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2020-11-07

BANDCAMP DAY November 2020 mit NITELIGHT, ZOMBI und ESOCTRILIHUM

Uuuund es war schon wieder Bandcamp-Freitag! Abgesehen von einem physischen Tonträger, den ich später gesondert besprechen werde, war es für mich diesmal ganz klar ein Helloween-Special, da alle drei folgenden Veröffentlichungen zu jenem Anlass erschienen sind:



NITELIGHT - Zombie Ritual (download) (2020)

Déjà vu! Die italienischen Synthwaver Nitelight spielen schon wieder Chuck Schuldiner. Diesmal ist es allerdings kein komplettes Death-Album, das gecovert wird, sondern allein der Track "Zombie Ritual".

Das fetzt allerdings genauso großartig (und helloweenbedingt mit deutlich mehr Anleihen an Horrorfilmgespenstigkeit) wie die Neuinterpretation von "Symbolic" und gehört für mich deshalb als Bonustrack unbedingt dazu.




ZOMBI - Evans City (download) (2020)

Vom Zombieritual ist es nicht weit zum nächsten Synthwave-Duo namens Zombi, welche uns hier die teils auf dem Score zu "Night Of The Living Dead" basierende Musik für eine Live-Skriptlesung eben jenes Films präsentieren.
Im Vergleich zum metallischeren Album "2020" sind die Herren Moore und Pattera hier wieder sehr viel oldschooliger unterwegs und ganz auf bedrohlichen Synthiehorrorsoundtrack gebügelt.

Merkwürdig dicht am Puls der Zeit sind sie dennoch unterwegs, liegt "Evans City" doch genau wie Pittsburgh, die Heimat des Duos, ausgerechnet im den Sack gegen 45 dicht machenden Staat Pennsylvania. Und jene Grusellesung war eine Benefizveranstaltung für den Wahlkampf von Biden und Harris. Hui, da hat der Lasst-die-Politik-aus-der-Musik-raus-Mob ja wieder Grund zum Heulen.

Und wer geradeaus denken kann und zudem auf carpentersche Soundtrackmusik steht, der hat besseres zu tun und genießt einfach aus vollem Herzen diese sieben Instrumemtaltracks.




ESOCTRILIHUM - F'htansg (download) (2020)

Für Musiker, die sich ohnehin den ganzen Tag vollkommen alleine in ihrer kalten Gruft verkriechen, um menschenfeindlichen, Advantgardeschwarzmetall mit zehn Hirnkollapsen pro Track aus der Hölle aus jenseitigen Dämonensphären heraufzubeschwören, ist das Pandemiescheißdreckjahr 2020 vielleicht gar nicht dramatisch anders als der übliche Tag im Büro.

Fast schon wundert man sich eher, dass der Franzose Asthâghul aka Esoctrilihum nach den überwältigenden Brocken "The Telluric Ashes Of The Ö Vrth Immemorial Gods" und "Eternity Of Shaog" hier tatsächlich nur eine Drei-Track-EP von knapp über zwanzig Minuten in unsere sterblichen Gehörgänge jagt.

Doch keine Sorge, in dieser Zeit passiert auf die bekannt überfordernd überbordende Art wieder so viel, dass man tatsächlich glaubt, es mit einem sehr viel längeren Album zu tun zu haben. Der gute alte "Altars Of Madness"-Effekt halt. Tatsächlich steckt in dem super garstigen, kratzigen, rauschenden Black Metal und insbesondere im letzten Stück "Lugalugkuh" eine Menge Morbid Angel drin. Mit Keyboards könnte man wohl auch Nocturnus sagen.
Daneben blitzen natürlich zahlreiche andere Stilmerkmale auf. Besonders aus dem dauerbösen Fratzengeballer herausstechend ist der Schluss von "Sustutgrielh L'ays", bei dem das Geblaste plötzlich sphärisch schwebt wie bei Botanist.

Insgesamt ist "F'htansg" ein herrliches Inferno und vielleicht gerade für traditioneller orientierte Schwarz- und Todesbleifans ein etwas einfacherer Einstieg in den esoctrilihumschen Kosmos als die einschüchternd riesigen Alben.




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