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2019-09-08

DEAF FOREVER Birthday Bash • 07. September 2019 in der Markthalle, Hamburg (mit SATAN, SULPHUR AEON, METAL INQUISITOR u.a.)

Satan


Das Deaf Forever feierte gestern in der ausverkauften Markthalle  seinen fünften Geburtstag. Dass es soweit gekommen ist, liegt zugegebenermaßen sicherlich nicht an mir. Aber hier und jetzt ist vielleicht nicht so ganz der richtige Ort, um darauf einzugehen, warum mir das Heft irgendwann über war, so dass ich es eigentlich nur noch ein mal pro Jahr kaufe, um mich über die Roadburn-Berichterstattung zu ärgeramüsieren, haha. Also sage ich einfach mal diplomatisch, dass mich persönlich wohl kein Printmagazin mehr an sich binden kann. Oder besser: Ich bin halt nur mit einem kleinen Anteil meines Musikgeschmacks die Zielgruppe.

Das galt auch für dieses Jubiläumsfestival. Fünf Bands, die laut Götz Kühnemund allesamt "Album des Monats"-würdig waren. Ist wohl so, wenn man trueerer Metalhead als ich ist.

Für mich war das Billing eher ein Glücksspiel am Rande meiner Komfortzone, wollte ich doch im Grunde nur Sulphur Aeon wirklich sehen. Die restlichen vier Gruppen liefen spätestens nach etwas YouTube-Recherche unter der Kategorie Overkill-Syndrom, d.h. auf Konserve brauche ich das Zeug kaum bis gar nicht, aber live könnte es eventuell (hoffentlich!) sehr geil werden.


Chapel Of Disease


Den Anfang machten Punkt sechs Uhr abends Chapel Of Disease.

Der Bandname brüllt zwar Death Metal, doch für jenen steht durchgehend nur der Gesang. Die Gruppe baut inzwischen nämlich reichlich Versatzstücke aus Hard Rock und Heavy Metal ein, sowie Parts, die mich ein wenig an Fields Of The Nephilim bzw. Sólstafir denken lassen.

All jene Elemente holen mich auf ihrem aktuellen Album (des Monats) in ihrer Ausführung nicht immer ab, und auch wenn mir die Gruppe live von Beginn an gefiel, dachte ich in der ersten Sethälfte an entsprechenden Stellen meistens, dass mir ein guter Todesmetall-Part jetzt schon noch lieber wäre.
In der zweiten Hälfte kamen dann aber die stärkeren Stücke und fischten die Haare aus der Suppe.

Insgesamt boten Chapel Of Disease also eine sehr gute Heavy Death-Bedienung.



Metal Inquisitor


Metal Inquisitor. Der Name sagt einem ja schon zwei Dinge:

1. Die Band kann nur entweder richtig gut sein - oder allerhöchste Fremdscham auslösend grottenscheiße. Alles andere passt einfach nicht.

2. Stilistisch kann es sich nur um lupenreinsten, klassischen Heavy Metal handeln, den man eigentlich gar nicht beschreiben darf, aus Angst, seiner Lupenreinheit in Worten nicht gerecht zu werden.


Und so war es dann auch, wobei Metal Inquisitor sich zum Glück als sehr geile Liveband herausstellten. Insbesondere das super saubere Sirenenorgan von Sänger El Rojo muss ich hier loben. Doch auch der Rest des zumeist im schnellen Judas Priest-Tempo geschnürten Pakets namens Metal Inquisitor ist zu hundert Prozent darauf optimiert, live zu funktionieren.

Sehr gut!

(Die Band erntete übrigens auch "Priest"-Sprechchöre, die auf einer Ansage vom Headbanger's Open Air beruhten und von den Besuchern nun als Running Gag mitgeschleppt worden war.)


Sulphur Aeon


"Ihr seid mir alle noch ein bisschen zu gut drauf für die nächste Band.", hieß es in der Ansage zu Sulphur Aeon.

Man kann es auch übertreiben, denn die Band spielt ja weder Funeral Doom, noch Sabaton-Cover, sondern auf starkem Songriting basierenden, extrem abgehenden, technisch komplexen und sich exklusiv der lovecraftschen Apokalypse widmenden Düster-Death-Metal.

Ok, jetzt wo ich es sage, sehe ich schon ein, dass das ziemlich böse war und man als Fan auch durchaus ehrfürchtig vor der Allmacht erstarren konnte. Die Musiker selbst lassen auch eher den sinistren Klang für sich sprechen. Ich hätte noch hundert Fotos mehr knipsen können und die hätten wohl fast alle mehr oder weniger gleich ausgesehen. Aber das ist ok. Wer so einen Cthulhunami entfesselt, der braucht auch nicht den Partyinselanimateur zu geben.

Urgefuckingwaltig!



Satan


Und nun hieß es: Endlich mal den Alptraum aller Tod, Musik und Teufel fürchtenden Großeltern erleben! Live auf einem Metalkonzert und die Meute ruft "Sa-tan! Sa-tan! Sa-tan! Sa-tan!" und "Hail Satan!"

Die Beschwörung funktionierte tatsächlich, denn es standen die 1979 (als noch nicht alle einfachen Bandnamen vergeben waren) gegründeten New Wave of British Heavy Metal-Veteranen Satan auf der Bühne. Gesanglich und musikalisch war das alles noch eine Nummer dreckiger, kauziger, schneller als vorher bei Metal Inquisitor. Und es war tatsächlich auch noch eine Ecke geiler.
Ob die spitzen Schreie von Brian Ross, die aberwitzigen Leadgitarrenduelle oder auch jene Stellen, in denen die direkt Blueswurzeln der Musik anklangen, Satan waren satanisch gut.

Auch wenn mir musikalisch Sulphur Aeon nach wie vor immer noch sehr viel mehr sagen; mit dieser Vorstellung waren die Briten für mich eindeutiger Tagessieger. Hip hip hurra Satan!



Deaf Forever Birthday Bunch


Nach der letzten Umbaupause versammelte sich dann zunächst einmal das komplette Deaf Forever-Team auf der Bühne, einer der Initiatoren des Deaf Forever-Forums hielt eine ähm... Rede und schenkte der Redaktion - Achtung, jetzt wird's originell! - Bier.

Ja, Bier.

Und warum muss eigentlich, wenn spontan "Happy Birthday" angestimmt wird, immer gerade der schlimmste Sänger das Mikro in der Hand halten?



Atlantean Kodex


Als letzter Programmpunkt, eine Band, die als "süddeutsche Epic-Metal-Institution" angekündigt war. Beliebtes Ding, gefühlt drei Viertel des Saales trug nun Atlantean Kodex-Merchandise am Leib. Ich hab neulich zum ersten Mal reingehört und war eher vorsichtig skeptisch, aber durchaus aufgeschlossen.

Was soll ich sagen, außer dass die Band bei ihrem Publikum gut abgeräumt hat? Vielleicht hilft es, die Texte zu kennen? Ich persönlich war nämlich müde und ertappte mich schnell dabei, wie ich auf die Gesangsmelodien Schlaflieder dichtete. Das konnte kein gutes Zeichen sein, also verließ ich die Markthalle lieber nach etwa zwei oder drei Songs gepflegter Langeweile vorzeitig, bevor ich zu sehr eingelullt wurde, um noch Auto fahren zu können.


Anders als auf dem Hinweg musste ich auf dem Weg zu meinem Parkplatz nicht durch den Starkregen laufen und vor noch verschlossener Tür warten. Mein Kapuzenshirt war nämlich immer noch durchnässt. Zum Glück habe ich mich nicht erkältet. Das hätte nämlich noch ein paar Abzüge in der B-Note gegeben, für einen Konzertabend, der alles in allem (vier von fünf Shows ein Treffer) sehr gelungen war. 


Und nun versuche ich mal, mich zu erinnern, wann ich zuletzt fünf Drummer mit Doublebass-Metalkit hintereinander gesehen habe. Ist das Jahre oder schon Jahrzehnte her? Hmm...




Chapel Of Disease:





Metal Inquisitor:




Sulphur Aeon:




Satan:




Atlantean Kodex:






2019-09-04

AMANDA PALMER - There Will Be No Intermission

Das ist doch mal eine eindeutige Ansage: 

So sieht's aus. So sehe ich aus.

Es geht jetzt vier Schallplattenseiten lang um mich.

Um privaten Kram, um Kleinkram, um existentiellen Kram, menschlichen Kram, Weiberkram, Kinderkram! Um all die Dinge ("All The Things"), das Ding mit Dingen ("The Thing About Things"), dieses Ding mit dem Tod ("Death Thing").

Ja, viel anstrengender Dingskram. Außerdem viel Klavier und Ukulele. Ja, Ukulele. 
Da musst Du jetzt durch! Unterbrechungen gibt es leider keine.

"There Will Be No Intermission"





AMANDA PALMER - There Will Be No Intermission (2LP) (2019)


Ok, zwei Dinge vorweg, um dem Leser gleich etwas die Angst vor dem aktuellen Album der ehemaligen Dresden Dolls-Sängerin zu nehmen:

Erstens meint sie das Ding mit der Unterbrechung nicht ganz ernst. Die Entscheidungsgewalt darüber, das Album in seiner stattlichen Gänze oder etappenweise zu hören, kann sie dem Hörer ja eh nicht entreißen. Außerdem entpuppt sich jeder zweite der zwanzig Albumtracks als zwanzig- bis maximal hundertsekündiges Zwischenspiel - also Unterbrechung -, in dem ein Kammerorchester das Thema eines Songs variiert. Das letzte davon trägt sogar passenderweise den Titel "Intermission Is Relative".
Und selbst der Titeltrack entpuppt sich als Intermission in der Mitte des Albums.

Zweitens: Nein, Amanda Palmer legt zwar offensiv und verletzlich ihre Seele offen, doch dies ist zum Glück kein so hart an die Grenzen der Hörbarkeit stoßender radikaler Exorzismus wie Lingua Ignotas "Caligula". Nicht, dass wir uns hier falsch verstehen, ich liebe jenes Album noch immer. Aber für zwei Ungetüme jenes Kalibers innerhalb so kurzer Zeit ist mein Körper einfach nicht bereit.


Dabei haben beide Werke durchaus klare Gemeinsamkeiten. Die Songs bauen auf einer einfachen Basis aus Klavier (oder hier halt auch mal Ukulele) auf, aus der heraus sie zu gewaltiger Größe explodieren und wieder auf intime Nähe zusammenschrumpfen können. Amanda Palmer landet dabei allerdings nicht in geradezu menschenfeindlichem Lärm, sondern in orchestralem Bombast.

Mit der Stimme verhält es sich ähnlich: Vom unbedingte Aufmerksamkeit einfordernden Wispern bis zum nur noch sehr knapp harmonischen Schreien lässt sich an Amanda Palmer nur selten vorbeihören. Sie führt dies jedoch nicht auf eine maximal überhöhte Ebene wie Kristin Hayter bei Lingua Ignota, sondern bleibt naturalistischer und dadurch zugänglicher, für nicht auf Avantgardelärm geschulte Ohren einfach hörbarer.

Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass ihre Geschichten weniger emotional packend wären.

Oh nein, denn gerade durch ihre leichte Nachvollziehbarkeit (wenn man nicht gerade den super-empathiebefreiten Obermacho spielt) werden sie so effektiv. Und Amanda Palmer ist einfach eine hervorragende Lyrikerin mit einer Introspektive, die es schafft, mehr als eine selten ausgesprochene Wahrheit über unser Dasein in Worte zu fassen. Vor allem aber findet sie auch Themen, auf die viele Hörer tatsächlich - vielleicht ohne es zu wissen - seit Ewigkeiten vergebens gewartet haben.

Ganz vorne darunter steht natürlich "Voicemail For Jill", ein insbesondere im Zusammenhang mit seinem Video immens einfühlsames Stück über das gerade in den USA aktuell extrem aufgeladene Thema Abtreibung, welches sich nicht um all das überflüssige Rauschen, sondern einzig um die Betroffene selbst kümmert: "You don’t need to offer the right explanation / You don’t need to beg for redemption or ask for forgiveness / And you don’t need a courtroom inside of your head / Where you’re acting as judge and accused and defendant and witness"

Doch selbst der zunächst scheinbar "kleinere" (tatsächlich mit beinahe elf Minuten längste) Song "A Mother's Confession" über die Beinahekatastrophen ihrer jungen Mutterschaft (Refrain: "At least the baby didn't die") entwickelt eine unerwartete Tiefe.

Beide Stücke sind auch wunderbare Beispiele sowohl dafür, wie Amanda Palmer ihre zuweilen schwere Kost ironisch bricht, ohne ihr dabei die Ernsthaftigkeit zu nehmen, als auch für liebevoll eingewobene persönliche Details, die sich auf dem kompletten Album verbergen.
So bietet sie in "Voicemail" etwa auf der Party, die sie für Jill schmeißen möchte "Ukulele by request" an.

Und in "A Mother's lament" erkennt sie, dass sich der kabarettbeeinflusste Vortrag etwas hinzuziehen droht und reagiert: "And I’m sorry that this story’s gotten long / And that everybody’s crying in this song". An anderer Stelle, als sie vom Akkordion spielenden Patenonkel des Babys erzählt, spielt eben jener tatsächlich Akkordion.


"There Will Be No Intermission" ist spürbar ein über lange Zeit mit immenser Liebe für das kleinste Detail entwickeltes Werk. Bleiben trotzdem ein paar Längen?

Ja und nein. Für die Länge der "Confession" oder des Openers "The Ride" muss man schon in Stimmung sein, ebenso für die Tiefe nicht nur von "Voicemail", sondern auch vom über acht Minuten lang in fast niemals anhaltendem, atemlosen Gesang vorgebrachten "Bigger On The Inside". Anderseits zwingt einen ja niemand, das Album stets komplett ohne Unterbrechung zu hören, nicht wahr?

Ja, ein, zwei Tracks fallen für mich schon ein wenig ab. Aber selbst wenn ich das berücksichtige und mich bemühe, die Stimmigkeit des gesamten künstlerischen Pakets, all die großen und kleinen Ohrwürmer und die Dankbarkeit für den Einblick in Amanda Palmers Seele als unwichtig zur Seite zu wischen, so muss ich doch wenigstens die Macht des "Single-Hits" respektieren und das Album schon für das Stück "Drowning In The Sound" alleine lieben.

Denn dieser sicherlich poppigste Song hat eine Klasse, die ihn auch im Repertoire von Tori Amos oder Kate Bush als Highlight bestehen lassen würde.


Es gäbe noch so vieles, auf das man hier eingehen könnte, doch letztendlich läuft es eh nur auf das eine mögliche Fazit hinaus, nämlich dass Amanda Palmer mit "There Will Be No Intermission" ein lautleises Album von cineastischer Qualität geschaffen hat, welches sich bei Bereitschaft, sich darauf einzulassen, als echter Opus Magnus entpuppt.

There will definitely be many plays.










2019-08-31

MISþYRMING - Algleymi

Disclaimer: The following review has been written in German and was auto-translated into  Icelandic. So in case you're having trouble understanding anything, just auto-translate it into English and all should be fine!*




MISþYRMING - Algleymi (LP) (2019)


Iceland. Varla virðist tónlistarmaður - svo hver einasti íbúi - ekki hafa áhrif á hrikalegt fegurð og hrjóstrugt einmanaleika eyjarinnar. Allur mikill menningarútflutningur frá óhjákvæmilegu Björk til Sigur Rósar til Sólstafir virðist bera kjarna Íslands djúpt í DNA þeirra og hlúa þannig að ímynd langandi lands um heim allan.

En það eru líka til harðkjarnahópar eins og Great Grief, sem sýna hrottafenginn að félagslegt kjaftæði hinnar plánetu stoppar ekki við ætluð paradís. Eða bara Misþyrming, sem aftur er ein mest spennandi svarta málmskipun samtímans, sem Ísland dregur upp sem „kastrað hrúga“: „Geggjaður, líflaus jarðvegur eins langt og augnvatnið getur séð, ekkert vill nokkurn tíma dafna eða vaxa.“

Þetta er auðvitað ekki hið nákvæmlega orðalag, því Misþyrming notar móðurmálið stöðugt, en voru svo vingjarnlegir, textar þeirra í ágætum DinA4 bæklingi (allt í lagi, í hliðarmál LP hefði verið pláss) til að þýða á ensku, svo oft á hlustendur sem geta komið með archaic ljótan ljóð í tengslum við tónlist.


Að tónlistinni:

Misþyrming eyðir því hlutverki að fagna hreinasta black metal niðurrifi en hljómar alltaf nokkuð ótvírætt. Svo það er alveg mögulegt að sumar hugmyndir þínar í höndum annarra hljómsveita gætu verið mér áhugalausar, en jafnvel hér mun hreinn háttur flutningsins gera þér að gulli.

Misþyrming býr í Hamborg 2017 
Nú þegar gera trommurnar manni greinilega grein fyrir því að þetta snýst ekki fyrst og fremst um að halda háu tempói, heldur um að basla miskunnarlaust inferno af öllum mætti. Sú staðreynd að hæfileikar lagasmíðar Íslendinganna eru ekki frá slæmum foreldrum skaðar ekki heldur.

Tilfinningin fyrir sterkum laglínum og frábærum myndum giftist hér með ástinni fyrir gróft og útkoman er einfaldlega frábær. Það er aldrei hætta á að sökkva í kitsch jafnvel millimetra og jafnvel notaður, flatur hljóðgervill getur ekki breytt því. Tempóinu er haldið uppi nánast til frambúðar - aðeins hljóðfæraleikurinn „Hælið“ lætur mann anda stutta stund í miðjunni - en „Agleymi“ á aldrei á hættu að dimma í einsleitni.

Það hjálpar líka að nokkur verk hafa death'n'rolligen áhrif eða minnir jafnvel á Black Metal verk eftir Sólstafir, en þetta er aldrei á kostnað árásargjarnra svart-vonda anda, sem lagið veitir, sem aldrei niður frá hæsta öskrunarstigi. Orgel Bandkopf og gítarleikara D.G. er hápunktur engu að síður, það minnir mig á bein afstaða hans en minna á tegundatýpískan Gekrächze, heldur frekar hinn mikli belgíska La Muerte. Uuaaarrgh!

Í stuttu máli: Það sem Misþyrming býður upp á „Algleymi“ lætur ekkert eftir sér fara. Allt sem getur verið töff um Black Metal gjafir í ferskleika eins og sveitin hefði bara fundið upp stílinn, og ekkert af pirrandi kjölfestunni. Að auki framleiðsla, sem undirstrikar grófa grimmd, en hljómar ekki eins og ef aðeins Playmobil Tapedeck (er eitthvað um það?) Hefði verið í boði. 


Hérna ferðu! Algjört kátur skítur!




*Well, in fact some translations result in the exact opposite of the original meaning. But I'm sure you can guess by the context what's actually correct, right?


Ok, psssssst! Nicht weitersagen: Hier ist die öde Originalversion meines Textes.



2019-08-25

KING GIZZARD AND THE LIZARD WIZARD - Infest The Rats' Nest

After five albums in the year 2017 and none in 2018 (well, you can of course argue about the status of "Gumboot Soup" which was first only released digitally on December 31st), 2019 seems to be a medium gizz year with quite normal two releases from King Gizzard & The Lizard Wizard.

After the boogielicious ride on "Fishing For Fishies" with its notoriously exaggerated sweetish title song distracting a little from its overall quality, the crazy Aussie bunch has taken the seemingly most unlikely turn on their already fifteenth studio work since 2011:

"Infest The Rats' Nest" is King Gizzard's thrash metal album!





KING GIZZARD AND THE LIZARD WIZARD - Infest The Rat's Nest (red/silver vinyl) (2019)


Thrash has long been probably one of metal's most insular subgenres. Not in terms of popularity of course, since it has birthed same of the biggest metal bands of all time. But stylistically you could only stray from its formula very little without your music being classified as some other thing. The kind of guitar riffs and especially tempos deemed acceptable are almost weirdly specific.

With the years it may have gotten more common to interbreed all kind of different styles of metal with each other and there are tons of death/thrash, blackened thrash etc. bands out there, but it still seems unlikely that a band whose original genre isn't already closely related would just put out their own thrash album and be successful with it.

Yet here are King Gizzard & The Lizard Wizard doing the unthinkable. And while some fans are seriously alienated by this step, I must admit that I find it astonishingly suitable for the band.

"Infest The Rats' Nest is a concept record with environmental themes, which isn't new in the Gizz catalogue. In fact the story itself could be a direct successor to the previous album. The chorus "There is no Planet B" in the opener is a direct quote from protest signs often seen at Fridays For Future demonstrations. Fridays For Future --> FFF --> "Fishing For Fishing". It's all connected.

Certain classic thrash metal albums are not on the longest side, so with respect to that "Infest The Rat's Nest" only clocks in after a little more than half an hour. Not too much time to tell a story, especially since Stu Mackenzie sticks to the golden rules of thrash metal lyricism, like: keep it short, so you can easily bellow it! Avoid full sentences! Or: every line should rhyme with "ation".

In short: Earth is fucked, the rich terraform Mars, while the rest of us falls prey to deadly viruses. But then we try to settle Venus, which - spoiler alert! - goes South (of Heaven)...

The soundtrack to this is - have I mentioned it before? - thrash metal, performed by a slim stump version of King Gizzard: just guitars, bass, just one drumkit. No keys or flutes or whatever, this is raw stuff. Only a harmonica is allowed here and there as a sound effect, which you might even miss at the first listen.

The band perfectly captures all the typical genre mannerisms. I already mentioned the lyrics (which are of course broken ironically in typical Gizz fashion several times), but there are also the stop-and-go riffs, the short sick guitar solos, Slayer double leads, the sometimes cringy, but always working early James Hetfield voice.

The only thing not plugged directly from the 1980s is the rhythm guitar sound, which has more of a thick yobbish quality to it.

And of course there are the two (of nine) odd tracks on the first half which are not thrash metal at all:
"Mars For The Rich" sounds more like a 70s hard rock tune with an extra dose of adrenaline, while the by far longest tune "Superbug" is Black Sabbath / Sleep worship not too far from "The Great Chain Of Being" on "Gumboot Soup".

Other than that there are only a couple of small details which really stray from thrash, like the melodic chorus of "Perihelion", which has the potential of sending you to European power metal hell, if it was't in the right hands.
 

As you probably assume: Yes, King Gizzard abandoned almost everything psychedelic on this one.

But they still stay effortlessly recognizable. That's not only because the production maintains a punkish garage vibe close to their own roots.

The band has done heavy stuff before and is used to a fast pace, so to slip into thrash tempo feels quite natural. And they are notorious for their constant use of odd beats like 5/4, 7/4 or 9/4. No exception on this record. They only do them a little different here with the drums remaining straight, while everything around them shifts.

All in all this results in a record which sounds like a mixture of early Bay Area and German thrash metal with pinches of Voivod, Motörhead and stoner stuff.
It's a loving homage to a period, but also strong on its own and clearly one of the most fun King Gizzard & The Lizard Wizard albums to date. I tremendously enjoy this shit!


I also love the cover artwork, which to my surprise is not only a photograph of a real sculpture, but also once again is included as a huge poster. And also: The lengths to which some groups go for a group shot, respect! Hot!






My total verdict: Yeah, man. Fuck, yeah!



"Shoot the dingo while this shit goes out the window!"