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2020-09-01

SLIFT - Ummon

Es gibt Alben, die lassen einem eigentlich gar keine andere Wahl, als bei ihrer Besprechung mit dem Cover anzufangen.

An dem monumentalen, im schwarzweißen Comicstil gehaltenen Gatefold von Slifts "Ummon", auf dem ein titanenhafter Hybrid aus Dr. Manhattan, Thanos und Conan auf der Oberfläche eines leblosen Himmelskörpers irgendwo im All ein monströs überdimensioniertes Schwert hinter sich her zieht, lässt sich jedenfalls unmöglich vorbeischauen.

Keine Frage: Die Optik schürt hier schon eine beachtliche Erwartungshaltung an den musikalischen Inhalt. Kann die Doppel-LP diese Herausforderung meistern?



SLIFT - Ummon (2LP) (2020)


Kommen wir gleich ohne Umschweife zum Punkt: Ja, was die Herren Fossat, Fossat und  Flores hier abliefern, wird der Monumentalität der Illustration tatsächlich gerecht!

Es gibt natürlich schon eine Handvoll unterschiedlicher Genres, zu der die Verpackung passen könnte, z.B. Epic Metal, Synthwave, Doom.

Slift allerdings sind in erster Linie ein Spacerock-Trio, dessen Sound nicht nur von der genretypischen Weite, sondern vor allem durch einen stets sehr energischen Drive nach vorne bestimmt wird. Die Rhythmussektion mit ihrem drahtigen Bass groovt und powert wie Sau, während mich der Sound der gerne auch mal ein wenig zum Rockshredding neigenden Gitarre an ihre Landsmänner von Libido Fuzz erinnert.

Ebenso wie bei jener Gruppe steckt dann auch eine gehörige Portion Stoner Rock - und auch die eine oder andere Prise (Doom) Metal - in "Ummon". Am gewöhnungsbedürftigsten für meine Ohren sind noch einige Riffs und Gesänge, die man als Punk klassifizieren muss. Insbesondere der über dreizehnminütige Abschlusstrack "Lions, Tigers and Bears" ist vielleicht der riesigste Punk-Epos, der mir je untergekommen ist.

Dass eben jene von meinem nicht so hundertprozentig präferierten Genre befallenen Stücke für mich genauso super funktionieren wie der Rest des Albums, mag u.a. daran liegen, dass die Betonung und der überaus starke französische Akzent die englischen Texte sehr stark verfremden und in in eine außerirdisch wirkende Qualität überführen, die sehr gut mit dem galaktischen Setting des Albums korreliert.

Punk, der in die endlose Weite des Alls gegröhlt wird, ist halt besser als herkömmlicher Punk.





Doch um mich nicht zu sehr darauf festzubeißen, will ich ausdrücklich betonen, dass dieses Album auch feinsinnige Momente zu bieten hat und überhaupt ein breites Spektrum an Assoziationen quer durch die Welt der psychedelischen Musik zu bieten hat, und das nicht nur, wenn neben der Rocktriobesetzung noch Synthesizer oder die durch Gastmusiker beigesteuerten "heavenly vocals", Vibrafon oder Glockenspiel zum Einsatz kommen.

Slomatics, Sherpa, Hawkwind, King Gizzard & The Lizard Wizard, The Heads, Kikagaku Moyo sind alles Namen, die mir punktuell mal zufliegen, ohne dass sich Slift dauerhaft an einem Einfluss abzuarbeiten scheinen.

Die scheinbare Primitivität, unter der sich in Wirklichkeit sowohl gutes Songwriting als auch eine gelungene, das gesamte Album übergreifende Dramatik verbergen, sowie diese sich wie ein roter Kometenschweif von Anfang bis Ende ziehende, explosive Energie sind es, die "Ummon" jederzeit zusammenhalten und dieses Werk - natürlich auch im Zusammenspiel mit dem Artwork - zu einem extrem stimmigen Erlebnis machen.



Ich möchte mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, doch ich kann schon ziemlich sicher sagen, dass Slift hier einen der bisher heißesten Kandidaten für meinen persönlichen Jahresliebling in der Kategorie Psychedelic Rock abgeliefert haben.

Und das wusste ich eigentlich schon bevor ich "Ummon" in seiner ganzen audiovisuellen Pracht erleben durfte nach der ersten YouTube-Hörprobe des titelgebenden Openers.

Prädikat: zukünftiger Klassiker!


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2020-08-26

SUN DIAL - Mind Control (the ultimate edition)

Bandnamen oft gelesen, aber bisher noch nicht gehört. Mr. Sulatron Records schickt mich mit der Wiederveröffentlichung dieses Sun Dial-Albums mal wieder in die Psych-Nachhilfe.



SUN DIAL - Mind Control (the ultimate edition) (2012/2020)


Unmittelbar fällt auf, dass die britische Band zwar auf neuzeitliche Produktionsstandards (sprich: einen frischen, zeitgemäßen Sound) besteht, dabei aber keineswegs bemüht ist, ihr Verwurzelung im ganz klassischen Psychedelic/Krautrock zu verbergen.

So ist der Opener "Mountain Of Fire & Miracles", mit über neun Minuten längster Track des Albums, von Anfang an dem Familienstamm von Pink Floyds "Set The Controls For The Heart Of The Sun" zuzuordnen, während das direkt darauf folgende "Radiation" rhythmisch ganz eindeutig als Ringo-Starr-Enkel ("Tomorrow Never Knows") zu erkennen ist.

Beides sind keine Kopien, bauen jedoch auf diesen Blaupausen auf und füllen sie mit neuem Leben. Dazu gehören reichlich zusätzliche Instrumentalfarben zum Rock-Standard.
Der großzügige Einsatz von Geige, Bläsern (Flöte und Melodika), sowie Hammond, Moogs und Mellotron zieht sich ohnehin durch das gesamte Album.

Auch die weiteren Stücke nach dem Interlude "Burned In" greifen alle jeweils einen anderen bewährten Psych-Archetypen auf:
Die langsame Dark Side of Floyd in "Last Rays Of The Sun", die roboterrhythmische, hypNeu!tische Trance des Titeltracks, die Post-Hippie-Ballade (goes grunge-beeinflusster Metal - huch!) "In Every Dream Home A Heartache".

Der kurze über dem Mittleren Osten zur Meditation strahlende "Seven Pointed Star" und die entspannt um ihre Achse auswabernde "World Within You" vervollständigen schließlich das Bild eines zeitlosen, mehrere Generation kosmischer Rockmusik vereinenden Werks, dessen Stärke nicht nur das geschickte, und über die komplette Spielzeit sehr abwechslungsreiche Referenzieren ist, sondern welches vor allem durch seine schiere spielerische Qualität zu überzeugen weiß. (Gesang ist ok, aber halt genretypisch nicht wirklich zentraler Fokus.)

Alle Tracks bieten reichlich Ansatzmöglichkeiten, um sie live in endlose Jams ausarten zu lassen (wie die Band es tatsächlich handhabt ist mir nicht bekannt), bleiben in der Studioversion allerdings noch relativ konkret und ausformuliert, was mir in diesem Fall auch gut gefällt.

Für einen Sun Dial-Novizen wie mich hat sich die Reissue an dieser Stelle schon gelohnt.


Für den bereits mit "Mind Control" vertrauten Fan oder den generell nimmersatten Hörer ist allerdings in dieser "ultimate edition" noch eine zweite Scheibe mit zehn (Vinyl) bzw. zwölf (CD) Bonustracks aus dem selben Zeitraum dabei!

Nicht alle davon sind essentiell. So machen die drei alternativen Versionen von Albumtracks hier keinen großen Unterschied. Die full version von "Seven Pointed Star" ist satte vierzehn Sekunden länger, der early mix von "Radiation" enthält Spoken-words-Samples und mehr Hall-Spielereien, während das Zwischenspiel "Burned In" in mehr als doppelter Länge wiederkehrt, einen dabei aber eigentlich nichts wichtiges neues zu erzählen hat.

Die restlichen Extrastücke lohnen sich aber allesamt. Da sind ein paar eher geradlinige Spacerocker, nicht ganz auf dem Niveau der Tracks, die es aufs Album geschafft haben, doch beileibe nicht übel.

Daneben gibt es noch eine Reihe synthielastigerer Stücke. Die beiden Teile von "Mask Of Dawn" und der "Siren Song" gehen dabei etwas in die Richtung der Ambient/Elektrokraut-Reisen von Labelimperator Sula Bassana, während "1018A" seinen Psych noch mit einer schwer festzumachenden Attitüde, die fast schon an Clubsounds und Synthwave erinnert, vermischt.

Ganz zum Abschluss verwöhnt "Spiral" uns noch mit amtlich deeppurpleeskem Orgelrock.

Unterm Strich also eine ganz ordentliche Menge Raum und Zeit fürs Geld.

Super Band, super Album, super Wiederveröffentlichung.





2020-08-21

TENGGER - Nomad

It's time for one of this little karma write-ups again!

Sometimes folks give away their spare download codes - and in case I grab something recently released I think it's only fair that I at least support the art by spreading the word further.

In this case it was a surprise download, because there was no artist or album name on the card, only the promise that it would probably be something psychedelic. And yes, if this is anything, then it's that.


TENGGER - Nomad (download) (2020)


Tengger (which means "unlimited expanse of sky" in Mongolian and "huge sea" in Hungarian) are a South Korean/Japanese couple living on the road and always looking for magical places and new cultural environments, where they can record their flowing dreamlike music.

Most of the six tracks on "Nomad" are pure ambience made of synths, sounds and mystical female vocals here and there.
Almost all rhythm is delivered as a naturally swelling pulse, only "Eurasia" gets a little more tangible with an actual kraut rock beat.

The sound of Tengger dwells in an ageless place beyond the perception of time. It's meditative through and through, sometimes reminding me of the instrumental parts of the most esoteric version of Björk.

And would I buy this? Even though I like it the answer is... I'm not sure. I don't even think that Tengger go too far with the inherent kitsch of their music, but still this is simply a little much new age for my physical collection.
On the other hand I do own some roughly similar synth albums from El Paraiso Records, which of course have the advantage of a unique label design. The cover photo of "Nomad" isn't that bad either, though.

Well, we probably cannot answer that question here and now, but one thing's for sure: Anyone who's into transcended ambient for the temporary seperation and more harmonious reattachment of spirit and body, should give this worthwhile little album a listen!




2020-08-17

ELECTRIC MOON - Live At Freak Valley Festival 2019

Auweia, ich bin ein Amateur. Ist ja auch in Ordnung so. Also meistens zumindest. Es gibt allerdings Rezensionsfehler, die man so nicht unbedingt machen muss.

Im Review zu Electric Moons Livealbum "Hugodelia" war ich nämlich so schlau, den damals gerade aktuell gekuckten Livestream vom Freak Vally Festival zu erwähnen - als Beispiel für ein Konzert, das ich zwar super fand, aber nicht unbedingt auf Tonkonserve benötige.

Ja, toll gemacht, ich weiß.

Denn jetzt hauen die drei Lunanauten natürlich genau dieses Ding raus und bringen mich in die Bredouille, erklären zu müssen, warum ich es nicht ganz so geil finde wie die Aufnahme vom Clubkonzert.


ELECTRIC MOON - Live At Freak Valley Festival 2019 (2020)


Ja.

Ganz schön heiß draußen, oder?

Was soll man machen? Es ist ja, wie es ist, nicht wahr?

Raider heißt immer noch Twix. Ich mag trotzdem lieber Ritter Sport.

Ist es der Geschmack oder die Form? Keine Ahnung. Beides?

Die Sahara-Hitze soll wiederkommen, habe ich gehört. Ich komme ja jetzt schon nicht mehr klar.

Ja.

War was?

Ach so, ja!

Warum "Live At Freak Valley" nicht ganz so ein Kracher ist wie "Hugodelia"?


Puh... Ich bin mir überhaupt gar nicht mehr so sicher, ob das überhaupt stimmt.

Die sind halt unterschiedlich. Und die Größe und Weite, draußen unter den Sternen, die spürt man hier natürlich schon irgendwie.

Sorry, diese kosmische Mushroomwaberfreistilmusik analytisch aufzudröseln und zu vergleichen, das liegt mir einfach nicht. Man will ja auch nicht die Magie rausnehmen. Und von dieser, das ist sicher, schäumt dieser Auftritt über. Aber hey, es ist schließlich Electric Moon, womit ein mondbehördlich gesiegeltes Mindestmaß an Qualität und Wiedererkennungswert ja ohnehin garantiert ist 

Als Bonustrack gibt es das im Rahmen eines Rockpalast-Interviews improvisierte Unplugged-Stück namens "Scheiße, warum fällt mir spontan kein griffiger kurzer Titel ein? Das Ding beißt einen doch später beim Layouten einer eventuellen Veröffentlichung in den Arsch!" (gesprochen: "Der Mondsenator auf dem Weg zur Erde").
Mit dreiminütiger Spielzeit ist dies nach vier Longtracks natürlich ein von der Erde aus kaum auszumachender Zwergsatellit, er schließt das Album aber schön relaxt ab.

Ein weiteres Argument zur Frage, ob man das Ding als physischen Tonträger braucht: Neben der Musik ist auch das Coverartwork sehr gelungen.

"Live At Freak Valley Festival 2019" ist vorbestellbar im CD-Format bei Sulatron Records, und demnächst auch als LP bei Rockfreaks.







2020-08-13

ESOCTRILIHUM - Eternity Of Shaog

Kann ein Album, welches eine Illustration namens "Der Dracula vom Mars" als Coverartwork benutzt, überhaupt etwas falsch machen?

Oh sorry, beinahe genau so hatte ich ja erst letzten Monat mein Review von Esoctrilihums "The Telluric Ashes of the Ö Verth Immemorial Gods" begonnen.


ESOCTRILIHUM - Eternity Of Shaog (CD) (2020)


Überhaupt ließe sich vieles aus der Kritik zum Vorgängeralbum zu "Eternity Of Shaog" im Prinzip copypasten, haben wir es doch auch hier mit einem vollkommen maßlos übertrieben überbordenden, kosmischen Horror über die Welt ausschüttenden  Experimental-blackened-Death-Metal-Monster zu tun. Doch halt! Es gibt durchaus entscheidende Unterschiede.

So hatte Asthâghul, der allein verantwortliche kreative Kopf hinter diesem Soloprojekt, zwar auch auf "Telluric Ashes" schon reichlich Kantele und andere nicht primär mit Metal assoziierte Instrumente als Textur für seinen infernalischen, extremmetallischen Sog eingesetzt, doch auf  "Eternity" stehen die skandinavische Kastenzither, Klavier, Streicher und Synthies noch sehr viel mehr im Fokus, sowohl was die Häufigkeit ihres Einsatzes, als auch ihre dominantere Rolle im Mix angeht.

Außerdem ist das Songwriting bei aller die Aufnahmefähigkeit des Hörers strapazierenden Gnadenlosigkeit hier doch eine ganze Ecke sortierter und nachvollziehbarer geraten. Aber vielleicht spricht da auch ein wenig die Komfortzone aus mir.

Denn gerade im Zusammenspiel mit dem gutturalen Röchelgesang fühle ich mich - auch ohne Saxophon - in der Art und Weise, wie hier harsche Black/Death-Riffs mit "exotischen" cleaneren Klängen kombiniert werden, beinahe in jedem der zehn Tracks an die guten alten Schwarzmetalladvantgardepioniere Pan.Thy.Monium erinnert.
Ein bisschen Hollenthon - die für den Effekt allerdings noch Samples bemühen mussten - kommt mir hier und da ebenfalls in den Sinn.

Auch während des übelsten Gedresches - welches diesmal ohnehin etwas gezähmter bzw. mit mehr ruhigeren Passagen ausbalanciert daherkommt - herrscht eine ganz eigentümlich entrückte, urzeitliche Wurzeln simulierende Atmosphäre, eine stets unter der Oberfläche schimmernde, grausige Schönheit.

Und wer nun kopfschüttelnd Passagen wie den Anfang von "Ŧhritôŋh (2nd Passage: The Colour Of Death)" hört und partout keine Anmut in dem Geknatter ausmachen kann: Try again! Du hast dich noch nicht mürbe genug kloppen lassen.
Anderswo - ganz offensichtlich im überwiegend vom Piano betimmten "Ṡhŧg (4th Passage: Frozen Soul)" - ist das filmisch erhabene Element dafür umso deutlicher zu erkennen.

Selbst wenn der Verstand im Vergleich zum Höllenmahlstrom von "Telluric Ashes" diesmal vielleicht in ein paar tausend Splitter weniger zerschmettert wird, schafft Esoctrilihum es nun gerade durch die größere Ausgewogenheit auf "Eternity Of Shoag", einen über die komplette lange Spielzeit nicht nur bei der Stange zu halten, sondern auch zu unterhalten. 
Dieser irrsinige, mystisch symphonisch kratzblastende Overkill macht einfach unheimlich und unheilig Spaß.

Da mag der Erschaffer noch so sehr insistieren, dass wir mit dem finalen zehnten Track die "Monotonie eines fauligen Lebens im ewigen Nichts" erreicht haben; aber nein, so schlimm ist "Eternity Of Shaog" wirklich nicht. Ganz im Gegenteil!




Auch diesmal fiel es mir übrigens leicht, mich für die günstigere CD-Variante des Albums zu entscheiden, ganz einfach weil mir das Design des Digipaks im A5-Format deutlich besser gefällt als das einen zusätzliches Schmuckrähmchen um das Covermotiv krakelnde Layout der LP-Hülle.
(Etwas großzügigere Klebepunkte zur Fixierung der CD-Halterung wären allerdings begrüßenswert gewesen.)







2020-08-12

THE ACADEMY OF SUN - The Quiet Earth

I've come to know Nick Hudson both as a solo musician supporting Toby Driver and as part of the Kayo Dot mastermind's solo touring band in 2016 and 2018. I must admit though that since then - while always recognizing his remarkable talents - I've often paid more attention to him as one of my main windows into the melancholisarcastic post Brexit soul of an Englishman on facebook than to his actual art.

But at the latest this February "Black Feather Under Your Tongue", his spontaneous duet album with Driver, finally made me dive deep - and often - into one of his works.

It also made me very anxious to hear the long in the works new album of his actual creative main outlet, the quartet The Academy Of Sun, in which he showcases a wholly different wide spectrum of his talents.



THE ACADEMY OF SUN - The Quiet Earth (CD) (2020)


The main difference among many surely is that "Black Feather" was basically one avantgardistic impromptu session, while "The Quiet Earth" above everything else demonstrates Hudson's skills as a phenomenal songwriter.

And despite tons of remarkable aspects and details I could loose myself in, my central impression while listening to this album always remains damn, these are good songs!

It is pretty hard to pin The Academy Of Sun down to one particular genre, especially since there really is no specimen track serving as a blueprint for the "standard" TAOS tune. After the rather brief prologue which is the title track you can be sure that all fourteen times the CD skips to the next track you can expect a variation in mood, tempo and overall style.

Of course ninety percent of this album can somehow find space under the overlapping umbrellas of chamber pop and piano artrock, but well, that can already be quite an impressive wingspread in itself.

Vocally Hudson mostly sticks to a smooth sonorous performance, which through subtle changes in pitch and intensity, paired with the shifts of musical backdrop, brings many names into mind while still remaining original.
The most eccentric spotlights are reserved for the guest voice of Carisa Bianca Mellado in two tracks, one being the first full song "Polestar" on which Hudson himself sounds close to Brendan Perry, which gives the song a strong Dead Can Dance meets Kate Bush feel.

The folky, exuberantly wordy "The House" then not only drives home what an amazing lyricist Nick Hudson is, but in doing so also moves my perception of him distictly into the direction of greats like Nick Cave or Leonard Cohen.
As a non-native speaker I don't always pay the biggest attention to those things - and for sure I often don't get the full meaning -, but the lines on this album and this song in particular are just pure gold:

"This is the lamp that would flicker with bugs 
As you stared at the filament for days that would go on unending.
And this is the glue that had worn off the stamps 
You were reusing on letters that never quite got to the sending.
And this is the clapper of the bell that would signal the 
End of the hell in that war you would lose many friends in.
And this is the note you would leave to yourself 
To intercept on the other side, afterlife-pending."


While "The Quite Earth" certainly draws more specific inspiration from the eras of post punk and new wave than from the preceding decades, you just cannot achieve timeless pop appeal as a British band without conjuring at least the hint of a good old Fab Four vocal harmony, which happens most obviously on the next song "The Parts That Need Replacing".

Track five, the ironically light-hearted "Kidnapping An Heiress" is probably the greatest earworm hit of the whole album. It also gives me strong David Bowie vibes, which of course isn't any diametrical opposite at all. Boy, the pristine guitar work of Guy Brice alone gets me every time.

Speaking of guitars, there are several six string guest appearances scattered over the album, one of them unsurprisingly by Toby Driver on - also not too unexpected - the most avantgarde piece "Inferior Designs" (which is track 11, so I'm jumping around a little bit now).
Exploring the fringes of easily digestible harmony, I assume that this could very likely be a point of division for the audience, where some people might frown about the not music anymore jazz influence, while other appreciate this bold display of piano and guitar virtuosity all the more. You can take a guess, on which side I'm standing.

There are other moments on "The Quite Earth" where Driver's influence - or at least a similarity of shared influences - shine through. Like the keyboard in "Rose Devoid Of Form" or the weird eerie tone of "Charboy In The Cinders", which is another of the not too radio-friendly tunes here.

But make no mistake: While Kayo Dot were always deliberately operating the furthest away from the possibilty of any mainstream recognition, all the big names I've been throwing in as comparisons here are no accident. Even though "The Quiet Earth" has little bits where the art may outshine the accessibility, the overall impact of this almost ridiculously ambitious work is not that of a stunning, but hopelessly obscure piece of musicians' music, but that of an album which in a better world would make The Academy Of Sun huge. I mean really huuuge. Seriously.

Another thing which should be huge is the epic detailed doomsday cover artwork. It's deafening how loud this one screams I want to be a record sleeve! 
Since this is a CD/digital only release, I would at least have prefered a packaging, where the digipak didn't include an 8-page booklet for the lyrics and credits, but a foldout poster with a larger version of the cover on the other side. Yeah, that's basically my one negative critique  I can offer about this album.

Ok, I'm also not the biggest fan of "So What, Caravaggio". A whole album of songs like this would shatter my nerves. But even this black sheep track counters its annoying chorus with a great slow break passage declaring "I can feel my skeleton protesting its cargo."
And finally the wider context of the whole album perfectly smoothes out any perceived weakness on one single puzzle piece.  

But hey let's go on! I have few more name references to drop. 

The finale of the aforementioned "Rose Devoid Of Form" and the whole of "Couch Surfer" both strongly remind me of the recent ongoing phase of Ulver. Which basically means everything that's super cool about 80s synth pop in a nutshell.
"Couch Surfer" could basically be sold as a cover version of a "lost track" from a Depeche Mode classic and I would buy into the lie.

It's not far from here to Frankie Goes To Hollywood now, right? But don't think "Relax" or "Welcome To The Pleasuredome", think of their ballads, as Nick Hudson switches to a higher register and bolder expression in "Don't Touch The Animals" and I can't help but picturing Holly Johnson beside him leaning on his piano.

In "Sky Tourism" it's not the voice which enforces the comparison, but the piano during the verses is undoubtly the child of a huge Tori Amos afficionado.

The biggest vocal surprise Hudson reserves until the end, when after the post punk staccato of "Everything At Once Forever", the last track "Cloud Prayer" finally makes use of his emotive falsetto abilities.

A drifting, dream-like closer and beautiful goodbye from an album, that should rightfully be among the most talked-about releases of the year.

I know, I know... That's a little much to demand from 2020. But come on, listen to this and do your part! Karma will thank you.

"Thin skies of only cloud
Break apart when 
Tired hearts are 
Treated kindly,
Come and find me,
Love exists to share."






2020-08-08

BANDCAMP DAY August 2020 mit LINGUA IGNOTA, KONSTRUKT & OTOMO YOSHIHIDE und PHURPA

Während ich mich, wie anderswo im Netz festgehalten, nach wie vor an den inzwischen eingetrudelten, vor einem Monat am Bandcamp Day abgegriffenen Vinylschätzen von A.A. Williams und Esben And The Witch erfreue, hat sich die Plattform entschieden, es doch noch nicht das letzte Mal gewesen sein zu lassen, dass den Künstlern 100% ihrer Gewinne (inklusive der Provision von BC selbst) überlassen wird. Die Tradition des Bandcamp Day am ersten Freitag des Monats wird also auf unbestimmte Zeit fortgesetzt.

Dieses Mal (also gestern) bin ich gar nicht dazu gekommen, mich groß mit dem Angebot zu beschäftigen, doch zwei Tonträger und einen Einzeltrack haben sich dann doch in meinen Einkaufskorb gedrängelt.

Bevor ich auf diese eingehe, empfehle ich aber noch dringend, bei Yazz Ahmed vorbeizuschauen, da die Jazztrompeterin die Exklusivveröffentlichungen vergangener Bandcamp Fridays für dieses Wochenende noch einmal zugänglich gemacht hat!




LINGUA IGNOTA - Wicked Game (download) (2020)

Wiederholungstäterin Kristin Hayter aka Lingua Ignota schlägt erneut mit einem Einzeltrack zu. Wie schon mit "Jolene" handelt es sich um ein Coverstück in ihrem einzigartig verzweifelt düsteren Stil.

Zumal ich persönlich mit Chris Isaaks "Wicked Game" auch Erinnerungen an ein eigenes Unplugged-Konzert verbinde (eine der liebsten Fremdkompositionen, die ich je live gesungen und gespielt habe), gab es natürlich gar keinen Zweifel, dass ich auf diese - natürlich vollkommen anders dekonstruierte - Version nicht verzichten konnte.

Ergreifend intensiv.





KONSTRUKT & OTOMO YOSHIHIDE - Eastern Saga: Live At Tusk (LP) (2020)

Das vierte Album in der auf Karlrecords erscheinenenden Reihe von Kooperationen der türkischen Experimentalfreejazzer Konstrukt mit anderen Künstlern (zwei davon bisher mit Keiji Haino, eines mit Ken Vandermark) hätte für mich auch ohne Aktionstag Priorität gehabt.

"Eastern Saga" ist eine Livaaufnahme vom Tusk Festival 2018, auf der die Gruppe in Fünferbesetzung - zwei Drummer, Kontrabass und zwei Multiinstrumentalisten, die sich um Gitarre, Saxophon, Flöten und Elektronik kümmern - aufspielt und sich dazu mit dem japanischen Experimentalmusiker Otomo Yoshihide an Gitarre und Turntables verstärkt.

Das Resultat sind die zwei abenteuerlichen Longtracks "Fire Dance" und "The Myth", deren exzellente Mischung aus exzessivem Free Jazz mit leicht orientalischer Note und wildem Noiserock absolut großartig in den Hohlraum zwischen den Synapsen hämmert. Wer genauso auf Bill Laswell wie die letztjährige Zusammenarbeit von Keiji Haino mit Sumac steht, der wird hier eine Menge Freudenschweiß ausstinken.





PHURPA - Hymns Of Gyer (Tape) (2020)

Die Gerüchte stimmen: Ich habe mir tatsächlich wieder ein kleines Kassettenabspielgerät an die Anlage angeschlossen und mir vorgenommen, mir ab und zu mal ein Tape nicht nur als Regalschmuck, sondern tatsächlich zum Hören zu gönnen.

Den Anfang macht ein Livealbum des russischen Obertongesangkollektivs Phurpa.

Selbst wenn man die Gruppe schon einmal live erlebt hat, bleibt es beinahe unfassbar, dass dieser über einstündige Drone/Dark Ambient-Sog nur ducrh drei Kehlköpfe und zwei Klangschalen erzeugt wird

Ein Portal in andere Dimensionen. Oder zumindest der Wegweiser zu höheren Leveln des eigenen Bewusstseins.

In jedem Fall nicht von dieser Welt.




2020-08-03

Alle mögen Bäume.

Tumblr an sich ist ja ziemlich tot (oder?), und ich selbst logge mich auch nur noch sporadisch ein, um auf einer meiner beiden Seiten dort etwas zu posten - oder um einfach mal zu kucken, wer kuckt. Was durchaus mal mehrere Wochen hintereinander so ziemlich niemand sein kann.

Mein Harinezumi-Tumblr hat allerdings diesen einen, hier auch nicht zum ersten Mal verlinkten, aus unerfindlichen Gründen schon immer außerordentlich beliebten Eintrag, der gerade in den letzten Wochen wieder neu in seiner Popularität explodiert ist.

https://igel365.tumblr.com/post/109783749171/365365-fin


Und im nächsten Post dieser Art wundere ich mich dann darüber, dass mich nach über einem Jahrzehnt nun der Explore-Algorithmus von flickr entdeckt hat und ich nicht so ganz weiß, was ich davon halten soll. ;)





2020-07-31

VOLLMAIER - Kind Of Laibach

Wunderbar! This makes my lazy Friday evening self happy.

Here's an album which you could review almost completely based solely on the information provided by its cover.


VOLLMAIER - Kind Of Laibach (CD) (2020)

So here we go:

The album title tells us that it's not a Laibach work, but it's "kind of Laibach", which obviously is also a reference to one of the most important popular music albums of all times, Miles Davis' "Kind Of Blue", which suggests that the music here could be labeled as jazz.

Then on the other hand Laibach is known for strong neo-classical influences... One thing however seems sure: It's a piano work - and with a granite claviature its delivery is probably hammered pretty hard.

The name Vollmaier is familiar to Laibach fans, because Sašo Vollmaier actually was an active Laibach member from 2007 to 2013, which is the period that not only saw the releases of "Spectre" and the fantastic rare live album "Monumental Retro-Avant-Garde", but also the recording of most material of "Laibach Revisited".

Assuming that the man, who established the sound of a jazz piano brutally falling down the stairs as a reappearing constant of the Laibach aesthetics, would preferably interpret what he already knows in and out, we should expect versions of material from those albums here.


That's the front cover. Flipping the CD gives us confirmation on several points, as we see Sašo Vollmaier playing on a concert grand, which "reflects" the image of Laibach vocalist Milan Fras.

The credits on the inside then make it official:

"Inspired by LAIBACH.
Includes motives from the songs
"Smrt za Smrt RE", "Krvada Gruda RE", "Brat Moj RE", "Resistance Is Futile", "
Ti, Ki Izzivaš RE".

The lack of a tracklist anywhere on the digipack suggests that "Kind of Laibach" doesn't aim for hit singles and is rather expected to be understood as one holistic suite.

 
And now we can listen to the album!




With a running time of about thirty minutes it's rather short for a full length, yet for an instrumental solo performance this size proves to be just right to keep up the tension and interest.

The work is segmented into ten parts, half of which bear the titles of the aforementioned Laibach songs. Those titles however only mark the largest amassments of the respective tunes, as for example the "Restistance Is Futile" motif is also reprised directly afterwards in "Ti, Ki Izzivaš RE".

Indeed "Kind Of Laibach" should only be experienced as a whole piece, in which Vollmaier interweaves Laibach with new original themes.

As for the question into which genre drawer to put this album - just as with most things Laibach this work defies definite categorization. I understand it as contemporary classic suite with very obstreperous  tendencies, which could classify as jazzy (yet also as industrial through association).
Vollmaier speeds through the performance in his recognizable style with fast short notes and a furious, often surprisingly heavy attack, takes sudden turns and stumbles towards the edge of the chaotic abyss, before the piano finds and collects itself again.

On the clearly jazz side there are also several passages which feel like they are created on the spot. Which means they are either left open for improvisations - or they are successful emulations of improvisations. Which ultimately leads to the same result, right?
(Anyone who owns the vinyl version of this album can possibly look into this aspect better, since the record comes with some notations, which might - or might not - give some clues.)


For me as someone who hasn't dipped his ears into too much piano solo music - regardless of genre - yet, "Kind Of Laibach" may be a good starting point, as this album, which is also inspired by  Glenn Gould and Vladimir Horowitz, is a truly strong, suspenseful artistic statement of recontextualization, no matter if you view it as an accompanying piece to the "Laibach Revisited" box or as a seperated work which funcions on its own. 

This excellent half hour of virtuoso piano playing and impressive arrangement intuition always flies by as fast as a Borg takeover.

Resistance is pointless. Vollmaier is Vollmaier.




2020-07-20

LUCIFER - LUCIFER III

Das Ding ist ja nun schon eine Weile draußen und hat nur darauf gewartet, dass ich mal wieder etwas bei Century Media bestelle, um mit ins Paket zu hüpfen. Mit der neuen Voivod-EP war es dann neulich endlich soweit, so dass es sich nun fleißig auf meinem Teller dreht:

Das dritte Album von Lucifer, selbstverständlich mit dem chronologisch korrekten Titel "Lucifer III".




LUCIFER - LUCIFER III (LP+CD) (2020)


Wem das letzte Album "Lucifer II" (duh!) so sehr gefallen hat, dass er/sie gerne mehr davon hätte, der darf sich freuen. Denn "Lucifer III", das erste Album der Band (Debüt eingeschlossen), welches aus keinem seismischen Besetzungswechsel hervorging, verfolgt die auf "II" eingeschlagene Linie ganz klar weiter.

Konkret heißt dies, dass Johanna und Nicke Platow Andersson wieder einmal tief in der gut sortierten Siebziger-Jahre-Sektion ihrer fusionierten Plattensammlung gewühlt und Inspiration getankt haben, um einen weiteren Strauß höchst ohrwurmiger Hardrockhits auf die spiralförmige Rille zu bannen.

Manchmal geht es dabei ansatzweise getragen zu (und im Finale "Cemetery Eyes" sogar durch ein Klavier unterstützt), doch der größte Teil der neun Songs geht flott und niemals ohne einprägsame Hooks nach vorne.

Kann das auch mal langweilig werden? Also, ich habe es neulich getestet, indem ich mir an einem Vinylnachmittag mal alle Johanna Sardonis-Scheiben inkl. dem Lucifer-Vorgänger The Oath und den B-Seiten zweier Singles hintereinander reingepfiffen habe.
Die zentrale Erkenntnis war wohl, dass Lucifer innerhalb ihres bewusst abgesteckten stilistischen und ästhetischen Terrains immer etwas abwechslungsreicher sind, als mir meine eigene Erinnerung weismachen will. Ich war von vorne bis hinten vorzüglich unterhalten.

Eine Entscheidungshilfe bei der Frage, ob "III" besser ist als sein unmittelbarer Vorgänger, war dieser Marathon allerdings nicht. Johannas Gesang wird eigentlich auf jedem Album nochmal eine Ecke stärker und selbstbewusster, und auch die Produktion ist wieder ein bisschen knackiger geworden (ich liebe den Drumsound), ohne den anvisierten Charme zu vernachlässigen.
Ich nehme an, dass Drummer Nicke, der auf "II" ja instrumental fast sämtliche Zügel in der Hand hielt (sprich: beinahe alle Instrumente eingespielt hat), sich hier zugunsten von mehr Bandfeeling zurückgenommen hat, es gibt allerdings keine detaillierten Credits, um diese Annahme zu verifizieren.

Bemühte ich mich um möglichst objektive Betrachtung, dann würde ich ganz klar sagen, dass wir es bei Lucifer mit einer stetig ansteigenden Entwicklungskurve zu tun haben, bei der alle Aspekte der Band sich kontinuerlich immer noch verfeinern, was "III" zum besseren Album macht.
Ganz subjektiv gehört ist "II" aber halt nach wie vor saustark und wird durch den Nachfolger auch nicht überflüssig gemacht.

Wer den Rückgang des Black Sabbath-Doom-Worships auf "II" noch nicht verkraftet hat, der wird mit "III" vielleicht weniger glücklich werden, da sich auch dieser Trend fortsetzt. Ich persönlich bin darüber hinweg und genieße beide Werke in vollen Zügen.

Das Cover sieht erneut auf der echt in der Hand gehaltenen Plattenhülle noch cooler aus als gedacht, und eine CD-Version liegt auch wieder bei.

Also wenn man die Dame und die Herren schon nicht live sehen kann, dann kommt man als Fan eigentlich nicht an diesem Album vorbei.








2020-07-13

VOIVOD - The End Of Dormancy

Whenever a metal fan states "I hate jazz", somewhere in the world a kitten dies from the cringe of this assertion. Of course you can dislike certain jazz varieties or artists, but this absolute claim about the whole of jazz is so massively oblivious, it almost hurts. And it kills kittens.

Beside the fact that without decades of jazz being the main driving force of popular music, the evolution of rock'n'roll would be unthinkable - and Black Sabbath would probably have missed their rhythm section -, the world of this over a century spanning music tradition is simply so vast, that anyone who seriously denies all of it can only belong to those poor people who actually have zero interest in any kind of music at all.

But why am I even rambling about this?

Well, even with Voivod fans generally having a less leather and barbarism fundamentalist mindset than your average metalhead, the Canadians have now successfully managed to trigger that ew jazz! reaction within parts of their crowd with their latest EP.

The fun thing about this whole jazz allergy thing however:

There hardly is any jazz on "The End Of Dormancy".






VOIVOD - The End Of Dormancy (light blue vinyl 12" EP) (2020)


So what happened?

Last year Voivod were invited to play the Montreal Jazz Fest, which of course isn't the most obvious choice. But then many unlikely bands have played "jazz" festivals around the world.
A great many of those festivals regularly feature artists from other genres, which isn't even a sign of openness in all cases, but became a sheer necessity to keep those grown events alive in times of the decline of jazz's popularity. Yet today, as jazz is going stronger again, it's fair to view Voivod's invitation as a special honour.

As a thankful nod to the occasion they decided to put a little surprise into their show by performing "The End Of Dormancy", the quasi title track of their stellar 2018 album "The Wake", with an added horn section.

The live recording of this song (plus the classic "The Unknown Knows" from the same show) builds the B side of this EP, which is available as a vinyl-only release in black and various limited vinyl colour versions, of which I got the blue one.

Looks and sounds great!




The A side contains the studio version of "The End Of Dormancy" with the added metal section. So two of three tracks recorded at a jazz festival and the usage of trumpets, trombones and a tenor saxophone. That's quite a lot of jazz, right?

No, not really. And that's not a complaint, just an observation. The only moment that outright screams jazz is that added breakdown with a bold sax solo in the live version of the EP's title track.
The other brass parts are often performed with a jazzy attitude, yet the arrangements itself are much closer to what winds and strings would play in a movie soundtrack of the 1950s to 1970s.

Which is no giant surprise, because the song - and damn, what a mind-boggingly fantastic beast of a prog/thrash metal tune this is! - already has this very cinematically storytelling structure with many parts successfully intended to echo that very same score feeling in the first place.

Now with the proper instrumentation this notion is represented in an even more authentic manner. This doesn't make the original version redundant, as I think that one still works better in the context of the album (which already had a similar idea with its use of string quartet), but it's a very exciting touch, elevated by the fact that you can clearly hear that this is not just a dry job for some classical/jazz musicians whose hearts are not in it. The fine playful details in the perfomance just speak another language.

The greatest portion of the manifold brass parts are fanfare-like march themes and long suspense-packed notes, basically things which Voivod's fellow pioneers Celtic Frost already introduced to the world of extreme metal in the 1980s.
With its noir touch and its elaborated and incorporated form (just listen closely to the fast staccatos and quick mini improvisations!), this arrangement is clearly a couple of steps further in the evolution of this kind of niche gimmick within the metal world. The closest relative in intention as well as in execution can very likely be found in the avantgarde black metal of Imperial Triumphant - who interestingly enough will have a Voivod cover version on their forthcoming new album... looking forward to that!


I love this EP - alone for the effect that the epic, but also somehow joyful metal section pushes Voivod's whole appearance so much more in the direction of the French zeuhl legends Magma, whose analogon in the realm of metal Voivod have always somehow been anyway.

My single luxury complaint here would be that I wish they had also given one or two other songs from the cataloque the brass treatment. That would surely have been more interesting than the "regular" live track (which of course kicks ass as expected) on the B side. 

But hey, this is awesome!

And of course there's also a hilarious music video to enjoy.





2020-07-10

GÖDEN - Beyond Darkness

In meiner Rezension der Vinyl-Wiederveröffentlichung des 1990er Doom/Death-Klassikers "Into Darkness" von Winter drohte ich ja bereits an, hier auch die Nachfolgeband zu besprechen.

Während der kurzen Reunionsphase in den Jahren 2011 und 2012 machten die berühmten zwischenmenschlichen Probleme eine dauerhafte Wiederbelebung der originalen Band unmöglich, so dass Gitarrist Stephen Flam und Keyboarder Tony Pinnisi Göden gründeten.

Die Benennung nach einem Winter-Song, sowie der auf "Into Darkness" Bezug nehmende Albumtitel deuten es schon dezent an, doch neben weiteren offensichtlichen Bezügen, auf die ich später eingehen werde, lassen vor allem die (in der CD-Version sogar im Booklet und auf der Jewel-Tray-Innenseite doppelt gemoppelten) Liner Notes keinen Zweifel daran, dass es  sich bei Göden um eine direkte spirituelle Fortsetzung und Weiterentwicklung von Winter handeln soll.
Naja, so "direkt", wie es mit dreißig Jahren Abstand zwischen zwei Alben wohl möglich ist.

Göden verhält sich zu Winter also ähnlich wie Triptykon zu Celtic Frost.

Und auch als Maßstab für die Ermittlung des kreativen Erfolgs von "Beyond Darkness" erscheint es mir realistisch, die zugegebenerweise gemein hohe Frost-Messlatte anzulegen, nämlich in Form des überragenden Reunionswerks (und letzten gemeinsamen Albums von Tom Warrior und Martin Eric Ain) "Monotheist".
Als zweite Referenz möchte ich die sowohl in ihrer enormen Kultigkeit als auch der ähnlich langen Schaffenspause naheliegenden Cirith Ungol mit ihrer phänomenalen, authentischen Wiederkehr "Forever Black" anführen.

Mit diesen beiden Marken mitzuhalten ist natürlich nahezu unmöglich und wäre aus Gödens Perspektive zweifellos das absolute Traumszenario.

Und tatsächlich machen Göden auf dem Weg zu diesem Idealfall einiges richtig. Allerdings nicht alles...



GÖDEN - Beyond Darkness (CD) (2020)


Der neunminütige instrumentale Opener "Glowing Red Sun" fungiert vor allem als eindeutiges Wiedererkennungssignal, indem es nahezu perfekt den gewohnten schleppenden Doomdeath-Winterzauber beschwört.
(Als Ergänzung gibt es allerdings noch schwermütige My Dying Bride-Streicher obendrauf.)

Dass Flam und Pinnisi, die beide nun ein erweitertes Aufgabenfeld haben, während sie von unterschiedlichen Drummern und Gastgitarristen unterstützt werden, den Grundsound noch beherrschen, ist also klar.
Ebenso merkt man am fetteren, aber immer noch räudigen Sound, dass der Band bewusst ist, dass es ein Sakrileg darstellen würde, die sehr... ich sag mal eigene Produktion von "Into Darkness" kopieren zu wollen. Das wäre nach dreißig Jahren Weiterentwicklung der Studiotechnik auch ein peinlicher Ansatz gewesen.

Sängerin* Vas Kallas hat ein solides Todesorgan, welches zwar weniger tief und markant als das von Winter-Bassist John Alman vor drei Jahrzehnten ist, allerdings auch keinen Anlass zum Meckern gibt.
So ein bisschen erinnert sie mich an Martin Ain auf - da ist es wieder! - "Monotheist".
[*EDIT: Ja, das Geschlecht hatte ich hier zuerst verkehrt. Das kommt von Bandfotos im diffusen Halbdunkel.]
Überhaupt scheint es, dass dort wo Winter wie eine heruntergebremste Version der alten Celtic Frost klangen, Göden sich auf "Beyond Darkness" sehr stark vom letzten Frost-Album beeinflusst zeigen.
Mit ca. fünfundsiebzig Minuten Spielzeit und neunzehn Tracks scheint das Album auf jeden Fall ebenso ambitioniert.

Und es würde auch erklären, woher Göden nicht nur ihr düster theatralisches Element, sondern vor allem ganz spezifisch die Idee genommen haben, als amerikanische Band einige Songpassagen auf deutsch (vgl. "Monotheist"s "Synagoga Satanae)" zu singen.

Zum Glück befindet sich im Booklet an jenen Stellen auch eine englische Übersetzung, so dass man als deutscher Muttersprachler in der Lage ist, nachzuvollziehen, was jenes putzige Kauderwelsch zu sagen versucht. So wird in "Komm Susser Tod" die Zeile "Come final solace, In your embrace I know all men must die" übersetzt zu: "Komm endgultig Trost, In Dein Umfassen ich wissen alles Menschen mussen sterben". Dass eine Band mit (stummem) Metal-Ümlaut im Namen die echten Umlaute derart konsequent ignoriert, ist schon bemerkenswert.

Nun finde ich als Laibach-Jünger etwas schief verfremdetes Deutsch ja durchaus sympathisch, aber ob es in diesem Fall Absicht war, um eine bewusst imperfekte Note zu erzeugen, oder ob man einfach nicht auf die Idee gekommen ist, mal vorsichtig auf facebook in die Runde zu fragen, ob vielleicht eine deutscher Fan in der anwesend ist, der Lust hat, mal ein paar Zeilen zu checken, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.

Der Rausschmeißer "Winter" enthält übrigens die komplette fantasiedeutsche Transferierung des Winter-Klassikers "Eternal Frost". Who knew that us Germans write Vinter with a V? Man lernt nie aus.

Letztendlich ist das aber ein skuriller Nebenschauplatz, der sich auf die Qualität des Albums nicht groß auswirkt.

Diese leidet eher darunter, dass Göden bei aller mit Frost wetteifernden Ambitionen hier einfach nicht den Abwechslungreichtum der Schweizer auf die große Länge von "Beyond Darkness" bringen können.
Die guten Ideen sind zweiflsohne da, doch es wäre schlauer gewesen, sie in weniger Stücken zu konzentrieren.

"Into Darkness" hatte damals eigentlich genau die richtige Spielzeit, bei der man am Ende immer noch ein bisschen mehr wollte, während "Beyond Darkness" doch auf Dauer in der Gesamtheit etwas zu gleichförmig erscheint. Und dass ein Stück wie "Ego Eime Gy" in Manier von Karyn Crisis' Gospel Of the Witches wieder und wieder eine Beschwörungsformel durchnudelt, ist da nicht hilfreich.

Dabei ist hier kein Song für sich schlecht, wo immer man kurz reinhört, kann man sagen wow, das ist ja wie "Monotheist"! Himmel Hölle, das Schlagzeug könnte oftmals direkt aus Triptykons überlebensgroßem "Requiem" übernommen sein!

Doch es sind schlicht ein paar Songs zu viel.

Noch problematischer sind die Zwischenspiele oder auch "Manifestations" (noch ein Rückgriff, diesmal auf das letzte Stück der "Eternal Frost"-EP), in denen die Schöpfergestalt Göden sich enttäuscht von ihrer Schöpfung zeigt und die Dämmerung eines neuen Zeitalters ankündigt.

Drei oder vier dieser mich tatsächlich am ehesten an Arjen Lucassens Progmetal-Rockopernprojekt Ayreon erinnernden Episoden hätten als Maximum locker ausgereicht, aber gleich acht dieser im Vortrag identischen Dinger sind schon etwas ermüdend.


Trotz alledem sind Göden für mich eine glaubhafte und würdige Winter-Nachfolgeband, die hoffentlich zukünftig ihr volles Potential umzusetzen weiß.

"Beyond Darkness" hätte dies bereits sein können, ist es wie gesagt ja durchaus voller gutem Zeug. Es will jedoch ein bisschen zu viel.

Ein paar Songs und Zwischenspiele weniger, evtl. auch eine Fremdsprache weniger, dafür ein knackiges, die Hörergunst nicht überstrapazierendes Album, welches einen noch ein bisschen hungrig nach mehr hinterlässt - so wie bei Cirith Ungol eben - und Göden hätten hiermit einen absoluten Hauptgewinn abgeschossen.






2020-07-09

PERMANENT CLEAR LIGHT - Cosmic Comics

Ladies and Gentlemen, please welcome... Sgt. Suomi's Permanent Clear Light Club Band!

Aus Finnland bringt uns Sulatron Records den ultimativen Magical Mystical Rubber Roadtrip.

Oder so scheint es jedenfalls zunächst.




PERMANENT CLEAR LIGHT - Cosmic Comics (mint green vinyl) (2020)


Nach einer knappen Viertelstunde Spielzeit und drei vergangenen Songs weiß man bei diesem Album eigentlich schon, was Sache ist. "Cosmic Comics" ist eine geradezu exzessive Homage an die psychedelischen Beatles ab "Rubber Soul", vollgepackt mit sowohl gesungenen, als auch gespielten Ohrwurmmelodien, himmlischen Harmonien und jeder Menge die später Sechziger Jahre herbeirödelndem Melotronklängen.

Und das macht das Trio, bei dem alle Mitglieder mehrfache instrumentale Aufgaben übernehmen, so großartig, dass man auch überhaupt nichts anderes verlangt. Mit authentischem Spirit und neuzeitlicher Produktion gelingt hier der Spagat, sowohl den eher entrückungsorientierten Hörer, als auch den Conaisseur perfektionistischer Neoprog-Beatles-Huldigung aus dem Dunstkreis von Neal Morse in mir zu füttern.
Das hat alles schon eine Klasse, die den King Crimson-Emulationen von Sean Lennon nahe kommt.

Doch dann mit dem vierten Stück greifen Permanent Clear Light unter den doppelten Boden ihrer Trickkiste und führen mit "Maurice n'est pas la" ihren zentralen neunminütigen Zaubertrick aus, der das gesamte Album rekontextualisiert.

Mit geradlinig roboterhaftem Beat und clean drahtigem Bass befinden wir uns plötzlich in den frühen Achtziger Jahren. Ätherischer Synthierock mit französischen spoken words, Elektrogepiepse, dann ein großartig merkwürdiger Wechsel, nach dem plötzlich alles vorübergehend komplett im Kraftwerkmodus operiert, effektgeschwängerter New-Wave-Gesang, kosmisch-komisches Outro. Ok... Das war noch dasselbe Album, oder?

"Iris Murray" holt uns dann von diesem überraschenden Ausflug mit den bisher balladeskesten Tönen nicht ganz auf die Erde zurück, sondern lässt uns in der zweiten Hälfte seiner sechs Minuten irgendwo zwischen Atmosphäre und Weltraum in orchestraler Postrockseligkeit schweben.
Und erst jetzt scheint der komplette stilistische Rahmen des Albums abgesteckt zu sein.

Ist er aber nicht. Im Großen und Ganzen verschmelzen die restlichen vier Tracks schon die vorher eingeführten Bausteine, was mich oft an eine weniger proggige, eher psychedelisch ausgerichtete Version der Flower Kings erinnert. (Vor allem "Until The End Of Time" könnte glatt von Roine Stolt gesungen sein.)

Doch Permanent Clear Light zeigen auch auf der zweiten Albumhälfte noch ganz andere Seiten von sich. So hat "Salmiac" sowohl einen ganz deutlichen Jazzeinschlag, als auch Elemente, die eher an japanische Krautrockgruppen des Guruguru Brain-Labels denken lassen.

Der kurze Rausschmeißer "The Rip" ertrinkt zwar übertrieben in Effekten, kann und will dabei jedoch nicht kaschieren, dass die Band den Kreis hier schließt und zum puren Pilzkopf worship zurückkehrt.




Und nun (d.h. einige Tage nachdem ich alles bisherige geschrieben habe) konnte ich mir endlich den Genuss gönnen, "Cosmic Comics" statt digital auf zehn Meter dickem, fantastisch klingenden und hustenbonbonig hübschen Vinyl zu hören.

Ich glaube, ich bin jetzt noch mehr verliebt.

Permanent Clear Psych HighLight!








2020-07-08

ESOCTRILIHUM - The Telluric Ashes of the Ö Vrth Immemorial Gods

Zwei einander diametral gegenüberstehende Fragestellungen bestimmen die Auseinandersetzung mit diesem letztes Jahr erschienenen Werk, welches ich mir neulich als Beifang zu Neptunian Maximalisms gigantomanischem "Éons" mitbestellt habe:

1. Kann ein Album, welches eine Illustration namens "Humbaba der Schreckliche" als Coverartwork benutzt, überhaupt etwas falsch machen?

2. Sollte es soziale Dienste geben, die ab und zu bei vereinsamten Multiinstrumentalisten im Heimstudio vorbeischauen und nach dem Rechten sehen, damit jene Eremiten nicht in einen vollkommen psychotischen Aufnahmewahn verfallen? 


ESOCTRILIHUM - The Telluric Ashes of the Ö Vrth Immemorial Gods
(CD) (2019)


Eines scheint mir sicher zu sein: Hätte der nette, von seinen Eltern mit dem Namen Asthâghul beschenkte Herr, welcher sich hinter Esoctrilihm verbirgt, ein Korrektiv/Kollektiv  aus weiteren Musikern um sich, dann hätte es hier wohl oft nee Alter, das ist zu viel geheißen.

Denn an diesem Blackened Death-Ungetüm ist wirklich alles zu viel:

Zu viele Gitarren. Zu viele Keyboards und Geräusche. Und nochmal Gitarre drüber. Zu viel Hall auf dem Gegrunze und Gekrächze. Viel zu viel Chaos, viel zu viel Reizüberflutung. Viel zu lange Tracks und ein viel zu langer Albumtitel. Ein viel zu schwer von der Zunge gehender Bandname und selbstredend das dazu standesgemäß viel zu unleserliche Logo. Viel zu viel Gelaber (englisch oder französisch) zu den Songs, statt Lyrics im für eine CD viel zu hohen Booklet, und das obwohl man noch nicht einmal versteht, in welcher Sprache die viel zu unverständlichen Texte dargeröchelt werden.

Oder um es auf den Punkt zu bringen: Brutalinski der Verklopper, was für bösartiges Brett!

Esoctrilihums Advantgarde-Extremmetal mit lovecraft-beeinflusstem kosmischem Horrorkonzept ist ein durchgehend geradzu bizarr überladener Dauerangriff auf die Sinne. "The Telluric Ashes of the Ö Verth Immemorial Gods" wirkt wie eine im Fieberwahn entstandene Überzeichnung eines Sulphur Aeon-Albums.

Dies bedeutet auch, dass das spielerische Niveau sich hier in ähnlichen Sphären abspielt. Aber es ist halt alles so viel zu viel - und das macht es so irre gut. Im Grunde das ganz klassische, die Metalszene musikhistorisch immer wieder herausfordernde und in neue Richtungen pushende Höherschnellerhärter in Reinkultur.

Die Songtitel der Stücke 8 und 9 - "Black Hole Entrance" und "Black Hole Exit" beschreiben, nachdem in "Aborted Sun" schon die Sonne ausgeknipst wurde, eigentlich ganz bildlich, in welcher Intensität sich dieses Biest abspielt, ehe man nach ca. fünfundsiebzig Minuten Hochgeschwindigkeitszermalmung in die "Torment Of Death" entlassen wird.

Etwas Feines für die auf Krawall gebürsteten Stunden, in denen einem Oranssi Pazuzu oder Imperial Triumphant noch eine Spur zu aufgeräumtes easy listening sind. Brilliant - nicht nur kompositorisch und spielerisch, sondern auch in seiner teilweise verdammt waghalsigen, aber umso wirksameren Produktion.

Um also die Eingangsfragen zu beantworten:

1. Nein, mit "Humbaba" gelingt alles.

2. Vielleicht sollte es diese Betreuung geben, aber wenn, dann vielleicht nicht in Asthâghuls Heimatland Frankreich. Manchmal ist Psychose nämlich künstlerisch wertvoll und wichtig.




Und ja, ihr Schlaumetaller, ich weiß, dass dies jetzt schon gar nicht mehr die neueste Veröffentlichung von Esoctrilihum ist, und dass das aktuelle Werk angeblich sogar noch eine Schippe obendrauf legen soll. Ist da noch viel Luft?

Ich werde ganz gewiss reinhören, sobald ich mich von dieser famosen Folter einigermaßen erholt habe.