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2021-09-25

OF BLOOD AND MERCURY - The Other Side Of Death

Wenn nicht gerade Roadburn ist, was ja leider nur eine knappe Woche im April einnimmt, dann ist irgendwo immer "Live At Roadburn". Nach dem sensationell gut gemachten Streamingfestival Roadburn Redux dieses Jahr gehört dies zum Glück zu den Dingen, die auch in diesen Zeiten Bestand haben.

Verknappt auf hundert handsignierte CDs ist nun das erste Livealbum eines Redux-Streams aus dem 013 in Tilburg erschienen.


OF BLOOD AND MERCURY - The Other Side Of Death - Live In Tilburg (CD) (2021)

In meinem bewusst nicht so umfassend wie sonst geschriebenen Festivalreview habe ich diese Performance zwar nur in einem Halbsatz erwähnt, doch das bedeutet nicht, dass sie mich nicht gefesselt hätte. Tatsächlich hatte mich dieses commissioned piece, also extra für das Festival komponierte Werk verzaubert wie kaum eine andere Show.

Normalerweise wohl ein Quartett, standen Of Blood And Mercury für "The Other Side Of Death" als Duo auf bzw. vor der Bühne und überzeugten mit einem von über Synthies schwebenden Gitarren und oft elektronisch noch weiter entrücktem Engelsgesang bestimmten Ambient Pop. Experimentell und doch bis zum Hitverdacht eingängig erinnerte das dreiviertelstündige Programm vor allem an neuere Werke von Ulver.

Mein Fazit bleibt, dass die Show der Belgier vor allem wunderschön geraten ist. Und dank des perfekten Sounds und fehlenden Publikums, könnte dies natürlich auch beinahe als Studioalbum durchgehen.
Gerade deswegen lässt die Band die CD wahrscheinlich nicht einfach ausfaden, sondern lässt uns am Ende noch einige Momente mit ihnen in dieser merkwürdigen Stille sitzen, um sehr effektiv zu dokumentieren, in welcher Gesamtsituation dieses Werk entstanden ist.



Von der limitierten CD sind zum Zeitpunkt dieses Textes noch eine Handvoll erhältlich, danach gibt es das Album nur noch digital zum bewusst unrealistischen Mondpreis von 777,00 Euro, d.h. eigentlich möchten Of Blood And Mercury es in dieser Form gar nicht anbieten; doch ganz ohne Download lässt sich auf Bandcamp eben nichts veröffentlichen.

Ganz verzichten müssen normalverdienende Zuspätkommer auf den Genuss allerdings nicht. Auf YouTube kann man die exzellent gefilmte Performance nämlich nach wie vor komplett genießen: 




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