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2018-08-05

THE OSIRIS CLUB - The Wine-Dark Sea

Und dann war da ja noch ein entscheidender Grund, neulich beim Sommer Sale von Indie Records zuzuschlagen.

Die Aufnahmesessions lagen schon eine ganze Weile zurück, doch aus irgendwelchen Gründen hat es doch noch eine längere Weile gedauert, bis der Nachfolger zum Debüt "Blazing World" endlich das Licht der Welt erblickt hat. Nun ist sie aber da, die neue LP von The Osiris Club:




THE OSIRIS CLUB - The Wine-Dark Sea (LP) (2018)

Schnell wird klar, dass die Band sich treu geblieben ist und auf ihrer bewährten Formel aufgebaut hat. In neun Songs, von denen der letzte, "Winters Night On Sentinel Hill", als dreiteiliger Longtrack allerdings mehrfach zählt, gibt es wieder reichlich traditionellen Psychedelic Rock auf die Ohren, eins zu eins mit Prog gemischt und als Ganzes dann mit Hardrock / Metal vermengt.

Das Album durchzieht eine gespenstisch mysteriöse, aber auch höchst britische, irgendwie immer etwas kauzige Atmosphäre.
Nicht jeder Track ist hier der ganz große Wurf, doch das Einstiegsdoppel aus "Wormwood Grange" und der Dank Kristoffer Rygg (Ulver) als Gastsänger gothicsanften "Island Of Stone", sowie der B-Seiten-Opener und Oberohrwurm "Ringing The Changes" und der bereits erwähnte große Abschluss holen die Kohlen für die nicht ganz so schmissigen Anteile locker aus dem Feuer.

Doch, das ist alles schon interessantes Zeug. Wirklich verbesserungswürdig finde ich nur, dass unter den breiten - und bewusst in ihrer Kombination klangmatschigen - Arrangements aus Keyboards, teilweise auch Saxophon und dem stets mit viel trippigem Hall präsentierten Gesang, die Rhythmussektion noch zu dumpf geraten ist. Ein klareres, knackigeres Schlagzeug könnte hier noch mehr Drive und Ordnung schaffen.

Da bin ich ja jetzt schon gespannt, wie Randall Dunn, mit dem die Band bereits am Nachfolgealbum arbeitet, den Sound der Gruppe konservieren wird.

Doch weg von der Zukunftsmusik, zurück zu "The Wine-Dark Sea".

In meiner letzten Kritik habe ich noch vergebens nach insgesamt mit The Osiris Club vergleichbaren Band gesucht. Da ich den Verweis mehrmals gehört habe, habe ich nun mal recherchiert und mir ertmals ernsthaft ein paar Videos von Ghost angeschaut.

Erstens: Hey, die sind ja gar nicht übel.
Zweitens: Ja, das haut schon hin. Nicht hundertprozentig zwar, aber man könnte durchaus behaupten, dass The Osiris Club eine aus obskureren Einflüssen zusammengesetzte, kryptischere Version von Ghost ist. (Auch wenn The Osiris Club anders als auf dem Roadburn 2015 live mittlerweile keine Masken mehr tragen.)

Super. Dann ist die Sache jetzt also auch endlich mal geklärt.





Highlights: Winters Night On Sentinel Hill, Ringing The Changes, Island Of Stone, Wormwood Grange



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