Puhh... Hätte ich meinen Papierkorb geleert, dann müsste ich nun wohl mein Scheitern beim 365-Tages-Projekt verkünden.
Gestern hatte ich kurz nach sechs noch ein paar Schnappschüsse gemacht, die aber wieder gelöscht und mein tägliches Digibild auf den späteren Abend verschoben.
Dann stand jedoch plötzlich Sascha (Forgotten North/Cachura) vor der Tür und erinnerte mich daran, dass mein Bruder mich ja auch vor einer Woche gefragt hatte, ob ich die beiden nicht bei einem kleinen Lagerfeuermusikauftritt in Mehlbek unterstützen könnte. Also entstaubte ich meine Bongos und es ging schnellschnell ohne Kamera los. Vor Ort warteten wir dann erstmal 2 Stunden auf Birger. *g*
Dann haben wir aber doch sehr lustig Musi gemacht - und ich mangels Knipse keine Bilder davon.
Naja, zum Glück hatte ich meinen Papierkorb ja noch nicht geleert. Ein vorzeitiges Ende an Tag 203 wäre schon etwas schade gewesen.
Sometimes German, sometimes English. • The title of this blog used to change from time to time. • Interested in me reviewing your music? Please read this! • I'm also a writer for VeilOfSound.com. • Please like and follow Audiovisual Ohlsen Overkill on Facebook!
2009-06-27
2009-06-25
Fotos, die ich heute NICHT geschossen habe
1. eine wunderschöne Bildgrafik aus Hochspannungsleitungen, Windkraftanlagen und einem Helikopter dazwischen
2. ein Feld ohne Mohn, aber voller ganz vieler Kornblumen
3. ein ohne Reifen auf Metallrädern fahrender Trecker, vermutlich ähnlich alt wie der Lanz Bulldog von vorgestern
4. ein LKW, dessen Beschriftung "Kranich Entsorgung - Für eine saubere Umwelt" meine Fantasie noch eine ganze Weile lang beschäftigt hat; Umweltschützer streifen durch die Marsch und sammeln endlich all die böse schädlichen Kraniche ein... *hach*
2. ein Feld ohne Mohn, aber voller ganz vieler Kornblumen
3. ein ohne Reifen auf Metallrädern fahrender Trecker, vermutlich ähnlich alt wie der Lanz Bulldog von vorgestern
4. ein LKW, dessen Beschriftung "Kranich Entsorgung - Für eine saubere Umwelt" meine Fantasie noch eine ganze Weile lang beschäftigt hat; Umweltschützer streifen durch die Marsch und sammeln endlich all die böse schädlichen Kraniche ein... *hach*
2009-06-22
2009-06-17
110 Minuten
So lange bin ich heute gelaufen. :)
Nachdem ich vor ein paar Tagen (nach 95 Minuten) dachte, dass da noch ein bisschen mehr geht, habe ich jetzt wohl das Limit erreicht. Zumindest das meiner Getränkeflasche.
Aber die leckt sowieso und sollte irgendwann mal ersetzt werden. ;)
Nachdem ich vor ein paar Tagen (nach 95 Minuten) dachte, dass da noch ein bisschen mehr geht, habe ich jetzt wohl das Limit erreicht. Zumindest das meiner Getränkeflasche.
Aber die leckt sowieso und sollte irgendwann mal ersetzt werden. ;)
2009-06-16
EXIVIOUS - Exivious
- real time review -


EXIVIOUS - Exivious (2009)
Seit einem Monat besitze ich es, nun möchte ich ihm hier noch ein paar lobpreisende Zeilen schenken: das selbstbetitelte Debütalbum von Exivious.
Seit einem Monat besitze ich es, nun möchte ich ihm hier noch ein paar lobpreisende Zeilen schenken: das selbstbetitelte Debütalbum von Exivious.
Tausend Exemplare dieses Werkes werden von der Band direkt über ihre Website vertrieben, alle nummeriert und mit leichten individuellen Abweichungen im schönen, beinahe jesuesk schlichten Layout der CD. (Ein paar Eindrücke meiner Nr. 34 sind oben zu betrachten.)
Die niederländische Band besteht aus vier Mitgliedern, darunter der Schlagzeuger der Progmetalband Textures, deren Bandname sicherlich nicht ganz zufällig an ein Stück von Cynic erinnert. Und siehe da - mit Robin Zielhorst und Chefdenker Tymon sind sogar der Livebassist und ein Gitarrist von Cynic mit an Bord!
Wer nun noch weiß, dass hier ein rein instrumentaler Mix aus Metal und Jazz/Fusion gespielt wird, der kann sich den Sound vermutlich schon ziemlich korrekt vorstellen. Natürlich erinnert hier alles an die legendäre Band aus Florida und andere Projekte/Gruppen aus ihrem Umfeld wie beispielsweise Gordion Knot, Aghora oder nicht zu vergessen die unvergessenen Death.
Und auch bei Atheist oder John Zorns Naked City mag es artverwandte Passagen geben.
Bemerkenswert an Exivious ist, wie gleichberechtigt hier tatsächlich die verschiedenen Stile nebeneinander stehen bzw. besser gesagt ineinander verwoben sind. Ich könnte mir diese Band tatsächlich nicht nur als Exot auf einem Metal-, sondern als eben solchen auch auf einem Jazzfestival vorstellen.
Aufgrund der fünfzigprozentigen Personalübereinstimmung liegt natürlich ein direkter Vergleich mit Cynics letztes Jahr erschienenen Meisterwerk "Traced In Air" nahe.
Man kann vielleicht sagen, dass sich Exivious zu Cynic musikalisch ähnlich verhalten wie das Liquid Tension Experiment zu der Hauptband der meisten seiner Mitglieder, Dream Theater, wobei es sich hier aber schon um eine längerfristig angelegte Band handelt, die in sich auch etwas homogener klingt als LTE.
Die Musik ist instrumental und demnach wird natürlich noch eine ganze Ecke mehr und exzessiver gefrickelt als bei Cynic. Während Paul Masvidal, der zu "Embrace The Unknown" auch ein Solo beisteuern durfte, ja bei aller Spielkunst erfolgreich bemüht ist, im Grunde doch (relativ betrachtet natürlich) kompakte, im Ohr hängenbleibende Songs zu schreiben, nimmt sich die Band seines Mitstreiters mehr Zeit für ihre wahnwitzigen Eskapaden, aber auch für die ruhigen, meditativen Momente wie im gleich in zwei Teilen vertretenen Stück "All That Surrounds".
Wie bei Cynic sind auch ab und zu indische Percussions zu hören, auch das fantastische Drumming ist extrem artverwandt. Der Bass ist bei Exivious erfreulicherweise wesentlich prominenter wahrzunehmen als Sean Malone auf "Traced In Air".
Insgesamt erreicht "Exivious" allerdings nicht die zeitlose Größe des Vergleichsalbums, aber was heißt das schon? Nichts. Eben.
"Exivious" ist ein grandioses Album. Musik für Musiker und Musikfreunde natürlich, nichts für Leute, die nervös werden, wenn im Radio mal zwanzig Sekunden kein Gesang zu hören ist.
Ich liebe diese Scheibe. Holt sie euch, solange es es noch Exemplare gibt!
Ansonsten hört im Netz in die Band rein und lasst euch vom Neid auf glückliche Besitzer wie mich zerfressen! ;)
2009-06-14
Kommando zurück!
Nein, meine Mittwoch frisch eingetroffene Kiev hat mich in punkto Lebensdauer nicht ebenso enttäuscht wie ihre Vorgängerin, sondern noch sehr viel mehr! :-(
siehe auch Diskussion unter meinem noch voller Zuversicht und Vorfreude geknipsten Ausrüstungsprollbild....
siehe auch Diskussion unter meinem noch voller Zuversicht und Vorfreude geknipsten Ausrüstungsprollbild....
2009-06-12
Kiev 88 M
Angesichts der Qualität und auch Beliebtheit der vielen Bilder, die ich seit anderthalb Jahren (allerdings brutto inkl. Defektpausen) mit ihr aufgenommen habe, ist die Kiev 88 in meinem Blog doch stark unterrepräsentiert.
Abgesehen von dem Hinweis auf die room 606-Serie und gelegentlichem Gejammer über gerade aktuelle Gebrauchtkameraschrottungen gab's da bisher nicht viel zu sehen/lesen.
Das mag aber neben den Materialfrustphasen wohl auch einfach daran liegen, dass ich bisher kaum konzeptionell zusammenhängende Bilderreihen mit ihr aufgenommen habe, die es ja tendentiell immer eher zu einem Blogfeature bringen. Vielleicht sollte ich sie also mal für ein größeres Serienprojekt als Werkzeug auswählen...
"Sie" ist übrigens seit vorgestern keine gebrauchte Kiev mehr, sondern ein von Hartblei gepimptes Master-Modell Kiev 88 M, d.h. Qualität gecheckt, Mechanik justiert, Kurbel, neue Stativplatte und - als aufwändigste Modifikation - Spiegelvorauslösung eingebaut. Und sollte sie mich dennoch in Sachen Lebensdauer ebenso enttäuschen wie ihre Vorgängerinnen, was ich mir wirklich nicht vorstellen mag, dann habe ich wenigstens Garantie drauf.
Mit ein paar dazu erworbenen Extras sieht meine Ausrüstung nun so aus:
Falls die vorzeigbar sein sollten, blogge ich die auch. ;-)
2009-06-07
ömmm...
An dieser Stelle würde ich ja eigentlich auf den Konzertbericht von heute mittag verweisen. Einen Auftritt gab's nur dummerweise gar nicht wirklich, sondern stattdessen nur einen Soundcheck.
Das ist auch alles, was zu dieser Veranstaltung noch hier stehen muss, weshalb ich den letzten Post mit der Ankündigung auch gelöscht habe.
Das ist auch alles, was zu dieser Veranstaltung noch hier stehen muss, weshalb ich den letzten Post mit der Ankündigung auch gelöscht habe.
2009-05-31
2009-05-30
Jesu live 2007
Passend zum letzten Review hier noch ein Video von Jesu:
(Am besten erstmal auf Pause klicken und eine Weile buffern lassen!)
(Am besten erstmal auf Pause klicken und eine Weile buffern lassen!)
JESU - Why Are We Not Perfect?
- real time review -

JESU - Why Are We Not Perfect? (2008)
Justin K. Broadrick ist ein Minimalist, der im Grunde seit 1988, dem Gründungsjahr seiner alten Hauptband Godflesh ein relativ eingegrenztes, aber mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattetes musikalisches Konzept immer wieder um kleine Nuancen variiert und damit doch oft erstaunlich große Unterschiede bewirkt.
Zwei der größten dieser Schritte waren wohl als 1996 auf Godflesh's "Songs Of Love And Hate" erstmals ein echtes Schlagzeug statt des obligatorischen Drumcomputers zu hören war und natürlich die mit dem Debüt des Nachfolgeprojekts Jesu verstärkte Hinwendung von den aggressiven und nihilistischen Klängen Godfleshs hin zur (auch früher schon immer unterschwellig vorhandenen) melancholischen - und vor allem laaaangsamen Seite.
Der Schritt von der vorangegangen EP "Lifeline" zu "Why Are We Not Perfect?" war ein eher kleiner. Oder?
Nach einem Beinahe-Solowerk, auf dem nur ein Track von einer Band (plus Gastsängerin) eingespielt wurde, liegt nun mal wieder ein lupenreiner Broadrick-only-Release vor.
Wie "Lifeline" ist Perfect großenteils sehr gemächlich, im direkten Vergleich aber deutlich programmierungs-/keyboardlastiger. Zum Teil hat der Mastermind hier seine Gitarre fast komplett zurückgefahren. Unter dem für Jesu-Verhältnisse fast schon optimistisch hellen Synthieteppisch brodelt der Bass aber nach wie vor gewaltig. Dazu quellen - vor allem im rhythmisch flotteren "Blind And Faithless" - auch mal die einen oder anderen nicht so ganz geraden Töne hervor, so dass sich ein Easy-Listening nicht einstellen mag. Und das ist natürlich auch gut so!
Nach drei Tracks gibt es - eine alte aus Godflesh-Zeiten bekannte Tradition - noch zwei alternative Versionen zu hören, welche zwar vielleicht nicht unbedingt sein müssten, aber auch keinesfalls stören. Ich kann mich immerhin bisher noch nicht entscheiden, welche Version von "Farewell" und dem Titelsong ich vorziehe.
Sehr gut zu jenem passt übrigens mal wieder das extrem reduzierte, monochrome Layout der CD.
Eine schöne EP in gewohnter Jesu-Manier also?
Auch wenn es sich oben anders lesen mag, ist diese Veröffentlichung tatsächlich die vielleicht bisher schwächste unter diesem Namen. Das heißt allerdings nicht allzuviel, da die Musik an sich ja immer noch originär und weit aus der Masse herausragend ist.
Kein Einstiegstipp für Leute, die die Band noch nicht kennen, aber für Fans auf jeden Fall zu empfehlen!
Und wem dieses Review nun gar nichts sagt, der kann sich das Teil natürlich auch einfach komplett als Stream anhören: whyarewenotperfect.com

JESU - Why Are We Not Perfect? (2008)
Justin K. Broadrick ist ein Minimalist, der im Grunde seit 1988, dem Gründungsjahr seiner alten Hauptband Godflesh ein relativ eingegrenztes, aber mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattetes musikalisches Konzept immer wieder um kleine Nuancen variiert und damit doch oft erstaunlich große Unterschiede bewirkt.
Zwei der größten dieser Schritte waren wohl als 1996 auf Godflesh's "Songs Of Love And Hate" erstmals ein echtes Schlagzeug statt des obligatorischen Drumcomputers zu hören war und natürlich die mit dem Debüt des Nachfolgeprojekts Jesu verstärkte Hinwendung von den aggressiven und nihilistischen Klängen Godfleshs hin zur (auch früher schon immer unterschwellig vorhandenen) melancholischen - und vor allem laaaangsamen Seite.
Der Schritt von der vorangegangen EP "Lifeline" zu "Why Are We Not Perfect?" war ein eher kleiner. Oder?
Nach einem Beinahe-Solowerk, auf dem nur ein Track von einer Band (plus Gastsängerin) eingespielt wurde, liegt nun mal wieder ein lupenreiner Broadrick-only-Release vor.
Wie "Lifeline" ist Perfect großenteils sehr gemächlich, im direkten Vergleich aber deutlich programmierungs-/keyboardlastiger. Zum Teil hat der Mastermind hier seine Gitarre fast komplett zurückgefahren. Unter dem für Jesu-Verhältnisse fast schon optimistisch hellen Synthieteppisch brodelt der Bass aber nach wie vor gewaltig. Dazu quellen - vor allem im rhythmisch flotteren "Blind And Faithless" - auch mal die einen oder anderen nicht so ganz geraden Töne hervor, so dass sich ein Easy-Listening nicht einstellen mag. Und das ist natürlich auch gut so!
Nach drei Tracks gibt es - eine alte aus Godflesh-Zeiten bekannte Tradition - noch zwei alternative Versionen zu hören, welche zwar vielleicht nicht unbedingt sein müssten, aber auch keinesfalls stören. Ich kann mich immerhin bisher noch nicht entscheiden, welche Version von "Farewell" und dem Titelsong ich vorziehe.
Sehr gut zu jenem passt übrigens mal wieder das extrem reduzierte, monochrome Layout der CD.
Eine schöne EP in gewohnter Jesu-Manier also?
Auch wenn es sich oben anders lesen mag, ist diese Veröffentlichung tatsächlich die vielleicht bisher schwächste unter diesem Namen. Das heißt allerdings nicht allzuviel, da die Musik an sich ja immer noch originär und weit aus der Masse herausragend ist.
Kein Einstiegstipp für Leute, die die Band noch nicht kennen, aber für Fans auf jeden Fall zu empfehlen!
Und wem dieses Review nun gar nichts sagt, der kann sich das Teil natürlich auch einfach komplett als Stream anhören: whyarewenotperfect.com
2009-05-27
KRISTEENYOUNG - The Orphans
- real time review -

KRISTEENYOUNG - The Orphans (2006)

KRISTEENYOUNG - The Orphans (2006)
Eigentlich halte ich das Konzept von Rockmusik als Instrument der Rebellion und des Aufbegehrens ja generell für ziemlich ausgelutscht, einfach weil jene, gegen die rebelliert werden soll (meistens ist es ja die Elterngeneration) das Spiel schon selbst aus der eigenen Jugendzeit kennen. Naja, was ich sagen möchte ist, dass es in der Regel schon mehr braucht als ein paar provokante Textzeilen, um mich zu beeindrucken.
Die Dame mit dem Namen Kristeen Young, songwritende, singende und tastenspielende Hälfte des Duos Kristeenyoung (Ob ich zu Hause wohl mal vorschlagen sollte, meine Band in Stephanohlsen umzubennen? *g*) hat in der Tat einiges mehr auf dem Kasten.
Aber erst einmal ist da schon die beeindruckende Trotzigkeit und Vehemenz, mit der sie eben doch rebelliert und dabei scheinbar vor niemandem inkl. ihren Fans und Idolen halt macht.
Schon im Opener "Kill The Father" macht sie klar, wo die Reise langgeht, stößt Prince, Led Zeppelin, David Bowie, Blondie, die Beatles... alle ihre Vorbilder von der Bühne: "We'll take it from here now."
In "Under A Landlocked Moon" kokettiert sie mit den Klischees, die mit ihrer Herkunft aus St. Louis im Bible Belt der Vereinigten Staaten verbunden sind. (Und wenn ich da jetzt geirrt habe, trifft die Zeile "But you don't know exactly where it's placed, right?" wohl auch auf mich zu.)
Klar, es steht in Wikipedia und jeder Rezensent bezieht sich darauf: Miss Young ist halb Deutsche, halb Apache, wurde jedoch als Kind zur Adoption freigegeben und wuchs in einem fundamentalistisch christlichem Haushalt auf, gegen den sie sehr oft und heftig - na klar - rebellierte. Kann man diese Tatsache nicht auch einfach außen vor lassen? Kaum, denn wie der Albumtitel "Die Waisenkinder" schon verrät, hat sie mit diesem Kapitel ihres Lebens mitnichten abgeschlossen.
Ganz deutlich wird dies auch im wohl intensivsten Song des Albums, "Life's not short, it's sooo long". Wer ein bisschen Lebenserfahrung hat wird angesichts des Titels zunächst denken: Quatsch, das Leben ist verdammt kurz. Wenn man dann aber Zeilen wie "Waiting to turn 18 [...] waiting to be cut free [...] where is my childhood dream? Life's not short; it's so long." vernimmt, sieht man schnell ein, dass es gerade bei vermeintlich allgemeingültigen Sprichwörtern immer mehr als bloß eine Wahrheit gibt.
Das humorvollste Aufbegehren findet sich am Ende des Albums mit dem bewusst leicht überlangen "Before", in dem nichts anderes besungen wird als das Lied selbst: Bevor der Drummer sagen kann, dass es schwul ist, ist es mein Baby. Bevor der Produzent Teile herausnehmen kann, spiel ich es den ganzen Tag. Du solltest Dich glücklich schätzen, es überhaupt hören zu dürfen. Nicht eine Note ist falsch. Nein, keine...
Und zum Abschluss, bevor man etwas einwenden kann, fängt sie an, wie ein kleines beleidigtes Mädchen die Ohren zuzuhalten und wild herumzujaulen. Herrlich!
Und zum Abschluss, bevor man etwas einwenden kann, fängt sie an, wie ein kleines beleidigtes Mädchen die Ohren zuzuhalten und wild herumzujaulen. Herrlich!
Funktionieren tut dies alles natürlich nur, weil auch die Musik absolut überzeugend ist. Selten hört man mehr als Stimme und Klavier von Frau Young und das zunächst grob wirkende, aber sehr effektiv auf den Punkt gespielte Schlagzeug ihres Partners Jeff White.
Apropos White: der rohe, direkte Sound des Duos lässt durchaus Vergleiche mit den White Stripes zu, auch wenn's stilistisch natürlich eine andere Baustelle ist.
Dennoch: Wer glaubt, weil hier Klavier gespielt wird, gibt es nur weichgespülte Balladen zu hören, der irrt gewaltig. Auch so ein Tasteninstrument kann schon sehr brutal zu Werke gehen. Kein Zweifel, was Kristeenyoung bieten ist alles andere als leichte Radiokost, sondern Musik die ganz klar rockt, emotional mitreißt, aber zuweilen auch verstört. Ganz großes Ohrenkino also!
Meine persönlichen Anspieltipps sind neben den schon erwähnten "Before", "Kill The Father" und dem ganz grandiosen, den Kauf alleine schon rechtfertigenden "Life's not short, it's soo lng" auch das rhythmisch sehr interessant arrangierte "9" und der ergreifende Beinahe-Lovesong "(But It's All Just) Imagined". Ach, eigentlich ist das Album wirklich rundum zu empfehlen. Ich bin zutiefst beeindruckt und habe die Scheibe seit Wochen in Dauerrotation.
Morgen kommt allerdings vielleicht die Ablösung. Denn da erwarte ich das neue Werk "Music For Strippers, Hookers And The Odd On-Looker" in meiner Post. :)
2009-05-25
2009-05-24
52 Wochen | 21
23. Mai, Glückstadt: Nach fast einem Jahrzehnt der erste Auftritt von Forgotten North - geil gemacht, Jungs (und Mädel natürlich)!
alle Fotos HIER!
aufgeräumt!
Ich wollt's mal wieder etwas anders haben:
D E R O H L S E N . d e
Sind sogar ein paar Bilder dazwischen, die sonst nicht im Netz zu sehen sind.
Die Galerien werden natürlich zukünftig ab und zu ergänzt und modifiziert.
D E R O H L S E N . d e
Sind sogar ein paar Bilder dazwischen, die sonst nicht im Netz zu sehen sind.
Die Galerien werden natürlich zukünftig ab und zu ergänzt und modifiziert.
2009-05-22
Der Tag an dem mein steiler Auftieg in die Liga der oberen 10.000 begann.
23. April 2009 - erster Verkauf eines meiner (bisher vier) Bilder in der Getty Images Flickr Collection. Erlös immerhin US$82,49, das hat mich doch positiv überrascht.
So darf's meinetwegen gerne weitergehen.
[EDIT 07/2023: Was zum Geier ist hieran so interessant, dass es sich jetzt in die aktuellen Klickhits schiebt? Kleines Update: Ich habe seit vielen vielen Jahren keinen Zugang mehr zu meinem Getty-Account, mir fehlen Passwort und (wahrscheinlich gar nicht mehr existente) Emailadresse. Und ich weiß nicht einmal, wo ich mich einloggen müsste. Eigentlich sollte ohne aktive Erneuerung durch mich schon seit langer Zeit kein Bild von mir mehr auf Getty oder ähnlichen Seiten verfügbar sein. Und falls doch, dann handelt es sich um Schmu und ich bekomme keinen Cent dafür!]
2009-05-17
Pinhole & Commie Camera Day
oder: Von den Pflichten eines linientreuen Flickrianers
Flickr ist ja bekanntermaßen eine Hochburg des selbstauferlegten Gruppenzwangs. Aus unzähligen Pools sucht man sich freiwillig beliebig viele aus und unterwirft sich den jeweiligen Regeln.
Bei besonders an quantitativ hochwertiger Aufmerksamkeit interessierten Mitgliedern sind vor allem solche Regeln beliebt, die besagen, dass man für jedes selbsteingestellte Bild mindestens 10 favorisieren und/oder mit einem bunt blinkenden Award schmücken muss.
In solchen Gruppen finden sich von mir allerdings nur wenige Bilder, welche direkt dorthin eingeladen worden sind. In solchen Fällen nehme ich die Einladung meistens an, nehme mir aber die Freiheit, den Regelteil zu ignorieren. ;)
Nein, wenn ich ehrlich bin, stehe ich auf diese Art Gruppenzwang wirklich nicht.
Nach meinem Geschmack sind da schon eher Gruppen, die einem vorschreiben an einem bestimmten Tag mit bestimmten Kameras rauszugehen.
Da gibt es z.B. den auch außerhalb von flickr schon länger am letzten Aprilsonntag zelebrierten Worldwide Pinhole Camera Photography Day, welcher ganz der linsenfreien Filmbelichtung gewidmet ist.
Lochkameras haben ja tendentiell mit Bastelei zu tun, was mir eigentlich nicht so liegt. Trotzdem wollte ich dieses Jahr mal daran teilhaben.
Schon einige Wochen habe ich mich erstmal digital an das Thema herangetastet und mir dieses Loch an meine 400D geschraubt:
Was mit diesem Simpelobjektiv für Bilder entstehen, habe ich u.a. auch schon in der 13. Kalenderwoche hier im Blog gezeigt.
Eine Weile später habe ich mir dann grob nach Anleitung meine analoge Kamera für den 26. April gebastelt. Für mein Empfinden gilt bei Lochkameras: je größer das Filmformat und je weiter der Winkel, desto mmmmh. Da ich mir diesbezüglich noch Steigerungspotential offen lassen wollte, habe ich mich erstmal für ein ein zierliches Modell entschieden, welches auf einem 126er-Kassettenfilm (=Instamatic) basiert, welcher mit etwas schwarzer Pappe und Klebeband hierzu erweitert wurde:
Da das Ding wirklich extrem leicht ist und ich die meisten Bilder aus der Hand aufgenommen habe, sind die meisten der 24 Aufnahmen (manche davon mehrmals mit unterschiedlichen Belichtungszeiten) der Kategorie Ausschuss zuzuordnen.
Mein Lieblings-WPPD-Bild:
Kommen wir zum zweiten wichtigen Datum. Am 1. Mai (wann auch sonst?) fand erstmals der International Commie Camera Day statt. Wie der Name schon andeutet, geht es dabei um die Huldigung kameratechnischer Erzeugnisse aus dem Gebiet des ehemaligen Warschauer Paktes.
Ich habe ihm zum Anlass genommen, meine drei Ostblock-Apparate u.a. in Neumünster auszuführen.
Pouva Start (DDR) und Zenit ET (UdSSR) - letztere sogar mit 1976 abgelaufenem russischen Svema-Film bestückt - haben mir dabei auch ein paar schöne Resultate geliefert.
Die Kiev 88 hat mich leider wieder mal maßlos enttäuscht, da sich erneut der Verschluss verabschiedet hat. Dass es bei den Bodies Zuverlässigkeitsprobleme gibt ist ja bekannt, aber mein Pech mit den Teilen (ohne Bedienfehler drei geschrottete Kameras in nicht einmal anderthalb Jahren!) ist nun wirklich leicht übertrieben.
Momentan bin ich also in der Beziehung etwas frustriert und werde mich eine Weile um andere Gerätschaften aus meiner Sammlung kümmern. Und wenn mich der Hunger auf Mittelformatfotografie mit hammergeilen Volna-, Calejnar- und Arsat-Fisheye-Objektiven dann doch wieder packt (wovon auszugehen ist), werde ich diesmal in eine hoffentlich weniger anfällige, modifizierte Version direkt vom Fachmann investieren.
Naja, sei's drum, hier ein paar meiner ICCD-Highlights:
Alle ICCD-2009-Bilder hier!
2009-05-15
lost in music
Wow, ich war lange nicht mehr so durch medialen Einfluss überwältigt wie gestern! ;)
Zunächst einmal begann der Tag mit einem TNT-Brief, in der sich Exemplar Nr. 34 der Debüt-CD von Exivious befand. Ultrahochwertige Fusion/Metal-Intrumentalfrickelei vom Allerfeinsten! Also eigentlich genau wie schon aufgrund der Appetitanreger auf myspace erwartet. :)
Ganz unabgelenkt (von Straßenverkehr bzw. anderen Aktivitäten am PC) konnte ich das Meisterstück bisher noch gar nicht hören; da gibt's bestimmt noch vieles zu entdecken.
Der Hauptgrund für meine Überwältigung war allerdings "The Incidence", das Finale der fünften Staffel von Lost. Keine Angst, über die Handlung will ich hier gar nicht rumspoilern... Aber was die Serie immer wieder an Wendungen raushaut, und wie sie es schafft, das man plötzlich Dinge, die 100 Folgen vorher geschahen in ganz anderem Licht sieht, das ist einfach ganz groß und im Fernsehen einmalig. Und dann dieses Finale, nach dem mal wieder vollkommen offen ist, in welche Richtung sich die Sache nächstes Jahr entwickeln wird... Besser geht's gar nicht.
Ich habe definitiv zu wenige Lost-Jünger in meinem Umfeld. Und mit einem Programmhinweis auf Pro7 jemanden zu missionieren geht ja schon deswegen nicht, weil die Synchronisation von Staffel zu Staffel immer grausamer und fehlerhafter wird. Das kann sich ja kein Mensch mehr antun. Schon traurig, was da alles verloren geht und dem hiesigen Mainstream so auf ewig verborgen bleibt.
Zurück zu Exivious. Das ist tatsächlich die erste aktuelle CD, die ich mir dieses Jahr gekauft habe. Wir sind noch im zweiten Quartal, also denke ich, dass ich die satten drei Stück von 2008 durchaus noch überbieten kann. ;)
Genügend (schon erfolgte oder angekündigte) Veröffentlichungen, die eigentlich Pflicht sind, gibt es ja: Kristeenyoung, Voivod, The Mars Volta, Dream Theater, Tori Amos, Depeche Mode... und der größte Hammer - Gott Neal Morse sei dank: Traaansaaaaatlaaaaaantic! *beeet*
So, für heute genug gehuldigt. Gute Nacht!
2009-05-11
52 Wochen | 19
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2009-04-19
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