Sometimes German, sometimes English. • The title of this blog used to change from time to time. • Interested in me reviewing your music? Please read this! • I'm also a writer for VeilOfSound.com. • Please like and follow Audiovisual Ohlsen Overkill on Facebook!
2009-09-27
2009-09-21
2009-09-17
I'm a drummer in a band...
Dance band drummer at Mark Foy's Empress Ballroom
Ursprünglich hochgeladen von Powerhouse Museum Collection
Wie geil! :)
Alles wieder da!
So eine flickr-Accountbetäubung ist schon doof. In der fotocommunity oder bei meinem SternVIEW-Schnarchaccount würde mich das längst nicht so wurmen. ;)
Schön wieder da zu sein! :)
Fortan werde ich meine Bilder vorsichtiger einstufen.
Ähnlich wie die auf "privat" gestellten Fotos in einigen meiner und Konzert-, Festival- und Ausflugs-Alben, sind meine "mittleren" Inhalte zwar nun für Nicht-Mitglieder im öffentlichen Bereich unsichtbar, aber unter diesem Gästepass kann man sie weiterhin betrachten:
http://flickr.com/gp/derohlsen/26CKe8
Schön wieder da zu sein! :)
Fortan werde ich meine Bilder vorsichtiger einstufen.
Ähnlich wie die auf "privat" gestellten Fotos in einigen meiner und Konzert-, Festival- und Ausflugs-Alben, sind meine "mittleren" Inhalte zwar nun für Nicht-Mitglieder im öffentlichen Bereich unsichtbar, aber unter diesem Gästepass kann man sie weiterhin betrachten:
http://flickr.com/gp/derohlsen/26CKe8
2009-09-15
Flickrpause wegen Sex und Gewalt :-(
Falls sich jemand wundert, dass hier kaum noch Bilderlinks funktionieren:
Mein flickr-Account macht derzeit Sendepause. Weil eins, zwei Nippel und Hintern (nichts was man im westeuropäischen Alltag nicht täglich sehen würde) von mir nicht als böse genug eingestuft habe, wurde mein kompletter unberechenbarer Fotostream mit all seinen pädopornösen Landschaften. Leuchttürmen, Tieren, Autos, Gestryppen und all den anderen Abartigkeiten vorerst auf Eis gelegt.
Eine feine Antwort darauf, dass ich mein Abo gerade erst kürzlich um zwei Jahre verlängert habe, wirklich. :(
Aber es gibt ja nun einmal Regeln.
Blöd nur, dass diese sehr schwammig und so je nach Kulturraum frei interpretierbar sind. Angesichts der unzähligen Aktbilder, die man auf flickr ja nun wirklich überall finden kann (und ich rede jetzt nicht von Pornogruppen, sondern von harmlosen, ganz normalen Nackedeibildchen aller Art) war meine Interpretation immer:
einfach nur nackig = unbedenklich
primäre Geschlechtsteile = mittel
primäre Geschlechtsteile in Aktion = eingeschränkt
Irrtum, in Wahrheit - jeder der flickr ein wenig kennt, darf jetzt gerne lachen - sind die Regeln folgendermaßen:
"Abbildungen von weiblichen Brüsten, nackten Pos oder Pos
in String-Tangas, Nacktheit durch durchsichtige Kleidung,
etc. müssen als "mittel" eingestuft sein.
Geschlechtteile/Schambehaarung, Fetischinhalte oder andere
sexuelle Inhalte, etc. müssen als "eingeschränkt"
eingestuft sein."
Dummerweise steht das nirgendwo auf der Seite, sondern man erfährt es erst auf Nachfrage per Mail, wenn man schon administrativ stillgelegt wurde. Super.
Und dies passiert vermutlich auch nur dann, wenn irgendein ein Arsch einen verpetzt. Sonst sähe es auf flickr ja wohl anders aus.
So zum Beispiel:



Es gäbe an dieser Stelle eigentlich auch noch ein paar positive Dinge zu vermelden, aber ich bin jetzt angepisst und will gleich die Simpsons kucken, also verschiebe ich das genau wie zig weitere ausstehende Blogposts auf die unbestimmte Zukunft.
Mein flickr-Account macht derzeit Sendepause. Weil eins, zwei Nippel und Hintern (nichts was man im westeuropäischen Alltag nicht täglich sehen würde) von mir nicht als böse genug eingestuft habe, wurde mein kompletter unberechenbarer Fotostream mit all seinen pädopornösen Landschaften. Leuchttürmen, Tieren, Autos, Gestryppen und all den anderen Abartigkeiten vorerst auf Eis gelegt.
Eine feine Antwort darauf, dass ich mein Abo gerade erst kürzlich um zwei Jahre verlängert habe, wirklich. :(
Aber es gibt ja nun einmal Regeln.
Blöd nur, dass diese sehr schwammig und so je nach Kulturraum frei interpretierbar sind. Angesichts der unzähligen Aktbilder, die man auf flickr ja nun wirklich überall finden kann (und ich rede jetzt nicht von Pornogruppen, sondern von harmlosen, ganz normalen Nackedeibildchen aller Art) war meine Interpretation immer:
einfach nur nackig = unbedenklich
primäre Geschlechtsteile = mittel
primäre Geschlechtsteile in Aktion = eingeschränkt
Irrtum, in Wahrheit - jeder der flickr ein wenig kennt, darf jetzt gerne lachen - sind die Regeln folgendermaßen:
"Abbildungen von weiblichen Brüsten, nackten Pos oder Pos
in String-Tangas, Nacktheit durch durchsichtige Kleidung,
etc. müssen als "mittel" eingestuft sein.
Geschlechtteile/Schambehaarung, Fetischinhalte oder andere
sexuelle Inhalte, etc. müssen als "eingeschränkt"
eingestuft sein."
Dummerweise steht das nirgendwo auf der Seite, sondern man erfährt es erst auf Nachfrage per Mail, wenn man schon administrativ stillgelegt wurde. Super.
Und dies passiert vermutlich auch nur dann, wenn irgendein ein Arsch einen verpetzt. Sonst sähe es auf flickr ja wohl anders aus.
So zum Beispiel:



(hmm, flickr kann eindeutig besser Bilder verkleinern als Blogger...)
Es gäbe an dieser Stelle eigentlich auch noch ein paar positive Dinge zu vermelden, aber ich bin jetzt angepisst und will gleich die Simpsons kucken, also verschiebe ich das genau wie zig weitere ausstehende Blogposts auf die unbestimmte Zukunft.
2009-09-13
2009-09-06
2009-09-03
2009-09-02
Cynic im Logo, Hamburg (01.09.2009)
Om shrim maha lakshmiyei swaha om, war das ein feiner Abend!

[EDIT 10.10.2009: Fotos sind da!]
Nach Wacken 2008 und dem Auftritt als Support von Opeth im Dezember, hatte ich gestern erstmals die Gelegenheit mir in Hamburg eine Cynic-Headlinershow anzuschauen.
Und was soll ich sagen? Die Fahrt (plus ewige Parkplatzsuche) hätte sich erwartungsgemäß natürlich kaum noch mehr lohnen können!
Für eine Band, die musikalisch so vom anderen Stern und menschlich so zum Anfassen ist, erwies sich das Logo als passende Location. Dem In-ear-monitoring sei Dank standen noch nicht einmal Monitorboxen zwischen Cynic und ihren Fans. Und dadurch, dass Sean Reinert ja gerne statt in der Bühnenmitte an deren linken Rand spielt, konnte ich dem Meister nur eine Armeslänge vom Drumkit entfernt auf die Finger schauen. Das hatte schon was.
Das Set bestand aus allen Songs der Comebackscheibe "Traced In Air" - zu meiner besonderen Freude auch inkl. dem nur selten live gespielten "Nunc Stans" und dem in der Markthalle ausgesparten Kracher "The Unknown Guest" - und einem Großteil der Klassiker von "Focus".
Wenn ich mich nicht irre, fehlten nur "I'm But A Wave To..." und ausgerechnet das ideale Finale "How Could I?". Letzter Song hätte eigentlich gespielt werden sollen, aber Sean war offenbar leider gesundheitlich etwas angeschlagen, wie ihm gegen Ende auch schon anzusehen (nicht anzuhören!) war, und er konnte einfach nicht mehr. Das war dann auch der einzige kleine Dämpfer.
Da ihm das sehr leid tat, mischte er sich nach dem Auftritt dann auch besonders schnell zum Plaudern und Sachen bekritzeln unters Volk.
Eigentlich bin ich ja nicht so der Autogrammsammler, aber das Logo gab ein paar übriggebliebene Tourplakate aus, von denen ich mein signiertes Exemplar sicherlich immer in Ehren halten werde!
Hach, es war ein geiles Konzert. Beim nächsten Gastspiel im Norden bin ich gewiss wieder dabei.
Als Vorband spielten übrigens die Hamburger Balboa Inn, welche diese ja eher undankbare Aufgabe ganz ordentlich meisterten, obwohl sie stilistisch vielleicht nicht ganz die passendste Wahl waren. Die fünf Jungs (inklusive Cellisten) machten ihre Sache aber gut, vor allem der tv-total-erfahrene Sänger und der im letzten Song kräftig aufsolierende Drummer wussten Akzente zu setzen.
Evtl. kommen von dem Konzert noch ein paar Fotos von mir. Allerdings habe ich mal wieder mutig mit Vintagehardware geknipst (Adox Golf) und kann deshalb noch nichts versprechen. ;)
[EDIT 10.10.2009: Fotos sind da!]
2009-08-30
THE MARS VOLTA - Octahedron
- real time review -
THE MARS VOLTA - Octahedron (2009)
Ich muss schon zugeben, dass ich sehr gespannt war, wie The Mars Volta nach der ebenso wahnwitzigen wie düsteren Tour de Force "The Bedlam In Goliath"mit dem aktuellen Album"Octahedron" weitermachen würden.
Ich muss schon zugeben, dass ich sehr gespannt war, wie The Mars Volta nach der ebenso wahnwitzigen wie düsteren Tour de Force "The Bedlam In Goliath"mit dem aktuellen Album"Octahedron" weitermachen würden.
Könnte dieses Energielevel tatsächlich gehalten werden? Vermutlich, wenn man gewollt hätte. Mastermind Omar Rodriguez-Lopez hatte jedoch anderes im Sinne und trat diesmal kräftig auf die Bremse. Das Ergebnis ist so etwas wie der vollkommene Gegenentwurf zu Bedlam, allerdings innerhalb des marsvoltamusikalischen Kosmos, versteht sich.
Das Konzept war offensichtlich, herauszufinden, wie weit sich die Musik der Gruppe reduzieren lässt, ohne ihre Identität zu opfern. Und das ist erstaunlich weit. So wurden zwei Bandmitglieder komplett beurlaubt, es finden bis auf das Finale keine Bläser statt. Wo die Stimme Cedric Bixler-Zavalas zuletzt noch beinahe bis zur Unkenntlichkeit durch unzählige Effekte gejagt wurde, klingt er diesmal oftmals erstaunlich entspannt und gefühlvoll. Am auffälligsten ist, wie sehr hier das Trommelmonster Thomas Pridgen gebändigt wurde. Nachdem das letzte Album ja auch als 75minütiges Drumsolo im besten Billy-Cobham-Stil funktionierte, lag er bei großen Teilen von "Octahedron" offensichtlich gefesselt in der Ecke. Tatsächlich kommt die Hälfte der Tracks fast oder sogar vollständig ohne Drums aus! Und gerade diese Stücke wie "With Twilight As My Guide" oder "Copernicus" erweisen sich sogar als Höhepunkte des Albums.
Natürlich gibt es auch wildere Momente, welche jedoch im Vergleich zu den vorigen Alben schon fast verhalten ausfallen. Die Basis von "Octahedron" ist eben nicht Chaos oder Panik, sondern Stille, und gebremster Schaum somit vollkommen ausreichend.
Aus dieser Stille schält sich der Opener "Since We've Been Wrong" heraus, und in diese kehren The Mars Volta immer wieder zurück.
Das Album ist aber nicht nur ruhiger, sondern auch kürzer, sowohl was die Gesamtspieldauer, als auch was die einzelnen Tracks angeht. Die Songs sind fast alle nach traditionellem Strophe-Refrain-Prinzip strukturiert, es bleibt fast immer kontrolliert und selbst einige Songtitel kommen tatsächlich in den entsprechenden Refrains vor. Es ist also alles ziemlich nachvollziehbar geworden.
Ein poppiger Ausverkauf also?
Nein, das würde ich nicht sagen. Bei vielen Bands könnte man ähnliche Ansätze vielleicht so betrachten, aber für The Mars Volta ist es wohl gerade etwas sehr neues, experimentelles, gewagtes, im Zweifelsfall vielleicht sogar kommerziell riskantes, mal nicht musikalisch vollkommen durchzudrehen.
Trotzdem ist "Octahedron" in keinem Moment weniger The Mars Volta als "The Bedlam In Goliath" oder "Amputechture", was natürlich vor allem eines bedeutet, nämlich: dieser Tonträger ist brilliant!
Absolute Kaufempfehlung.
2009-08-29
Silver Run - 200 Minuten Multitasking
Vor einiger Zeit postete ich hier ja mal ganz stolz meinen Jogging-Ausdauerrekord von 110 Minuten. Was ich dabei unerwähnt ließ, ist, dass ich meine handlichste Plastikknipse, die "Silver Cam" (ausnahmsweise mal nicht im Pseudorama-Modus) dabei hatte und während des Laufens den Film vollgeknipst habe.
Einige Tage später habe ich ihn dann innerhalb von 90 Minuten bei anderer Streckenführung erneut belichtet.
Dem ganz aufmerksamen Beobachter wird u.a. auffallen, dass es rund um Reher ziemlich viele Windkraftanlagen gibt, dass ich mitten auf einer gesperrten Bundesstraße unterwegs war, dass mich beide Strecken über eine Brücke führten und dass ein Zirkus mit Kamel und Lama im Dorf zu Gast gewesen ist.
Andere halten die ganze Aktion vermutlich einfach nur für Quatsch. ;)
Einige Tage später habe ich ihn dann innerhalb von 90 Minuten bei anderer Streckenführung erneut belichtet.
Dem ganz aufmerksamen Beobachter wird u.a. auffallen, dass es rund um Reher ziemlich viele Windkraftanlagen gibt, dass ich mitten auf einer gesperrten Bundesstraße unterwegs war, dass mich beide Strecken über eine Brücke führten und dass ein Zirkus mit Kamel und Lama im Dorf zu Gast gewesen ist.
Andere halten die ganze Aktion vermutlich einfach nur für Quatsch. ;)
2009-08-23
2009-08-21
Wewels-Rock-City 2009
Letztes Jahr war ein ausgefallener Gig In Itzehoe, dieses Jahr ein ebensolcher in Kiel Schuld, dass ich Zeit hatte, beim Wewels-Rock-City-Festival den Live-Fotomaten zu machen. Zumindest habe ich noch einigermaßen sinnvolle Alternativbeschäftigungen, wenn meiner Band Auftritte gecancelt werden...
Und das W-R-C, diesmal erstmals an zwei Abenden, war auch wirklich eine feine Sache. Und ein paar Minuten lang habe ich immerhin auch Schlagzeug gespielt. Das heißt allerdings nicht viel, da an dem Riesenkit mit zwei Hockern eigentlich jeder mal durfte. *g*
In erster Linie habe ich aber Bilder fabriziert. Samstag war ich in Experimentierlaune und habe erstmals Livefotos mit dem Lensbaby 2.0 geknipst. Schwierig, weil man mit dem Fokussieren ja kaum nachkommt, aber gar nicht übel, wenn's klappt. :)
Alle 170 Fotos gibt es unter diesem flickr-Gästepass zu sehen!
Und das W-R-C, diesmal erstmals an zwei Abenden, war auch wirklich eine feine Sache. Und ein paar Minuten lang habe ich immerhin auch Schlagzeug gespielt. Das heißt allerdings nicht viel, da an dem Riesenkit mit zwei Hockern eigentlich jeder mal durfte. *g*
In erster Linie habe ich aber Bilder fabriziert. Samstag war ich in Experimentierlaune und habe erstmals Livefotos mit dem Lensbaby 2.0 geknipst. Schwierig, weil man mit dem Fokussieren ja kaum nachkommt, aber gar nicht übel, wenn's klappt. :)
Alle 170 Fotos gibt es unter diesem flickr-Gästepass zu sehen!
2009-08-16
2009-08-14
Wacken 2009 - Fotos (analog)
Ein paar Filmkameras durften auch mit mir nach Wacken, und zwar die neulich erst hier vorgestellte "Silver Cam", wie letztes Jahr die mit einem Fuji Astia geladene Adox Golf und zu guter Letzt meine mir frisch zum Festival geschenkte "Smile Cam":
Los geht's:
Alle 206 Fotos (Film & digital) gibt es HIER zu sehen!
Los geht's:
Alle 206 Fotos (Film & digital) gibt es HIER zu sehen!
2009-08-09
Wacken 2009 - Fotos (digital)
Als Tagesparker hatte ich in Wacken nur leichtes Gepäck dabei. Am Mittwoch, Freitag und Samstag gehörte dazu auch zum ersten Mal meine Digicanon.







Alle Wacken-Fotos (momentan 160) gibt es HIER zu sehen!
Und ein paar analoge Bilder kommen demnächst auch noch...
Und ein paar analoge Bilder kommen demnächst auch noch...
Wacken 2009 - Festivalbericht
[EDIT: Alter, mich nervt es ungemein, dass ausgerechnet dieser uralte unbebilderte Report für Google - oder tatsächlich für Leser? - anscheinend so sexy ist und sich bereits auf Platz drei meiner Greatest Hits vorgeschoben hat. Warum? Es gibt hier unendlich viele interessantere Posts! Auch über geilere Festivals. Aber ich will ja gar nicht ganz vom Thema ablenken. Habe danach auch viele bessere Wacken-Berichte geschrieben. Hier also die vier Tagesrezensionen von meinem letzten Besuch, der inzwischen auch schon eine Weile her ist: WACKEN 2016, Teil 1 : More of that Panzer Jazz! | WACKEN 2016, Teil 2 : I've got a fever! And the only prescription is more saxophone! | WACKEN 2016, Teil 3 : Pinguinmoshpit 69 | WACKEN 2016, Teil 4 : Y'all Motherfuckers need Lucifer! Wie und warum auch immer Du hier gelandet bist - bitte gib diesen Links ein paar Klicks für das karmatische Equilibrium! Danke!]
Wacken und ich - das ist ja ein ewiges Auf und Ab. Mal gehe ich gar nicht erst hin (naja, seit 1992 viermal und davon einmal unfreiwillig), mal bin ich enttäuscht, mal bin ich begeistert.
Wacken und ich - das ist ja ein ewiges Auf und Ab. Mal gehe ich gar nicht erst hin (naja, seit 1992 viermal und davon einmal unfreiwillig), mal bin ich enttäuscht, mal bin ich begeistert.
Dieses Jahr war letztes der Fall, was eigentlich erstaunlich ist, angesichts meiner alles andere als geringen Skepsis im Vorfeld.
Zunächst einmal fehlte ja der ganz große Kracher, sprich Metallica, den sich wie man liest die Wacken-Macher (noch?) nicht leisten konnten oder mochten. Aber auch andere seit Ewigkeiten überfällige Acts wie die von mir schon vor Jahren hier erwähnten Dream Theater oder Voivod lassen nach wie vor auf sich warten.
Stattdessen gab's haufenweise Nostalgie mit Bands, die in den Anfangstagen oder später zigmal aufgetreten sind, ein Konzept, welches ich gerade auf einem Festival mit derart vielen Gruppen, die ohnehin alle zwei, drei Jahre wiederkommen, weder besonders innovativ noch spannend finde.
Großer Jubel natürlich auch bei der Ankündigung, dass Slayer die Spin-Off-Festivals, aber nicht Wacken selbst headlinen würden. ;)
Und dann natürlich noch die kurzfristige Absage von Anthrax...
Ein jubiläumswürdiges Billing hätten sich nicht nur ich, sondern so ziemlich alle, mit denen ich drüber gesprochen habe, anders vorgestellt. Und immer auch die Frage, was denn bitte die Anhebung des Ticketpreises rechtfertigen sollte. Etwa das *hüstel* Wrestlingzelt?
Tatsächlich fand ich das Festival dann aber ziemlich geil.
Ich hatte mal wieder netten Damenbesuch aus Trans-Bodenseeien zu Gast und wir waren erstmals von Mittwoch an vor Ort, haben allerdings jede Nacht die Vorzüge eines echten Bettes plus echter Dusche zu Hause genossen. Pflichttermine in Wacken hatten wir auch wenige, beste Voraussetzungen also, um das Open Air mal ganz ausgeruht und entspannt anzugehen.
Der Tagesparkplatz lag wieder am Ortsausgang von Gribbohm - erfreulich, dass in diesem Punkt in den letzten Jahren tatsächlich mal Kontinuität eingekehrt ist.
Nicht ganz so erfreulich die Bekanntschaft, welche meine Füße auf den letzten zwei Metern zu meiner Autotür mit einer auf eben diesem Parkplatz liegenden Gestalt machten. Gut, dass der Mensch nicht anders herum dort gelegen hat, sonst wäre ich ihm wirklich mit vollem Körpergewicht mitten in die Fresse eingestiegen, so erwischte ich nur erst Beine, dann Magen... Ich werde auf jeden Fall nie mehr so unbekümmert ins Auto einsteigen wie vorher. ;)
Am Mittwoch habe ich noch nicht sonderlich viel Musik gehört (die Wacken Firefighters gingen in der "Pillermann, Fotze, Arsch" singenden Biergartenmeute auch ziemlich unter), sondern mich sozusagen erstmal akklimatisiert und das neu gestaltete Gelände kennengelernt.
Als ich das erste mal am schon erwähnten, umstrittenen Wrestlingzelt vorbeikam, stand eine nicht weiter erwähnenswerte Hardrockband im Ring. Ansonsten herrschte dort jedes Mal tote Hose - und ich habe das Ding einige Male passiert. Kann es sein, dass das dort angedrohte Spektakel in Wirklichkeit niemals stattgefunden hat? ;)
Die "Medieval Action & Fantasy Area" hat mich hingegen positiv überrascht, als Ort an dem man immer mal gut ein wenig entspannen und sich amüsieren konnte. Neben dem für mich nicht sonderlich interessanten Mittelaltermarkt gab es dort eine Veranstaltungsfläche, auf der es unterhaltsame Dinge wie Highlandgames, Feuershows, Liverollenspielkämpfe zu kucken gab. Essen bekam man hier günstiger als an den meisten anderen Buden des Festivals, und nicht zuletzt gab es auch hier eine Livebühne, die abends bespielt wurde und vor der erstaunlicherweise nicht ein einziger Securityklotz Wache schob. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, mit wie großen Wachmannschaften z.T. die Sicherheit auf der Biergartenbühne gewährleistet wird.
Ab Donnerstag habe ich mich dann aber schon mehr auf die Musik konzentriert.
Bis auf vereinzelte Songs waren zwar kaum Bands vor Ort, deren Programm ich wirklich kannte, dennoch habe ich viele ordentliche, gute und auch richtig geile Gruppen gesehen oder zumindest ausschnittsweise mitbekommen.
Highlights am Donnerstag:
- die ganz und gar unmetallischen aber immerhin Ministry covernden Cowboys von The Bosshoss
- der ganz und gar urmetallische (und dies in einer ganz eigenen Liga) Black Sabbath-Ableger Heaven & Hell. Da war in jedem Moment zu spüren, dass lebende Legenden Klassiker spielen, auch wenn es neue Songs wie "Bible Black" oder "Follow The Tears" waren. Ronnie James Dio ist wohl von allen fast 70jährigen Metalsängern der charismatischste und stimmgewaltigste, und Tony Iommi mit seiner alten abgewetzten Klampfe - einfach nur Kult. Selbst das Schlagzeugsolo von Vinny Appice, bei dem er die gesamte Bassdrumsammlung hinter sich ausnutzte, war unterhaltsam. Dabei hatte ich kurz vorher bei Running Wild noch über den immer gleichen Aufbau von Drumsoli im Metal genörgelt. ;)Den Höhepunkt eines absolut überzeugenden Sets markierte der Song "Heaven and Hell" selbst, dessen Mitsingchor ich auf dem Weg nach Hause noch mehrfach zu hören bekam.Alles in allem ein würdiger Night-To-Remember-Headliner!
Freitag:
- Airbourne kamen, sahen und rockten alles in Grund und Boden! Laut, dreckig und immer nach vorne; in wessen Fußstapfen die Australier eines Tages treten wollen, steht außer Frage. Und angesichts des noch jungen Alters der Bandmitglieder erscheint die Vorstellung gar nicht unrealistisch. In der Menge sorgten Airbourne für viel Bewegung und bei den Veranstaltern sicherlich für nervöses Atemstocken, als der Frontmann mit Gitarre das Bühnengerüst hinaufkletterte. Rock'nRoll!
- Die Entdeckung des Festivals für mich waren Swashbuckle, welche abends auf der Medieval Stage spielten und von denen ich vorher noch nie gehört hatte. "Commodore Redrum", "Admiral Nobeard" und "Captain Crashride" nennen sich die drei Amis, tragen ähnlich wie Running Wild alberne Piratenkostüme, verpacken ihr Konzept aber in fröhliche, an S.O.D. und Macabre erinnernde Knüppelsongs. Ziemlich albern, aber sehr geil und auch musikalisch exzellent.
Samstag:
- Ich erreichte das Festivalgelände pünktlich zu Cathedral. Lee Dorian bewegt sich auf der Bühne immer noch wie ein Tanzbär und versucht nach wie vor nicht, so zu tun, als sei er ein großartiger Sänger. Das macht allerdings überhaupt nichts, da hier alles, was evtl. als Schwäche ausgelegt werden könnte, perfekt kultiviert wurde. Und die Qualität der Musik steht eh außer Frage. Zumeist düsterer Doom mit 70s-Einschlag, je langsamer sie wurden, desto besser fand ich's.
- GWAR!Ok, die ins Publikum gerichteten Spritzeffekte verpufften angesichts mangelnder Reichweite, die kaum den riesigen Graben überbrückte, etwas. Aber ansonsten: coole Mucke, lustige Kostüme und politisch gnadenlos inkorrekt. Es gibt außer Oderus Urungus und seinen außerirdischen Freunden wohl kaum jemanden sonst, der es heutzutage wagen könnte, auf der Bühne Hillary Clinton, Barrack Obama und Michael Jackson zu köpfen.Der Oberknaller war aber, als am Ende des leider wegen Zeitmangel um eine Zugabe gekürzten Auftritts tatsächlich der olle Killersaurier Gor-Gor ausgepackt wurde. Irgendwer hatte allerdings vergessen, dem Ding die Haken an Kopf und Rücken rauszudrehen, was irgendwie auch recht lustig aussah. Naja, ehrlich gesagt ist mir dieses Detail erst aufgefallen, als mein Bandkollege Sönke mich beim Betrachten meiner Wackenfotos darauf aufmerksam gemacht hat. ;)
Ich würde mir zwar keinesfalls von jeder Band, die ich mitbekommen habe, einen Tonträger besorgen, aber so richtig durch und durch mies war eigentlich nichts, was ich gesehen habe.
Sogar der Ex-Onkel W war ja bei etwas Toleranz rein musikalisch nicht wirklich zu beanstanden, sondern erzeugte vor allem durch einige Texte und das peinliche Respekt-Geschwallere in seinen Ansagen akute Schübe des Fremdschämens.
Am ärgerlichsten waren für mich eigentlich Charly Beutin und die Schreckschuss-Band, welche am Samstag parallel zu Machine Head nur bis zwei Meter vor der Biergartenbühne zu hören waren, sich davon aber nicht daran hindern ließen, zu überziehen, wodurch Mambo Kurt nur noch Zeit für ein sehr kurzes Set blieb.
Vielleicht hätte ich den Meister der Heimorgel, der diesmal auch mit Go-Go-Tänzerinnen, einem C-64 und dem aus den 80ern gefürchteten weißem Umhängekeyboard aufwartete, doch schon vorher mal bei einem seiner zahlreichen Auftritte aufwarten sollen.
Mittwochs im Zelt hat er ja z.B. mal wieder eine Orgel zertrümmert. Und am Donnerstagnachmittag kam ich ganz unerwartet direkt an ihm vorbei, als der Mann in beige auf halber Strecke zwischen Festival- und Mittelaltergelände mit seinem Instrument auf dem Dach eines Busses saß, um die Meute der zufällig dort Anwesenden mit dem wohl grottigsten Bühnensound des Festivals zu bespaßen.
Apropos Sound: Im Großen und Ganzen ist der natürlich ok, aber zwei Fragen muss man stellen dürfen:
1. Warum gibt es immer wieder Bands, die viel zu laut oder viel zu leise sind? Bei Volbeat konnte man sich z.B. direkt an der Absperrung noch prima unterhalten... Das Problem ist ja nicht wirklich neu.
2. Wenn man schon auf dem Vorplatz eine Videowall mit eigener PA hinstellt, auf der das Konzert von einer der Hauptbühnen zu sehen ist - kann man dann nicht auch dafür sorgen, dass nur der Sound der Bühne, auf der gerade gespielt wird, zu hören ist?
In Saxon plötzlich dazwischen polterndes Soundcheckgetrommel und Gitarrengeschrammel wirkt nämlich verstörend unprofessionell. Zum Glück habe ich mir die letzten Songs vor der richtigen Bühne angehört.
So, genug getippt und bevor ich noch mehr lästere:
Yep, Wacken 2009 fand ich trotz nicht ganz jubiläumsreifem Billing wirklich gut! ;)
2009-08-02
2009-07-28
instamatic
Nein, Kassettenfilme mit einer Negativgröße von ca. 28x28mm kriegt man heutzutage nicht mehr in jedem Supermarkt. Und wenn man sie bekommt, dann soweit mir bekannt nur noch als Farbnegativ, ISO 200.
Dennoch habe ich dieses Jahr das zuletzt auf einem Schüleraustausch 1992 in England benutzte System der Kodak Instamatic-Kameras für mich wiederentdeckt.
Und auch wenn sie neulich beim Thema Stettin-Fahrt schon mit ein paar Bildern vertreten war, ist ein eigener würdigender Blogeintrag doch längst überfällig. :)

Ich mag die Instamatic. Sie ist handlich, hat ein schönes Bildformat, welches man 24 mal pro Film nutzen darf und für eine Primitivsucherknipse lässt sich mit ihr erstaunlich genau komponieren.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man nicht verzieht. Da der Auslöser im Verhältnis zum Kameragewicht ziemlich wuchtig arbeitet, passiert das nicht eben selten; was das Resultat aber nicht zwingend schlechter machen muss...
Hier ein paar Beispiele aus meinem instamatic-Album:






Dennoch habe ich dieses Jahr das zuletzt auf einem Schüleraustausch 1992 in England benutzte System der Kodak Instamatic-Kameras für mich wiederentdeckt.
Und auch wenn sie neulich beim Thema Stettin-Fahrt schon mit ein paar Bildern vertreten war, ist ein eigener würdigender Blogeintrag doch längst überfällig. :)
Ich mag die Instamatic. Sie ist handlich, hat ein schönes Bildformat, welches man 24 mal pro Film nutzen darf und für eine Primitivsucherknipse lässt sich mit ihr erstaunlich genau komponieren.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man nicht verzieht. Da der Auslöser im Verhältnis zum Kameragewicht ziemlich wuchtig arbeitet, passiert das nicht eben selten; was das Resultat aber nicht zwingend schlechter machen muss...
Hier ein paar Beispiele aus meinem instamatic-Album:
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