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2021-01-12

MARTIN RUDE & JAKOB SKØTT DUO - The Dichotomy Of Control

Ihr kennt das. Nach dem Alben-des-Jahres-Post kommen wie immer die Reviews von Zeug, das eigentlich auch darin hätte landen können. Speziell in den Bereichen Jazz und Psychedelic Rock und der Schnittmenge von beiden haben es z.B. ein paar ganz starke Sachen nicht hinein geschafft, weil halt irgendwo Schluss sein muss.

Dazu zählen natürlich die gleich zwei Alben "Odense Sessions" und "Double Sun" der Norweger Kanaan. Doch auch das ebenfalls beim Label El Paraiso beheimatete Martin Rude & Jakob Skøtt Duo hat einen Doppelschlag serviert und neben "The Discipline Of Assent" noch ein zweites Werk veröffentlicht:


MARTIN RUDE & JAKOB SKØTT DUO - The Dichotomy Of Control (LP) (2020)


Die Herangehensweise ist Prinzip beinahe genauso wie beim Debüt, d.h. es wird zusammen in einer langen Session gejammt und auf Edits daraus dann später aufgebaut. Der formelle Unterschied ist einzig, dass diesmal schon während der ursprünglichen Session ein paar Ideen klar formuliert und auch mal in mehreren Takes aufgenommen wurden.

Wirklich hören könnte man diese kleine Änderung allerdings ohne es zu wissen wohl nicht. Denn letztendlich passiert auch hier wieder viel verschiedenes Zeug in kurzer Zeit, und im Großteil davon ist immer noch eindeutig eine astrein improvisierte Basis zu erkennen.
Es gibt wieder traditionell jazzigere Stücke und experimentellere Elektro/Jazz/Psychrock-Fusion-Passagen, allesamt durchgehend mit gewagter Rhythmik.

Im Vergleich zum ersten Album kommen diesmal insgesamt etwas mehr melodische Elemente zum Zuge und es bildet sich ein noch natürlicher ineinander freejazzender Fluss mit auch mal eher erhabenen statt funkig coolen Momenten.

Insgesamt tun sich die beiden Alben trotz musikalisch variierender Ausrichtung qualitativ nicht viel und bilden zwei einander wunderbar ergänzende Komplementärbestandteile eines größeren Ganzen.

Definitiv empfehlenswertes Futter für alle Spiritualpsychfreefunkjazzfreaks.






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