Was für ein Zufall! Die taiwanesischen Acid Mothers Temple-Verehrer Dope Purple, auf die ich nun schon ein paar Jahre dringend Bock habe, kommen auf ihre erste Europatour und ich ärgere mich schon, dass ich dieses Jahr nicht vorhabe zum Esbjerg Fuzztival nach Dänemark zu fahren - da kündigen sie auch schon ihre einzige deutsche Clubshow (abgesehen vom Desertfest Berlin) an. Und diese findet ausgerechnet im Herz des nordfriesischen Nirgendwo, im touristischen Hafenstädtchen fucking Husum statt! Klar, nichts wie hin da!
Da ich Zeit habe, fahre ich statt Autobahn die kürzeste, aber auch langsamere malerische Route, bin in Friedrichshafen noch einkaufen und abendessen, habe aber trotzdem noch genügend Zeit für zumindest ein bisschen fotografischen Spaziergang (teilweise mit Film, also hier noch nicht zu sehen) bei nicht mehr allzu großzügigem Licht, da das Wetter sich trotz warmer Sommertemperatur bemühte, dem Ruf der "grauen Stadt am Meer" gerecht zu werden.
Da ich Zeit habe, fahre ich statt Autobahn die kürzeste, aber auch langsamere malerische Route, bin in Friedrichshafen noch einkaufen und abendessen, habe aber trotzdem noch genügend Zeit für zumindest ein bisschen fotografischen Spaziergang (teilweise mit Film, also hier noch nicht zu sehen) bei nicht mehr allzu großzügigem Licht, da das Wetter sich trotz warmer Sommertemperatur bemühte, dem Ruf der "grauen Stadt am Meer" gerecht zu werden.
Um zwanzig Uhr war es dann aber Zeit, direkt neben den Restaurants, Jahnny's Eis und Booten des historischen Hafens in den Speicher einzukehren, wo die Sause - leider ohne Vorband, die die Zuschauerzahlen evtl. noch etwas weiter nach oben gepusht hätte - auch schon bald darauf losging.
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| DOPE PURPLE |
Die Show begann ganz harmlos mit Gitarrist Hung Jiun Chi (den ich der Vergangenheit schon zweimal in Berlin und Tilburg als Hälfte des Duos Mong Tong erlebt hatte) an einem ziemlich großen, mit vielen Extrareglern ausgestatteten Instrument, dem er oftmals an Kikagaku Moyo erinnernde Sitarklänge entlockte. Nach und nach kam der Rest der fünfköpfigen Kombo auf die Bühne, um zunächst Atmosphäre aufzubauen, aber schon bald in diversen immer wilderen, chaotischeren und lauteren Zündstufen neue Raketen psychedelischen Freakouts abzufeuern.
Abgesehen von Gitarren, Bass und Schlagzeug gibt es bei Dope Purple wohl eine gewisse Fluktuation in der Besetzung. So waren zu meiner Überraschung keine Synthesizer am Start, dafür aber Tenorsaxophon - ich nehme mal an gespielt von Yong Yandsen, der auf "Children In The Darkness" noch als Special Guest geführt wurde. Und dieses dauereskalierende, freejazzende, aber manchmal auch wie eine Zurna jaulende Saxophon war im Grunde der Frontmann der nur aus wenigen, dafür aber sehr langen Stücken bestehenden Show.
Wenn sich nicht der am wildesten rock'n'roll-posende Gitarrist/Sänger Kozma Lui in den Vordergund - was auch mal der Publikumsraum sein konnte - schob. Was er sang oder schrie war im ohren- und sinnenbetäubenden Krautgetose kaum auszumachen, spielte aber auch keine Rolle. Wichtig war hier vor allem der vollkommen auf Anschlag in Stufe elf gedrehte Exzess - welcher durch leisere und langsamere Aufbaupassagen nur noch mehr akzentuiert wurde.
Vollumfänglich zu beschreiben, was in diesem oft scheinbar einzig durch den stoischen Bass zusammengehaltenem einstündigen Rausch alles geschah ist genauso müßig wie unmöglich. Es war einfach überwältigend übertrieben - und genau richtig so. Dope Purple bespielen jene verwegene Ecke kosmischen Krachs, in der neben den japanischen Vorbildern auch die französischen Heavy Psych-ologen Slift Radau machen. Einmal kräftig durchspacen bitte!
Eine absolut grandiose Show. Ich fühle mich privilegiert, dabeigewesen zu sein.
Abgesehen von Gitarren, Bass und Schlagzeug gibt es bei Dope Purple wohl eine gewisse Fluktuation in der Besetzung. So waren zu meiner Überraschung keine Synthesizer am Start, dafür aber Tenorsaxophon - ich nehme mal an gespielt von Yong Yandsen, der auf "Children In The Darkness" noch als Special Guest geführt wurde. Und dieses dauereskalierende, freejazzende, aber manchmal auch wie eine Zurna jaulende Saxophon war im Grunde der Frontmann der nur aus wenigen, dafür aber sehr langen Stücken bestehenden Show.
Wenn sich nicht der am wildesten rock'n'roll-posende Gitarrist/Sänger Kozma Lui in den Vordergund - was auch mal der Publikumsraum sein konnte - schob. Was er sang oder schrie war im ohren- und sinnenbetäubenden Krautgetose kaum auszumachen, spielte aber auch keine Rolle. Wichtig war hier vor allem der vollkommen auf Anschlag in Stufe elf gedrehte Exzess - welcher durch leisere und langsamere Aufbaupassagen nur noch mehr akzentuiert wurde.
Vollumfänglich zu beschreiben, was in diesem oft scheinbar einzig durch den stoischen Bass zusammengehaltenem einstündigen Rausch alles geschah ist genauso müßig wie unmöglich. Es war einfach überwältigend übertrieben - und genau richtig so. Dope Purple bespielen jene verwegene Ecke kosmischen Krachs, in der neben den japanischen Vorbildern auch die französischen Heavy Psych-ologen Slift Radau machen. Einmal kräftig durchspacen bitte!
Eine absolut grandiose Show. Ich fühle mich privilegiert, dabeigewesen zu sein.
































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