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2019-01-30

SULPHUR AEON - The Scythe Of Cosmic Chaos

Fuck, yeah! Sulphur Aeon!

Mit einem anderen Veröffentlichungstermin hätte es das neue Album der deutschen Deathmetaller sicherlich an die Spitze von mehr Polls und Best-of-2018-Listen geschafft. Doch dafür, dass es erst ein paar Tage vor Weihnachten erschienen ist, ist es in jenen doch schon erstaunlich präsent. Und das aus gutem bösen Grund.




SULPHUR AEON - The Scythe Of Cosmic Chaos (dark green smoke vinyl 2LP) (2018)


Ich mache es mal kurz: Alles, was Sulphur Aeon zuletzt 2015 auf "Gateway To The Antisphere" richtig gemacht haben, trifft so oder zumindest sehr ähnlich auch auf "The Scythe Of Cosmic Choas" zu.

Ein komplett auf H.P. Lovecrafts mythischer Alptraumwelt aufgebautes, brutales, über so ziemlich jeden musikalischen Zweifel erhabenes Death-Metal-Meisterwerk auf drei LP-Seiten (vierte Seite mit Etching), in bester Ván Records-Tradition edel verpackt, inklusive großzügigem, stimmungsvoll illustrierten Zwölf-Zoll-Textbooklet. Das Ganze kredenzt mit einem epischen Coverartwork. Jenes ist ist zwar diesmal eine Stufe unepochaler (mehr ginge ja auch kaum) als zuletzt und auch kein aufklappbares Panorama, aber dafür gibt es halt noch ein zweites, mit der Front beinahe ebenbürtiges Bild im Inneren des Gatefolds.

Für die noch luxuriösere Edition kam ich zu spät, doch auch mit dieser Standardvariante, welche auch schon dunkelgrünes Vinyl beinhaltet, bin ich durchaus schon sehr glücklich.




Das Gesamtbild des Albums könnte nicht stimmiger sein. Die Texte rund um die Großen Alten und ihre Weltuntergangskultisten harmoniert einfach perfekt mit dem im schwarzen Herzen oldschooligen, sich in der Ausführung jedoch neuen Einflüssen gegenüber nicht verschließenden Death-Metal-Inferno voller gewaltiger Riffs, rübenabschraubender Blasts, kranker und erhabener Leadgitarren.

Es gibt kleine Neuerungen im Sound. So kommt neben den dominierenden Grunts und gelegentlichen Spoken words auch ab und zu cleaner, beschwörender Doom-Metal-Gesang zum Einsatz.
Und während der zweiten Albumhälfte, in der das ohnehin schon schwindelerregende Niveau der Platte mit Overkrachern wie "Sinister Sea Sabbath" oder dem Finale "Though Shall Not Speak His Name" auf eine noch gewaltigere, bombastischere Ebene gehievt wird, sind auch in den Gitarrenriffs mehr Doom-Anleihen und in den Leads Einflüsse aus postrockenden Sphären zu spüren.

Die Einbettung dieser Elemente ist allerdings so natürlich, dass sie auch einem fundamentalistischen Death-Metal-Puristen kaum aufstoßen dürften. Keine Sorge, das hier ist konzeptionell, ästhetisch, musikalisch Death pur der Extraklasse, wie ich ihn in dieser mystischen, Chaos beschwörenden, Höllentore öffnenden Intensität aktuell vielleicht nur von Grave Miasma ähnlich überzeugend finde.

Fuck, yeah! Sulphur Aeon!
 





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