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2023-12-17

DARK SANCTUARY - Cernunnos

Eine Übung, die für mich als Musikfan niemals langweilig wird, ist mich immer wieder zu wundern wie viele wie lange schon tätige Künstler bisher unbekannterweise an mir vorübergegangen sind.

Um Dark Sanctuary war es allerdings scheinbar auch ein dutzend Jahre lang still was Veröffentlichungen angeht. Da kann ich mir mein Nichtwissen schon verzeihen. 


DARK SANCTUARY - Cernunnos (digibook CD) (2023)

Die Band aus Frankreich bewegt sich vermutlich auch vorrangig in einer Szene, mit der ich wenig Berührung habe, gibt es auf dem über einstündigen neuen Album doch vorranging Töne zu hören, die stilistisch zwischen Darkwave (elektronisches Ambient-Fundament) und kammerorchestraler, von Klavier und Streichern bestimmter Neoklassik zu verorten sind.
Das kann hier und schon mal ganz sanft bei Kitsch und Mittelaltermarkt anklopfen, ist in erster Linie jedoch ergreifend oder entrückend schön.

Ganz wichtig ist bei dieser sehr offen auf cineastischen Epos gebügelten Musik natürlich - und das ist ja in der Schwarzen Szene eine sehr reale Gefahr -, dass der Gesang den Hörgenuss nicht verdirbt.

Und gerade in dieser Hinsicht ist man bei Dark Sanctuary zum Glück in absolut sicheren Händen. Dame Pandora ist tatsächlich mein persönlicher zentraler Anziehungspunkt zu "Cernunnos" gewesen. mal opernhaft, sicherlich klassisch ausgebildet, mal mit den folkloristischen Kieksern, wie wir sie u.a. von Heilung und Myrkur kennen. Und gerade in Verbindung mit der unter der melodiösen Ausschmückung sehr minimalistisch arrangiertem Musik ist der Einfluss früher Dead Can Dance natürlich auch nie und nimmer zu verleugnen.

"Cernunnos" ist ein wunderbarer mystischer Traum und gehört bereits zum Kreis jener Alben, die ich auch bewusst beginne, wenn ich eigentlich zu müde zum Musikhören bin und genau weiß, dass ich irgendwann einnicken muss. Solchen Wohklang rettet man eben gerne ins nächtliche Unterbewusstsein hinüber.
Zugegebenermaßen könnte es tatsächlich auch problemlos drei (von elf) Tracks kürzer sein, aber nach langer Schaffenspause kann man diesen kreativen Überfluss wohl kaum ernsthaft kritisieren. Und welche Songs sollte man auch streichen?

Zauberhafte Musik, stilvoll im Digibook präsentiert. Besser geht's kaum. 






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