist ja, wie wenn einem jemand seinen Dünnpfiff in die Fresse scheißt. Ich geh jetzt meine Augen waschen.
Und damit meine ich jetzt nicht Snuff-Seiten oder Porno, sondern alle Seiten, die eine Kommentarfunktion oder gar ein Forum besitzen.
Die Idiotendichte im Netz ist dermaßen dicht, dass ich auf den allermeisten Seiten, wo ich Kommentare/Diskussionen lese, mich schon aus Prinzip noch niemals zu Wort gemeldet habe, selbst wenn es mir in den Fingern juckt oder ein Thread (noch) vollkommen zivilisiert scheint. Oftmals reicht es ja schon und lässt mich über mich selbst ärgern, die unfassbare Scheiße, die andere so von sich geben, überhaupt erst gelesen zu haben. Da muss ich nicht auch noch zusätzliche Lebenszeit verschwenden, indem ich tatsächlich versuche, mit irgendwelchen merkbefreiten Versagern zu diskutieren...
Prominente Seiten, auf denen man deshalb niemals etwas von mir lesen wird, sind z.B. YouTube, die Foren von Spiegel Online, Produkt-Rezensionen auf Amazon und vor allem nicht die reißerischen Versagernews von web.de.
Gerade über letztere würde ich ja ohne meinen e-Mail-Account dort niemals stolpern. Aber so springen einen die Schlagzeilen und Diskussionen ja doch immer wieder an... Und wie es eben bei den abst0ßensten, widerlichsten Dingen so ist - der Magen und Verstand wenden sich ab, aber irgendwo am Schädel hat sich eine masochistische Gehirnschnecke angesaugt, die einen zwingt, den Dreck doch zu lesen.
Und damit dies in besonders schweren Fällen nicht nur zu Fassungslosigkeit und Ekel vor der Menschheit meinerseits führt, ist zukünftig damit zu rechnen, dass ich besonders Widerliches zukünftig an dieser Stelle weiterverlinke, einfach um mit meiner Abscheu nicht alleine zu bleiben. Ja, ich weiß, irgendwie ist das auch charakterschwach meinerseits...
Heute:
In hunderten von Beiträgen beweist ein überreich mit Ausrufezeichen ausgestatteter verbaler Lynchmob, dass ihm zum in der Nachricht behandelten Fall Nadja Benaissa jegliches Hintergrundwissen und Verständnis abgeht, was ihn aber nicht davon abhält mit der ewig gleichen Promi-Bonus- bzw. Armes-Deutschland-Leier zu kommen und nebenbei der
http://meinungen.web.de/forum-webde/post/9741657?sp=0
Zum Glück ist gerade 18:00 Uhr und die Foren werden erstmal gesperrt.
Das zu lesen ist ja, wie wenn einem jemand seinen Dünnpfiff in die Fresse scheißt. Ich geh jetzt meine Augen waschen.
2010-08-21
2010-08-15
Ohlsen Street View
Achtung!
Ich habe von einer öffentlichen Straße aus private Häuser fotografiert und zeige sie mit Ortsangabe auf einer Karte im Internet.
Bitte werden Sie jetzt panisch und paranoid!
Eines Tages könnten nämlich Sie - ja genau Sie! - beim Nacktbaden in Ihrem Garten auf diesem Foto zu sehen sein!
Ochsenmarktskamp, Itzehoe, 03/2009
Und der Blogdienst, in dem Sie dies gerade lesen, gehört übrigens zu Google. *huuuuuhhh*
Ich habe von einer öffentlichen Straße aus private Häuser fotografiert und zeige sie mit Ortsangabe auf einer Karte im Internet.
Bitte werden Sie jetzt panisch und paranoid!
Eines Tages könnten nämlich Sie - ja genau Sie! - beim Nacktbaden in Ihrem Garten auf diesem Foto zu sehen sein!
Ochsenmarktskamp, Itzehoe, 03/2009
Und der Blogdienst, in dem Sie dies gerade lesen, gehört übrigens zu Google. *huuuuuhhh*
2010-08-09
Wacken 2010 - Festivalbericht
Vorweggenommenes Fazit: das Wacken Open Air war geil, mit Sicherheit eines der besten aller Zeiten!
Schade nur, dass ich diesmal ohne die charmante Begleitung der letzten beiden Jahre auskommen musste. Aber vielleicht ja nächstes Mal wieder? ;)
Als einzigen organisatorischen Mangel muss ich neben den paar unvermeidbaren doofen Bandüberschneidungen ankreiden, dass die Definitionshoheit darüber, was eine "normale" Kamera ist, bei Ordnern liegt, die davon z.T. so wenig Ahnung haben wie ich meinerseits vom wirkungsvollen Einsatz muskelaufbauender Präparate.
Einerseits bin ich natürlich immer wieder dankbar, wenn mir jemand erklärt, dass meine niedrigpreisige Allerwelts-Consumer-Spiegelreflex Profiausrüstung ist - ich als Amateur weiß davon nämlich nichts ;) -, anderseits bezahle ich ungern hundertdreißig Euro Eintritt, nur um mit schlecht gebrieften Securitynasen debattieren zu müssen oder sogar am Einlass abgewiesen zu werden, so dass ich ewig zu einem alternativen Eingang laufen muss. Und dass dann auch noch am Samstag, nachdem man drei Tage dort unterwegs ist.
Also liebe Verantwortlichen - wenn ihr wirklich solche Angst habt, dass jemand unakkreditiert zu gute Fotos schießt, dann macht doch erstens die Fotogräben noch zwanzig Meter breiter und hängt die Bühnen außerdem mit Vorhängen zu, auf denen große Fotoverbotsschilder drauf sind! Gute Fotos macht nämlich in der Regel nicht die Kamera, sondern der Typ dahinter, und auch mit einem iPhone kann aus der ersten Reihe sicherlich mal ein glücklicher Schuss gelingen.
Davon, das ich in den Vorjahren einige meiner beliebtesten Wackenfotos mit antiken Falt- und Boxkameras gemacht habe, fange ich am besten gar nicht an... ;)
So, genug gemotzt.
Meine bisher fertig aufbereiteten Bilder sind übrigens HIER zu sehen.
Bei einigen Bands wie z.B. Iron Maiden oder Slayer habe ich allerdings gar nicht erst versucht, zu fotografieren, weil das Bühnengeschehen für meine Profikamera zu weit entfernt, die Bühne zu dunkel bzw. das direkte Umfeld zu gefährlich war oder ich einfach gerade keinen Bock hatte. ;)
Ich war von Mittwoch bis Samstag in Wacken, habe allerdings wieder zu Hause gepennt und dementsprechend wenig vom Campingplatz gesehen. Ebenfalls nicht statt fand bei mir die W.E.T.-Stage (nur Mittwoch ein paar Minuten reingekuckt), der Biergarten (kein Mambo Kurt für mich dieses Jahr) und das Bullhead City Wrestling Zelt, in dem u.a. Ölcatchen und Wet-T-Shirt-Wettbewerbe stattfanden, damit gewisse Spiegel-Online-Schreiber auch etwas zu berichten hatten.
Ich pendelte hauptsächlich zwischen den drei Open-Air-Bühnen des Hauptgeländes und dem Wackinger Village hin und her.
Mittwoch:
Fußball und Highland Games gekuckt.
Musik fast nur von einer mir namentlich nicht bekannten Spielmannstruppe aus dem Wackingerdorf.
Dann recht früh nach Hause, da kein zwingendes Programm anstand und ich keinen Bock auf Regen hatte. Am Movie Field kuckte ich mich dann aber doch noch eine Weile an Anvil! The Story Of Anvil fest, eh ich zum Schluss kam, dass ich den ja auch jederzeit trocken zu Hause auf DVD kucken kann, wenn ich möchte.
Den heftigsten Schauer allerdings hatte es schon nachmittags gegeben, als ich eine Stunde lang für mein Armbändchen und die Full Metal Bag inklusive Plastikregenjacke anstand. ;)
Donnerstag:
Wetter von nun an warm - aber nicht zu heiß - und regenfrei.
Zum Aufwärmen erstmal eine lustige Gauklershow angesehen.
Musikalisch wurde es wahrlich eine Night to Remember:
Alice Cooper besser und mit mehr mir bekannten Songs als erwartet, hat mich gut unterhalten. Die Show ist natürlich Kasperkram, aber ehrlich - welche Metalshow, bei der Kostüme und Requisiten zum Einsatz kommen ist das nicht? Macht ja auch nichts, so lange es unterhält. :)
Mötley Crüe habe ich im Gespräch ja nur so am Rande mitbekommen und die sind auch wirklich nicht mein Ding. Nur der Drummer kam mir bekannt vor - hat der mal in irgendeinem Film mitgespielt? ;) Irgendwie lustig aber auch der Sänger, weil die Stimme überhaupt nicht zum Typen passt. Wirkt total, als wäre der die ganze Zeit hochgeschlumpfpitcht worden.
Iron Maiden entfesselten das Publikum nicht so sehr wie vor zwei Jahren, da diesmal kein Klassikerset, sondern schwerpunktmäßig Stücke der letzten vier Alben gespielt wurde. Dennoch ist Maiden natürlich Maiden, daran gibt's nichts zu rütteln. Und die Stücke sind ja auch alle klasse. Schade nur, dass die Songs, die ich am liebsten gehört hätte, nämlich "Brighter Than A Thousand Suns" und "For The Greater Good Of God" nicht zum Zuge kamen.
Gojira wären noch ein sehr guter Grund gewesen, mal die W.E.T. Stage zu besuchen. Nur die liefen ja parallel zu Maiden - also nicht. Eindeutig der größte Klops in der Running Order.
Freitag:
Ein Wackentag mit historischer Highlightdichte am späten Abend. Und anstrengend - ich war von ca. 13:00 bis 03:00 Uhr dort, davon die allerwenigste Zeit nicht auf den Beinen. Ganz erholt habe ich mich davon glaube ich immer noch nicht.
Bands:
Orphaned Land aus Israel kannte ich vorher nur vom kurzen Reinhören. Gefiel mir gut. Der Sänger behauptet, nicht Jesus zu sein. Tatsächlich lief er nicht über Wasser und es gab weder Freibrot noch -wein.
Lange lange hat's gedauert, so viele Jahre und Schicksalsschläge innerhalb der Band... Zu erklären, wie sehr ich mich auf mein drittes Voivod-Konzert nach 1993 und 1997 gefreut habe, würde hier den Rahmen sprengen. Hätte sonst nur der allerletzte Dreck in Wacken gespielt, ich wäre trotzdem wegen Voivod gekommen.
Und wie sehr die Band sich freute, war ihnen den ganzen Gig über hundertprozentig anzusehen und zu hören. Hammer! Wer das verpasst hat, ist doof. Basta.
Also liebe Herren Away, Snake, Dan, Blacky (oder im Studio meinetwegen auch Jasonic) - unbedingt neues Material aufnehmen! (wäre das erste ohne Piggy - R.I.P. - an der Gitarre) Und live sowieso weitermachen!
Fröhlich weiter ging's mit The Boss Hoss. Die Cowboys sorgten wie schon letztes Jahr für riesige Partystimmung und waren sich dabei der Ironie auf der "True Metal Stage" spielen zu dürfen durchaus bewusst.
Danach gab's für mich ein bisschen Pause, futtern, ein paar Songs Arch Enemy, Futtern und Feuershow, nebenbei Grave Digger...
... und dann von Viertel nach elf bis drei Uhr morgens drei Hauptacts komplett hintereinander:
SLAAAAAAAYYYEEEER!!!!
Was soll ich noch mehr sagen? Slayer sind einfach die Macht! Schön, dass die "Seasons In The Abyss" gut vertreten war in der Setlist. Ja Mensch, was soll man noch groß sagen...
SLAAAAAAAYYYEEEER eben.
Danach kamen dann Anvil.
Ich habe ja ziemlich viele Ideen, worüber ich mal bloggen könnte, die ich dann doch nicht umsetze. Eine davon wäre ein Doppelreview des Iron-Maiden-Films "Flight 666" und der schon weiter oben erwähnten exzellenten Doku "Anvil! The Story Of Anvil" gewesen, zwei Filme, die gegensätzlicher kaum sein könnten: auf der einen Seite die Metalmillionäre, die im eigenen Jet, gesteuert vom Sänger persönlich von Megakonzert zu Megakonzert fliegen, auf der anderen Seite die Kanadier, welche in den frühen Achtzigern auf dem Weg zum ganz großen Metal-Ruhm waren, dann aber irgendwie auf der Strecke blieben und ihrem Traum, irgendwie an diese Rockstar-Zeiten anzuknüpfen auch unter widrigsten Bedingungen jahrzehntelang nicht aufgeben.
Nachdem man diese Band ja in jenem vielleicht großartigsten aller Rock'n'Roll-Film in ihren absurdesten und bittersten Momenten erlebt und mitgelitten hatte und ich auf dem aktuellen Album "This Is Thirteen" feststellen musste, dass die Musik auf Platte tatsächlich nur bedingt funktioniert und Lips auch kein wirklich großartiger Sänger ist, war es schon sehr befriedigend zu sehen, wie Anvil auf der Hauptbühne von Wacken - mit fetterer Lightshow als Slayer - die Zeit ihres Lebens hatten und rockten wie Sau! Lips machte Faxen, schrie Ansagen in sein Gitarrenpickup und packte den legendären Gitarrensolo-Dildo wieder raus, Robb Reiner spielte eines der wenigen wirklich guten Drumsoli in der Geschichte des Festivals. Metal on Metal! Um es mit Nigel Tufnel zu sagen: Dieser Auftritt ging bis 11!
"Sehr gutes Ding - ein dritter Teil 2011 muss aber nicht mehr sein. ;)"
Das sagte ich vor zwei Jahren zum "Cantus Buranus" von Corvus Corax. Nunja, der dritte Teil kam ja jetzt sogar schon ein Jahr früher als von mir prognostiziert. Und was interessiert mich eigentlich mein Gefasel von vorgestern?
Am Rezept (tausend Leute auf der Bühne, mittelalterliche Instrumente + Orchester + Chor + ab und zu Opernsängerin, Bombast, Bombast und nochmal Bombast) hat man nichts geändert. Ein bisschen düsterer war's vielleicht noch. Und einfach schwer beeindruckend.
Eine Stunde später zu Hause war ich gerädert wie vielleicht noch nie nach Wacken - war aber dennoch schon voller Vorfreude auf den...
Samstag:
Deutlich weniger "Pflichttermine" im Programm, also hatte ich es auch nicht ganz so eilig loszufahren.
Dennoch war ich um 15:45 Uhr pünktlich zu Overkill vor Ort. Auch so eine Band, die mich im Studio nicht richtig überzeugt, aber live regelmäßig alle Zweifel wegbläst.
Nach einigen Songs ging ich nach vorne, um von der Seite durch den Graben zurückkehrende Crowdsurfer zu knipsen, was sich ja schon letztes Jahr als ganz unterhaltsamer Zeitvertreib erwiesen hatte.
Das war's auch diesmal wieder - bis zu dem Moment, in dem ich Zeuge der laut Polizeibericht einzigen wirklich schweren Verletzung in Wacken wurde, als ein Fan ausrutschte, mit dem Hinterkopf gegen eine Strebe der Absperrung knallte und regungslos liegenblieb. Ziemlich übel anzuschauen... zum Glück hat er das überlebt.
(Mehr von mir dazu und zum Thema Crowdsurfing hier auf flickr.)
Dadurch, dass ich deswegen etwas früher wieder nach hinten ging, traf ich mal wieder meinen Bruder, den ich zuletzt kurz nach Voivod gesehen hatte, wo er genau wie ich in der ersten Reihe gestanden hatte, der mir stolz erzählte, wie er kurz darauf noch Blacky und Away von Voivod auf dem Gelände getroffen und sich ein Autogramm erstalkt hatte. ;)
Kurz nach dieser Erzählung geschah dann der oben erwähnte Einlasszwischenfall mit der zu professionellen Kamera. Schon faszinierend, wie schnell man in Wacken mitten im Gespräch auseinandergerissen werden kann...
Wieder auf dem Gelände gab ich mir ein wenig gepflegten Präzisionsgrindcore von Lock Up und direkt im Anschluss auf der Wackinger Stage das irishfolkige Kontrastprogramm mit The Keltics.
Das Finale bildeten für mich schließlich die beiden letzten Bands auf der Party Stage, nämlich die Doom-Götter Candlemass und die komplett ihr Klassikeralbum "Wildhoney" zelebrierenden Tiamat. Zwei fantastische Auftritte und ein relativ ruhiger, atmosphärischer Abschluss für ein Metalfestival.
Im ersten Regen nach einem staubtrockenen Tag verließ ich um halb zwei glücklich das 21. Wacken Open Air.
Für eine beste Band kann und will ich mich diesmal gar nicht entscheiden, da war ja gleich eine Handvoll Gruppen, die dieses Prädikat verdient hätten.
Wie ich schon eingangs sagte: mit Sicherheit eines der besten W:O:As aller Zeiten! :)
Bandwünsche für nächstes Jahr:
Schade nur, dass ich diesmal ohne die charmante Begleitung der letzten beiden Jahre auskommen musste. Aber vielleicht ja nächstes Mal wieder? ;)
Als einzigen organisatorischen Mangel muss ich neben den paar unvermeidbaren doofen Bandüberschneidungen ankreiden, dass die Definitionshoheit darüber, was eine "normale" Kamera ist, bei Ordnern liegt, die davon z.T. so wenig Ahnung haben wie ich meinerseits vom wirkungsvollen Einsatz muskelaufbauender Präparate.
Einerseits bin ich natürlich immer wieder dankbar, wenn mir jemand erklärt, dass meine niedrigpreisige Allerwelts-Consumer-Spiegelreflex Profiausrüstung ist - ich als Amateur weiß davon nämlich nichts ;) -, anderseits bezahle ich ungern hundertdreißig Euro Eintritt, nur um mit schlecht gebrieften Securitynasen debattieren zu müssen oder sogar am Einlass abgewiesen zu werden, so dass ich ewig zu einem alternativen Eingang laufen muss. Und dass dann auch noch am Samstag, nachdem man drei Tage dort unterwegs ist.
Also liebe Verantwortlichen - wenn ihr wirklich solche Angst habt, dass jemand unakkreditiert zu gute Fotos schießt, dann macht doch erstens die Fotogräben noch zwanzig Meter breiter und hängt die Bühnen außerdem mit Vorhängen zu, auf denen große Fotoverbotsschilder drauf sind! Gute Fotos macht nämlich in der Regel nicht die Kamera, sondern der Typ dahinter, und auch mit einem iPhone kann aus der ersten Reihe sicherlich mal ein glücklicher Schuss gelingen.
Davon, das ich in den Vorjahren einige meiner beliebtesten Wackenfotos mit antiken Falt- und Boxkameras gemacht habe, fange ich am besten gar nicht an... ;)
So, genug gemotzt.
Meine bisher fertig aufbereiteten Bilder sind übrigens HIER zu sehen.
Bei einigen Bands wie z.B. Iron Maiden oder Slayer habe ich allerdings gar nicht erst versucht, zu fotografieren, weil das Bühnengeschehen für meine Profikamera zu weit entfernt, die Bühne zu dunkel bzw. das direkte Umfeld zu gefährlich war oder ich einfach gerade keinen Bock hatte. ;)
Ich war von Mittwoch bis Samstag in Wacken, habe allerdings wieder zu Hause gepennt und dementsprechend wenig vom Campingplatz gesehen. Ebenfalls nicht statt fand bei mir die W.E.T.-Stage (nur Mittwoch ein paar Minuten reingekuckt), der Biergarten (kein Mambo Kurt für mich dieses Jahr) und das Bullhead City Wrestling Zelt, in dem u.a. Ölcatchen und Wet-T-Shirt-Wettbewerbe stattfanden, damit gewisse Spiegel-Online-Schreiber auch etwas zu berichten hatten.
Ich pendelte hauptsächlich zwischen den drei Open-Air-Bühnen des Hauptgeländes und dem Wackinger Village hin und her.
Mittwoch:
Fußball und Highland Games gekuckt.
Musik fast nur von einer mir namentlich nicht bekannten Spielmannstruppe aus dem Wackingerdorf.
Dann recht früh nach Hause, da kein zwingendes Programm anstand und ich keinen Bock auf Regen hatte. Am Movie Field kuckte ich mich dann aber doch noch eine Weile an Anvil! The Story Of Anvil fest, eh ich zum Schluss kam, dass ich den ja auch jederzeit trocken zu Hause auf DVD kucken kann, wenn ich möchte.
Den heftigsten Schauer allerdings hatte es schon nachmittags gegeben, als ich eine Stunde lang für mein Armbändchen und die Full Metal Bag inklusive Plastikregenjacke anstand. ;)
Donnerstag:
Wetter von nun an warm - aber nicht zu heiß - und regenfrei.
Zum Aufwärmen erstmal eine lustige Gauklershow angesehen.
Musikalisch wurde es wahrlich eine Night to Remember:
Alice Cooper besser und mit mehr mir bekannten Songs als erwartet, hat mich gut unterhalten. Die Show ist natürlich Kasperkram, aber ehrlich - welche Metalshow, bei der Kostüme und Requisiten zum Einsatz kommen ist das nicht? Macht ja auch nichts, so lange es unterhält. :)
Mötley Crüe habe ich im Gespräch ja nur so am Rande mitbekommen und die sind auch wirklich nicht mein Ding. Nur der Drummer kam mir bekannt vor - hat der mal in irgendeinem Film mitgespielt? ;) Irgendwie lustig aber auch der Sänger, weil die Stimme überhaupt nicht zum Typen passt. Wirkt total, als wäre der die ganze Zeit hochgeschlumpfpitcht worden.
Iron Maiden entfesselten das Publikum nicht so sehr wie vor zwei Jahren, da diesmal kein Klassikerset, sondern schwerpunktmäßig Stücke der letzten vier Alben gespielt wurde. Dennoch ist Maiden natürlich Maiden, daran gibt's nichts zu rütteln. Und die Stücke sind ja auch alle klasse. Schade nur, dass die Songs, die ich am liebsten gehört hätte, nämlich "Brighter Than A Thousand Suns" und "For The Greater Good Of God" nicht zum Zuge kamen.
Gojira wären noch ein sehr guter Grund gewesen, mal die W.E.T. Stage zu besuchen. Nur die liefen ja parallel zu Maiden - also nicht. Eindeutig der größte Klops in der Running Order.
Freitag:
Ein Wackentag mit historischer Highlightdichte am späten Abend. Und anstrengend - ich war von ca. 13:00 bis 03:00 Uhr dort, davon die allerwenigste Zeit nicht auf den Beinen. Ganz erholt habe ich mich davon glaube ich immer noch nicht.
Bands:
Orphaned Land aus Israel kannte ich vorher nur vom kurzen Reinhören. Gefiel mir gut. Der Sänger behauptet, nicht Jesus zu sein. Tatsächlich lief er nicht über Wasser und es gab weder Freibrot noch -wein.
Lange lange hat's gedauert, so viele Jahre und Schicksalsschläge innerhalb der Band... Zu erklären, wie sehr ich mich auf mein drittes Voivod-Konzert nach 1993 und 1997 gefreut habe, würde hier den Rahmen sprengen. Hätte sonst nur der allerletzte Dreck in Wacken gespielt, ich wäre trotzdem wegen Voivod gekommen.
Und wie sehr die Band sich freute, war ihnen den ganzen Gig über hundertprozentig anzusehen und zu hören. Hammer! Wer das verpasst hat, ist doof. Basta.
Also liebe Herren Away, Snake, Dan, Blacky (oder im Studio meinetwegen auch Jasonic) - unbedingt neues Material aufnehmen! (wäre das erste ohne Piggy - R.I.P. - an der Gitarre) Und live sowieso weitermachen!
Fröhlich weiter ging's mit The Boss Hoss. Die Cowboys sorgten wie schon letztes Jahr für riesige Partystimmung und waren sich dabei der Ironie auf der "True Metal Stage" spielen zu dürfen durchaus bewusst.
Danach gab's für mich ein bisschen Pause, futtern, ein paar Songs Arch Enemy, Futtern und Feuershow, nebenbei Grave Digger...
... und dann von Viertel nach elf bis drei Uhr morgens drei Hauptacts komplett hintereinander:
SLAAAAAAAYYYEEEER!!!!
Was soll ich noch mehr sagen? Slayer sind einfach die Macht! Schön, dass die "Seasons In The Abyss" gut vertreten war in der Setlist. Ja Mensch, was soll man noch groß sagen...
SLAAAAAAAYYYEEEER eben.
Danach kamen dann Anvil.
Ich habe ja ziemlich viele Ideen, worüber ich mal bloggen könnte, die ich dann doch nicht umsetze. Eine davon wäre ein Doppelreview des Iron-Maiden-Films "Flight 666" und der schon weiter oben erwähnten exzellenten Doku "Anvil! The Story Of Anvil" gewesen, zwei Filme, die gegensätzlicher kaum sein könnten: auf der einen Seite die Metalmillionäre, die im eigenen Jet, gesteuert vom Sänger persönlich von Megakonzert zu Megakonzert fliegen, auf der anderen Seite die Kanadier, welche in den frühen Achtzigern auf dem Weg zum ganz großen Metal-Ruhm waren, dann aber irgendwie auf der Strecke blieben und ihrem Traum, irgendwie an diese Rockstar-Zeiten anzuknüpfen auch unter widrigsten Bedingungen jahrzehntelang nicht aufgeben.
Nachdem man diese Band ja in jenem vielleicht großartigsten aller Rock'n'Roll-Film in ihren absurdesten und bittersten Momenten erlebt und mitgelitten hatte und ich auf dem aktuellen Album "This Is Thirteen" feststellen musste, dass die Musik auf Platte tatsächlich nur bedingt funktioniert und Lips auch kein wirklich großartiger Sänger ist, war es schon sehr befriedigend zu sehen, wie Anvil auf der Hauptbühne von Wacken - mit fetterer Lightshow als Slayer - die Zeit ihres Lebens hatten und rockten wie Sau! Lips machte Faxen, schrie Ansagen in sein Gitarrenpickup und packte den legendären Gitarrensolo-Dildo wieder raus, Robb Reiner spielte eines der wenigen wirklich guten Drumsoli in der Geschichte des Festivals. Metal on Metal! Um es mit Nigel Tufnel zu sagen: Dieser Auftritt ging bis 11!
"Sehr gutes Ding - ein dritter Teil 2011 muss aber nicht mehr sein. ;)"
Das sagte ich vor zwei Jahren zum "Cantus Buranus" von Corvus Corax. Nunja, der dritte Teil kam ja jetzt sogar schon ein Jahr früher als von mir prognostiziert. Und was interessiert mich eigentlich mein Gefasel von vorgestern?
Am Rezept (tausend Leute auf der Bühne, mittelalterliche Instrumente + Orchester + Chor + ab und zu Opernsängerin, Bombast, Bombast und nochmal Bombast) hat man nichts geändert. Ein bisschen düsterer war's vielleicht noch. Und einfach schwer beeindruckend.
Eine Stunde später zu Hause war ich gerädert wie vielleicht noch nie nach Wacken - war aber dennoch schon voller Vorfreude auf den...
Samstag:
Deutlich weniger "Pflichttermine" im Programm, also hatte ich es auch nicht ganz so eilig loszufahren.
Dennoch war ich um 15:45 Uhr pünktlich zu Overkill vor Ort. Auch so eine Band, die mich im Studio nicht richtig überzeugt, aber live regelmäßig alle Zweifel wegbläst.
Nach einigen Songs ging ich nach vorne, um von der Seite durch den Graben zurückkehrende Crowdsurfer zu knipsen, was sich ja schon letztes Jahr als ganz unterhaltsamer Zeitvertreib erwiesen hatte.
Das war's auch diesmal wieder - bis zu dem Moment, in dem ich Zeuge der laut Polizeibericht einzigen wirklich schweren Verletzung in Wacken wurde, als ein Fan ausrutschte, mit dem Hinterkopf gegen eine Strebe der Absperrung knallte und regungslos liegenblieb. Ziemlich übel anzuschauen... zum Glück hat er das überlebt.
(Mehr von mir dazu und zum Thema Crowdsurfing hier auf flickr.)
Dadurch, dass ich deswegen etwas früher wieder nach hinten ging, traf ich mal wieder meinen Bruder, den ich zuletzt kurz nach Voivod gesehen hatte, wo er genau wie ich in der ersten Reihe gestanden hatte, der mir stolz erzählte, wie er kurz darauf noch Blacky und Away von Voivod auf dem Gelände getroffen und sich ein Autogramm erstalkt hatte. ;)
Kurz nach dieser Erzählung geschah dann der oben erwähnte Einlasszwischenfall mit der zu professionellen Kamera. Schon faszinierend, wie schnell man in Wacken mitten im Gespräch auseinandergerissen werden kann...
Wieder auf dem Gelände gab ich mir ein wenig gepflegten Präzisionsgrindcore von Lock Up und direkt im Anschluss auf der Wackinger Stage das irishfolkige Kontrastprogramm mit The Keltics.
Das Finale bildeten für mich schließlich die beiden letzten Bands auf der Party Stage, nämlich die Doom-Götter Candlemass und die komplett ihr Klassikeralbum "Wildhoney" zelebrierenden Tiamat. Zwei fantastische Auftritte und ein relativ ruhiger, atmosphärischer Abschluss für ein Metalfestival.
Im ersten Regen nach einem staubtrockenen Tag verließ ich um halb zwei glücklich das 21. Wacken Open Air.
Für eine beste Band kann und will ich mich diesmal gar nicht entscheiden, da war ja gleich eine Handvoll Gruppen, die dieses Prädikat verdient hätten.
Wie ich schon eingangs sagte: mit Sicherheit eines der besten W:O:As aller Zeiten! :)
Bandwünsche für nächstes Jahr:
- die nach wie vor überfälligen Dream Theater
- die frisch reunierten Autopsy!
- die Celtic Frost-Nachfolger Tryptikon
- und Cynic können auch gerne dem Club der Bands, die alle zwei, drei Jahre kommen beitreten
- Jesu oder alternativ auch ein weiteres Livereunionskonzert von Godflesh, aber lieber Jesu ;)
Nur noch ein Jahr...
... bis Wacken 2011!
Und ich habe mir dafür gerade das X-Mas-Ticket bestellt. :)
Hätte nicht gedacht, dass das auf der völlig überlasteten Seite schon nach einer halben Stunde klappen kann. ;)
Und ich habe mir dafür gerade das X-Mas-Ticket bestellt. :)
Hätte nicht gedacht, dass das auf der völlig überlasteten Seite schon nach einer halben Stunde klappen kann. ;)
2010-07-28
2010-07-17
Plush + Blaney & Heuer (16.07.2010)
Gestern spielten Plush aus Vuvuzelistan und Blaney & Heuer (& Plotz & Gastsängerin, deren Namen ich nicht weiß) in der Lauschbar, Itzehoe.
alle Bilder HIER auf flickr!
alle Bilder HIER auf flickr!
2010-07-13
2010-07-11
Noch Bedarf an extra-nerdigen Kamera-Spezialtagen?
Für alle, denen der International Commie Camera Day noch nicht speziell genug ist, und der Worldwide Pinhole Photography Day schon viel zu bekannt und somit nicht mehr wirklich angesagt, gibt es jetzt etwas neues!
Am 20. Juni (6/20), war Six-20-Camera-Day, der Tag des eigentlich ausgestorbenen 620er-Filmformats, welches sich mit etwas Wechselsack- bzw. Dunkelkammergefummel jedoch wiederbeleben lässt. Die Größe des eigentlichen Films entspricht nämlich dem des normalen 120er-Rollfilms, nur die Spule ist etwas dünner und schmaler.
Ich kam zu diesem Format 2006 durch meine selten genutzte Kodak Junior Balgenkamera und die noch viel seltener in Gebrauch genommene Ansco Pioneer. Mit Abstand am meisten gebraucht habe ich es mit meiner Lieblingsboxkamera, der Kodak Brownie Hawkeye.
Mit dieser und fast zwanzig Jahre altem Diafilm habe ich auch meinen ersten Six-20-Day bestritten:
Am 20. Juni (6/20), war Six-20-Camera-Day, der Tag des eigentlich ausgestorbenen 620er-Filmformats, welches sich mit etwas Wechselsack- bzw. Dunkelkammergefummel jedoch wiederbeleben lässt. Die Größe des eigentlichen Films entspricht nämlich dem des normalen 120er-Rollfilms, nur die Spule ist etwas dünner und schmaler.
Ich kam zu diesem Format 2006 durch meine selten genutzte Kodak Junior Balgenkamera und die noch viel seltener in Gebrauch genommene Ansco Pioneer. Mit Abstand am meisten gebraucht habe ich es mit meiner Lieblingsboxkamera, der Kodak Brownie Hawkeye.
Mit dieser und fast zwanzig Jahre altem Diafilm habe ich auch meinen ersten Six-20-Day bestritten:
2010-07-10
Schland der Sinne
SCHLAAAAAAAAAAAAAAAND!!!
SCHLAAAAAAAAAAAAAAAND!!!
SCHLAAAAAAAAAAAAAAAND!!!
Wird mal wieder Zeit, meine flickr-Galerien (mit Bildern anderer Fotografen) hier etwas zu promoten... ;)
mehr sorgsam handverlesene Galerien hier!
SCHLAAAAAAAAAAAAAAAND!!!
SCHLAAAAAAAAAAAAAAAND!!!
Wird mal wieder Zeit, meine flickr-Galerien (mit Bildern anderer Fotografen) hier etwas zu promoten... ;)
mehr sorgsam handverlesene Galerien hier!
2010-07-09
Störbrücke auf Film
Neulich zur Eröffnung der neuen itzehoer Störbrücke hatte ich auch Filmkameras dabei.
und alle Bilder nach wie vor HIER!
und alle Bilder nach wie vor HIER!
Abonnieren
Posts (Atom)
