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2019-09-18

CRYPTAE - Vestigial

Du musst raus, aber das Kissen ist so schön weich und Du bist noch müde?

Ich hab da was, das helfen könnte. Neunzehn Minuten Schmerz am Morgen haben noch niemandem geschadet, oder?


CRYPTAE - Vestigial (download) (2019)


Wenn ich hier digitale Ein-Longtrack-EPs bespreche ("Vestigial" ist allerdings auch in physischen Formaten erhältlich), dann handelt es sich ja meistens um den neuesten Irrsinn aus dem Hause Dead Neanderthals. Und tatsächlich sollen sich unter den nicht namentlich genannten Mitgliedern der Extrem-Metal-Advantgardisten von Cryptae auch tote prähistorische Europäer befinden, sprich: es ist René Aquarius, der hier brutal die Felle verdrischt.

Die Soundästhetik von Cryptae ist irgendwo zwischen Death Metal, Grindcore und verstimmten Sludge / Post-Metal anzusiedeln. Mit einem Unterton, von dem man nicht weiß, ob er eher Black Metal oder Free Jazz ist. Schrägkrankschön auf jeden Fall. Der Gesang ist Growling vom Typus runtergepitchter Staubsauger. Das Songwriting ist im Grunde schon abwechslungsreich und anspruchsvoll, aber dennoch von kathartisch primitiver Stumpfheit.

Wer Imperial TriumphantPan-Thy-Monium, die finster brutale Seite von Kayo Dot und musikalisch kanalisierte, aber nicht glattgebügelte rohe Gewalt so schätzt wie ich, der kann hiermit große Freude haben. Keine Sorge, die letzte Minute, welche etwas an Zaum erinnert, stellt den Seelenfrieden schon wieder her. Wahrscheinlich. Vielleicht.

Sick!






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