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2021-07-03

BLESSINGS - Biskopskniven

Triggerwort "Roadburn".

Ich bin ja eigentlich sehr wählerisch, was Presse/Promotion-Mails angeht. Was mich nicht spontan oder ohnehin als Fan brennend interessiert, landet für gewöhnlich gleich im Papierkorb.

Das hätte Mitte Mai mit dem neuen Album von Blessings auch leicht passieren können, aber ungläubig "Jetzt schon ein Roadburn Redux Livealbum?" denkend, habe ich mir natürlich sofort das Presskit gezogen und erst währenddessen geschnallt, dass zwar gerade die Streamingfestivalperformance der schwedischen Band auf YouTube veröffentlicht worden war, es sich bei dem beworbenen Tonträger aber immer noch das anstehende (inzwischen bereits veröffentlichte) neue Studioalbum handelte.

BLESSINGS - Biskopskniven (2021)

Pelagic Records gehört ja zu jenen Labels, die seit einiger Zeit ein Abo auf alle Neuveröffentlichungen anbieten. Für mich wäre das  allerdings nichts, einfach weil es mir von einigen Sounds schlicht zu viel wäre.
Ich sage nur: brüllaffig aggressiver, aber auch episch erhabener, tonnenschwerer Post Metal.
In diese Richtung geht bei Pelagic eine Menge, meistens für sich auch großartig, aber in der Summe zumndest für mich doch zu unausgewogenen.

Ab und zu kann man das aber durchaus sehr gut haben, vor allem wenn die Band neben diesen Grundkriterien auch noch andere Markenzeichen und Qualitäten aufweisen kann, die sie aus dem Einerlei abhebt.

Bei Blessings ist dies ganz klar eine super dreckige Punk-Kante, jede Menge Schmerz und Gefühl im Gebrüll und ganz wichtig: die Sprache. Die Texte sind nämlich entweder schwedisch - oder englisch mit so derbem Akzent, das man es glatt für schwedisch halten kann. Oder ist es tatsächlich schwedisch, welches ich fälschlicherweise für angeschwedigtes englisch halte?

Auf jeden Fall hebt dies Blessings ab.

Noch dazu - und das ist ja auch nicht so ganz unwichtig - sind die neun Stücke von "Biskopsknoven" aber auch einfach derbe guter Scheiß.

Wer auf Cult Of Luna, Neurosis und Post Allesmögliche (insbesondere aber Hardcore, Punk und Metal) steht, der wird hier verlässlich, aber mit klar wiedererkennbarer eigner Note bedient.

Dass die farbige Vinyl-Version ziemlich geil auszusehen scheint, muss ich bei Pelagic Records im Grunde ja gar nicht erwähnen.







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